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Absperrorgan.
Die Erfindung betrifft ein Absperrorgan für Wasser oder andere Flüssigkeiten und kann vorzugsweise in solchen Fällen angewendet werden, wo besonderer Wert darauf gelegt wird, dass zum Öffnen und Schliessen eine möglichst geringe Kraft benötigt werden soll, oder wo infolge Raummangels kleine Abmessungen erwünscht sind.
Bei den bisher üblichen Absperrorganen (Schieber, Hähne, Ventile ; Klappen u. dgl.) gleiten entweder die abdichtenden Flächen beim Öffnen und Schliessen aneinander und erzeugen dabei eine bedeutende Reibung, oder es muss der auf dem ganzen Durchflussquerschnitt lastende Flüssigkeitsdruck auf einmal überwunden werden : daraus erklären sich die bei diesen Absperrorganen auftretenden grossen Kräfte zu deren Betätigung. Man begegnete diesem Übelstand dadurch, dass man durch Einbau von Entlastungsventilen den Querschnitt in zwei oder mehreren Stufen freigab, oder zu sehr verwickelten und teuren Spezialkonstruktionen seine Zuflucht nehmen musste.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Ein schmiegsames Band a ist um einen drehbaren Zylinder b gewickelt. Das eine Ende des Bandes a ist am Zylinder b selbst, das andere Ende an der Seitenkante einer über den abzusperrenden Querschnitt gelegten rostförmig ausgebildeten Platte c befestigt. Wird nun der um eine Welle d drehbare Zylinder b in der Richtung des Pfeiles bewegt, rollt sich das Band CI vom Zylinder b ab, und legt sich gegen die rostformige Unterlage c an. Durch den in der Leitung herrschenden Flüssigkeitsdruck wird die für ein Abdichten erforderliche Anpressung des Bandes gegen den Rost c erzielt, so dass die Flüssigkeit in der Leitung abgesperrt ist.
Voraussetzung für ein gutes Abdichten ist die richtige Wahl des Bandmaterials ; ein geeignetes Mittel hiefür ist z. B. Gummi, ebenso ist die Verwendung von gummierten Metallbändern oder Gliedern vorteilhaft.
Das Drehen des Zylinders kann mit dem Heben auch zwangsläufig verbunden sein. indem der Zylinder z. B. mit einem Zahnkranz versehen wird. dessen Zähne in eine Zahnstange greifen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 3 dargestellt, u. zw. bei einer Brause eines Sprengwagens.
Das Gehäuse e, in welchem eine um den Drehpunkt l schwenkbare Messingwalz !' b angeordnet ist, wird durch eine gebogene, als Brause ausgebildete durchlochte Platte c abgeschlossen. Ein Gummiband a ist in der schon oben erwähnten Weise mit einem Ende am Zylinder b, mit dem ändern an der gebogenen Lochplatte c befestigt. Wird die durch die Stopfbüchse aus dem Gehäuse ragende Welle 'gedreht, so schwenkt der Messingzylinder b mit den beiden Hebeln g um den Drehpunkt f, wobei das durch die Zuleitung lu vom Kessel i kommende Wasser das abrollende Gummiband M an die Lochplatte c presst, so dass je nach der Grösse des ausgeschwenkten Winkels ein mehr oder weniger grosses Segment abgesperrt wird.
Befindet sich der Zylinder b in der strichliert gezeichneten Lage k. so ist die Brause vollständig geschlossen. Anstatt der Sprenglöcher kann die gebogene Lochplatte c auch mit einem oder mehreren Längsschlitzen versehen sein, durch welche das Wasser in Form eines fächerförmigen Strahls austritt und ein feinmaschiges Drahtsieh In passieren muss. Dadurch wird fin intensiveres Zerstäuben des Wasserstrahls bewirkt.
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Die durch eine solche Brause erzielte Wirkung unterscheidet sich in mehrfacher Beziehung von den bisher verwendeten Ventilbrausen mit Deckschiebern vorteilhaft, da 1. nur eine geringe Kraft notwendig ist um den Sprengstrahl beim Herannahen eines Passanten, Fuhrwerks u. dgl. abzublenden, 2. das bisher gesonderte Betätigen eines Ventils und Deckschiebers nunmehr einen einzigen Arbeitsgang erfordert. 3. das Wasser ohne Passieren eines Ventils oder Rohr- krümmern direkt in der Zuflussrichtung aus den Brausenlöchern ausfliessen kann und dadurch eine bedeutend grössere Sprengbreite erzielt, und 4. die durch die Verwendung dieser Brausenart entstehende Gewichtsersparnis gegenüber den bisher verwendeten, ein Vergrössern des Kesselinhaltes zulässt, wodurch die Rentabilität der Sprengwagen erhöht wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Absperrorgan, gekennzeichnet durch ein um einen Zylinder ( gewickeltes Band ('lI aus Gummi od. dgl.. das mit einem Ende am Zylinder und mit dem andern Ende längs einer Seitenkante einer von dem abzusperrenden Mittel durchströmten durchbrochenen Unterlage (Cl befestigt ist und sich beim Abwälzen des Zylinders auf der durchbrochenen Unterlage gegen diese legt, wobei es durch den Druck des Mittels angepresst wird.