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Vorrichtung zur Anwendung von Apparaten, die zur Behandlung lebender Körper, hauptsächlich durch Fernwirkung, dienen.
Es sind bereits die verschiedensten Vorrichtungen zur Behandlung des menschlichen Körpers bekannt, die von Hand mechanisch oder elektrisch angetrieben werden und den verschiedensten Zwecken dienen. z. B. zum Zerstäuben von Flüssigkeiten und Puder, zur Vergasung von Präparaten, zum Ausblasen von kalter oder warmer Luft od. dgl. Diese Apparate wirken teils durch sanfte Berührung des Körpers, teils auf Abstand B. Bestrahlungsapparate) auf den zu behandelnden Körper ein.
Es sind auch zahlreiche, in das Gebiet der Meehanotherapie gehörende Körperbearbeitungsgeräte
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Körpers beruhen, wie insbesondere Massagegeräte, Wasch-und Frottiennasehinen od. dgl. Letztere sind in der Regel so beschaffen, dass die zu behandelnde Person unter Einsatz ihres Körpergewichts ihren ganzen Körper oder nur den zu behandelnden Körperteil unter Aufwendung eigener Kraft gegen einen für hin-und hergehende Bewegung eingerichteten, als Werkzeug ausgebildeten Arbeitskörper der Maschine anstemmt, um von diesem gewaschen und frottiert oder massiert zu werden.
Die Erfindung ermöglicht es unter anderm. die bekannten, von Hand aus oder maschinell betätigten, auf Berührung oder Reibung des lebenden Körpers beruhenden, mehr oder weniger unhygienischen Behandlungsmethoden durch die Methode, den Körper ohne seine Berührung mit den wirkenden Teilen von Apparaten zu behandeln. auf sanitär hygienische, einwandfreie Art zu ersetzen und die Behandlungsmöglichkeiten bereits bestehender, diesem Zwecke dienender Apparate weiter auszubauen und ihren Gebrauch bequemer und allgemein zugänglicher zu machen.
Die Erfindung umfasst einen als Transportkörper ausgebildeten Träger zur Aufnahme von hinsichtlich ihrer Art, Menge. Antriebs-und Wirkungsweise beliebig gewählten, durch irgendeine oder mehrere
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Die Drehrichtung der Schraubenspindel 42 wird durch ortsfeste Wendeorgane 4, 46 umgekehrt, die mit einem Wendeschalter 30 zusammenarbeiten. der auf einer der Ösen 48 montiert ist. Die Wendeorgane 45, 46 sind auf Schraubenspindeln 44 bzw. 43 angeordnet und entlang jeder dieser Spindeln unabhängig voneinander einstellbar. Die Einstellung des Wendeorgans 46 erfolgt durch Drehung der Spindel 43 mit Hilfe eines auf der Achse eines Handrades (M sitzenden Kegelrades 60, das mit einem Kegelrad 59 auf der Spindel 43 im Eingriff steht. Die Stellung des Wendeorgans 46 wird auf einer Zeigerplatte 65
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seinerseits mit einem Kegelrade 61 auf der Achse des Handrades 63 kämmt.
Die Einstellung des andern Wendeorgans 45 erfolgt durch Drehung der Schraubenspindel 44, durch das Handrad 72 und die Kegelräder 66,67. Der jeweilige Stand des Wendeorgans 45 wird durch
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Die Wendeorgane 45, 46 können durch Handräder 63, 72 so verstellt werden, dass die Umkehrung der Drehrichtung der Schraubenspindel42 bewirkt wird, sobald der Träger 9 die äusserste Linie des jeweils zu behandelnden Körpers bzw. Körperteiles erreicht hat.
Der Elektromotor 2 ist durch eine Leitung 98 mit einem der Pole eines Steckers 93 verbunden, dessen anderer Pol durch Leitungen 82, 99 und 86, welche beiden letzteren durch einen Schalter 79 unterbrochen werden können, an den Motor angeschlossen ist. Durch den Stecker 93 kann der Motor 2 an das Stromnetz einer z. B. entfernt gelegenen elektrischen Kraftzentrale angeschlossen werden, und der Schalter 79 ermöglicht es, den Träger 9 in jeder gewünschten Höhe entweder festzustellen oder ununter-
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Der Wendeschalter. 30 ist mittels Leitungen 40, 41 mit den Spulen der magnetischen Kupplungen 25, 26 und mittels der Leitung 301 mit der Leitung 82 derart verbunden, dass in dem einen Schalterhebelstande 30a des Wendeschalters 30 die eine Kupplung an die Leitung 82 und in dem andern Schalthebelstande 30b die andere Kupplung an die Leitung 82 angeschlossen ist, wobei die beiden Kupplungen eine gemeinsame Rückleitung 183 haben, die durch die Leitung 83 mit der Leitung 98 verbunden ist. Bei der Bewegung des Trägers 9 wird der Schalthebel des Schalters 30 durch die Wendeorgane 45 bzw. 46 abwechselnd betätigt, durch welche der Hebel von der Stellung 30a in die Stellung 30b und umgekehrt jeweils automatisch umgestellt wird.
Die Vorrichtung Fig. l kann mit einem waagrecht, senkrecht oder in einer andern Richtung bewegten Träger 9 verwendet werden. Bei der dargestellten waagrechten Verwendung des Apparates liegt die zu behandelnde Person auf einem Sofa 109, das unter oder neben der Vorrichtung aufgestellt ist, wobei die Vorrichtung an einander gegenüberliegenden Wänden mittels Wandplatten 75, 76 befestigt ist. Die Vorrichtung kann auch in senkrechter Verwendung auf dem Fussboden oder an der Decke befestigt werden, wobei der Träger 9 sich senkrecht hin und her bewegt.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine beispielsweise Apparateausrüstung des Trägers 9, zu deren pneumatischen Einzelapparaten hier mehrere Gefässe 19 für Flüssigkeit oder ein anderes Material, z. B. Salbe oder Puder, vorgesehen sind, die mit einem Auslassrohrchen 20 mit Zerstäuber 21 und je einer Rohrleitung 17 für Druckluftzufuhr nach dem Innern des Gefässes versehen sind. Zur Regelung der Druckluftzufuhr und des zu zerstäubenden Materials dient ein Hahn 18 (Fig. 5). 89 sind Inhalationsapparate.
Alle von dem Träger 9 getragenen Apparate können unabhängig von der Antriebs-und Wirkweise jedes Einzelapparates mit wirkender elektrischer, pneumatischer und/oder anderer Triebkraft mit Hilfe zweckmässiger, teilweise biegsam ausgebildeter Rohr-, Schlauch-und/oder Kabelleitungen gespeist werden und mit einer oder mehreren in, abseits oder selbst weit entfernt von der Vorrichtung vorhandenen elektrischen, pneumatischen und/oder andern Kraftzentralen verbunden sein.
In Fig. 1 ist z. B. keine elektrische Kraftzentrale innerhalb der Vorrichtung dargestellt ; eine solche ist vielmehr als weit abseits der Vorrichtung vorhanden angenommen und speist ein in der Nähe der Vorrichtung bestehendes Stromnetz, welches in der Zeichnung nicht sichtbar ist. Diese Stromquelle ist über das genannte Stromnetz mit dem Antriebsmotor 12 einer pneumatischen Kraftzentrale, dem Motor 2 der Antriebseinrichtung des Trägers 9, Kupplungen 25 und 26 durch Wendeschalter 30 und elektrischen Apparaten 23 und 100 der vom Träger 9 getragenen apparativen Ausrüstung durch einen Steckkontakt 93 mittels nur teilweise in der Zeichnung sichtbarer, vom Steckkontakt 93 abgezweigter Leitungen verbunden.
In bekannter Weise können mit Hilfe derartiger Abzweigleitungen nach einem beliebigen zweckentsprechenden Verteilungs-und Schaltsehema alle genannten in der Zeichnung dargestellten und andere in ihr montierbare elektrischen Teile, wie z. B. auch Hochfrequenztransformatoren usw., mit Strom versorgt werden.
Das in Fig. 1 gezeigte Verteilungs- und Schaltschema ist so ausgebildet, dass es mit Hilfe der von dem Steckkontakt 93 mittelbar oder unmittelbar abgezweigten Leitungen möglich ist, die mit elektrischem Strome gespeisten Teile der Vorrichtung, ihrer Art entsprechend, entweder unabhängig von-
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Kraftzentrale-Heizkörper Mss zugleich mit Antriebsmotor 12 einer pneumatischen Kraftzentrale durch einen Schalter 85 - mittels entsprechender hand- oder fussbedienbarer Unterbrechungsorgane zu beherrschen.
Ist indessen die Vorrichtung mit einer oder mehreren eigenen, in näherer Entfernung und/oder in ihr vorhandenen elektrischen, pneumatischen oder einer oder mehreren andern Kraftzentralen verbunden, so können die die einzelnen wirkenden Teile der Vorrichtung beherrschenden Sehaltorgane in zwei Arten von Schaltern verteilt sein, von denen die eine Art dazu dient, den in den Bereich der Vorrichtung einbezogenen Antrieb einer Kraftzentrale zu beherrschen, während die andere Art dazu dient, zu den betreffenden wirkenden Teilen der Vorrichtung weitere Zufuhr von Energie, welche von dieser selben vorerwähnten jeweils in kontinuierliche Tätigkeit versetzten Kraftzentrale abgegeben wird, zu bewirken bzw. zu unterbrechen, abzusperren oder von ihrer bisherigen Bestimmung ab-bzw. umzuleiten.
Als beispielsweise Veranschaulichung einer derartigen nahe bei oder in der Vorrichtung befind- liehen Kraftzentrale, auch von zwei Arten von Schaltmittel sowohl zur Beherrschung ihres Antriebes als auch zur bedarfsweisen Zu-, Ab-und Umleitung der von ihr jeweils abgegebenen Energie ist die pneu-
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halb der Vorrichtung in Fig. 1 abgebildet.
Auch diese pneumatische Kraftzentrale könnte natürlich in beliebiger Entfernung von der Vorrichtung aufgestellt sein, wie zwischendurch und nebenbei zu besserem Verständnisse der Erfindung bemerkt wird ; jedoch würde dann das Schalt-und Verteilungssehema der von ihr abgegebenen Energie im wesentlichen dem hier beispielsweise beschriebenen Schalt-und Verteilungssehema, der durch die, als abseits der Vorrichtung vorhanden angenommene, elektrische Kraftzentrale abgegebenen Energie entsprechen.
Der Windkessel 14 ist mit einem bekannten, in der Zeichnung nicht abgebildeten Sicherheitsventil versehen. In dem Träger 9 in beliebiger Zahl aufstellbare pneumatische Apparate, z. B. nach der Art des in Fig. 5 dargestellten oder andere, stehen mit dem Windkessel 14 durch Schlauch 15, durch ein Sammelrohr 16 und Abzweigrohre 17 in Verbindung. Soll die Vorrichtung benutzt werden, so kann der mit Luftkompressor 87 gekuppelte Motor 12 mittels Handschalters 80 betätigt werden, indem ihm durch die Leitungen 83 und M, welche letztere mit der Leitung 82 durch Handschalter 80 verbunden ist, der
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des Luftkompressors 87, so dass die pneumatische Kraftzentrale kontinuierlich pneumatische Energie abgibt. Diese erzeugte pneumatische Energie bzw.
Pressluft strömt nun aus dem Luftkompressor 87 ständig durch Rohrleitung 13 nach dem Windkessel 14 der pneumatischen Kraftzentrale, durch dessen vorerwähntes Sicherheitsventil sie dauernd in die Aussenluft vorläufig abgeblasen wird. Dadurch aber, dass der Windkessel 14 durch biegsame Rohrleitung 15 mit dem im Träger 9 vorgesehenen Sammelrohr 16 in Verbindung steht, von welchem Leitungen 17 abgezweigt sind, die zu Gefässen 19 führen, können beliebig viele Gefässe 19 im Träger 9 mit Druckluft versehen werden. Wenn nämlich eines der Hahnküken der handbedienbaren Absperrorgane bzw.
Hähne 18 geöffnet wird, so wird Druckluft von dem Rohre 16 durch die Abzweigleitung 17 in das entsprechende Gefäss 19 hineinströmen ; hiedurch wird dessen Inhalt unter Druck gesetzt, so dass er durch eine entsprechende Zerstäubungsdtise 2j ! hindurchgepresst wird, wo er, mit Pressluft vermischt, in zerstäubtem Zustand auf den zu behandelnden lebenden Körper hinausgeschleudert wird. Wird darauf Wert gelegt, die jeweils angewandten, mit Gefässen 19 z.
B. versehenen Apparate bei ihrer Abschaltung und gleichzeitig mit dieser so zu verschliessen, dass die in genannten
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dauernde Berührung mit der Aussenluft verlieren, so kann man die Hahnkiiken der Hähne 18 mit ent- sprechenden Bohrungen versehen, wovon eine die Luftzufuhr durch die Leitung 17 und eine andere den Auslass des Gefässinhaltes durch das Rohr 20 beherrscht.
Dadurch, dass der Träger 9 mittels Handsehalters 79 in weiter oben beschriebener Weise entlang seiner Bewegungsbahn bewegbar ist, kann z. B. ein von diesem Träger getragener Zerstäubungsapparat vor oder während seiner durch Schalter 80 und Hahn 18 bewerkstelligten Betätigung nach jeder gewünschen Stelle genannter Bewegungsbahn motorisch selbsttätig gebracht und festgehalten oder kontinuierlich zwischen den Wendeansehlägen 45 und 46 hin und her bewegt werden.
Sobald genannter Zerstäubungsapparat durch Öffnung des Hahnkükens des Hahnes 18 zur Wirkung gebracht wird, bläst um so viel minder Druckluft aus dem Sicherheitsventil des Windkessels 14 unbenutzt ab, als der betreffende eingeschaltete Zerstäubungsapparat zu seiner Wirkung benötigt.
Nach Schliessung des Hahnes 18 bläst jedoch die gesamte vom Luftkompressor 87 abgegebene Pressluft wiederum aufs neue unbenutzt und kontinuierlich durch besagtes Sicherheitsventil des Windkessels 14 ab.
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ausgestattete und mit Salbe gefüllte Gefässe 19 (Fig. 4) entsprechender Apparate können gleichzeitig und/oder nacheinander aus einer oder mehreren mit der Vorrichtung mittelbar und/oder unmittelbar verbundenen elektrischen, pneumatischen und/oder andern Kraftzentralen mit entsprechender Energie gespeist und durch entsprechend ausgebildete handbedienbare Schalt-bzw. Unterbrechungsorgane beherrscht werden.
Auch ausschliesslich mit elektrischem Strom gespeiste Apparate können in dem Träger 9 vorgesehen sein, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Transformators mit hochfrequentem Strom gespeiste wie die in Fig. 4 abgebildete künstliche Höhensonne 23 zur ultravioletten Bestrahlung lebender Körper oder auch in der Zeichnung nicht dargestellte an sich bekannte Hochfrequenzapparate zur kaltkaustischen Entfernung von Warzen und Hühneraugen durch mittels kalter, aus Funken gebildeter Strahlenentladung der Elektrode des Apparates usw.
Die die Betätigung der Apparate gemeinschaftlich und/oder einzeln beherrschenden Schalt-bzw.
Absperrorgane müssen hand-oder fussbedienbare und nicht automatisch bediente Organe sein, falls und insoweit die vorhandene apparative Ausrüstung des Trägers 9 unabhängig von den diesen Träger bewegenden Antriebsmitteln regelbar sein soll.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 4 veranschaulicht daher auch eine Vorrichtung, bei welcher einerseits die Ein-und Ausschaltung der Antriebseinrichtung und Antriebsmittel zur Bewegung oder Feststellung des Trägers 9 und anderseits die Ein-und Ausschaltung vorgesehener Einzelapparate durch handbedienbare Schalt-und/oder Absperrorgane unabhängig voneinander erfolgt.
Weitere Schaltmöglichkeiten, auch etwa automatische, in dem Gegenstande der Erfindung, entsprechend den beabsichtigten Behandlungszwecken, vorzusehen, ergeben sich aus Vorgesagtem von selbst.
Was die motorische Antriebseinrichtung bzw. die Antriebsmittel, aber auch die Führungsmittel des Trägers 9 anbetrifft, so ist die Ausbildung dieser Teile keineswegs auf die in Fig. 1 veranschaulichte Form beschränkt. Statt der dargestellten Antriebs-und Führungssehraubenspindel 42 zur Bewegung des Trägers 9 könnte dessen Bewegung und Führung auch auf jede andere an sich bekannte Weise erfolgen, z. B. nach der Art einer Aufzugskabine oder mittels eines Zahnstangengetriebes usw., vorausgesetzt, dass diese Bewegungsmittel reversierbar eingerichtet sind und motorisch angetrieben werden können.
Darum ist es auch für die Erfindung als solche und an sich völlig belanglos, ob die Wendeorgane 30, dz 46 und die irgendwie gearteten Antriebs-und Führungsmittel des Trägers 9 in einer Säule 49 oder in einem sonst irgendwie anders ausgebildeten Schutzgehäuse angeordnet sind und dass um dieses herum der Träger 9 entlang gleiten kann. Der Träger 9 kann vielmehr auch nebst allen oder vielen andern Teilen der Vorrichtung gleich gut innerhalb eines mit einem Schlitz oder mit mehreren Schlitzen versehenen, beliebig als Säule 49 oder sonstwie geformten Schutzgehäuses gleitend angeordnet sein, durch welche Schlitze hindurch die vom Träger 9 getragene Behandlungsausrüstung wirken kann.
Bei einer derartigen Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist es natürlich auch völlig belanglos, ob Arme 47 mittels Ösen 48 den Träger 9 mit einem beliebig gewählten Antriebsmittel verbinden, und ebenso uner-
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heblich, ob an derartiges Armen und Ösen des Trägers 9 die Befestigung des Wendeorgans vorgenommen wird.
Worauf es diesbezüglich ankommt, ist nur, dass auf irgendeine an sich bekannte Art an irgendeiner zweckmässigen Stelle des Trägers 9 ein oder zwei Wendeorgane 30 so angebracht sind, dass sie mit diesem stets mitbewegt werden und dass der Träger 9 durch an sich bekannte reversierbate Antriebsmittel beliebiger Art, auf welche motorische Bewegungsenergie übertragen werden kann. auf eine der Art der gewählten Antriebsmittel entsprechende beliebige Weise mit letztgenannten verbunden ist. Auch könnte die Vorrichtung hinsichtlich ihrer motorischen Antriebe und damit zusammenhängender Teile anders und vereinfach ausgebildet sein. So z. B. in Fällen, in denen elektrische Energie in der Vorrichtung nicht erforderlich, nicht gewünscht oder nicht erhältlich ist, könnte der Motor 2 ein Pressluftmotor oder anderer Motor sein.
Auch könnte in andern Fällen statt eines mit Umkehrvorgelege versehenen Elektromotors 2 unter Fortlassung dieses Vorgeleges ein Wendepolmotor 2 verwendet werden, dessen Pole jeweils durch einen oder zwei am Träger 9 vorgesehene als Polumschalter ausgebildete Auslöseorgane 30 behufs Reversierung der Antriebsmittel des Trägers 9 durch diesen während seiner Bewegung mit Hilfe in seiner Bewegungsbahn angeordneter entsprechender Anschläge jeweils automatisch umgeschaltet würden.
Auch die Einrichtung zur Verstellung und Festhaltung der Wendeorgane 45 und/oder 46 braucht nicht mit Elfe von Spindeln 44 und/oder 43 zu erfolgen. Auch jede andere Einstell-und Festhaltungseinrichtung ist verwendbar, mit deren Hilfe unabhängig von der den Träger 9 bewegenden Antriebseinrichtung nach Belieben ein von irgendeinem Transportmittel getragenes Wendeorgan, unabhängig von der Ortsfestigkeit oder Verstellbarkeit eines andern Wendeorgans, in der Bewegungsbahn des Trägers 9 beliebig mittels handmechanischer Bewegung bedienbarer entsprechender, das Wendeorgan tragender
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bei Aufhören der Verstellbewegung automatisch wirkende Festhaltungsmittel jeweils festgehalten oder in diese Bewegungsbahn an beliebigen Stellen derselben entsprechend hinein-und herausgebracht und auch festgehalten werden kann.
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dieser Ausführungsform erübrigt.
Die Wirkweise der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung ist ohne weiteres verständlich.
Die zu behandelnde auf dem Sofa ruhende Person will z. B. inhalieren. Angenommen wird, dass
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an der in der Zeichnung veranschaulichten Stelle seiner Bewegungsbahn festgestellt ist. Durch Umdrehung des Hebels des Schalters 79 setzt die Person den Träger 9 in Bewegung, bis das Mundstück des im Träger 9 aufgestellten Inhalationsapparates 89 vor ihrer Nase steht. Unmittelbar dreht sie den Schalter 79 ab und Schalter 80 an, welcher die pneumatische Kraftzentrale 12, 87, 13, 14 zur Wirkung bringt, und öffnet 80dann das Absperrorgan 18. Ohne weiteres entströmt dem Inhalationsapparate die in seinem Behälter 19 durch die zugeführte Pressluft entsprechend vernebelte Inhala. tionsflüssigkeit.
Nach genügender Einatmung des Nebels wird das Absperrorgan 18 wieder mit der Hand geschlossen.
Die betreffende Person will nun z. B. ihren Rücken nebst Gesäss mit Toiletteessig bespritzen. Sie verstellt zu diesem Zwecke durch entsprechende Umdrehung der Handräder 63 und 72 die Wendeorgane 45 und ! 16 so, dass die Entfernung dieser beiden Wendeorgane voneinander dem Längenmasse der zu behandelnden Emperfäche entspricht, und bringt diese ihre Körperfläche durch Einnahme einer entsprechenden
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tionsapparates 89 die abgegebene pneumatische Energie inzwischen durch das Sicherheitsventil des Windkessels 14 völlig unbenutzt. Jetzt wird der Schalter 79 angedreht und der Träger 9 setzt sich in langsame Bewegung.
Sobald die auf dem Sofa liegende Person das Absperrorgan 18 eines am Träger 9 befindlichen Toiletteesigzerstäubers gemäss Fig. 5 bequem von ihrem Liegeplatz aus erreichen kann, öffnet sie dieses Organ und dreht Rücken Und Gesäss nach der Seite der Vorrichtung hin. Dadurch, dass der
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spindel 42 des Trägers durch Entkupplung der Kupplungshälften der Kupplungen 25 und 26 unter- brochen und schliesslich durch Schaltung des Schalters 80 der Antriebsmotor 12 der pneumatischen Kraft- zentrale 12, 87, 13, 14 ausser Tätigkeit gesetzt. In welcher Reihenfolge diese Abschaltungen erfolgen, ist völlig gleichgültig.
Weitere Beispiele von Behandlungsmöglichkeiten sind beliebig denkbar. Durch in beliebiger Reihenfolge vorgenommene oder gleichzeitige Zufuhr beliebiger Energie behufs entsprechender Betätigung
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der Verteiler der genannten Apparate befindlicher lebender Körper durch Einnahme einer entsprechenden Stellung, unabhängig von seiner Grösse und seinem Umfang, ohne sein Körpergewicht oder eigene Kraft zur Geltung zu bringen, auf jeweils entsprechend zweckmässige Weise und mit jeweils entsprechenden Mitteln überall gleich gut und während beliebiger Dauer von allen Seiten, vom Kopfhaar bis unter die
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und ununterbrochen auf nicht zu unterschätzende schnelle,
sanitäre und hygienische Weise ohne fremde Hilfe - je nach erfordernis - elektrotherapeutischer, medizinischer und/oder kosmfetischer wahlweiser Teil-oder Gesamtbehandlung unterworfen werden kann.
Auch können mit menschlichem Beistande mit Hilfe der Vorrichtung selbst tierische Körper, z. B. in einem Käfig entsprechend untergebracht, in den Behandlungskreis der Vorrichtung gestellt und gründlich desinfizierend od. dgl. auf bequeme Art behandelt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Vorrichtung zur Anwendung von Apparaten, die zur Behandlung lebender Körper, hauptsäeh- lich durch Fernwirkung (Bestrahlung, Inhalation, Bestäubung od. dgl. ) dienen, gekennzeichnet durch einen als Transportkörper ausgebildeten Träger (9) zur Aufnahme von hinsichtlich ihrer Art, Menge, Antriebs- und Wirkungsweise beliebig gewählten, durch irgendeine oder mehrere Kraftquellen mittels entsprechender
Schaltungen (18, 80, 85) mit wirkender Triebkraft speisbaren Behandlungsapparaten, der mittels moto- rischen Antriebes (2) auf einer zwischen zwei, vorzugsweise beliebig einstellbaren, Wendeorganen (45, 46) begrenzten Bahn hin und her gehende gleichförmige Bewegungen ausführen und auf dieser Bahn an einem beliebigen Punkte festgestellt werden kann.