DE624296C - Verfahren zur Gewinnung allergenfreier, keimarmer Luft - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung allergenfreier, keimarmer LuftInfo
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D47/00—Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
- B01D47/14—Packed scrubbers
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24F—AIR-CONDITIONING; AIR-HUMIDIFICATION; VENTILATION; USE OF AIR CURRENTS FOR SCREENING
- F24F8/00—Treatment, e.g. purification, of air supplied to human living or working spaces otherwise than by heating, cooling, humidifying or drying
-
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- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61L—METHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
- A61L9/00—Disinfection, sterilisation or deodorisation of air
- A61L9/14—Disinfection, sterilisation or deodorisation of air using sprayed or atomised substances including air-liquid contact processes
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24F—AIR-CONDITIONING; AIR-HUMIDIFICATION; VENTILATION; USE OF AIR CURRENTS FOR SCREENING
- F24F3/00—Air-conditioning systems in which conditioned primary air is supplied from one or more central stations to distributing units in the rooms or spaces where it may receive secondary treatment; Apparatus specially designed for such systems
- F24F3/12—Air-conditioning systems in which conditioned primary air is supplied from one or more central stations to distributing units in the rooms or spaces where it may receive secondary treatment; Apparatus specially designed for such systems characterised by the treatment of the air otherwise than by heating and cooling
- F24F3/16—Air-conditioning systems in which conditioned primary air is supplied from one or more central stations to distributing units in the rooms or spaces where it may receive secondary treatment; Apparatus specially designed for such systems characterised by the treatment of the air otherwise than by heating and cooling by purification, e.g. by filtering; by sterilisation; by ozonisation
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Description
- Verfahren zur Gewinnung allergenfreier, keimarmer Luft Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Gewinnung allergenfreier, keimarmer Luft für geschlossene Räume, Operationsräume u. dgl.
- Das Verfahren besteht darin, daß die Luft zunächst durch eine Vorblefieuchtungszone geführt und in dieser mittels Düsen mit fein vernebitem Wasser behandelt wird. Darauf leitet man die Luft durch eine Schicht ringförmiger oder ähnlicher hohler Füllkörper, die von oben im Gegenstrom durch Wassernebeldüsen befeuchtet werden, und läßt sie schließlich noch eine weitere kleinere Füllkörperschicht durchströmen.
- Die nach diesem Verfahren gewonnene allergenfreie Luft kann zur Versorgung beliebig vieler Räume von einer gemeinsamen Vorrichtung aus erfolgen. Diese Vorrichtung ist verhältnismäßig einfach und ohne größere Kosten auszuführen. Neben einer Regelung der Raumluft in bezug auf ihre Temperatur und ihren Feuchtigkeitsgehalt bewirkt die Vorrichtung vor allem die Zurückhaltung von Bakterien, Mikroorganismen und Allergien aus der einzuführenden Frischluft. In die Vorrichtung wird mittels eines Ventilators Luft angesaugt und diese darin durch besonders angeordnete Wasserberieselung und Niederschlagzonen von Bakterien u. dgl. befreit, gleichzeitig wird hierbei der Feuchttgkeitsgehalt geregelt. Danach wird diese Luft durch Leitungen in die einzelnen Räume gedrückt. Dabei wird die Luft zweckmäßig mittels besonderer Verteilungsapparate in die Räume eingeleitet so daß jede Zuglufterscheinung vermieden wird. Infolgedessen kann der Luftwechsel beliebig oft erfolgen, ja es kann sogar dauernd dem Raume frische, entkeimte Luft zugeführt werden. Dies ist deshalb wichtig, weil sich gezeigt hat, daß die Reinigung eines Raumes von schlechter Luft in gewissem Sinne durch eine stete Verdünnung der schlechten Luft bis zum vollkommenen Verschwinden derselben erzielt wird. Infolgedessen wird ein steter Zustrom frischer Luft in diesem Falle am günstigsten wirken.
- Natürlich ist es auch möglich, aus. den Räumen jeweils die verbrauchte Luft abzusaugen und der Vorrichtung wieder zuzuführen, in welcher sie wiederum gereinigt wird, so daß eine Zirkulationslüftung der Räume entsteht.
- Die Führung von Luft zur Belüftung von Gebäuderäumen durch Sprühwasser und anschließende Ablagerungsflächen, auch in mehrfacher Folge, ist an sich bekannt. Mit keiner der zu diesem Zweck vorgeschlagenen Vorrichtungen ist aber die gleiche Wirkung wie nach dem vorliegenden Verfahren zu erzielen.
- Durch jene Vorrichtungen wird hauptsächlich eine Anreicherung der Luft mit Feuchtigkeit herbeigeführt, und es sind nur unzureichende Ablagerungsfelder vorgesehen, an denen zur Keimabscheidung durch Kondensation ausreichende Abkühlung der Luft nicht herbeigeführt werden kann wie nach dem Verfahren der Erfindung, ^wo leine Abkühlung der Luft bis auf nahezu die Kühlwassertempieratur herbleigeführt wird. Die Erfindung geht davon aus, daß nicht nur das Hindurchtreten der Luft durch einen Wasserschleier für die Erzielung der beabsichtigten Wirkung notwendig ist, sondern vor allem der Luftstrom mit einer wasserbenetzten großen, durch Schichtung ringförmiger oder ähnlicher hohler Füllkörper erzeugten Fläche in Berührung kommen muß (Verdunstungskälte), wenn keimfreie Luft erzielt werden soll. Bei bekannten Vorrichtungen wird die Luft durch Filterschichten, die leine starke Berieselung benötigen, hindurchgeführt und hierdurch eine starke Anneicherung der Luft mit Wasser, abet nur geringe Abkühlung erzielt. Außerdem tritt bei Schichten aus Filtermaterial, wie Koks o. dgl., in den Poren und engen Zwischenräumen u. a. eine schädliche zu hohe Luftgeschwindigkeit auf. Es handelt sich bei der Erfindung nicht nur darum, eine oberflächliche Abscheidung der grohen Beimengungen der Luft zu erzielen, sondern auch eine Ausscheidung der kleinsten mechanischen Körperchen (Allergene).
- Außer der Kühlung und Reinigung wird bei dem Verfahren gemäß Erfindung auch erneicht, daß die Luft auf einem bestimmten Feuchtigkeitsgehalt gehalten wird. Durch die Durchtrittsquerschnitte der Füllkörper und die Mannigfaltigkeit des Neben oder Übereinanderliegens der Körper wird die Luft weitgehend zerlegt, so daß ihre Teile mit dem Wasser einesteils in innige Berührung kommen müssen, gleichzeitig aber eine Wechselbeziehung zwischen Temperatur und Feuchtigkeit der Luft erzielt wird, so daß sich Luft von bestimmtem Feuchtigkeitsgehalt ergibt.
- Der Flortschritt der Erfindung gegenüber dem Bekannten besteht also hauptsächlich darin, daß sich nach diesem Verfahren eine bestimmte Kühlung erzielen läßt und daß durch das Hindurchleiten der Luft durch die Füllkörperschichten ein gegenseitiger Wärmeaustausch herbeigeführt werden kann. Ein weiterer Vorteil liegt in der Wärmeersparnis.
- Nach dem Verfahren kann bis zu 80 % Umluft wieder verwendet werden, weil bis zu 99 % aller Bakterien ausgeschieden werden, so daß die Benutzung der aus dem Raum abgesaugten Luft möglich ist, während bislang eine derartige Benutzung von Umluft nicht angebracht war. Weiter erfolgt leine intensivere Durchdringung der Luft mit Feuchtigkeit, so daß eine Ersparnis an Wasser erzielt wird. Weiter ist zu beachten, daß nach der Erfindung ein ganz bestimmter Feuchtigkeits- und gegebenenfalls auch Trocknungsgrad selbsttätig herbeigeführt und so eine Luft erzielt wird, die dauernd behaglich ist.
- Die zur Ausführung des Verfahrens dienende Vorrichtung kann in ihren Abmessungen verhältnismäßig klein und dadurch wirtschaftlich gehalten werden.
- Die Zeichnung gibt leine beispielsweise Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens wieder.
- Abb. I zeigt eine Vorrichtung zur Herstellung der allergenfreien Luft, Abb. 2 die Gesamtanordnung einer derartigen Anlangìe mit den Zuleitungen zu verschiedenen Räumen.
- Die Anordnung ist folgendermaßen: Die Frischluft bzw. die zu reinigende Luft tritt bei a in den Rieselturm ein. Diese. Luft wird durch leinen von einem Elektromotor n angetriebenen Ventilator m entweder durch eine Rohrleitung an geeigneter Stelle aus dem Freien angesaugt oder aber, wie oben kurz angedeutet, aus den angeschlossenen Zimmern abgesaugt. Im Winter ist es zweckmäßig, durch eine vorgebaute Wärmequelle die Luft vorzuwärmen. Die Luft streicht nun in dem Raum c durch einen Schleier feinst zerstäubten Wassers, der durch die Düsen b erzeugt wird. Die Zahl dieser Düsen richtet sich nach der Größe der Vorrichtung.
- Alsdann wird die Luft durch eine Schicht d ringförmiger oder ähnlicher hohler Füllkörper gesaugt, die auf einem Rost f liegen. Die Füllkörper werden vermittels der Düsen e, deren Zahl sich wiederum nach de Größe der Vorrichtung richtet, berieselt.
- Über diesen Düsen ist noch eine zweite Schicht g derartiger Füllkörper auf dem Rost h gelagert. Schließlich gelangt die Luft durch einen Heizkörper i und wird durch den Krümmer k und den aus Segeltuch gefertigten Schallisolierstutzen l zum Ventilator m gesaugt und durch den Krümmer o und die Rohrleitung p den einzelnen Räumen zugeführt. Damit bei der Zuführung in diese Räume keine Zugluft entsteht, sind an den Eintrittsstellen besondere Verteilungsapparate q angebracht, die lein allseitiges gleichmäßiges Auströmen der Luft herbeiführen.
- Das aus der gesamten Vorrichtung w abfließende Wasser wird in dem Sammelraum r aufgefangen und durch eine Rohrleitung s abgeführt.
- In den Kammern c und d kühlt sich die Luft nahezu auf Zuleitungswassertemperatur ab; je nach der Temperatur der Außenluft erfährt sie dabei eine Trocknung oder Befeuchtung. Durch die Anordnung zweier Wasserstaubzonen c und e wird der Wasserverbrauch bedeutend verringert. Die Füllkörperschicht f dient dazu, etwa vom Luftstrom mitgerissene Wasserteilchen zurückzuhalten. Auf diese Weise wird den Räumen Frischluft zugeführt, welche im höchsten Maße allergenfrei ist und im Wege der Verdünnung die schlechte Luft aus den beetreffenden Räumen verdrängt, da die gereinigte Luft ja mit leinem gewissen, wenn auch geringen Überdruck in diese Räume gefördert wird. Es können so beliebig viele Räume von einer Stelle aus mit allergenfreier Luft versorgt werden. Dabei kann der Luftwechsel beliebig oft erfolgen, weil die allergenfreie Luft durch einen Verteilungsapparat so in die Räume eingeleitet wird, daß jede Zuglufterscheinung vermieden wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung allergenfreier, keimarmer Luft für geschlossene Räume, Operationsräume u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Luft zunächst durch eine Vorbefeuchtungszone geführt, in dieser mittels Düsen mit fein vernebeltem Wasser blehandfelt, darauf durch eine Schicht ringförmiger oder ähnlicher hohler Füllkörper geleitet wird, die von oben in Gegenstrom durch Wassernebeldüsen befeuchtes werden, und schließlich eine unbefeuchtete kleinere weitere Schicht derartiger Füllkörper durchströmt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW80459D DE624296C (de) | 1928-09-20 | 1928-09-20 | Verfahren zur Gewinnung allergenfreier, keimarmer Luft |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW80459D DE624296C (de) | 1928-09-20 | 1928-09-20 | Verfahren zur Gewinnung allergenfreier, keimarmer Luft |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE624296C true DE624296C (de) | 1936-01-16 |
Family
ID=7611041
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW80459D Expired DE624296C (de) | 1928-09-20 | 1928-09-20 | Verfahren zur Gewinnung allergenfreier, keimarmer Luft |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE624296C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE945954C (de) * | 1954-08-06 | 1956-07-19 | Benno Schilde Maschb A G | Verfahren zum Betrieb eines Luftwaeschers und Luftwaescher zur Ausfuehrung des Verfahrens |
| DE1011584B (de) * | 1956-02-15 | 1957-07-04 | Karl Andreas Louis Thorsson | Apparat zur Behandlung der Luft in Raeumen, insbesondere in Lagerraeumen fuer Nahrungsmittel, wie Obst und Gemuese |
| DE1220103B (de) * | 1959-03-25 | 1966-06-30 | Fritz Thobaben | Fahrbare Klimaanlage |
| DE1255637B (de) * | 1959-02-27 | 1967-12-07 | Alusuisse | Anlage fuer die Reinigung der Abluft aus Fabrikhallen, in denen OEfen installiert sind |
| EP1809409A4 (de) * | 2004-08-31 | 2008-12-03 | Kostech Ltd | Filtrations- und reinigungssysteme |
-
1928
- 1928-09-20 DE DEW80459D patent/DE624296C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE945954C (de) * | 1954-08-06 | 1956-07-19 | Benno Schilde Maschb A G | Verfahren zum Betrieb eines Luftwaeschers und Luftwaescher zur Ausfuehrung des Verfahrens |
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| DE1255637B (de) * | 1959-02-27 | 1967-12-07 | Alusuisse | Anlage fuer die Reinigung der Abluft aus Fabrikhallen, in denen OEfen installiert sind |
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| EP1809409A4 (de) * | 2004-08-31 | 2008-12-03 | Kostech Ltd | Filtrations- und reinigungssysteme |
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