AT129731B - Kupfer-Aluminium-Legierung. - Google Patents

Kupfer-Aluminium-Legierung.

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AT129731B
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Otto Dipl Ing Kamps
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Otto Dipl Ing Kamps
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   Die Erfindung betrifft eine Kupfer-Aluminium-Legierung mit einem Kupfergehalt von 2-5%, der   zw eckmässig   ein geringer Silberzusatz von höchstens 1% gegeben ist. Die Erfindung besteht darin, 
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 beständigkeit besteht. Vorteilhaft erhält die erfindungsgemässe Legierung einen weiteren Zusatz von Nickel. Dieser Zusatz soll in Verbindung mit dem Silber der   Legierung eine sehöne   Silberfärbung mitteilen, die durch den Zusatz von Thallium haltbar gemacht werden soll. Ein weiteres Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass der angegebenen Legierung zur Verbesserung der Härteeigenschaften noch ein Zusatz von Vanadium oder Palladium gegeben wird. 



   Es hat sich aber gezeigt, dass bei Herstellung von Halbzeugen die Verwendung von Zirkon an Stelle von Vanadium oder Palladium vorteilhaft ist, weil dadurch die Legierung reicher wird, so dass das Walzen und Ziehen ohne Aufwendung einer neuen Hitze gleich   durchzuführen   ist. 



   Durch das Zirkon erfährt die Warmfestigkeit eine erhebliche Steigerung und die Verarbeitungs-   möglichkeit   durch Walzen,   Sehmieden,   Pressen, Ziehen und Drücken erhöht sich, ohne dass die Legierung in ihren sonstigen Eigenschaften, besonders in der   Anlaufbeständigkeit,   herabgemindert wird. 



   Bei der Legierung mit einem Zusatz von Vanadium oder Palladium hat sich herausgestellt, dass sobald im Verlauf des Walzprozesses die Temperatur unter   4500 C sinkt,   die Halbzeuge infolge der nun beginnenden Kaltverarbeitung bald ihre   Verformungsgrenze erreichen. Sie werden rissig, quer   zur Walzriehtung, neigen sehr zur Kantenrissbildung, reissen an den Rändern ein und zacken aus. Der Zirkonzusatz verhindert diese Übelstände und   ermöglicht   eine weitere Verarbeitung in einer einzigen Wärme herunter bis zu Stärken von wenigen Millimetern, so dass also ein Fertig alzen oder-ziehen ohne neue Hitze möglich ist. 



   Für die erfindungsgemässe Legierung kommen folgende Mengenverhältnisse in Betracht : Kupfer 2-5%, Silber 0-2-1%, Thallium 0-02-0-2%. Der Rest der   Legierung   besteht aus Aluminium mit den   handelsüblichen   Eisengehaltsmengen. Ein Zusatz von Nickel liegt in dem Mengenverhältnis von   0-2-0-8%   oder Kupfer und Nickel in einer Gesamtmenge von etwa 5%. Der Zusatz von Vanadium oder Palladium beträgt   etwa 0-1%.   An Stelle von Vanadium oder Palladium wird Zirkon in einer Menge von   0-1-0-2%   zugesetzt. 



   Einen Bestandteil der Erfindung bildet ein Verfahren zur Erhöhung der Anlaufbeständigkeit der neuen Legierung, das sich dadurch kennzeichnet, dass die Legierung im flüssigen Zustande, bei einer Temperatur von ungefähr   7500 C   einer Raffinierung und Reinigung durch Strontiumchlorid unterzogen wird. Das   Strontiumehlorid   wird hiebei vorteilhaft, nachdem die Schmelze ungefähr 5-10 Minuten ohne Berührung gestanden hat, in einer Aluminiumpatrone zugesetzt, u. zw. am Boden der Schmelze eingeführt, worauf das Bad mehrere Male gut durchgerührt und   anschliessend   sauber abgekrammt wird. 



   Die Legierung ist äusserst anlaufbeständig und zeigt keine Neigung zum   Schwarzwerden,   im Gegensatz zu reinen Silberlegierungen, bei deren Gebrauch das   Schv. arzwerden   stets als lästig empfunden wird. Dieser Nachteil der reinen   Silberlegierungen schliesst   deren Verwendung für manche Gebiete gänzlich aus. Die erfindungsgemässe Legierung ist ferner sehr gut verarbeitbar und kommt an Farbe, Festigkeit und Härte den heute gebräuchlichen Silber-Kupfer-Aluminiumlegierungen zum mindesten 

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 gleich und übertrifft diese sogar in manchen Beziehungen. Sie ist z. B. gegen schwefelhaltige Atmosphären weitgehendst anlaufbeständig und übertrifft darin Sterlingsilber und reines Silber.

   Die Legierung lässt sich als Sand-,   Kokillen-und Spritzguss   bis zu feinsten Wandstärken ausgiessen und weist dann Festigkeiten auf, die denen von Messing in gegossener und gewalzter Qualität gleichkommen. Die Legierung ist auch weitgehend tiefziehfähig und eröffnet der Geschirr-, Dekorations-und Beleuehtungsindustrie ein weites Feld der Verwendung. Sie besitzt ein äusserst gleichmässiges feinkristallinisehes Gefüge. Die Halbfabrikate der Legierung lassen sich in allen Längen und Breiten auswalzen und schmieren nicht bei der Verarbeitung,
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kupfer-Aluminium-Legierung mit 2-5% Kupfer und einem geringen Silbergehalt, gekennzeichnet durch einen Zusatz von   0'02-0-2%   Thallium.

Claims (1)

  1. 2. Legierung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Zusatz von 0'2-0'8% Nickel.
    3. Legierung nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Zusatz von etwa 0-1% Palladium oder Vanadium.
    4. Legierung nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Zusatz von Zirkon.
    5. Verfahren zur Erhöhung der Anlaufbeständigkeit der Legierung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung im flüssigen Zustande, bei einer Temperatur von etwa 750 C einer Raffinierung und Reinigung durch Strontiumchlorid unterzogen wird.
AT129731D 1930-03-03 1931-02-16 Kupfer-Aluminium-Legierung. AT129731B (de)

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