AT132623B - Fliehkraftregler für schnellaufende Brennkraftmaschinen mit wechselnder Belastung und Drehzahl, insbesondere Fahrzeugdieselmotoren. - Google Patents

Fliehkraftregler für schnellaufende Brennkraftmaschinen mit wechselnder Belastung und Drehzahl, insbesondere Fahrzeugdieselmotoren.

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AT132623B
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Description


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  Fliehkraftregler für schnellaufende Brennkraftmaschinen mit   weehselnder   Belastung und Drehzahl, insbesondere Fahrzeugdieselmotoren. 
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 gegen einen dazwischenliegenden Drehzahlbereich unbeeinflusst lässt. Die Erfindung hat eine bestimmte Gattung dieser Regler zum Gegenstand, bei denen jeder einzelne   Schwungkörper   in mehrere Gewichtsteile zerlegt ist, deren einer Teil beim Überschreiten der Leerlaufdrehzahl ausser Wirksamkeit tritt, indem 
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 sie in   unerwünschter   Weise zusätzlich gespannt werden, wodurch der Empfindlichkeitsgrad des Reglers ungünstig beeinflusst wird. Je mehr die Drehzahl der zu regelnden Maschine steigt, desto stärker macht   sich dieser Übelstand   bemerkbar.

   Ein weiterer Nachteil dieses bekannten Reglers besteht darin, dass die Drehpunkte der Schwungpendel einer wechselnden Beanspruchung ausgesetzt sind, weil die Hebel- längen für den Angriff der Reglerfedern und des Schwerpunktes der Schwungpendel sich beim Aus- schwingen der Pendel ständig ändern. Schliesslich erfordert das Anordnen der Reglerfedern ausserhalb der   Schwungpendel   viel Platz. 



  Durch die Erfindung sollen diese für die Brauchbarkeit und den Gütegrad eines Reglers nach- teiligen Folgen beseitigt werden. Erreicht wird dies erfindungsgemäss dadurch, dass die zum Einstellen mehrerer Regelbereiche unterteilten Fliehgewichte senkrecht zur Reglerachse gegen geeignete Rück- stellkräfte, vorteilhaft Schraubenfedern, ausschlagen, die ebenfalls senkrecht zur Reglerachse wirken. 



   Weitere mit der Erfindung erreichte Vorteile sind im Zusammenhang mit der nachstehenden Beschreibung geschildert. 



   Es sei noch erwähnt, dass Fliehkraftregler mit senkrecht   aussehlagenden Schwungkörpern   an sich zwar schon bekannt sind. Dabei ist aber jeder   Schwungkörper,   im Gegensatz zum Erfindungsgegenstand, einteilig ausgebildet, weshalb diese bekannte Reglerbauart nicht geeignet ist für hohe Drehzahlen, ins- besondere aber für grosse Unterschiede zwischen   Leerlauf-und HöehstdrehzaM,   wie sie bei den neuzeit-   lichen, schnellaufenden Fahrzeugmotoren vielfach vorkommen.   



   Auf der Zeichnung ist der erfindungsgemässe, besonders für   Brennstoffeinspritzpumpen   geeig- nete Regler in zwei beispielsweisen   Ausführungsforl11en   veranschaulicht, u. zw. zeigen Fig. 1 die erste
Ausführungsform des Fliehkraftreglers im lotrechten Mittelschnitt, Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie   x-x   der Fig. 1, Fig. 3 eine Seitenansicht des Reglers nach Fig.   l,   Fig. 4,5 und 6 den herausgezeichneten, zum Endregeln dienenden Teil der   Sehwungkörper   im Längsschnitt, in Draufsicht und Seitenansicht ; die Fig. 7 und 8 stellen die zweite Ausführungsform des Reglers mit zwangläufig geführten Schwung- körpern im Querschnitt und in Seitenansicht dar.

   Gegenüber dem ersten Beispiel nach den Fig. 1-6 

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 und 10 zeigen den Reglerkörper des zweiten   Ausführungsbeispieles   in Seiten-und Stirnansicht. a ist ein kegeliger Wellenstumpf einer nicht dargestellten Brennstoffeinspritzpumpe, auf dem der   Reglerkörper   b befestigt ist. Auf dem Umfang des Reglerkörpers sind in üblicher Weise zwei halbzylinderförmige Schwungkörper fliegend gelagert. Die beiden Schwungkörper bestehen aus je zwei Teilen, u. zw. einem schweren Teil   c   und einem leichten Teil d. Der leichte Teil ist in einem quer zur Regler- 
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 geändert werden   kann. t ist   die Reglerfeder für den Leerlauf ; sie ist schwach vorgspannt, u. zw. entspricht ihre Spannung der gewünschten Leerlaufdrehzahl.

   Das der Reglerachse zugewandte Ende dieser Reglerfeder stützt sich am Boden   des leichten Sehwungkörperteils d   ab. Ist der Regler vollständig in Ruhe, so drückt die   Reglerfeder t sowohl   den leichten als auch den schweren Teil des Schwungkörpers gegen den Reglerkörper. Die Reglerfeder g ist wesentlich stärker gespannt als die   Feder t,   u. zw. derart, dass sie der Fliehkraft des leichten inneren   Sehwungkörperteils   d über den ganzen normalen Betriebsdrehzahlbereich widersteht. Das dem   Reglerkörper   zugekehrte Ende dieser Reglerfeder ruht auf einem auf dem Stehbolzen      verschiebbaren Widerlager 711, das durch die Reglerfeder g gegen einen Bund p am 
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 zur Reglerachse liegende Bolzen t gelenkig angeschlossen sind.

   Jeder Winkelhebel greift mit seinem der Reglerachse zugewandten Arm an dem quer zu ihr liegenden Verstellbolzen   1n   an, der mit einer nicht dargestellten Stellmuffe od. dgl. verbunden ist und in einem   Längsaussehnitt     I   des Reglerkörpers, wie durch den Doppelpfeil angedeutet, hin und her bewegt werden kann. Der von der Reglerachse abgewandte Arm der beiden Winkelhebel ist gegabelt und durch Bolzen   it   am leichten inneren Schwungkörperteil   d   angelenkt, wobei die gegabelten Armteile den äusseren schweren   Schwungkörperteil   durchdringen.

   Die   zu ; diesem Zwecke   in dem schweren   Schwungkörperteil   vorgesehenen Schlitze   fsind   so gross bemessen, dass die gegabelten Armteile beim Ausschlagen der Schwungkörperteile den schweren Teil c nicht berühren. 



   Der beschriebene Regler arbeitet wie folgt : Wenn die Maschine leerläuft, dann schlagen beide   Gewichtsteile c,   gemeinsam radial aus ; sie wirken hiebei wie ein einziges zusammenhängendes Gewicht auf die schwache Feder f ein, die auf die gewünschte Leerlaufgesehwindigkeit abgestimmt ist. Dabei wird über die Winkelhebel k und den   Verstellbolzen     jib   das Regelglied der Einspritzpumpe so verstellt, dass den motorzylinder nur die zum Halten des Leerlaufs notwendige Brennstoffmenge zugeführt wird. 



  Will die Leerlaufdrehzahl zunehmen, sei es beispielsweise durch Abnehmen der inneren Widerstände bei warm werdendem Motor, so vermindert der Regler die Brennstoffzufuhr entsprechend. 



   Wird der Motor belastet, so muss die Brennstoffzufuhr durch willkürliche Beeinflussung der Pumpe vergrössert werden. so dass er schneller umläuft, vorausgesetzt dass er nicht gleichzeitig entsprechend stärker belastet wird. In dem Bereich dieser Betriebsdrehzahlen legt sich der schwere Gewichtsteil c jedes Haupt-   sehwunggewiehtes   gegen den Stehbolzenbund p und tritt damit ausser Wirksamkeit. In dieser Stellung verbleibt der Regler über einen grossen Betriebsdrehzahlbereich. Erst wenn die Drehzahl und damit die Fliehkraft der nunmehr allein wirksamen leichten Reglergewichte d hoch genug ist, um auch noch die Vorspannung der Feder   g   zu überwinden, schlagen beim weiteren Ansteigen der Drehzahl die leichten 
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 werden und damit den Verstellbolzen m weiter verschieben.

   Hiedurch wird die Fördermenge der Pumpe soweit begrenzt, dass der Motor selbst bei geringer Belastung eine gewisse   Höchstdrehzahl   nicht überschreitet. 



   Durch die Erfindung werden ferner verschiedene Wege gezeigt, wie man den Regler dem ständigen Bestreben, die   Hochstdrehzahl eines Motors   mehr und mehr heraufzusetzen, in einfacher Weise anpassen kann, ohne dabei die   ederste   Leerlaufdrehzahl höher zu legen. Eine Möglichkeit besteht darin, das Gewicht des im   Höchstdrehzahlbereich   allein ansprechenden   Sehwungkorperteils        entsprechend gering zu halten. Dies lässt sich einmal dadurch erreichen, dass dieser Teil weitgehend ausgespart wird, wie dies 
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 gestellt und weiter oben beschrieben ist. Kommt der Regler bei Viertaktmasehinen zur Anwendung, so wird er zu dem besagten Zweck vorteilhaft auf der Antriebswelle der Einspritzpumpe angeordnet.

   Der Regler braucht dann nur auf die Hälfte der   höchstzulässigen     Umdrehungszahl   des Motors berechnet zu sein. 



   Der Gedanke, den Regler sehr hohen Drehzahlen durch Anordnen mehrerer Federn anzupassen, ist, wie ausdrücklich bemerkt sei, nicht nur beim Erfindungsgegenstand anwendbar, sondern er lässt sich ohne weiteres z. B. auch bei solchen Reglern verwirklichen, bei denen die   Schwungkörper   auf einem Kreisbogen   : pendelnd aussehlagen.   

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   Damit der äussere, schwere   Schwungkörperteil     c,   in den der leichte Teil   d   mit Spiel hineingesteckt ist (s. Fig. 1), beim Arbeiten des Reglers sich nicht schiefstellen und damit einseitig ankanten kann, wodurch die Zuverlässigkeit des Reglers in Frage gestellt würde, wird der Teil c zwangläufig geführt, so dass eine genaue Parallelführung der Schwungkörperteile gewährleistet ist. In den Fig. 7-10 ist eine dementsprechende Ausführung beispielsweise gezeigt. Der Teil c ist mit einer ringförmigen Aussparung s versehen, in die eine entsprechend ausgebildete, am Umfang des Reglerkörpers b sitzende Rippe   f   eingreift, die den Teil c stets auf einer genau geradlinigen radialen Bahn hält. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fliehkraftregler für schnellaufende Brennkraftmaschinen mit wechselnder Belastung und Drehzahl, insbesondere Fahrzeugdieselmotoren, welcher ein Unterschreiten der Mindestdrehzahl (Leerlauf) und ein   Überschreiten   der   Maschinenhöchstdrehzahl   verhindert, hingegen einen dazwischen liegenden Drehzahlbereich unbeeinflusst lässt, wobei jeder einzelne Schwungkörper in mehrere Gewichtsteile zerlegt 
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Claims (1)

  1. 2. Fliehkraftregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder einzelne Schwungkörper aus zwei gewiehtsverschiedenen Teilen besteht, von denen der schwerere Teil (e) den leichteren (d) umgibt.
    3. Fliehkraftregler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der schwerere Schwungkörper- teil (c) zur Vermeidung seiner Schiefstellung zwangläufig geführt ist (Fig. 7-10).
    4. Fliehkraftregler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Reglerkörper mit einer EMI3.2 teils (e) eingreift (Fig. 7-10).
    5. Fliehkraftregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der im Höchstdrehzahlbereich allein wirksame leichtere Schwungkörperteil ausser der auf jeden Gesamtsehwungkörper einwirkenden Rückstellkraft noch mindestens einer weiteren zusätzlichen Rückstellkraft unterworfen ist (s. Fig. 1).
    6. Fliehkraftregler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Rückstellkräfte zweierlei Federn dienen, von denen die Spannung der einen (f) den beim Leerlauf auftretenden Fliehkräften und die der andern (g) den im Höehstdrehzahlbereieh auftretenden Fliehkräften angepasst ist.
    7. Fliehkraftregler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Reglerfedern (f, g) konzentrisch ineinandergesteckt sind und sich mit ihrem von der Reglerachse abgekehrten Ende gegen ein gemeinsames, zweckmässig verstellbares Widerlager (Federteller i,) abstützen.
    8. Fliehkraftregler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Reglerfederll im Schwungkörper untergebracht sind. EMI3.3
AT132623D 1931-06-29 1932-04-28 Fliehkraftregler für schnellaufende Brennkraftmaschinen mit wechselnder Belastung und Drehzahl, insbesondere Fahrzeugdieselmotoren. AT132623B (de)

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