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Orientierungskompass.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Orientierungskompass, bei welchem erfindungsgemäss die untere Abdeckung des Kompassgehäuses aus einem aussen mit der Strichteilung und innen mit der Windrosenteilung sowie mit der Querleiste 90 West-Ost 270 versehenen Kreisring besteht, der unten mit der Bettung eben abschliesst und gegenüber der als Anlegelineal ausgebildeten Bettungskante verdrehbar ist.
Ferner ist gemäss der Erfindung das Querlineal (Kreislineal) mit den übrigen Skalierungen des
Kompasses fest verbunden. Bei der gekennzeichneten Ausbildung des Orientierungskompasses ist es ermöglicht, dass z. B. bei auf einem Stativ befestigtem Bodenlineal die Prismenbettung, d. h. deren Visierlinie, um den mit dem Bodenlineal fest verbundenen Teilkreis herum verschwenkt und dadurch der Wirkungsbereich des Instrumentes gegenüber den bisher bekannten Orientierungskompassen wesentlich vergrössert werden kann.
So können ganz unabhängig von der Nordlinie oder einer Magnetnadel beliebige Geländewinkel gemessen werden. Der erste Geländepunkt wird mit auf Gradkreisnullstrieh eingestellter Visierlinie anvisiert. Sodann wird um den vom Stativ fixiert gehaltenen Gradkreis die Visierlinie der Prismenbettung herumgeschwenkt, um auf den zweiten Geländepunkt eingestellt zu werden. Ist diese zweite Einstellung erfolgt, so wird vom Gradkreis die Winkelgrösse abgelesen.
Aber auch in Karten bzw. Zeichnungen ist das Messen beliebiger, von der Nordlinie unabhängiger Winkel leicht durchführbar und Verwendungsabsicht des Instrumentes vorliegender Konstruktion.
Das Bodenlineal wird direkt an einen Winkelschenkel angelegt und die Kante der Prismenbettung an den andern Winkelschenkel. Das Zeichen eines Winkels erfolgt auf die gleiche Art. An eine beliebig gezeichnete Linie wird das auf den erforderlichen Winkel eingestellte Bodenlineal angelegt und entlang der Prismenbettungskante der zweite Winkelschenkel gezeichnet.
In der Zeichnung ist ein der Erfindung gemäss ausgebildeter Orientierungskompass beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 denselben in Draufsicht und Fig. 2 im Längsschnitt. Fig. 3 ist eine Einzelheit (Kreisring mit Gradteilung) in Ansicht.
In der durchgehenden kreisrunden Öffnung l'der Bettung 1 ist ein gehäuseartiger Ring 2 drehbar eingesetzt, der oben und unten durch transparente Scheiben 4. 8 aus Cellon, Glas etc. abgeschlossen ist, wenn er die Magnetnadel. 3 beinhaltet. Mit dem Ring 2 sind ferner zwei Kreisringe 5, 6 fest verbunden.
Der obere Kreisring 5 ist mit einer Gradeinteilung versehen und von gleicher Grösse mit dem äusseren Durchmesser des unten angeordneten Kreisringes 6, dessen innerer Durchmesser aber kleiner ist. Dieser
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Ost 270"und an den schrägen Seitenkanten eine Teilung 11 trägt. Die Querleiste 7 bildet ein Kreislineal (Limbuslineal), welches mit der Bodenfläche der Bettung eben abschliesst und mit den Kreisringen gegenüber der als Anlegelineal ausgebildeten Bettungskante verdreht werden kann.
Wenn durch Drehen des Kompasses in der Bettung ein Richtungswinkel eingestellt wurde, kann auf der einen Seite die Winkelgrösse in Graden, im Inneren in Windrcsenteilen und aussen, auf der andern Seite, in Strichen abgelesen werden. Der Orientierungskompass ist mit dem gefensterten Boden des Magnetnadelgehäuses unmittelbar auf die Karte auflegbar und besitzt in der Querleiste., 90 West-Ost 270" ein Lineal, das West-Ost-Lineal, zum direkten Anlegen an die Kartenschrift.
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An der Bettung ist ein aufklappbarer Schutzdeckel 12 angeordnet, der an der inneren Seite als Spiegel ausgebildet ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Orientierungskonipass, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Abdeckung des Kompassgehäuses aus einem aussen mit der Strichteilung (9) und innen mit der Windrosenteilung (10) sowie mit der Querleiste (7) (90 West-Ost 270) versehenen Kreisring (6) besteht, der unten mit der Bettung (1) eben abschliesst und gegenüber der als Anlegelineal ausgebildeten Bettungskante verdrehbar ist.