AT133385B - Drahtreifenfelge für Fahrräder. - Google Patents

Drahtreifenfelge für Fahrräder.

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 EMI1.1 
 



   Die bekannten Felgen für Reifen mit Drahteinlagen, wie sie für Fahrräder verwendet werden, sind, wie der in Fig. 1 dargestellte Querschnitt zeigt, aus einem Blechstreifen gebildet, dessen Seitenränder von der Achse weg einwärts gerollt sind, wodurch die beiden seitlichen Ohren a gebildet werden, zwischen denen der Reifen mit Drahteinlage eingelegt werden soll. An diese beiden Ohren   a schliesst   sich auf beiden Seiten zunächst je ein   Stück b   der Felge an, das parallel zur Achse verläuft, und zwischen diesen beiden   Stücken   b besitzt die Felge eine gegen die Achse hin gerichtete Auswölbung   c,   um die Möglichkeit des schrägen Einführens des Reifens mit der Drahteinlage zu schaffen.

   Die einwärts gerollten Endkanten der Ohren a sind an die Teile b   angeschweisst   oder angelötet, um der Felge eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Formänderungen zu verleihen. Während bei Drahtreifenfelgen anderer Art, z. B. 



  Wulstfelgen, die Steifigkeit der aus dünnem Blech hergestellten Felge durch die Verspannung mittels der Drahtspeichen erzeugt wird, soll bei der in Rede stehenden Felge das Verschweissen oder Verlöten der eingerollten Endkanten der Flanschen an der Felge einen solchen Grad der Widerstandsfähigkeit gegen Formänderungen hervorbringen, dass eine Verspannung durch Drahtspeichen nicht mehr im selben Mass nötig ist. Nun ist aber dieses Verschweissen oder Verlöten der Kanten der eingerollten Ohren eine Massnahme, die die Erzeugung nicht unerheblich erschwert und verteuert, und Zweck der Erfindung ist es daher, diese   Massnahme   zu ersparen.

   Dabei wird von der Erwägung ausgegangen, dass, da nun einmal die Drahtspeichen ohnedies vorhanden sind, es fabrikatorisch keine Komplikation bedeutet, diese Drahtspeichen zum Verspannen der Felge heranzuziehen, so dass es durchaus kein notwendiges Erfordernis ist, die Felge an sich so auszubilden, dass sie gegen Formänderungen widerstandsfähig ist. Da aber die bekannten Felgen dieser Art aus einem an allen Stellen gleich dünnen Blechstreifen hergestellt sind, der es nicht gestatten würde, die Drahtspeiehen, deren Enden in Löchern dieser Felge eingehängt sind, stark zu spannen, so wird gemäss der Erfindung der gegen die Achse hin gewölbte Mittelteil der Felge verstärkt, u. zw. z. B. derart, dass diese Stelle der Felge eine grössere Dicke erhält als die übrigen Teile. 



  An dieser verstärkten Stelle können also auch sehr stark gespannte   Drahtspeichen   angreifen und erzeugen eine derartige Widerstandsfähigkeit der Felge gegen Formänderungen, dass alle andern Massnahmen, die demselben Zweck dienen sollen, entbehrt werden können. Insbesondere kann also das   Verschweissen   der Kanten der eingerollten Ohren entfallen. 



   Die Fig. 2 der Zeichnung zeigt den Querschnitt einer Drahtreifenfelge gemäss der Erfindung, wobei zu ersehen ist, dass der einwärts gewölbte   Mittelteil d eine grössere Dicke   besitzt als die übrigen Stellen der Felge. Diese Verdickung kann nach den beiden Seiten hin   allmählich   in den dünneren Querschnitt übergehen. Die Ränder des Streifens sind auch hier zu Ohren e eingerollt, doch sind die Kanten nicht angeschweisst. 



   Eine solche Felge hätte an sich noch keine grosse Widerstandsfähigkeit gegen   Formänderungen   aller Art ; werden aber die Drahtspeichen, deren Enden durch den dicken Teil b der Felge   hindurehgeführt   und darin eingehängt sind, fest gespannt, so erlangt die Felge die erforderliche Festigkeit. 



   Eine Verstärkung des Mittelteiles ist bei den sogenannten Wulstfelgen bereits bekannt ; doch hatte es sich dort weniger darum gehandelt, die Felge zu   verstärken.   als darum, durch eine besondere Profilierung dieser verdickten Stelle eine gute   Auflagerfläche   für die Nippelköpfe der schräg eingesetzten Speichen zu schaffen. 



   Bei Drahtreifenfelgen ist aber eine Verdickung des Mittelteils bisher noch nicht verwendet worden, weil man eben glaubte, dass die grossen Ohren, die bei solchen Felgen erforderlich sind, auch dazu benutzt 

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 werden   müssten,   die nötige Widerstandsfähigkeit der Felge gegen Formänderungen hervorzubringen. Allerdings war dies nur   möglich, wenn   diese Ohren so ausgeführt wurden, dass sie diesen hohen Grad der Steifigkeit erreichen liessen, wenn also die Kanten dieser eingerollten Ohren   angeschweisst   waren. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Drahtreifenfelge, welche aus eine Blechstreifen gebildet ist, dessen Längsränder zur Erzeugung der seitlichen Ohren einwärts aufgerollt sind und deren zwischen diesen Ohren befindlicher Teil von diesen   weg zunächst   parallel zur Achse verläuft und zwischen diesen beiden Teilen eine gegen die Achse gerichtete Wölbung enthält, dadurch gekennzeichnet, dass dieser gegen die Achse gewölbte Teil derart verstärkt ist, dass er zur Aufnahme der Enden der stark gespannten   Drahtspeichen   geeignet ist.

Claims (1)

  1. 2. Drahtreifenfelge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung des Mittel- teils der Felge durch eine Verdickung des Querschnittes gebildet ist, die vorzugsweise gegen die beiden Seiten hin allmählich verläuft.
    3. Drahtreifenfelge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ohren nur durch einfaches Einrollen der Seitenränder, ohne Befestigung der Endkanten, gebildet werden.
    4. Drahtspeichenrad, dessen Felge nach Anspruch 1, 2 oder 3 ausgebildet ist. EMI2.1
AT133385D 1931-12-15 1931-12-15 Drahtreifenfelge für Fahrräder. AT133385B (de)

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