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Einrichtung zur Erzeugung von kurzen Wellen, insbesondere für die elektromedizinische Kurzwellen- behandlung.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur Erzeugung von kurzen Wellen, insbesondere für die elektromedizinisehe Kurzwellenbehandlung, die sowohl die therapeutische Behandlung mittels an den Körper angelegter Elektroden (reine Diathermie) oder im Wechselfelde der elektromagnetischen oder elektrostatischen Kraftlinien der Sehwingungskreise (Feldbehandlung) als auch die chirurgische Behandlung mittels an die Schwingungskreise angeschlossener Instrumente, wie Skalpelle od. dgl. (Elektrotomie) umfasst.
Für alle diese Behandlungsarten ist es von besonderer Bedeutung, dass die Wellen kontinuierlich oder ungedämpft und im Bereich der kurzen Wellen bis hinunter zu den kürzesten Wellen beliebig einstellbar seien, da den verschiedenen Wellenlängen selektive Wirkungen zukommen. Dabei soll die Einrichtung aber auch einfach und verlässlich in der Bedienung, wirtschaftlich und dosierbar in ihrer Wirkung und für die Behandelnden und den Behandelten in jeder Hinsicht ungefährlich sein. Diese Bedingungen erheischen auch einen tunlich gedrängten und soweit wie möglich abgeschlossenen Zusammenbau, wobei insbesondere bei den kürzeren Wellen die Leitungsführung u. dgl. zur Vermeidung von Verlusten u. dgl. mit besonderer Sorgfalt vorgenommen werden muss.
Zweck der Erfindung ist nun die Schaffung einer Universalapparatur, die all diesen Aufgaben und Anforderungen, deren Befriedigung mit dem Wachsen der Frequenzen auf ganz unverhältnismässig rasch anwachsende Schwierigkeiten stösst, gerecht wird.
Die Erfindung besteht im wesentlichen in einer solchen Einrichtung, bei der zwecks stetiger Ver- änderbarkeit der Schwingungskreise die stetig veränderbar ausgebildete Selbstinduktion von zwei an ihren (in der Zeichnung) oberen Enden durch einen flexiblen Leiter oder mehrere gelenkig miteinander verbundene starre Leiter verbundenen kurvenförmigen, etwa kurbelartig gekrümmten und mit ihren längsgeriehteten Teilen parallel zueinander angeordneten Bügeln gebildet ist, deren untere Enden um ihre Längsachse schwenkbar tunlichst unmittelbar in den Anschlussstellen der Generatorröhre od. dgl.
gelagert sind, so dass die oberen parallelen Teile der Bügel, zweckmässig mittels zweier an ihren äusseren Enden gelenkig miteinander verbundener isolierender Lenker einander genähert und voneinander entfernt werden können, wodurch die von ihnen und dem sie verbindenden Leiter umschlossene Fläche entsprechend verändert wird.
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Teile der Bügel voneinander entfernt oder aneinander genähert werden.
Hiedurch kann erreicht werden, dass die Veränderung der Bestimmungsstücke für die Frequenz der Sehwingungskreise (Selbstinduktion und Kapazität) in zwangläufiger Verbindung derselben miteinander derart erfolgt, dass die beiden Grössen bei ihrer Veränderung in einer bestimmten mathematischen Beziehung zueinander bleiben, zweckmässig ihr Quotient konstant bleibt, was für ein verlässliches Arbeiten der Einrichtung bei verschiedenen Wellenlängen sehr vorteilhaft ist.
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bzw. durch einige Einzelheiten beispielsweise veranschaulicht.
In Fig. 3 und in Fig. 4 ist der Generatorschwingungskreis schematisch durch die parallel zueinander an den Generator G (Generatorröhre) angeschlossene Kapazität C und Selbstinduktion L dargestellt.
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Mit diesem Kreis ist der Behandlungskreis in irgendeiner entsprechenden Weise gekoppelt, z. B. induktiv in Fig. 3. Der Behandlungskreis besteht entweder einfach, wie der Generatorkreis, aus einer Selbstinduktion und einer Kapazität, welch letztere dann in der Regel von den Körper-bzw. Feldelektrodenplatten, wie sie z. B. in Fig. 1 veranschaulicht sind, gebildet wird, oder er ist aus mehreren Schwingungkreisen zusammengesetzt, wie z.
B. in Fig. 3 aus einem Kreis Lo, Co, an den sogenannte Speiseleitungen l,., Z2 angeschlossen sind, die wieder mit schwingungsfähigen Gebilden verbunden sind, die aus Selbstinduk-
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letztere der zu behandelnde Körper oder Körperteil gebracht wird.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform der stetig veränderbaren Selbstinduktion, wie sie gemäss der Erfindung in den Schwingungsgebilden der Einrichtung zur Kurzwellenbehandlung für die Höchst- frequenzen zur Verwendung kommt. Sie besteht aus zwei, etwa kurbelartig gekrümmten Bügeln, deren (in der Zeichnung) obere Enden durch einen flexiblen Leiter f oder durch mehrere gelenkig miteinander verbundene starre Leiter verbunden sind. Die Bügel sind, mit ihren längsgeriehteten Teilen parallel zueinander angeordnet, um die Längsachsen ihrer unteren Enden schwenkbar, z. B. unmittelbar in den Anschlussstellen & i, des Generators G gelagert, so dass die oberen parallelen Teile der Bügel, z.
B. mittels zweier isolierender Lenker 81, 82 einander genähert oder voneinander entfernt werden können, wodurch die von ihnen und dem sie verbindenden Leiter fumschlossene Fläche von sehr kleinen bis auf verhältnismässig sehr grosse Werte stetig verändert werden kann. Die Lenker S'i, sind an ihren äusseren Enden mittels eines Zapfens g gelenkig miteinander verbunden, durch dessen Hin-und Herbewegung in der durch die Pfeile angedeuteten Richtung sie betätigt werden.
Diese Art, die Selbstinduktion in den weitesten Grenzen zu verändern, hat gegenüber der bekannten Art, bei der ein U-förmiger Drahtbügel um in der Mitte seiner parallelen Schenkel angeordnete Scharniere umgeklappt wird, u. a. vor allem schon den Vorteil, dass nicht wie bei diesem beim Zusammenklappen im Strombaueh liegende Teile des Bügels in den Spannungsbäuchen liegenden Teilen desselben genähert werden, wodurch, abgesehen von der erhöhten Durehsehlagsgefahr, Dämpfung, Eigenkapazität und andere klein zu haltende Faktoren in besonders für die hohen Frequenzen unzulässiger Weise erhöht werden.
Diese Bügel können auch mit entsprechend geformten Kondensatorplatten starr derart verbunden werden, dass deren Kapazität mit Bezug aufeinander in bestimmtem Masse wächst, wenn die oberen Teile der Bügel voneinander entfernt werden, also die Selbstinduktion des Sehwingungskreises vergrössert wird, oder abnimmt, wenn die oberen Bügelteil einander genähert werden, also die Selbstinduktion verkleinert wird. Dadurch kann z. B. erzielt werden, dass bei der stetigen Veränderung der Selbstinduktion und Kapazität über einen grossen Wellen-oder Frequenzbereich das Verhältnis zwischen Selbstinduktion und Kapazität ein konstantes bleibt, was besonders für ein verlässlich stabiles Arbeiten der Einrichtung beim Wellenwechseln im Gebiet der ganz kurzen Wellen sehr vorteilhaft ist.
Die Kapazität kann auch in der Weise stetig geändert werden, dass zwischen feststehenden Kondensatorplatten das Dielektrikum verändert wird. Dies kann z. B. durch Einschieben oder Eindrehen entsprechend geformter Körper oder Platten aus Quarz, Glas od. dgl. in den Zwischenraum zwischen die Kondensatorplatten bewirkt werden oder dadurch, dass die Kondensatorplatten z. B. innerhalb oder ausserhalb eines Gefässes angeordnet werden, in dem eine Flüssigkeit mit entsprechenden dielektrischen Eigenschaften, wie Öl od. dgl., verschieden hoch eingestellt wird. Hiedureh werden die bei kurzen Wellen noch besonders störenden Zuleitungen zu beweglichen Kondensatorplatten, wie flexible Litzen, Spiralfedern u. dgl., oder Reibungskontakte gänzlich vermieden.
Unter Umständen kann auch der Frequenzbereich durch Auswechseln der Selbstinduktionsbügel gegen solche anderer Grösse verändert werden. In dem Falle wird zweckmässig der Bügel mit einer an ihm fest angeordneten Kapazität austauschbar gemacht.
Die in Fig. 1 beispielsweise dargestellte Feldelektrode besteht aus Lamellen m, die verschiedene Grösse und Krümmung haben können, um gewünschte Inhomogenitäten im Behandlungsfeld erzielen zu können. Die Lamellen sind durch Isolierstreifen d1, d2 zusammengehalten und an ihrem unteren Ende von einer isolierenden keilförmigen Leiste b getragen, an deren Unterseite eine Zahnstange z angebracht ist. Dieser keilförmige Unterteil der Elektrode ist in einer isolierenden Führungsschiene geführt, die innen einen Kontaktstreifen k trägt.
Das Schneckenrad eines (nicht gezeichneten) Getriebes greift in die Zahnstange z ein und ermöglicht das Verschieben der Elektrode in der Führungsschiene, wobei durch den Kontaktstreifen k mehr oder weniger Lamellen m miteinander in leitende Verbindung gebracht werden und so die Kapazitätsfläehe bequem verändert wird. Gegebenenfalls kann der Flächeninhalt der aufeinanderfolgenden Lamellen nach einer bestimmten mathematischen Reihe anwachsen.
Die Führungsschienen h werden zweckmässig paarweise in bestimmtem Abstand voneinander auf dem Behandlungstisch angeordnet, so dass die in ihnen verschiebbaren Elektrodenplatten, zwischen welche die zu behandelnde Person gebracht wird, jeweils mit gleichbleibendem Abstand einander gegenüberstehen, da es bei der Feldbehandlung wichtig ist, die Abstimmung durch Veränderung der Kapazität bei gleichbleibendem Abstand der Feldelektrodenplatten von dem zu behandelnden Körper bzw. Körperteil vornehmen zu können. Dies hat vor allem darin seinen Grund, dass die Art der Einwirkung auf den Körper
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(Erwärmung od. dgl. ) stark vom Zwischenraum zwischen Körper und Elektroden sowie von der durch den Körper verursachten Dämpfung abhängt.
Zur Behandlung von Patienten in grösserer Entfernung vom Generator, was aus vielfachen Gründen oft vorteilhaft ist, wird der Behandlungskreis mit den schon erwähnten Speiseleitungen ! i, ausgestattet, deren Länge zwecks ihrer Abstimmung auf die gewählte Wellenlänge bzw. ihrer Einstellung mit Bezug auf die Resonanzlage, um die Energie zu dosieren, stetig veränderbar ist. Zu diesem Zwecke sind die Speiseleitungen auf in den Ansehlusspunkten des Kreises Lof Ca angeordneten, mit Rückholfedern od. dgl. ausgestatteten Trommeln Tl, T2 aufgespult, von denen sie durch einen gemeinsamen Seilzug P od. dgl. auf die entsprechende Länge abgerollt werden können und die auch selbsttätig in bekannter Weise die Leitungen wieder aufrollen.
Hiedurch ist eine bequeme und genaue Abstimmung der Leitungen bzw.
Dosierung der zwischen den Elektroden EI, E2 sieh ergebenden Strom-oder Feldwirkung ermöglicht.
In besonderen Fällen wird zweckmässig nur einer der beiden Speiseleiter ? i oder 12 zur Energie- übertragung auf den Behandlungskreis verwendet, indem der eine Leiter aufgespult bleibt oder als Gegengewicht verwendet wird, während der andere physikalisch die Rolle eines Eindraht-Speiseleiters übernimmt. In diesem Falle kann auf die Ausbildung stehender Wellen mit der Ausbildung von Knoten und Bäuchen verzichtet werden, wenn der Ankopplungspunkt an den Resonanzkreis L.-C. oder den Generatorkreis L-C einerseits und an den Behandlungskreis anderseits so gewählt wird, dass er zwischen
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licher Länge und gestattet eine verlustfreie Energieübertragung.
Statt des Behandlungskreises L2, LI, E2, Ei kann dann für die Elektrotomie eine Sehneidelektrode (Skalpell od. dgl.) verwendet werden.
Die Gegenelektrode kann entfallen-zum Unterschied von den bisher gebräuchlichen Methoden-, es genügt die Körperkapazität, die eventuell durch eine freie untergeschobene Metallplatte wirkungsvoll unterstützt werden kann. In die Zuleitung zum Skalpell Sw ird zweckmässig eine Drossel D von veränderlichen Eigenschaften eingeschaltet (Fig. 4) und die Einstellung so vorgenommen, dass an der Spitze des Skalpells od dgl. ein Spannungsmaximum auftritt. Auf diese Weise sind alle Schwierigkeiten, die sonst bei der Verbindung chirurgischer Instrumente mit Kurzwellengeneratoren und zumal bei den ganz kurzen Wellen auftreten, beseitigt, vor allem auch die, dass die Schwingungen im Generatorkreis oder in dem mit ihm gekoppelten Resonanzkreis bei Anlegen des Skalpells an den zu behandelnden Körper abreissen oder stark verringert werden.
Wie schon erwähnt, ist zur vollen Ausnutzung der durch die Einrichtung gemäss der Erfindung gebotenen Vorteile, besonders beim die Regel bildenden geschlossenen Zusammenbau, auf das Anbringen der Instrumente, die Führung der Leitungen, die Anordnung der mechanischen Zwecken dienenden Metallteile, wie Träger, Schienen u. dgl., die grösste Sorgfalt zu verwenden.
Die Instrumente werden an den Stellen der elektrischen Kreise und in soleher Lage angebracht, wie es in elektrischer Hinsicht am günstigsten ist, ohne Rücksicht auf Ablesbarkeit od. dgl. ; ihr Ausschlag wird dann durch optische Hilfsmittel auf eine entsprechend angeordnete Fläche, bei pultförmig ganz geschlossenem Einbau zweckmässig auf die obere Pultfläche projiziert. Hiebei kann das Licht der Generatorröhre selbst für die Projektion herangezogen werden.
Bei einem derart gedrängten Zusammenbau ist auch die Kühlung, insbesondere die der Generatorröhre von besonderer Wichtigkeit. Daher ist auch zur Kühlung ein in die Einrichtung eingebauter Ventilator vorgesehen, dessen Motor aber gleichzeitig auch zur zeitlichen Dosierung der Behandlung dient. Zu diesem Zwecke ist der Motor so bemessen, dass er bei den in Betracht kommenden Belastungen konstante Drehzahl behält bzw. als Synchronmotor ausgebildet und mit einem auf dem Schaltpult angeordneten Zählwerk verbunden, das die Dosierung anzeigt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Erzeugung von kurzen Wellen, insbesondere für die elektro-medizinische Kurzwellenbehandlung, wie reine Diathermie, Feldbehandlung und Elektrotomie, dadurch gekennzeichnet, dass die zwecks stetiger Veränderbarkeit der Sehwingungskreise stetig veränderbar ausgebildete Selbstinduktion von zwei an ihren (in der Zeichnung) oberen Enden durch einen flexiblen Leiter (f) oder mehrere gelenkig miteinander verbundene starre Leiter verbundenen kurvenförmigen, etwa kurbelartig gekrümmten und mit ihren längsgerichteten Teilen parallel zueinander angeordneten Bügeln (B"B,) gebildet ist, deren untere Enden um ihre Längsachse schwenkbar tunlichst unmittelbar in den Anschlussstellen (bi,
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82), einander genähert und voneinander entfernt werden können,
wodurch die von ihnen und dem sie verbindenden Leiter (f) umschlossene Fläche entsprechend verändert wird.