AT134339B - Gelenkdichtung für Stauklappen. - Google Patents

Gelenkdichtung für Stauklappen.

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AT134339B
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Ver Stahlwerke Ag
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Description


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  Gelenkdichtung für Stauklappe. 



   Das Patent Nr. 131662 betrifft eine Gelenkdichtung für Stauklappen, bei welcher die
Fuge zwischen Wehrkörper und Klappe durch ein mit beiden Teilen fest verbundenes Mittel gedichtet ist. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun eine weitere Vervollkommnung derartiger Gelenk- dichtungen. Die Verbesserung liegt in der Verwendung einer Schutzdichtung vor der den
Wehrkörper und die Klappe verbindenden Dichtung, die den Zweck hat, die   Hauptdichtung   besser gegen den Angriff äusserer Einflüsse (Wasser und von diesem mitgeführte feste Körper, wie Eis, Holz, Geschiebe   usw.)   zu   schützen.   



   Im Patent Nr. 131662 ist bereits darauf hingewiesen, dass die Abdichtung auch bei solchen Klappen anwendbar ist, bei denen der theoretische Drehpunkt der Klappe nicht in die
Stauwand verlegt werden kann (wie z. B. bei Verwendung einer Klappe mit einem Rohr als Drehachse od.   dgl.).   Da bei einer solchen Klappe die benachbarten Teile von Stauwand des Wehres und Stauwand der Klappe bei der Bewegung der letzteren eine beachtliche gegenseitige Verschiebung erfahren, bildet die beide Teile verbindende Dichtung bei fortschreitender Niederlegung der Klappe eine Schlaufe. 



   Durch die zusätzliche Erfindung wird auch für einen solchen Anwendungsfall der den Gegenstand des Stammpatentes bildenden Erfindung durch Anwendung einer Vordichtung ein besserer Schutz des Hauptdichtungsmittels erreicht, der Eintritt von Wasser in die Schlaufe auf ein Mindestmass beschränkt und für eine unschädliche Ableitung des etwa doch noch in die Schlaufe eintretenden Sickerwassers gesorgt. 



   In den Fig. 1-4 sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. 



   Fig. 1 und 2 zeigen die Anwendung der Erfindung auf eine Klappe, bei der der Drehpunkt der Klappe in die Stauwand oder in deren Nähe verlegt ist, u. zw. stellt Fig. 1 die Stauklappe in aufgerichteter und   Fig. 3   in niedergelegter Lage dar. 0 ist der theoretische Drehpunkt der Klappe, 1 die Stauwand des Wehrkörpers, 2 die Stauwand der Klappe, 3 ist das Klappendrehlager, 4 ist das die Stauwände 1 und 2 verbindende Dichtungsmittel, das mittels Eisenbänder 5 und 7 und Schrauben 6 und 8 od. dgl. an den Stauwänden befestigt ist. 9 ist ein nachgiebiges Dichtungsmittel, das auf die Ränder der Stauwände 1 und 2 aufgepasst ist. 10 ist eine eiserne Decklasche, die unter Benutzung einer Zwischenlage 11 und Schrauben 12 mit der Stauwand des   Wehrkörpers   verbunden ist.

   Durch die   Schrauben 1, 2   oder besondere hiefür vorgesehene Vorrichtungen kann die Decklasche 10 gegen die Stauwand 1 fest angezogen werden, wodurch die Vordichtung 9 fest auf die Ränder der Dichtungsfugen aufgepresst wird. Die Verdichtung 9 und die Hauptdichtung 4 liegen also sowohl bei aufgerichteter als auch bei niedergelegter Stauklappe völlig im Schutz der Decklasche 10 und sind   hiedurch gegen Beschädigung durch übel-gleitende feste Körper gesichert. Ausserdem wird   der unvermeidliche Spalt zwischen beiden Stauwänden so abgedeckt, dass sich beim Aufrichten der Klappe in diesem nichts festklemmen kann.

   Die Decklasche 10 mit Unterlage 11 kann auch auf der Stauwand 2 der Klappe angeordnet werden, wobei dann der theoretische Drehpunkt der Klappe zweckmässig an den Rand der Stauwand 1 verlegt wird. 

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   Fig. 3 und 4 stellt die Anwendung der Erfindung auf eine Klappe dar, bei welcher der theoretische Drehpunkt nicht in die Stauwand verlegt werden kann, u. zw. ist hiebei beispielsweise eine Klappe dargestellt, bei welcher ein Rohr als Drehachse verwendet ist. Fig. 3 stellt die aufgerichtete Stellung der Klappe dar.

   Fig. 4 die niedergelegte, u. zw. sind ent- sprechend gleiche Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen. 0 ist wieder der theoretische
Drehpunkt der Klappe, 1 die Stauwand des Wehres, 2 die den unteren Teil der Klappen- stauwand bildende Rohrwand, 2a der obere Teil der Klappenstauwand. 3 ist das Drehlager der Klappe, 4 ist das mittels der Leisten 5 und 7 od. dgl. und Schrauben 6 und 8 od. dgl. mit beiden Stauwänden fest verbundene Hauptdichtungsmittel, 5 a ist ein Federband od.

     dgl.,   das mit Hilfe der Schrauben 6 oder besonderer Verbindungsmittel fest gegen die Staudichtung 4 so angedrückt wird, dass das Dichtungsmittel 4 an dieser Stelle b dauernd fest anliegt und hiedurch beim Drehen des Rohres eine   Schleifdichtung entsteht, ss ist   eine als Vordichtung dienende   Schleifdichtung   aus geeignetem Stoff, Gummi, Leder od. dgl. 10 ist die Decklasche, die unter Verwendung einer Beilage 11 mittels der Schrauben 6 oder besonderer Verbindung- mittel fest mit der Stauwand 1 des Wehrkörpers verbunden ist.

   Zwischen   Hauptdichtung 4   und Vordichtung 9 ist eine Leiste 13 angeordnet, die mit der Stauwand 1 fest verbunden ist.
Sie hat den Zweck, zu verhüten, dass das Dichtungsmittel 4 bei der Drehung des Rohres im
Sinne des Pfeiles c durch die Reibung an der Stelle b herausgerissen wird. Sie dient zugleich als Notstütze für die Stauwand 1 im   Falle grosser   Belastung der Decklasche 10 durch schwere
Eisschollen, Baumstämme od.   dgl.,   die die Vordichtung 9 über das zulässige Mass hinaus zusammendrücken würden. Die Decklasche 10 kann mittels Schrauben 12 gegen die Stauwand 1 angezogen werden, wodurch die Vordichtung 9 fest auf die Rohrwand 2 aufgedrückt wird. 



   In der aufgerichteten Stellung der Klappe (Fig. 3) schliesst sich das Dichtungsmittel 4 auf seine ganze Breite zweckmässig eng an die Rohrwand 2 an, da es bei dieser Stellung seine Strecklage einnimmt. In Fig. 4 sind die Dichtungsmittel bei niedergelegter Stauklappe dargestellt, was durch Drehung der Klappe im Sinne des Pfeiles c erreicht wird. Da die untere Befestigung 7, 8 des Hauptdichtungsmittels 4 sich hiebei gegen die Befestigung   5-6   des Dichtungsmittels an der Stauwand 1 bewegt, verkürzt sich der gegenseitige Abstand der Befestigungspunkte, was eine Schlaufenbildung des Dichtungsmittels 4 zur Folge hat.

   Um zu erreichen, dass das Sickerwasser, welches die ständig dichtenden Stellen a und b noch durchdringen sollte, sich nicht in der Schlaufe ansammelt, was im Winter durch Eisbildung zur Zerstörung des Dichtungsmittels bei der Rückkehr in die gestreckte Lage (Aufrichten der Klappe) führen könnte, wird das Dichtungsmittel 4 durch Bügel 14 od. dgl. so geführt, dass die Befestigungsstelle des Dichtungsmittels an der Rohrwand 2 immer den tiefsten Punkt der Schlaufe bildet. Um auch hier eine Ansammlung von Sickerwasser zu verhüten, sind in der Rohrwand 2 Löcher 15 so angeordnet, dass das Sickerwasser 16 in das Innere des die   Klappenachse   bildenden Rohres abgeführt wird.

   Von hier aus wird es zweckmässig in die Wehrnische und von da ins Unterwasser abgeleitet, um eine ständige Benetzung des Wehrkörpers mit Sickerwasser und besonders die dann unausbleibliche Vereisung des   Wehrkörpers   im Winter zu vermeiden. 



   Wie die Fig. 3 und 4 zeigen, wird auch bei dieser Anwendung der Erfindung erreicht, dass eine   Beschädigung   der Vordichtung und der Hauptdichtung durch vom Wasser mitgeführte Fremdkörper nicht möglich ist. Der Eintritt von Sickerwasser in die Schlaufe des Dichtungsmittels 4 wird durch doppelte Schleifdichtungen auf ein Mindestmass beschränkt und für eine unschädliche Abführung des Sickerwassers gesorgt. 



   PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Gelenkdichtung für Stauklappen nach Patent Nr. 131662, gekennzeichnet durch eine Vordichtung zum Schutz der eigentlichen Abdichtung gegen Beschädigung durch vom Wasser 
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. 2. Gelenkdichtung für Stauklappen nach Anspruch 1, deren theoretischer Drehpunkt in der Stauwand oder in seiner Nähe liegt, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dichtungsmittel (9) durch eine Decklasche (10) auf den Gelenkspalt aufgedrückt wird.
    3. Gelenkdichtung für Stauklappen nach Anspruch 1, deren theoretischer Drehpunkt nicht in oder in der Nähe der Stauwand liegt, dadurch gekennzeichnet, dass ein als Schleifdichtung wirkendes Dichtungsmittel (9) mittels einer Decklasche (10) auf die Stauwand (2) der Klappe gedrückt wird.
    4. Gelenkdichtung für Stauklappen nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch Anpressen eines Teiles des Hauptdichtungsmittels (4) mittels eines Federbandes (a < ) od. dgl. an die Stauwand (2) der Klappe eine weitere Vordichtung geschaffen wird.
    5. Gelenkdiohtung für Stauklappen nach Anspruch 1. 3 oder 4, dadurch gekenn- EMI2.2 <Desc/Clms Page number 3> Leitmittel so geführt ist, dass der tiefste Punkt der entstehenden Schlaufe an die Stauwand (2) der Klappe verlegt wird.
    6. Gelenkdichtung für Stauklappen nach einem der Ansprüche 1, 3,4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das in die Schlaufe eintretende Wasser durch Durchbrechungen (15) der Stauwand (2) der Klappe in einem Hohlraum der Klappe geführt und aus diesem ohne Benetzung des Wehrkörpers in das Unterwasser abgeleitet wird. EMI3.1
AT134339D 1931-06-11 1931-06-11 Gelenkdichtung für Stauklappen. AT134339B (de)

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