AT133496B - Verfahren zum Schlichten von Faserstoffen. - Google Patents

Verfahren zum Schlichten von Faserstoffen.

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  Verfahren zum Schlichten von Faserstoffen. 



    Das Schlichten von Faserstoffen mit trocknenden Ölen. insbesondere mit Lösungen von solchen in organischen Lösungsmitteln, hat in den letzten Jahren trotz der bekannten Schwierigkeiten ständig an Bedeutung zugenommen. Es ist auch gelungen, die Oxydation und Polymerisation so zu leiten, dass der Schlichtefilm innerhalb einer längeren, für die Zwecke der Praxis ausreichenden Zeitspanne mit geeigneten Hilfsmitteln, z. B. Fettlöserseifen, wieder zu entfernen ist. Trotzdem haften diesem Verfahren noch wesentliche Nachteile an. Insbesondere ist der lange Trockenprozess ausserordentlich lästig und macht z. B. das Arbeiten auf Breitschlichtemasehinen vollständig unmöglich.

   Es lässt sich zwar die Trockenzeit durch Zusatz von Sikkativen wesentlich herabsetzen, aber diese Arbeitsweise ist bei manchen Fasern, insbesondere bei Zellulosekunstseiden, wie Viskose-oder Kupferseide, nicht unbedenklich und kann bei unvorsichtigem Arbeiten zu oxydativer Fasersrhädigung führen. 



  Der oxydative Troeknungsprozess kann vermieden werden oder auf ein bestimmtes Minimum reduziert werden, wenn man, wie bereits vorgeschlagen, an Stelle der trocknenden Öle Lösungen von Oxydationsprodukten derselben verwendet, die so weit mit Sauerstoff behandelt wurden, dass bereits nach dem Verdunsten der Lösung ein trockener oder fast trockener Film hinterbleibt. Dieser Überzug bleibt längere Zeit stark quellbar und lässt sieh verhältnismässig leicht wieder entfernen. 



  Nunmehr wurde gefunden, dass es möglich ist, derartige Oxydationsprodukte auch in emulgierter Form zu verwenden. Die durch diese Abänderung gewonnenen Vorteile sind folgende : Man vermeidet das unangenehme Arbeiten mit teuren und meist feuergefährlichen organischen Lösungsmitteln und erhält einen Schlichteüberzug, der sich vor dem Färben oder Ausrüsten noeh wesentlich leichter wieder entfernen lässt als die diehteren Sehlichtefilme, die beim Verdunsten von Lösungen hinterbleiben. 



  Zur Herstellung der Emulsionen eignen sich verschiedene der bekannten Emulgierungsmittel. 



  Besonders vorteilhaft ist die Verwendung der hochsulfurierten fetten Öle bzw. Fettsäuren. Um die Weichheit und Geschmeidigkeit der behandelten Faserstoffe zu modifizieren, können an sich bekannte Hilfsund Zusatzstoffe, wie Fette. Wachse. Harze. Oxydationsprodukte halbtrocknender Öle u. a. m.. in beliebigen Mengenverhältnis zugegeben werden. In manchen Fällen empfiehlt es sich noch, Stabilisierungsmittel, z. B. Leim, eventuell in Verbindung mit einem Verflüssigungsmittel, insbesondere Harnstoff. zuzusetzen. 



  Die mit derartigen Emulsionen behandelten Schlielhteüberzüge lassen sich wie erwähnt auch nach längerem Lagern noch leicht und restlos wieder entfernen. Um die Sicherheit zu erhöhen, kann man zwecks Hintanhaltung weiterer Oxydations- und Polymerisationsvorgänge noeh Antioxygrne. wie Amine, Phenole, Sulfhydrylverbindungen u. a. m., zusetzen. 



  Zur Bereitung der Schlichten gemäss vorliegender Erfindung kann man von festen oder gelösten Oxydationsprodukten trocknender Öle, z. B. des Leinöls, oder Produkten teilweiser Verseifung von solchen ausgehen. Man kann aber auch die Schlichten in der Weise bereiten, dass man trocknende Öle in emulgiertem Zustand mit Sauerstoff abgebenden Mitteln, mit gasförmigem Sauerstoff oder mit Luft bis zur genügenden Verminderung der Jodzahl, z. B. von 170 auf 60, behandelt. Die weiteren Zusätze können vor oder nach dem Oxydationsprozess zugegeben werden.   

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 Textilfasern, insbesondere Kunstfasern, zu verwenden. Diese Emulsionen hinterlassen jedoch auf den Fasern beim Verdunsten des Wassers keinen zusammenhängenden Film. Ein Schlichteeffekt wie beim vorliegenden Verfahren tritt nicht ein und ist auch nicht beabsichtigt.

   Die fraglichen Emulsionen dienen nur als Fettungs-, nicht als Sehliehtungsmittel. 



   Es ist ferner bekannt, trocknende Öle, wie Leinöl, vor der Herstellung von Schliehteemulsionen mit Luft zu blasen. Um Produkte im Sinne des neuen Verfahrens kann es sich bei Oxydationsprodukten dieser Art nicht handeln. Geblasenes Leinöl hat noch eine wesentlich höhere Jodzahl als die erfindunggemäss verwendeten Umwandlungsprodukte, die ihren   Ölcharakter   verloren und Oxynnatur angenommen haben. Sie hinterlassen auch beim Verdampfen ihrer Lösungen oder Emulsionen keinen fertigen, die Fäden widerstandsfähig verklebenden Film. Ein solcher bildet sich erst bei   nachträglicher   Einwirkung von Sauerstoff. Schlichtemittel dieser Art sind z. B. für die Behandlung laufender Fäden auf der Breitsehlichtemaschine von vornherein ungeeignet. 



   Beispiel : Eine eingedickte Lösung, bestehend aus 30 Teilen oxydiertem Leinöl mit einer Jodzahl von ungefähr 60,10 Teilen Japanwachs und 20 Teilen Toluol, wird allmählich in 40 Teile einer etwa   50% igen Lösung   des Natriumsalzes einer hochsulfurierten Olivenölfettsäure eingearbeitet, wobei das Toluol zum Verdunsten gebracht wird. Hierauf setzt man vorsichtig in kleinen Portionen weiches Wasser zu und verdünnt   schliesslich   auf 500 Teile. Die erhaltene Emulsion ist wochenlang stabil und dient zum Schlichten von Azetatseide in Strängen. 



   Zum Schlichten auf der Breitschlichtemaschine wird die Masse nur auf 200 Teile verdünnt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   l.   Verfahren zum Schlichten von Faserstoffen unter Verwendung von Oxydationsprodukten trocknender Öle, gekennzeichnet durch die Verwendung wässriger Emulsionen, die Oxydationsprodukte oder teilweise verseifte Oxydationsprodukte trocknender Öle enthalten, welche beim Trocknen ohne wesentliche weitere Sauerstoffaufnahme einen Film bilden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Hintanhaltung weiterer Oxydation und Polymerisation Antioxygene zugesetzt sind.
    3. Verfahren gemäss den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass den Emulsionen an sich bekannte Hilfs-und Zusatzstoffe, wie Fette, Wachse, Harze, Oxydationsprodukte halbtroeknender Öle u. a. m., zugesetzt sind.
    4. Verfahren gemäss den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Zusatz von Schutzkolloiden.
AT133496D 1930-11-28 1931-11-13 Verfahren zum Schlichten von Faserstoffen. AT133496B (de)

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