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Sicherheitseinrichtung an Geldschränken oder Panzerkammern.
Gegenstand der Erfindung ist eine Sicherheitseinrichtung an Geldschränken oder Panzerkammern. lie sowohl bei Einbrüchen als auch bei Feuerausbruch Alarmsignale unbedingt in Tätigkeit setzt und ; omit einen verlässlichen Schutz bietet.
Erfindungsgemäss ist der zu schützende Raum von zwei ineinander angeordneten und voneinander mechanisch isolierten Hohlräumen umschlossen, an deren jeden zu Alarmvorrichtungen führende Rohrleitungen angeschlossen sind ; diese beiden Rohrleitungen sind ineinander angeordnet und an ihren Enden abgeschlossen, so dass die Rohre mit den Hohlräumen dichtgeschlossene Behälter bilden, welche mit Medien von verschiedenen und auch vom normalen Luftdruck abweichenden Drucken gefüllt sind ; es herrschen llso in den Behältern vollkommen stabil bleibende Drücke, z. B. in dem einen Überdruck und in dem Mtdern Unterdruck. Die Alarmvorrichtungen sind vornehmlich mechanischer Natur und sprechen im Falle eines Druckausgleiches zwischen den beiden Sicherheitsbehältern an.
Da die Erfindung die Ausführung der inneren Rohrleitungen in zwei oder mehreren Strängen vorsieht, von denen einer aus leicht zerbrechlichem Material, z. B. Glas, und der andere aus leicht schmelzbarem Material, z. B. Blei, hergestellt ist, so bietet die erfindungsgemässe Sicherheitseinrichtung gegen mechanische oder thermische Einwirkungen, z.
B. bei Einbrüchen, den grössten Schutz, weil die Alarmvorrichtungen unbedingt verlässlich ansprechen, u. zw. auch dann, wenn der Einbrecher mit den Händen in luftdichten Gummisäcken arbeitet ; deren Zweck muss nämlich versagen, weil das Ansprechen der Alarmvorriehtungen nicht durch einen Druckausgleich mit der Aussenluft, sondern nur durch den Druckausgleich zwischen den beiden die Kassa umgebenden Schutzbehältern samt Rohranschlüsse erfolgen kann.
Mit den Lufträumen des Geldschrankes stehen noch im Türschloss angeordnete dünnwandige Glasgefässe in Verbindung, die bei unrichtiger Behandlung des Schlosses zerbrochen werden und die Signalvorrichtungen gleichfalls in Tätigkeit setzen, anzeigend, dass jemand das Öffnen versucht, der mit der Kombination des Schlosses nicht vertraut ist.
In den angeschlossenen Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung an einem Geldsehrank dargestellt.
Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt des Geldsehrankes, während Fig. 2 einen teilweisen Horizontalschnitt darstellt. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1. Fig. 4 ist eine schematische Ansicht des Schlosses in grösserem Massstab nach Entfernen der vor dem Schloss befindlichen Sicherungeinrichtung. In Fig. 5 ist eine Einzelheit der Vorrichtung nach Fig. 4 dargestellt, in einer andern Lage, als in der Fig. 4. Fig. 6 zeigt die vor dem Schloss nach Fig. 4 angeordnete Sicherheitseinrichtung sehematisch im geschlossenen Zustand des Schrankes. Fig. 7 zeigt eine Einzelheit dieser Einrichtung in einer andern Lage. Fig. 8 ist ein Schnitt nach der Linie V11Iin Fig. 6.
Fig. 9 zeigt den Schlüssel des Schrankes, während Fig. 10 eine Ausführungsform der durch den Luftdruck betätigten Signalvorrichtung veranschaulicht. Fig. 11 ist ein Längsschnitt einer Ausführungsform der den Geldsehrank mit der Signalvorriehtung verbindenden Rohrleitung.
Innerhalb der üblichen feuersichere Schichte oder ausserhalb derselben sind im Geldschrank entlang seiner Wände im Sinne der Erfindung Vakuum-und Überdruckräume angeordnet. In den Zeichnungen sind die feuersichere Schichten nicht dargestellt, sondern bloss die Lufträume. Im Luftraum 1 entlang der äusseren Wand des Schrankes ist Unterdruck und in dem neben diesem befindlichen Luftraum 2 ist Überdruck. Die Signalvorriehtungen stehen mit dem Unterdruckraum in Verbindung. Hiedurch wird erreicht, dass, falls es jemandem gelingen würde, die Wand des Schrankes durchzubohren und dabei den Bohrer unter einer luftdichten Hülle zu halten, der Bohrer, bevor er zum Innenraum des Schrankes gelangt, auch den Raum 2 durchsetzen muss, wobei aber die Druckluft des Raumes 2 in den Raum 1 strömt und den dort befindlichen Unterdruck aufhebt.
Um diese Wirkung sicher zu erreichen, ist im Raum 2 ein konstant bleibender Überdruck von ungefähr 2-3 Atm. vorgesehen.
Die Räume 1 und 2 umgeben den Geldschrank vollkommen, so dass der Innenraum desselben von keiner Seite zugänglich ist. Sämtliche Vakuumräume für sich sowie die Überdruckräume, also die Räume von gleichem Druck, stehen miteinander durch Bohrungen oder Rohrleitungen in Verbindung, so dass es genügt, nur einen der Räume 1 durch eine Rohrleitung mit der Signaleinrichtung zu verbinden, da eine an einer beliebigen Stelle der Schrankwand entstehende Öffnung sämtliche miteinander verbundenen Räume mit der Aussenluft in Verbindung setzt. Der in der Türe 3 des Geldschrankes befindliche Vakuumraum 1 steht mit dem senkrechten zylindrischen Raum 5 am Rande der Türe durch die Bohrung 4 in
Verbindung, wobei im Raum 5 ebenfalls Unterdruck ist.
Im Raum 5 ist ein Hohlzylinder 6 angeordnet, in welchem Überdruck herrscht, welcher also mit dem Raum 2 der Türe zu verbinden ist, wie in der Zeichnung dargestellt. Die in der Türe befindlichen zylindrischen Lufträume 5, 6 sind mit den übrigen Lufträumen des Geldschrankes durch biegsame Kautschukschläuche 7 und 8 verbunden. Der Schlauch 8.
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mündet in den Zylinder 6, leitet also die Druckluft, während der Schlauch'/die Vakuumräume verbindet, Diese Schläuche sind neben dem Rand der Türe senkrecht angeordnet und genügend lang und biegsam, um beim Öffnen der Türe keinen Bruch zu erleiden ; die Schläuche können aus einem beliebigen biegsamen und zähen Stoff hergestellt werden.
Aus obigem ist ersichtlich, dass die TÜre : 3, an deren ganzer Fläche sich die Lufträume erstrecken, sich derart an die feststehenden Teile des Geldschrankes anschliesst, dass am Geldschrank kein Punkt vorhanden ist, an welchem derselbe anzubohren wäre, ohne die Lufträume zu berühren. Die Türe ist zweckmässigerweise derart zu lagern, dass die Gelenkzapfen sich innerhalb des Geldschrankes befinden, also von aussen nicht zugänglich sind. Dies wird dadurch erreicht, dass am Rande der Türe oben und unten eine Bohrung 9 hergestellt wird, in welche je ein Zapfen 10 eindringt.
Die Zapfen 10 sind in ihrer Längsrichtung verschiebbar, und zum Festhalten derselben sowie zum Ein-und Ausmontieren dienen doppelarmige Hebel 11, die um Zapfen 4. 3 verschwenkbar gelagert sind und mit ihren gabelförmigen Enden 12 zwischen zwei Ansätze des Zapfens M greifen. Durch Verschwenken dieser Hebel können die Zapfen 10 aus den Bohrungen 9 herausgehoben oder in dieselben eingeschoben werden. Zwecks Verschwenken der Hebel 11 sind deren gegenüber den Zapfen befindliche Enden ebenfalls gabelförmig und greifen zwischen zwei Ansätze je einer Schraube 13, so dass durch Verdrehen der Schrauben in den feststehenden Muttern 14 die Hebel versehwenkt werden können.
Die Schrauben 1 : befinden sich im Innern des Geldschrankes und sind nur nach Öffnen der Türe zugänglich.
Das Verschliessen der Räume 1 und 2 nach Auspumpen der Luft bzw. nach Einpressen der Druckluft erfolgt zweckmässigerweise ebenfalls im Innern des Schrankes. In der dargestellten Ausführungsform dienen zum Verschliessen der Lufträume die Verschlussstücke 15 im Tresor ; die für diese vorgesehenen Öffnungen im Schrank werden vor dem Entfernen der das Absaugen oder das Eindrücken der Luft in die Sicherheitsbehälter bewirkenden Pumpen luftdicht durch die Verschlussstücke 15 od. dgl. verschlossen.
Die entlang der Wände des Geldsehrankes angeordneten Lufträume, d. h. Sicherheitsbehälter, ermöglichen, wie gesagt, einen beabsichtigten Einbruch an der Stelle des Überwachungspersonals sofort anzuzeigen. Die hiezu geeigneten, bei Veränderung des Luftdruckes in Tätigkeit tretenden Signalvorrichtungen können in unzähligen Mannigfaltigkeiten verwendet werden. So z. B. kann im Wege der strömenden Luft ein Körper mit grosser Fläche angeordnet werden, der durch die zufolge des Druckwechsels entstandene Luftströmung in Bewegung gesetzt wird und diese Bewegung kann zum Einschalten, z. B. einer elektrischen Signalvorrichtung, benutzt werden.
In der Fig. 10 ist eine Signalvorrichtung dargestellt, die im Raum des Überwachungspersonals aufgestellt sein kann und beim Aufhören des Unterdruekes in Tätigkeit kommt. Bei dieser Vorrichtung ist eine in der Mitte der auf dem Gestell 16 stehenden Platte 17 befindliche Bohrung mit dem Rohr 18 in Verbindung, welches in den Raum 1 des Geldschrankes mündet und so den Luftraum des Schrankes mit der Signalvorrichtung verbindet ; die Rohrleitung 18 wird zweckmässig in der Wand oder unter dem Fussboden verlegt und aus einem starren Stoff hergestellt. Durch letzteres wird erreicht, dass das Rohr durch gewaltsame Einwirkung nicht deformiert, sondern zerbrochen wird, wobei durch den Lufteintritt die Signalvorrichtung in Tätigkeit gesetzt wird.
Das Rohr ist zweckmässigerweise so dünnwandig, dass es beim Erhitzen nicht flach wird, sondern in seiner Wand ein Loch entsteht, wodurch die Signalvorrichtung ebenfalls in Tätigkeit kommt. Um das Deformieren des Rohres 18 durch Erhitzen und in dieser Weise das Absondern der Signalvorrichtung vom Geldschrank sicher zu verhindern, kann das Rohr auch aus einem brennbaren Stoff hergestellt werden, oder es kann im Innern desselben ein leicht schmelzendes, z. B. aus Blei hergestelltes Rohr 170 von kleinerem Durchmesser angeordnet werden (Fig. 11) ; das Bleirohr 170 wird mit dem Vakuumraum des Geldschrankes und der Ringraum zwischen den beiden Rohren mit dem Überdruckraum verbunden, so dass beim Erhitzen des Rohres 18 das in demselben befindliche Bleirohr schmilzt, wobei die Druckluft in den Vakuumraum einströmt.
Nötigenfalls kann das Bleirohr durch ein innerhalb oder ausserhalb desselben angeordnetes durchloehtes Stahlrohr 171 versteift werden. Es können auch mehrere Bisirohre miteinander parallel zusammengedreht oder zusammengeflochten im Rohr 18 angeordnet werden, wobei ein Teil dieser Bleirohre Druckluft, der andere Teil dagegen verdünnte Luft führt. Das Zusammendrücken der Rohre kann durch Anwendung von Glasröhre oder durch Anordnung von starren, spitzigen Körpern im Bleirohr verhindert werden.
Da im Rohr 18 Unterdruck herrscht, wird die an der Unterseite der Platte 17 liegende Scheibe 19
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Rohr 18 angewendet, so wird nur das erstere durch die Platte 17 geführt und das Rohr 18 endet auf der oberen Fläche der Platte 17. Die Scheibe 19 ist in einer auf der Platte 17 befestigte Führung 20 geführt, die das Eindringen von Staub und Unreinigkeiten zwischen Platte und Scheibe verhindert. Mit der Scheibe 19 ist ein Gewicht 21 verbunden, das so zu bemessen ist, dass es durch den Luftdruck sieher gehalten wird. Wenn durch Beschädigung eines Raumes 1 des Geldschrankes oder des Rohres 18 oder eines im
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Gehäuse 23 befindlichen, an sich bekannten Schalter betätigt werden. Einer der Schalter dient z.
B. zum Einschalten einer elektrischen Glocke, der andere zum Einschalten einer elektrischen Lampe. Zur Sicherheit können auch mechanische Signalapparate verwendet werden, so z. B. kann im Gehäuse 23 ein durch Federwerk angetriebens Läutewerk angeordnet werden, dessen Federwerk aufgezogen gehalten wird. Die Anordnung kann in bekannter Weise eine derartige sein, dass das aufgezogene Triebwerk durch Umschalten eines Hemmorgans in Tätigkeit kommt ; das Hemmorgan wird durch einen der Druekknöpfe 22 nach Herunterfallen des Gewichtes 21 umgeschaltet.
Falls die Signalvorrichtung bei der Polizei untergebracht ist, kann im Gehäuse 23 auch eine Sprechmaschine angewendet werden, die aufgezogen gehalten und durch das herunterfallende Gewicht 21 in Gang gesetzt wird, so dass die Sprechmaschine eventuell mittels eines Schallverstärkers den Namen des Inhabers des Geldschrankes und den genauen Ort des Einbruchs laut anzeigt.
Auch die Signalvorrichtungen können vollständig bedeckt und mit Lufträumen umgeben sein, so dass, wenn die Wand einer dieser Lufträume beschädigt wird, sämtliche Signalvorrichtungen in Tätigkeit treten.
Der mit den Lufträumen und Signalvorriehtungen ausgerüstete Geldsehrank kann mit einem Kombinationsschloss versehen werden, das bei unrichtiger Behandlung die Signalvorrichtung in Tätigkeit setzt. Nachstehend wird eine Ausführungsform eines derartigen Schlosses beschrieben, das mit der zugehörigen Sicherheitseinrichtung zweckmässigerweise zwischen der innersten Schutzplatte 35 der Türe (Fig. 2) und der benachbarten Panzerplatte angeordnet wird. In der Fig. 2 ist das Schloss und die Sicherheitseinrichtung nicht dargestellt, bloss ein Riegel 24 des Schlosses ist in dieser Figur angedeutet.
Die Türe 3 des Schrankes ist mit den üblichen Riegeln 24 versehen ; sämtliche Riegel sind in bekannter Weise durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Einrichtung gleichzeitig herauszuschieben und zurückzuziehen, wenn der an der Aussenseite der Türe mit einem Griff versehene Zapfen 25 (Fig. 4) verdreht wird. Mit einem der Riegel ist ein Bügel 26 verbunden, unter welchem auf der Panzerplatte der Türe ein Bügel 27 befestigt ist. In diesen Bügeln kann eine Stange 44 eingeschoben werden, wobei das Bewegen des Bügels 26 und mit diesem zugleich auch das Bewegen sämtlicher Riegel 24 verhindert wird, da die Riegel (in der Zeichnung sind sechs derselben dargestellt) miteinander zwangläufig verbunden sind, wie bei Geldschränken üblich.
Soll also die Tür 3 geöffnet werden, so muss die Stange 44 in einer Gradführung derart angehoben werden, dass sie aus den Bügeln 26 und 27 heraustritt. Zu diesem Zweck wird ein Stift 28 der Stange 44 durch das gegabelte Ende eines Winkelhebels 29 umfasst, das andere Ende dieses Winkelhebels steht unter Vermittlung des Gelenkstückes 31 mit dem Riegel 30 des Schlosses 33 in Verbindung. Wird also der Riegel 30 durch Einführen und Verdrehen des Schlüssels im Schlüsselloch 34 von links nach rechts gezogen, so wird der Hebel 29 um seinen Zapfen 32 verdreht und die Stange 44 angehoben, worauf der Zapfen 25 zwecks Öffnen der Türe verdrehbar und die Riegel 24 zurückziehbar sind.
Um die obbeschriebenen Massnahmen für Unbefugte zu erschweren, werden folgende Sicherungen angewendet. Vor dem Schlüsselloch 34 wird ein dünnwandiges geschlossenes Glasgefäss angeordnet, das durch einen biegsamen Schlauch mit dem Vakuumraum 1 der Türe verbunden ist. Falls also der Schlüssel ohne Entfernen dieses Gefässes in das Schlüsselloch gesteckt wird, so wird dieses Gefäss zerbrochen, worauf der Signalapparat sofort in Tätigkeit tritt. Das Glasgefäss kann auch doppelwandig ausgeführt werden, und der Zwischenraum zwischen den beiden Wänden kann mit dem Raum 1 der Türe, der Innenraum des Gefässes hingegen mit dem Raum 2 der Türe verbunden werden.
Dieses Glasgefäss kann nur durch Verdrehen von an der Aussenseite der Türe angebrachten Griffen in bestimmter Reihenfolge und in bestimmten Richtungen entfernt werden ; zum Öffnen der Türe muss also diese Kombination des Geldschrankes bekannt sein. Die Einrichtung zum Entfernen des Glasgefässes wird später ausführlich beschieben. Zur Sicherung des Schlosses dient noch ein an der Verlängerung des Riegels 30 senkrecht geführtes Gewicht 36, neben welchem auf der Wand der Türe eine in waagrechter Richtung geführte Stange 37 angeordnet ist. Das rechtsseitige Ende dieser Stange liegt neben einem zerbrechlichen Gefäss 38, das mit dem Raum 1 der Türe verbunden ist. Vom Gefäss 38 ist nämlich ein Schlauch 39 abgezweigt, der zum Raum 1 der Türe führt.
Das Gefäss 38 ist an der Türe unbeweglich befestigt ; wird daher das Schloss 33 in der dargestellten Lage geöffnet, so wird die Stange 37 durch das Gewicht 36 nach rechts verschoben, wobei die Stange 37 das Gefäss 38 zerbricht, so dass der Signalapparat in Tätigkeit gerät. Soll das Schloss ohne Betätigung der Signalapparate geöffnet werden, so muss das Gewicht 36 in seiner Führung angehoben werden. Zu diesem Zweck ist das Gewicht mittels eines Gelenkes 40 mit einem Arm 41 verbunden, dessen Zapfen 42 im Riegel 30 gelagert ist. Wird nun der Zapfen 42 mittels eines in sein vierkantiges Loch gestecken Schlüssels mit dem Arm 41 zusammen nach rechts verdreht, so wird das Gewicht 36 angehoben. Das Schloss ist in dieser angehobenen Lage des Gewichtes zu öffnen, ohne die Stange 37 zu verschieben und das Gefäss 38 zu zerbrechen.
Das Gewicht 36 ist nach dem Anheben in der oberen Lage zu halten, nach Verschliessen des Schlosses muss aber das Gewicht wieder herunterfallen, um nach dem Schliessen des Schlosses dasselbe nur nach abermaligem Anheben des Gewichtes öffnen zu können, ohne die Signalapparate in Tätigkeit zu setzen. Diese Aufgabe wird im Sinne der Erfindung in folgender Weise gelöst :
Auf der Nabe des Armes 41 sitzen zwei Daumen 45 und 46, welchen gegenüber am Riegel die geführten Stangen 47 und 48 angeordnet sind, die durch die Federn 49 bzw. 50 gegen den Arm 41 ! gedrückt
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werden. In der dargestellten Lage befindet sich die Stange 48 in ihrer obersten Lage, indem die an der Verlängerung 51 der Stange befindliche Kante 52 auf dem höheren Teil der an der Türe befestigten Führung 53 aufruht.
Die Führung 53 kann auch durch eine zwangläufig wirkende Doppelführung ersetzt werden, wobei die Feder 50 überflüssig wird. Wird nun der Arm 41 nach rechts verdreht, so wird die Stange 48 durch den Dauen 46 nicht berührt, die Stange 47 hingegen wird durch den Daumen 45 entgegen der Wirkung der Feder 49 niedergedrückt ; nach entsprechender Verdrehung schnappt die Stange 47 hinter den Daumen 45 gegen die radial gerichtete Stützfläche dieses Daumens, wodurch das Zurückfallen des Armes 41 verhindert wird. Hiedurch wird das Gewicht 36 in der angehobenen Lage festgestellt, das Schloss kann daher geöffnet werden, da beim Verschieben des Gewichtes nach rechts letzteres oberhalb der Stange 37 bewegt wird.
Beim Verschieben des Schlossriegels nach rechts stösst der Zahn 55 einer Verlängerung 54 der Stange 47 gegen einen mit der Türe verbundenen Anschlag 56, der die Verlängerung 54 und mit dieser die Stange 47 herabdrückt, so dass der Arm 41 frei wird (Fig. 5). Das Gewicht 36 wird sodann ein wenig sinken, wobei auch der Arm 41 in geringem Masse nach links verdreht wird. Das Niedersinken des Gewichtes ist aber so gering, dass es oberhalb der Stange 3'1 bleibt, indem durch Verschieben des Sehlossriegels nach rechts die Kante 52 der Stange 48 auf den niedrigeren Teil der Führung 53 gesunken ist, daher die Stange 48 sich senkte ; hiebei gelangt letztere vor den Daumen 46, daher das vollkommene Sinken des Gewichtes 36 verhindert wird.
Beim Schliessen des Schlosses, wobei der Riegel 30 nach links verschoben wird, werden die Stangen 47 und 48 durch die Führungen 53 und 54 angehoben, wodurch das Gewicht 36 in seine untere Lage sinken kann, da die Stange 48 den Daumen 47 verlassen hat, die Stange 47 hingegen in ihre obere Lage (Fig. 4) gelangen kann, indem der Daumen 45 bereits nach Öffnen des Schlosses, als das Gewicht 36 ein geringes Mass niedersank, ein wenig nach rechts verdreht wurde. Beim Hochsteigen der Stange 47 wird letztere die radiale Stützfläche des Daumens 45 nicht mehr berühren, so dass die in der Fig. 4 dargestellte Lage hergestellt wird.
Die auf der Nabe des Armes 41 befindlichen Daumen 45 und 46 sind daher derart anzuordnen, dass nach Entfernen der Stange 47 vom Daumen 45 und vor dem Anlegen des Daumens 46 gegen die Stange 48 die obgenannte geringe Verdrehung ermöglicht wird.
Die beschriebene Einrichtung kann auch so getroffen werden, dass anstatt der Bewegung des Riegels 30 auch die Bewegung irgendeines andern Teiles des Schlosses benutzt wird. Es kann auch das zum Zerbrechen des Gefässes 38 dienende Organ feststehend sein und anstatt dessen das Gefäss verschieb-
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gestossen und in dieser Weise zerbrochen wird.
Die vor dem Schloss nach Fig. 4 angeordnete Sicherheitseinrichtung ist in der Fig. 6 dargestellt.
In dieser Figur sind die einzelnen Bestandteile zwecks leichterer Verständlichkeit nicht in ihren konstruktiven Gestalten, sondern bloss schematisch dargestellt. Die Sicherheitseinrichtung ist an einer Grundplatte 57 angeordnet, die vor dem Schloss mit der Ebene der Türe 3 parallel zu befestigen ist. Auf der Grundplatte sind in der dargestellten Ausführungsform fünf Zapfen zu verdrehen, die an der Aussenseite der Türe mit Griffen versehen sind. Diese Zapfen sind zwecks Öffnens der Türe in bestimmter Reihenfolge und Richtung zu verdrehen. Die Zapfen oder ein Teil derselben sind derart angeordnet, dass bei unrichtiger Verdrehung derselben in der Sieherheitseinrichtung angeordnete Glasgefässe zerbrochen werden, wodurch
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Das mit den Vakuumräumen 1 verbundene Glasgefäss ist mit 58 bezeichnet ; oberhalb letzterem ist ein Stift 59 geführt, über welchem ein um den Zapfen 61 drehbares Gewicht 60 angeordnet ist. Das Verdrehen des Gewichtes wird durch eine den Ansatz 62 des Gewichtes stützende Stange 63 verhindert, deren linkes Ende mit einem zweiarmigen Hebel 64 verbunden ist. Wird der Hebel 64 um seinen Zapfen 65 nach links gedreht, so bewegt sich die Stange 63 in ihrer Führung von rechts nach links, wobei ihr Ende sich vom Ansatz 62 des Gewichtes entfernt, worauf letzteres unter der Wirkung des Eigenwichtes und der Druckfeder 65 herunterfällt ; hiedurch wird der Stift 59 niedergedrückt, so dass letzterer das Gefäss 58 zerbricht und die Signaleinrichtung in Tätigkeit setzt.
Die Sicherheitseinrichtung ist derart angeordnet, dass eine unrichtige (den Pfeilen entgegengesetzte) Verdrehung der obgenannten Zapfen ein Verschwenken des Hebels 64 nach links verursacht und so die Signaleinrichtung in Tätigkeit setzt.
Der zuerst zu verdrehende Zapfen der Sicherheitseinrichtung ist mit a bezeichnet. Wird dieser Zapfen nach rechts verdreht, so verdreht sich auch der mit dem Zapfen fest verbundene Arm 67, wobei die Verdrehung durch das Gelenkstück 69 auf den doppelarmigen Hebel 68 übertragen wird, der nach links unten verdreht wird. Der Hebel 68 hebt die mit letzterem gelenkig verbundene Stange 70 in ihrer Führung empor ; daher wird das Ende dieser Stange von der Verlängerung 75 des Gefässes 58 entfernt.
Diese Anordnung bezweckt, das Verschieben des Glasgefässes in seiner Führung von links nach rechts zu ermöglichen, um die unter dem Glasgefäss befindliche Öffnung 71 freizulegen. Die Öffnung 71 befindet sich nämlich vor der Nabe 42 (Fig. 4), in deren viereckiges Loch zwecks Verdrehung der Nabe der hiezu nötige Schlüssel nur dann eingesteckt werden kann, wenn das Gefäss 58 aus seiner Lage in Fig. 6 nach rechts verschoben wurde. Durch Verdrehen des Zapfens a nach links wird das linksseitige Ende des Armes 67, mit der hiemit verbundenen Stange 72 nach abwärts geschoben, worauf die schräge Fläche des
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Ansatzes 73 dieser Stange entlang der Schrägfläche des Ansatzes 74 des Hebels 64 abgleitet, wodurch der Arm 64 in einem zur Betätigung der Signalvorrichtungen erforderlichen Masse verdreht wird.
Das
Linksdrehen befreit die Verlängerung 75 des Gefässes 58 nicht, im Gegenteil es wird die Stange 70 noch tiefer geschoben, also das Gefäss 58 nicht freigemacht. Beim Rechtsdrehen hingegen werden die Ansätze 73 und 74 voneinander entfernt, also keinerlei Wirkung hervorgerufen.
In der Grundplatte 57 ist vor dem Schlüsselloch 34 des Schlosses 33 ein Schlüsselloch 77 vorgesehen, durch welches der Schlüssel des Schlosses 33 eingeführt werden kann. Zwischen den Schlüssellöehern 34 und 77 ist das bereits erwähnte Glasgefäss 78 angeordnet, das das Einführen des Schlüssels in das Schloss vor dem Durchführen der entsprechenden Betätigungen verhindert. Das Gefäss 78 sitzt auf einem Arm 80, dessen Ende um einen Zapfen 81 der Grundplatte zwecks Entfernen des Glasgefässes vor den Schlüssel- löchern verdrehbar ist.
Um zu verhindern, dass das Gefäss mittels eines durch die Öffnung 77 eingeführten
Werkzeugs verschoben werde, ist mit dem Gefäss eine Blattfeder 79 verbunden, die im geschlossenen
Zustand des Geldschrankes an den Ansatz 76 der Stange 72 anliegt und daher das Linksverdrehen des
Armes 80 verhindert. Zufolge Reehtsdrehens des Zapfens a wird die Stange 72, wie oben ausgeführt, angehoben, wodurch der Ansatz 76 sich von der Feder 79 entfernt, in dieser Weise das Verdrehen des Glas- gefässes 78 ermöglichen. Das Anheben der Stange 72 befreit auch schliesslich einen zweiarmigen Hebel 82, der am unteren Teil der Grundplatte gelagert ist ; die am Ende des Hebels 82 befindliche Nase 83 liegt nämlich im geschlossenen Zustand des Geldschrankes auf dem Ende der Stange 72 ; beim Anheben dieser
Stange hingegen entfernt sich das Ende derselben von der Nase 83.
Der Zweck dieser Anordnung wird weiter unten erläutert.
Der auf den Zapfen a folgende Zapfen b ist nach links zu verdrehen, um in dieser Weise den mit diesem Zapfen verbundenen Arm 84 anzuheben und hiedurch eine in das am Ende dieses Armes befind- liche Langloch eingreifende Stange 85 zu heben. Wird die Stange 85 in ihrer Führung aufwärts geschoben, so ermöglicht sie das Verschieben nach rechts einer neben ihr in horizontaler Richtung geführten Stange 87 ; der Zweck dieser Verschiebung wird weiter unten erläutert. Beim Anheben der Stange 85 wird unter Ver- mittlung der schlaffen Feder 88 auch die Stange 89 gehoben, die mit einem doppelarmigen Hebel 82 gelenkig verbunden ist, so dass beim Verdrehen des Zapfens b bzw. beim hiedurch bewirkten Heben der
Stange 89 der Hebel 82 nach links gedreht wird und in die strichpunktierte Lage gelangt.
Dieses Ver- drehen wird, wie oben bemerkt, durch das Entfernen der Stange 72 von der Nase 83 ermöglicht. Da zum
Verdrehen des Hebels 82 nur eine sehr geringe Kraft erforderlich ist, bleibt die Feder 88 auch nach Ver- drehen des Zapfens b praktisch ungespannt. Wird aber der Zapfen b ohne vorheriges Verschwenken des Zapfens a verdreht, so schnappt der Zapfen b sofort nach dessen Loslassen zurück, da die Nase 83 den Hebel 82 am Verdrehen verhindert, daher die Feder 88 beim Verdrehen des Zapfens b gespannt wird und so letzteren nach dem Loslassen zurückzieht.
Wird der Zapfen b in der entgegengesetzten Richtung, also nach rechts gedreht, so zieht ein am
Zapfen befestigter Arm 86 eine Stange 90 nach rechts, wobei letztere durch eine an ihrem Ende befind- liche Nase 91 den Hebel 64 verdreht, worauf das Gewicht 60 herunterfällt und das Signal abgibt.
Der nächstfolgende Zapfen ist mit c bezeichnet, dessen nach links erfolgende Verdrehung den auf ihn gekeilten Arm 92 in die strichpunktiert angedeutete Stellung bringt. Der Arm 92 verdreht mittels der Verbindungsstange 93 den einarmigen Hebel 94 nach rechts, worauf dieser in die strichpunktierte Lage gelangt und sich an eine der Nasen 95 der Verlängerung 75 stützend, diese Verlängerung samt dem Gefäss 58 nach rechts zieht. Dies wird dadurch möglich, dass die Stange 70, wie oben erwähnt, nicht mehr vor dem
Ende der Verlängerung steht. Durch Fortziehen des Gefässes 58 wurde die Öffnung 71 frei, jedoch bleibt das Ende des Gefässes noch unter dem Stift 59, so dass das Gewicht 60 auch noch weiter in Tätigkeit kommen kann.
Wird der Zapfen c in entgegengesetzter Richtung also nach rechts verdreht, so zieht dieser die
Stange 96 nach rechts, wodurch der Hebel 64 durch die Nase 97 der Stange 96 verschwenkt wird.
Bei einem Linksdrehen des folgendem Zapfens d wird mittels dessen Arm 98 und unter Vermittlung des Gelenkes 99 die bereits erwähnte Stange 87 verschoben, so dass das Ende der letzteren in die punktiert dargestellte Lage gelangt, was dadurch ermöglicht wird, dass die Stange 85 schon angehoben wurde. Da die Feder 88 mit der Stange 85 an der rückwärtigen Fläche derselben verbunden ist, lässt sie das untere
Ende der Stange 85 frei, so dass die Stange 87 unter dem unteren Ende der Stange 85 vorbeigleiten kann.
Das Verdrehen des Armes 98 befreit auch den Arm 102 des nächstfolgenden Zapfens e.
Der Zapfen d besitzt noch einen Arm 100, der mittels der Verbindungsstange 101 dem Arm 103 um das Gelenk 104 in die strichpunktierte Lage verdreht. Der Zweck dieses Armes 103 wird weiter unten erläutert.
Der Zapfen d gibt bei der dargestellten Ausführungsform durch eine entgegengesetzte Verdrehung (nach rechts) kein Signal ab ; es kann aber natürlich auch dieser Zapfen mit einer den Hebel 64 verdrehen- den Einrichtung versehen werden.
Durch Verdrehen nach rechts des letzten Zapfens e, was durch die obgenannte Verdrehung des
Armes 98 ermöglicht wird, wird der auf den Zapfen e aufgekeilte Arm 105 verdreht, wodurch das Glas- gefäss 7 von den Schlüssellöchern entfernt wird. Das Gefäss 78 besitzt nämlich einen Ansatz 106, dessen
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Stift 107 in einen Schlitz 110 der Grundplatte eingreift. Beim Verdrehen des Armes 105 verschiebt letzterer, sich gegen den Stift 107 stÜtzend, den Ansatz 106 samt dem Gefäss 78, das um den Zapfen 81 verdreht wird und so sich von den Sehlüssellöchern entfernt (Fig. 7). Diese Verdrehung wird durch den Ansatz 76 nicht verhindert, da durch Verdrehen des Zapfens a dieser Ansatz von der Blattfeder 79 entfernt wurde.
Der Stift 107 wird in der dargestellten Lage gegen den Arm 405 gedrückt, da das Ende des mit diesem Stift fest verbundenen Armes 108 durch die Zugfeder 109 mit dem Hebel 105 verbunden ist.
Bei der unrichtigen Verdrehung des Zapfens e wird der Arm 111 nach rechts gezogen worauf die Nase 112 dieses Armes den Hebel 64 verdreht.
Der Stift 59 wirkt auf das die Öffnung 71 verdeckende Gefäss 58 : es kann aber oberhalb des Gefässes 58 ein weiteres feststehendes Glasgefäss angeordnet werden, welches mit dem Stift 59 zusammenwirkt und nur dazu dient, beim Herunterfallen des Gewichtes 60, also bei unrichtiger Behandlung des Schlosses, die Signale abzugeben. In diesem Falle wird das Gefäss 58 nur das Verdecken und Freilegen der Öffnung 71 bewirken.
Das Verdrehen der Zapfen a, b, c und d bildet die erste Massnahme zum Öffnen des Geldschrankes.
Sind diese Zapfen entsprechend verdreht, so folgt das Einführen eines Schlüssels durch die Öffnung 71 in die Vierkantbohrung der Nabe 42 (Fig. 4), sodann durch Verdrehen dieses Schlüssels das Anheben des Gewichtes 36. Nach Entfernen dieses Schlüssels wird der Schlüssel des Schlosses 33 durch die Schlüssel- löcher 77 und 34 in das Schloss gesteckt und das Schloss geöffnet bzw. der Riegel 30 nach rechts gezogen. Hierauf werden durch Verdrehen des Türgriffzapfens 25 die Riegel 24 zurückgezogen und die Türe 3 geöffnet.
Damit Unbefugte den Geldschrank auch dann nicht öffnen können, wenn die Türe nur einfach geschlossen und das Schliessen des Schlosses mit dem Schlüssel unterlassen wurde, wird auf den Zapfen 25 ein Arm 113 gekeilt, der beim Verdrehen des Zapfens nach rechts (Bewegung des Öffnens) mittels der Schubstange 114 den Arm 115 nach rechts zieht, wie in der Fig. 6 durch Pfeile angedeutet. Der Arm 115 verschiebt die in einer Geradführung verschiebbare Stange 116, die ihrerseits den oberwähnten Arm 103 mitnimmt. Wurden die Zapfen a, b, e, d und e in der oben beschriebenen Weise verdreht, so befindet sich der Arm 103 in der strichpunktierten Lage, wodurch die auf diesem Arm befindliche Nase 447 unter dem unteren Ende des Hebels 64 vorbei kann, ohne den Hebel 64 zu verdrehen.
Wurde aber die Türe des Geldschrankes bloss geschlossen und die Riegel durch Verdrehen des Zapfens 25 eingeschoben, aber der Schlüssel nicht verwendet, so könnte man bei Nichtvorhandensein der Bestandteile 113-11'1 durch einfaches Zurückdrehen des Zapfens 25 die Türe öffnen. Bei der beschriebenen Ausführungsform des Geldschrankes kann aber die Türe auch im erwähnten Falle nur nach Verdrehen der Zapfen a, b, e, d, e ge- öffnet werden, da sonst beim Zurückdrehen des Zapfens 2-5 der Arm 103, da er in der mit vollen Linien dargestellten Lage ist, bei der Verschiebung nach rechts auch den Hebel 64 nach rechts ziehen wird, wodurch die Signalvorrichtung in Tätigkeit tritt.
Hiemit sind die Massnahmen zum Öffnen der Türe 3 beschrieben. Da Schloss und dessen Sicher- heitseinrichtung ist im Sinne der Erfindung noch mit einer Einrichtung versehen, die beim Schliessen der Türe die ganze Sehlosseinriehtung selbsttätig in die dargestellte Lage zurückführt, so dass nach Schliessen
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steht.
Das Zurückstellen der Einrichtung wird durch ein am Rande der Türe angeordnetes Klinkenwerk 118, 121 bewirkt ; das Ende des Schiebers 118 ist gegen die Türebene zu abgeschrägt, so dass dieser Schieber beim Schliessen der Türe wie eine Türfalle im Sinne des Pfeiles eingeschoben wird. Dieses Einschieben erfolgt entgegen der Wirkung der Feder 119, die den Schieber 118 gegen einen an der Türe befestigten Anschlag 120 drückt. Durch das Eindrücken des Schiebers 118 w ird ein Arm 422 durch eine am Schieber befindliche Klinke 121 im Sinne des Pfeiles verdreht. Beim Einwärtsschieben des Schiebers 445 wird die auf demselben gelenkig befestigte Klinke 121 nicht verdreht, da sie sieh gegen einen Anschlag 123 der Stange anlehnt.
Beim Verdrehen des Armes 122 wird die mit letzterem verbundene Achse 124 und das auf letzterer aufgekeilte Zahnrad 425 ebenfalls verdreht. Das Zahnrad 425 steht mit einem Getriebe 426 im Eingriff, auf dessen Achse eine Platte 127 befestigt ist. Beim Verdrehen des Getriebes 126 wird also auch die Platte 127 verdreht, wodurch die Feder 128 gespannt wird. Beim Verdrehen der Platte 127 wird durch die Daumenfläche 129 derselben eine an der Türe geführte Stange 430 nach links verschoben, wodurch die mit dieser Stange gekuppelte Feder 131 gespannt wird. Beim Linksverschieben der Stange 130 wird der sich an das Ende dieser Stange stützende Hebelarm 82 aus seiner strichpunktierten Lage in die mit vollen Linien dargestellte Lage verdreht.
Diese Verdrehung wird durch die Stange 72 nicht verhindert, da letztere sich noch in ihrer oberen Lage befindet. Das Verdrehen des Hebels 82 bewirkt unter Vermittlung der Stange 89 das Spannen der Feder 88, da die mit dieser Feder verbundene Stange 85 nicht
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Die Anordnung ist derart getroffen, dass, wenn die Platte 127 so weit verdreht wurde, dass der Punkt 133 der Daumenfläehe 129 mit der Stange 130 in Berührung kommt, diese Stange schon so weit nach links verschoben ist, dass der Hebel 82 und der Arm 92 bereits zurückgestellt sind. Die Fortsetzung der Daumenfläche 129 nach dem Punkt 133 ist eine Fläche 134, die nach einem um die Achse des Getriebes 126 gelegten Kreisbogen ausgebildet ist. Wird also die Platte 127 im Sinne des Pfeiles weiter verdreht, so dass auf die Stange 130 die Fläche 134 einwirkt, so wird die Stange 130 entgegen der Wirkung der Feder 131 in ihrer Führung nicht mehr verschoben.
Auf der Platte 127 befindet sich noch ein Zapfen 135, der beim Beginnen des Verdrehens der Platte 127, also wenn die Daumenfläche 129 mit dem Ende der Stange in Berührung steht, im Schlitz eines neben der Platte angeordneten Armes 136 gleitet. Wenn aber die Platte 127 den zweiten Teil ihrer Verdrehung beginnt bzw. wenn mit der. Stange 130 der Punkt 133 in Berührung kommt, erreicht der Zapfen 135 das obere Ende des Schlitzes der Stange 136. Beim Weiterdrehen der Platte 127, also wenn mit der Stange 130 die zylindrische Fläche 134 in Berührung kommt, wird der Arm 136 durch den Zapfen135 nach aufwärts gezogen, wobei der mit dem Arm 136 verbundene doppelarmige Hebel 137 um seinen Zapfen 138 verdreht und die mit dem linken Ende dieses Hebels verbundene Stange 139 heruntergezogen wird.
Das obere Ende der Stange 139 ist im rechten Winkel umgebogen, so dass beim Verdrehen des Zapfens a zwecks Öffnens der Türe und beim Aufwärtsziehen der Stange 72 der am unteren Teil dieser Stange sitzende Anschlag 140 sich unmittelbar neben das umgebogene Ende der Stange 139 legt. Wenn also die Platte 127 beim zweiten Teil ihrer Verdrehung den Hebel 137 verdreht und dadurch die Stange 139 herunterzieht, so wird letztere, sich an den Anschlag 140 stützend, die Stange 72 herunterziehen und in dieser Weise den Zapfen a in die dargestellte Lage zurückstellen. Dieses Zurückstellen erfolgt ohne weiteres, da die Verlängerung 75 des Glasgefässes 58 bereits in die dargestellte Lage zurückgestellt wurde, wodurch die Stange 70 in die dargestellte Lage sinken kann.
Hiemit ist das Zurückstellen der Zapfen a und c vollendet. Zum Zurückstellen des Zapfens b ist bloss die Stange 87 unter der Stange 85 zu entfernen, damit die gespannte Feder 88 auch den Zapfen b zurückstellen kann, wie dies nachstehend beschrieben wird.
Der Hub des Schiebers 118 ist so bemessen, dass die Klinke 121 nach einer Verdrehung des Armes 122 um ungefähr 400 noch weiter bewegt wird und vom Arm 122 abgleitet, wodurch der Arm 122 sowie die Zahnräder 125 und 126, ferner die Platte 127 unter der Wirkung'der Feder 22 in die dargestellte Lage zurückgehen. Hiebei zieht die Feder 131 die Stange 130 zurück, jedoch werden die in die Schliessstellung zurückgestellten Zapfen nicht bewegt. Auch der in seine mit vollen Linien dargestellte Lage zurückgestellte Hebel 82 verbleibt in seiner Lage, da derselbe durch die ebenfalls zuriickgestellte Stange 72 mittels der Nase 83 festgestellt wird.
Zum Zurückstellen des Zapfens d wird der Türgriffbolzen 25 verwendet. Auf diesem Bolzen ist nämlich eine Scheibe 141 befestigt, die beim Öffnen des Schlosses, wenn die Riegel 24 zurückzuziehen sind, mit dem Bolzen 25 zusammen im Sinne des Pfeiles verdreht wird. Die auf der Scheibe 141 befindliche Nase 142, die bei der oberwähnten Öffnungsbewegung die Klinke. 144 eines auf der Türe gelagerten doppelarmigen Hebels 143 anhebt, kommt über diese Klinke zu stehen, ohne den Hebel 143 zu verdrehen.
Die Klinke 144 ist nämlich am Hebel 143 nach aufwärts drehbar gelagert. Wird aber beim Schliessen der Türe zwecks Herausschiebens der Riegel 24 der Bolzen 25 nach links verdreht, so verdreht die gegen
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Stange 145 zurückzieht.
Der Arm 103 stellt nun den Zapfen d mittels der Stange 101 zurück, wodurch der Arm 98 des Zapfens d seinerseits den Zapfen e mittels des mit dem Arm 98 in Berührung stehenden Armes 102 in seine Ausgangslage zurückdreht. Der Arm 98 zieht die Stange 87 nach links, worauf die Stange 85 in die dargestellte Lage zufolge des gespannten Zustandes der Feder 88 zurückschnappt.
Hiemit ist das Zurückstellen sämtlicher Zapfen beendet, bloss das zwischen den Schlüssellöchern befindliche Glasgefäss'18 ist noch nicht auf seinen Platz zurückgebracht. Würde nämlich der Zapfen e bei dessen Zurückstellen mittels des Armes 105 das Glasgefäss zurückziehen, so könnte der Schlüssel des Schlosses 33 zwecks Schliessens desselben nicht in das Schlüsselloch 34 eingeführt werden. Nach erfolgtem Zurückstellen sämtlicher Zapfen und nach Herausschieben der Riegel muss das Gefäss 78 noch in seiner verdrehten Lage verbleiben und nur nach Schliessen des Schlosses mit dem Schlüssel und nach Herausziehen des Schlüssels aus dem Schloss darf das Gefäss 78 in die gezeichnete Lage zurückkehren.
Diese Aufgabe ist im Sinne der Erfindung in folgender Weise gelöst :
Mit dem Arm 80 des Gefässes 78 ist noch ein Arm 146 starr verbunden (Fig. 7), welcher zwecks leichterer Übersieht in der Fig. 6 nicht dargestellt ist. Das Ende dieses Armes 146 ist rechtwinklig ab-
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In der Fig. 7 ist die Lage dargestellt, in welcher zwecks Öffnens des Schlosses der Zapfen e nach rechts verdreht wurde, daher der Arm 105 mittels des Stiftes 107 das Gefäss 78 nach links verschoben hat, so dass letzteres sich nicht hinter dem Schlüsselloch 77 befindet. Aus der Fig. 7 ist auch ersichtlich, dass der Ansatz 76 der durch Verdrehen des Zapfens a angehobenen Stange 12 sieh ausserhalb der Bahn des Ansatzes 79 befindet.
Zum Zwecke, beim Zurückstellen des Zapfens e, also bei dem Verdrehen des Armes 105
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führen zu lassen, ist das Glasgefäss beim Öffnen des Schlosses in seiner Lage festzustellen. Zu diesem Zweck ist am Schaft des Schlüssels ein besonderer Bart 149 vorgesehen (Fig. 9), welcher beim Einführen des Schlüssels in das Schloss und Verdrehen im Sinne des Pfeiles Fig. 7 (Öffnen des Schlosses) sich gegen einen Daumen 151 des Feststellbolzens 150 legt und letzteren nach rechts schiebt. Das gespitzte Ende des Bolzens 150 dringt hiebei in die Hülse 148, wodurch die Hülse sowie die mit ihr festverbundenen Arme 146 und 80, ferner das mit dem Arm 80 verbundene Gefäss 78 nach dem Öffnen des Schlosses festgestellt werden. Der Bart 149 ist zweckmässigerweise elastisch.
Wenn der Bolzen 150 seine äusserste rechte Lage erreicht hat, steht der Bart 149 mit dem Daumen 151 noch in Berührung und das Weiterdrehen des Schlüssels wird durch eine geringe Verbiegung des Bartes ermöglicht. Nach Öffnen des Schlosses erfolgt das Zurückziehen der Riegel 24 durch das Verdrehen des Bolzens 25, worauf das Öffnen der Türe folgt. Beim Schliessen der Türe tritt sodann der Schieber 118 in Tätigkeit und beim Verschieben desselben nach links wird ein Teil der Zapfen in der beschriebenen Weise zurückgestellt. Der folgende Vorgang ist, durch Verdrehen des Bolzens 25 nach links das Hinausschieben der Riegel zu bewirken.
Durch dieses Verdrehen des Bolzens 25 werden in der beschriebenen Weise die Zapfen d und e zurückgestellt, jedoch beim Zurückstellen des Zapfens e verbleibt das Glasgefäss in seiner ausgeschwenkten Lage, da es durch den Bolzen 150 festgehalten wird. Beim Zurückstellen des Zapfens e wird also die Feder 109 gespannt. Der folgende Vorgang ist das Einführen des Schlüssels in das Schlüsselloch 34 und das Verschliessen des Schlosses. Während dieses Vorganges wird der Bolzen 150 durch den Daumen 151 vermittels des Bartes 149 des Schlüssels in die Stellung nach Fig. 7 zurückgestellt, wodurch das Gefäss 78 frei wird, und nun erfolgt unter der Wirkung der Feder 109 das Zurückdrehen des Gefässes 78 um den Zapfen 81.
Dieses Zurückdrehen geht nur so weit, bis das Gefäss den in das Schloss gesteckten Schlüssel erreicht hat. Diese Verdrehung ist so gering, dass das Gefäss nur sehr schwach an den Schlüssel stösst und daher nicht zerbricht. Um das Zerbrechen des Gefässes sicher zu vermeiden, kann an der rechten Seite des Gefässes ein Gummikissen 152 angebracht werden. Nach Herausziehen des Schlüssels kann das Gefäss 78 durch die
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nahme der beschriebenen Massnahmen bereit steht.
Das Zurückdrehen des Gefässes 78 wird durch die Blattfeder 79 nicht verhindert, da letztere unter dem Ansatz 76 der Stange 72 zufolge der Elastizität dieser Feder leicht vorbeigeht ; nach Erreichen der Lage nach Fig. 6 schnappt die Blattfeder neben den Ansatz 76, wie dies in Fig. 8 dargestellt ist, so dass das Glasgefäss mittels eines durch das Schlüsselloch gesteckten Werkzeuges aus seiner Lage nicht verschoben werden kann.
Das vorliegende Schloss kann nicht nur mit der beschriebenen Kombination hergestellt werden, es können vielmehr zahlreiche andere Kombinationen vorgenommen werden ; so z. B. können die Zapfen a, b, c, d, e oder ein Teil derselben nicht unmittelbar, sondern unter Einschaltung von Zahnrädern verdreht werden, wobei beim Öffnen des Schlosses der dem betreffenden Zapfen entsprechende Griff im entgegengesetzten Sinne zu verdrehen ist, wie oben beschrieben. Es kann aber die Drehrichtung auch durch Versetzen der Hebelarme verändert werden, es kann auch die Anzahl der Zapfen verändert werden, z. B. so, dass noch ein oder mehrere Zapfen angeordnet werden, die irgendeinen der beschriebenen Zapfen derart sichern, wie der Zapfen d den Zapfen e sichert, d. h. der eine Zapfen kann nur verdreht werden, wenn vorher der andere verdreht wurde.
In dieser Weise kann eine grosse Anzahl von Geldsehränken und Panzerkammern hergestellt werden, ohne zwei derselben mit der gleichen Kombination zu versehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sicherheitseinrichtung an Geldsehränken oder Panzerkammern, dadurch gekennzeichnet, dass der zu schützende Raum von zwei ineinander angeordneten und voneinander mechanisch isolierten Hohlräumen umschlossen ist, an deren jeden zu Alarmvorrichtungen führende Rohrleitungen angeschlossen sind, wobei die beiden Rohrleitungen ineinanderliegen und an ihren Enden abgeschlossen sind, so dass die Rohre mit den Hohlräumen dichtgeschlossene Behälter bilden, welche mit Medien von verschiedenen und auch vom normalen Luftdruck abweichenden Drücken gefüllt sind, so dass in den Behältern vollkommen stabil bleibende,
voneinander verschiedene Drücke herrschen und bei einer an irgendeiner Stelle erfolgenden Beschädigung der Wandungen infolge des zwischen den beiden Sicherheitsbehältern entstehenden Druckausgleiches ein Ansprechen der Alarmvorriehtungen erfolgt.