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Bei der Verlegung und bei Ausbesserung von elektrischen Kabeln auf der Strecke wird zur Ausfüllung der Verbindungen der Muffen und Endveischlüsse Öl oder ein anderes flüssiges Isoliermittel verwendet, bei ölgefüllten Hochspannungskabeln ist es sogar häufig der Fall, entweder während der eigentlichen Verlegung oder bei Ausbesserungsarbeiten, z. B. wenn fehlerhafte Abschnitte durch neue ersetzt werden, ganze Kabellänge zu evakuieren und an Ort und Stelle mit flüssigem Isoliermaterial zu imprägnieren. Dabei ist es von grosser Wichtigkeit, dass das Öl oder die andere flüssige Isoliermasse, die für die verschiedenen erwähnten Zwecke bei der Verlegung und im Betrieb von elektrischen Kabeln verwendet werden, möglichst frei von Lösungsmittel enthaltenden Gasen sind.
Die Erfindung betrifft nun eine Vorrichtung, mit deren Hilfe es ermöglicht wird, an Ort und Stelle das Öl oder die andere Isolierflüssigkeit vor dem Gebrauch zu entgasen, u. zw. ist der dazu dienende Entgaser einfach in seinem Aufbau, wirksam im Betrieb, und er hat keine beweglichen Teile, so dass alle störenden Zufälle, die durch solche Teile hervorgerufen werden können, vermieden sind.
Die Vorrichtung zum Entgasen von Flüssigkeiten, wie Öl oder andern flüssigen Isoliermassen, besteht aus einer Kammer, einer Pumpe zum Aufrechterhalten eines einwandfreien Vakuums in der Kammer, einer Vorrichtung, der die zu entgasende Flüssigkeit von einer Speisequelle aus zugeführt wird und die, nachdem die Flüssigkeit mechanisch fein verteilt ist, sie in die Vakuumkammer befördert, in der die eintretenden Gase ausgesondert und nachher durch die Vakuumpumpe entfernt werden, und ferner aus einer zweiten Pumpe zum Herauspumpen der entgasten Flüssigkeit aus der Vakuumkammer, vorzugsweise unter erhöhtem Druck.
Die Vorrichtung (Atomeiser) zum Überführen des Öles in fein verteilten Zustand und zum Befördern dieses Öles in die Vakuumkammer, besteht vorteilhaft aus einer Anzahl von Metallkörpern, die in Gestalt einer Säule von Metallringen aufgebaut sind und zwischen oberen und unteren Kopfstücken festgehalten werden. Dabei sind die Ringe der Länge nach mit einem kleinen Abstand der durch dünne abstandhaltende Mittel bewirkt wird, aufgestapelt, so dass dünne, ganz bestimmte Abstände zum Durchlaufen von Flüssigkeit vorhanden sind. Die Ringe dienen zur Aufnahme der Flüssigkeit in ihrem mittleren Teil und zur Verteilung der fein verteilten Flüssigkeit von ihrem Umfang aus in die Vakuumkammer.
Das Öl oder die andere zu entgasende Flüssigkeit wird von einem Speisebehälter durch ein durch die Vakuumkammer zum Atomeiser führendes Rohr zugeleitet, wobei das Ölspeiserohr gegebenenfalls durch einen Erhitzer geführt werden kann. Dadurch kann die Flüssigkeitstemperatur erhöht werden.
Unter der Einwirkung des Vakuums wird dann das Öl von unten her in die Vakuumkammer eingeführt und in den Atomeiser hineingeleitet. In dieser wird die Flüssigkeit in fein verteilten Zustand übergeführt, so dass die Aussonderung der Gase schnell vor sich geht. Die entgaste Flüssigkeit sammelt sich am Boden der Vakuumkammer und wird von da unter erhöhtem Druck durch eine zweite Pumpe herausgeleitet.
Falls die entgaste Flüssigkeit nicht unmittelbar verwendet werden soll, muss sie gesondert aufbewahrt werden. Das kann in Vakuumbehältern mit festen Wandungen geschehen. Man kann sie aber auch in besondern, mit elastischen Wandungen versehenen Behältern aufbewahren.
In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 ist eine Ansicht eines Entgasers gemäss der Erfindung mit den zugehörigen Teilen, die der Einfachheit halber nur schematisch gezeichnet sind.
Fig. 2 ist eine Ansicht des Atomeisers mit bestimmten, im Schnitt gezeichneten Teilen und mit abstandhaltenden Mitteln zwischen den vergrössert dargestellten Ringen.
Fig. 3 ist eine Ansicht des in Fig. 2 dargestellten Atomeisers und Fig. 4 eine schematische Darstelltmg der Anordnung der Abstandhalter.
5 ist ein zylindrisches Gefäss, das vorzugsweise, jedoch nicht notwendigerweise aus Glas besteht.
Wenn das Gefäss aus Glas besteht, kann man den Vorgang im Innern beobachten. Das Gefäss ist oben und unten durch Platten 6 und 7 abgeschlossen, die durch Schraubenbolzen 8 miteinander verbunden sind. Um eine einwandfreie Dichtung des Gefässes mit den Abschlussorganen zu erzielen, sind Dichtungstoffe angeordnet.
Im Innern des Gefässes ist ein Atomeiser 9 vorgesehen, der dazu dient, die zu entgasende Flüssigkeit in fein verteiltem Zustand überzuführen. j ! 0 ist ein Standrohr, das bis über den Flüssigkeitsspiegel im Gefäss 5 hinausragt und das mit einer Vakuumpumpe verbunden ist, wie eine solche schematisch bei 11 dargestellt ist. Der Atomeiser ist auf dem oberen Ende eines Rohres 12 angebracht, das durch die Grundplatte 7 des Gefässes hindurch zum Flüssigkeitsbehälter 13 führt. In diesem Flüssigkeitsbehälter befindet sich die zu entgasende Flüssigkeit. Der Behälter 13 ist offen, so dass die in ihm befindliehe Flüssigkeit der freien Luft ausgesetzt ist. Die vom Behälter 13 in den Atomeiser fliessende Flüssigkeit wird oder kann in passender Weise erhitzt werden, z.
B. durch den elektrischen Heizkörper-M, der in beliebiger
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Weise ausgebildet sein kann. Nachdem die Flüssigkeit entgast ist, wird sie aus dem Gefäss durch eine Pumpe 15, die der Einfachheit halber durch ein Handrad 16 betätigt wird, herausgeleitet. Durch die Pumpe wird vorteilhaft unter erhöhtem Druck die Flüssigkeit in den Behälter 17 hineingeführt. In dem Saugrohr der Pumpe befindet sich ein Ventil J. S, welches zum Behälter 17 hin sich öffnet, wenn die Pumpe arbeitet und ferner befindet sich in der Rohrleitung ein Manometer 18a. 19 (Fig. 2) zeigt das Fundament des auf dem oberen Ende des Rohres 12 angebrachten Atomeisers.
In das Fundament ist eine Platte 20 eingebettet und zwischen dieser Platte und dem Fundament ist eine Kammer 21 gebildet, die für alle Teile des Atomeisers gemeinsam ist. Jeder dieser Teile des Atomeisers besteht aus einem Stapel von diinnen Metallringen 22, die mit kleinem Abstand übereinandergestapelt sind. Zur Schaffung der Abstände zwischen den Ringen dienen dünne Kupferdrähte 23. Die Anordnung der Kupferdrähte ist schematisch in Fig. 4 dargestellt, in der drei solcher Drähte vorgesehen und im Winkel von 1200 gegeneinander versetzt sind. In Fig. 2 sind die Abstände zwischen den Ringen wegen der Erhöhung der Deutlichkeit der Figuren vergrössert dargestellt. Die Ringe werden in axialer Lage durch einen zentralen Bolzen 24, der eine Anzahl radialer Arme bzw. Rippen 25 hat, gehalten.
Jeder Bolzen ist seinerseits mit einer zentralen Bohrung zur Aufnahme eines weiteren Bolzens 26 versehen, welcher die Kopfplatte 27 mit der Grundplatte 20 verbindet. Die Platte 20 und auch die in sie eingebettete Platte haben so viele Öffnungen, wie Ringstapel vorhanden sind und in jede Öffnung ist ein perforiertes Blech 28 eingelegt, welches als Sitz für die Haltebolzen dient und infolge seiner Perforierung der Flüssigkeit den Weg von der Kammer 21 in die Mitte des Stapels freilässt, von wo es später zwischen den Ringen hindurch herabfliesst und dadurch in fein verteiltem Zustand überfÜhrt wird. Am Kopfende des Gefässes. 5 befindet sich ein kurzes Rohr mit einem Ventil 29.
Dieses Rohr dient zum Anschluss an eine zweite Vakuumpumpe oder dazu, das Vakuum in dem Gefäss durch Luftzufuhr, wenn das aus irgendeinem Grunde angestrebt wird, aufzuheben.
Im Betriebe wird die Vakuumpumpe angestellt und saugt das Gefäss 5 leer. Die Verminderung des Druckes verursacht, dass Flüssigkeit vom Behälter 13 in die Kammer 21 hinein und dann in den zentralen Raum jedes Ringstapels fliesst. Zwischen den in geringem Abstand voneinander entfernten Ringen wird die Flüssigkeit in fein verteilten Zustand überführt wobei Luft und andere Gase, die in der Flüssigkeit enthalten sind, frei und durch die Vakuumpumpe abgesaugt werden. Die Flüssigkeit sammelt sich auf dem Boden des Gefässes und wird durch die Pumpe 15 herausgepumpt. Um Verstopfung der kleinen Zwischenräume zwischen den Ringen zu vermeiden, ist es erforderlich, das 01 vor der Entgasung sorgfältig zu filtern.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Einrichtung zum Entgasen von Flüssigkeiten, z. B. von Ölen oder andern flüssigen Isoliermitteln, gekennzeichnet durch eine mit einer Vakuumpumpe verbundene Kammer und einen aus in bestimmtem Abstand übereinanderliegenden Körpern bestehenden Verteiler, in dem die zu entgasende
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in die unter Vakuum stehende Kammer einströmen, in der die in der Flüssigkeit enthaltenen Gase freigemacht und durch die Vakuumpumpe entfernt werden.