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Verfahren und Anlage zur Behandlung offener Bierwürzeflächen.
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Lochreihen oder Spalten zum Austritt der Luft entgegengesetzt zur Richtung der herunterrieselnden Würze. Diese Lochreihen bzw. Spalten sind in der Zeichnung nicht besonders dargestellt. 17 ist ein Luft-
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Mit 41 ist ein Nebenraum bezeichnet. il sind Ventile im Raum 41, die zur Bedienung der Kühlapparate dienen können, ohne den eigentlichen Kühlapparateraum betreten zu müssen. Die Einrichtung nach den Fig. 1-4 dient zur Durchführung des folgenden Verfahrens zur keimfreien Belüftung :
Die Luft wird, wie dies die Pfeile anzeigen, mittels des Ventilators 14 durch die Öffnung. 3 ange- saugt und durch die poröse Filterwand 8 hindurchgedrückt.
In dieser Filterwand wird die Luft von Staub und anderen Verunreinigungen, wie Keimen u. dgl., befreit ; gegebenenfalls wird sie auch vor- gekühlt und getrocknet. Anschliessend tritt die Luft in den Raum 5 und verteilt sich von dort aus je nach der Stellung der Klappen 1. 3 und 10 in den Öffnungen 12 und 34 in den Raum 6 bzw. in den Raum unter dem Kühlschiff 11. Diese letztgenannten Räume stehen unter einem dauernden Überdruck keim- freier Luft. In den Berieselungskühlerraum 50 kann diese Luft aus dem Druckraum einerseits durch die Schlitze oder Lochreihen von Luftzuführungskanälen 32 eintreten, anderseits durch in der Nähe der Decke angeordnete Schlitze 15 (vgl. Fig. 2).
Aus der Druckkammer unter dem Kühlscliff kann die keimfreie Luft längs den Führungskörpern 33 über das Kühlschiff austreten.
Aus den Abbildungen geht hervor, dass sowohl der Berieselungskühlerraum 50 wie der Kühlschiffraum 7 ringsum geschlossen ist. Ferner sind die Luftaustrittsquersehnitte des Kanals 17 sowie der Luftablassklappen 18-19 kleiner als der Querschnitt der Luftzuführungskanäle. Infolgedessen steht die keimfreie Luft sowohl im Raum 50 wie im Raum 7 immer unter Überdruck. Auf diese Weise wird erreicht, dass an allen etwa vorhandenen undichten Stellen, wie Fensterritzen u. dgl., die Luft immer nach auswärts strömt, wodurch Unreinlichkeiten und Keime mit Sicherheit abgewiesen werden.
Da die Austrittsstellen der Druckkammern ferner schlitzartig ausgebildet sind, entweder durch Anordnung von spaltförmigen Öffnungen oder von Loehreihen, so wird die Luft bei entsprechendem Überdruck, für den erfindungsgemäss Sorge getragen wird, stets schleierartig ausströmen und die Würze überdecken. Auf diese Weise wird also erreicht, dass die keimfreie Druckluft in Form eines Schleiers
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sondere an der Decke vorbeistreichende Luft, die auch vorgewärmt werden kann, wird die Decke besonders des Berieselungskühlerraumes trocken gehalten.
Nachdem auf Grund der Fig. 1-4 die grundsätzliche Einrichtung zur keimfreien Belüftung sowie deren Arbeitsverfahren beschrieben worden ist, braucht auf die Ausführungsbeispiele nach den übrigen Figuren nur kurz eingegangen zu werden.
Die Fig. 5-7 zeigen eine Ausgestaltung, bei der an Stelle der Zuführungen. 32 seitliche Sciilitze 39 in der Wand des Druckraumes 6 zum Berieselungskühlerraum 50 vorgesehen sind. Diese Schlitze verlaufen parallel des Würzespiegels, der sich beim Herabrieseln am Kühler. ? bildet. An Stelle des Ablaufkanals 17 ist bei diesem Ausführungsbeispiel eine Auslass öffnung 35 mit Klappe 36 vorgesehen. Ferner wird die seitliche Begrenzung der Druckkammer im Kühlsehiffraum nicht durch bis zur Decke reichende Wände gebildet, sondern innerhalb der Kiihlschiffhalle durch eine Sockelwand 37 mit Klappen-38, die deren obere Begrenzung darstellen.
Im übrigen ist das Kühlschiff an den beiden Längswänden, wie Fig. 6 zeigt, abgemauert zwecks Bildung der Druckkammer unterhalb des Kühlschiffe.
Die Ausführungsform nach den Fig. 8-11 stellt eine Ausgestaltung der Bauart dar, die haupt- sächlich für grosse Anlagen in Frage kommt. Um in dieser Halle mit Sicherheit den Überdruck aufrecht- erhalten zu können und um ferner die Möglichkeit zu haben, ihn in wirtschaftlicher Weise jeweils auf denjenigen Teil der Anlage zu beschränken, in dem er gerade notwendig ist, wurde die Lösung getroffen, durch Querwände die Kühlschiffe voneinander abzuteilen, so dass einzelne geschlossene Kammern entstehen. Ferner wurde eine Längswand (vgl. Fig. 9) in der Nähe der Kühlschiffe längs diesen entlang geführt, wodurch ein abgetrennter gemeinschaftlicher Korridor entsteht, in welchem die Bedienung und Kontrolle erfolgt. In Fig. 10 befindet sich dieser abgetrennte Bedienungsraum zwischen den Kühlschiffen.
Auf diese Weise entstehen Längs-und Querflure innerhalb der grossen Kühlsehiffhalle. Diese Längsund Querflure sind ringsum abgeschlossen, so dass die Tätigkeit in ihnen und der damit verursachte Luftzug die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens nicht stört. Anderseits sind die Wände dieser Querflure jedoch mit grossen Fensterscheiben versehen, bzw. sie bestehen ganz oder teilweise aus Glas, so dass alle Vorgänge innerhalb der Kühlschiffe leicht und sicher überwacht werden können.
Die Betriebsweise der Anlagen nach den Fig. 5-7 bzw. 8-11 unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der anlässlich der Beschreibung der Fig. 1-4 erläuterten.
Wenn in den Ausführungsbeispielen von der Anordnung besonderer Kanäle, Schlitze, Luftklappen und Luftauslassorganen die Rede ist, so geschah dies, um die Erfindung klarzumachen. Grundsätzlich
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besteht naturgemäss kein Hinderungsgrund, diese Organe in anderer Form auszugestalten, wie es der Verwendungszweck erfordert. Sie können in Stein, Blech oder anderen Baustoffen hergestellt werden. Auch die Art und Anordnung des Ventilators kann verschieden sein. An Stelle von keimdiehten Luftfiltern aus Tuch oder Metall können auch Luftwascher benutzt werden. Man kann auch Luftwascher und Kühler in Verbindung mit keimdichten Metallfiltern verwenden. Auch eine besondere Heizanlage oder deren mehrere lassen sich in Verbindung mit der Belüftungsanlage einschalten an Stellen, an denen dies erwünscht ist.
Wenn das Bedürfnis dazu vorliegen sollte, können auch bei der letztbeschriebenen Ausführungsform Luftschlitze längs den Fensterwänden zu den einzelnen Kühlschiffen vorgesehen werden, um auch die Fenster mit trockener, reiner Luft zu bestreichen zum Zweck, diese gegen den Einfluss der Schwaden abzudecken.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Behandlung offener Bierwürzeflächen in geschlossenen Räumen, die unter einem Überdruck zunächst ungefähr parallel zur Würzeoberfläehe hinstreiehender keimfreier Luft stehen,
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streicht, um sie trocken zu halten.