CH155178A - Aluminiumlegierung. - Google Patents

Aluminiumlegierung.

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CH155178A
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      Aluminiumlegierung.       Die Erfindung     betrifft    eine Aluminium  Kupfer-Leichtmetallegierung, bei welcher der       Kupfergehalt    2     bis        5%        beträgt.        Ausserdem     besitzt die Legierung noch einen geringen       Silbergehalt        von        höchstens        1%.        Die        Legie-          rung    gemäss der Erfindung ist dadurch ge  kennzeichnet, dass sie einen Zusatz von       Thallium    enthält, dessen Mengengehalt 0,

  02       bis        0,2%        beträgt.        Durch        diesen        Zusatz        lassen     sich gegenüber den bekannten Aluminium  legierungen eine Reihe wertvoller Eigenschaf  ten, beispielsweise eine hohe Anlaufbestän  digkeit, erzielen. Vorteilhaft erhält die neue  Legierung einen weiteren Zusatz von Nickel.  Durch diesen Zusatz kann, in Verbindung  mit dem Silber, der Legierung eine schöne  Silberfärbung verliehen werden, die durch  das     Thallium    haltbar gemacht werden soll.

    Es sind zwar auch schon     Aluminium-Nickel-          legierungen    bekannt, jedoch weisen diese  nicht dieselbe Zusammensetzung auf und  daher auch nicht deren     vorteilhafte    Eigen  schaften.    Die Legierung kann ausserdem noch Va  nadium oder Palladium enthalten, wodurch  die Härte des Materials beeinflusst werden  kann.  



  Es hat sich aber gezeigt, dass bei Her  stellung von Halbfabrikaten die Verwendung  von     Vanadium    oder Palladium nicht vorteil  haft ist, sondern an deren Stelle sich ein  Zusatz von     Zirkon    empfiehlt, weil dadurch  die Legierung weicher wird, so dass das  Walzen und Ziehen ohne Aufwendung einer  weiteren Hitze durchführbar wird.  



  Durch das     Zirkon    erfährt die Warmfestig  keit eine. erhebliche Steigerung und die Ver  arbeitungsmöglichkeit durch Walzen, Schmie  den, Pressen, Ziehen und Drücken erhöht  sich, ohne dass die Legierung in ihren sonsti  gen Eigenschaften, wie gegebenenfalls in der       Anlaufbeständigkeit,    herabgemindert wird.  



  Bei der Legierung mit einem Zusatz von       Vanadium    oder Palladium hat sich nämlich  herausgestellt, dass, sobald im Verlauf des       Walzprozesses    die Temperatur unter 4501 C      sinkt, die Halbfabrikate infolge der nun be  ginnenden Kaltverarbeitung bald ihre     Ver-          formungsgrenze    erreichen. Sie werden rissig,  besonders quer zur Walzrichtung, neigen sehr  zur     Kantenrissbildung,    reissen an den Rändern  ein und zacken aus. Bei     Zirkonzusatz    treten  diese Übelstände nicht auf. Hierbei wird eine  Verarbeitung bis zu den Stärken von weni  gen Millimetern in einer einzigen Wärme  möglich, so dass also ein Fertigwalzen oder  -Ziehen ohne neue Hitze möglich ist.  



  Bei der Zusammensetzung der neuen Le  gierung kommen vorwiegend folgende     Mengen-          verhältnisse        in        Betracht:        Kupfer        --2        bis        5%,          Silber        0,2        bis        1%;

          Thallium        0,02        bis        0,2        %.     Der Rest der Legierung kann aus Aluminium  mit den handelsüblichen     Eisengehaltsmengen     bestehen.

   Ein eventueller Zusatz von Nickel  kann in dem Mengenverhältnis von 0,2 bis       0,8%        oder        Kupfer-        und        Nickel        in        einer        Ge-          samtmenge        von        etwa        5%        liegen.        Ein        even-          tueller    weiterer Zusatz von     Vanadium    oder       Palladium        kann    

      0,1        %        betragen.        An        Stelle     von     Vanadium    oder Palladium kann     Zirkon          in        einer        Menge        von        0,1        bis        0,2        %        zugesetzt     werden.  



  Die Erfindung erstreckt sich auch auf ein  Verfahren zur Herstellung der Legierung, das  dadurch gekennzeichnet ist,     dass.    die Bestand  teile der     Legierung    verschmolzen und bei  einer Temperatur von etwa 7500 C einer       Raffinierung    durch     Strontirim-Chlorid    unter  zogen werden. Durch dieses Herstellungsver  fahren erhält man ein Metall, das besonders  hohe Anlaufbeständigkeit besitzt.

   Bei dein  Verfahren gemäss der Erfindung kann das       Strontium-Chlorid,    vorteilhaft nachdem die  Schmelze ungefähr 5 bis 10 Minuten ohne  Berührung gestanden hat, in einer Aluminium  patrone zugesetzt, und zwar am Boden der  Schmelze eingeführt werden, worauf das Bad  zweckmässig mehrere Male gut durchgerührt  und anschliessend sauber abgeschöpft wird.  



  Die neue Legierung 'zeigt vorwiegend ge  ringe Neigung zum Schwarzwerden, im Ge  gensatz zu Silberlegierungen, bei deren Ge  brauch das Schwarzwerden stets als lästig    empfunden wird. Dieser Nachteil der Silber  legierungen schliesst deren Verwendung für  manche Gebiete gänzlich aus. Die neue Le  gierung ist gegen jeden     Wi.tterungseinfluss,     und auch gegen schwefelhaltige Atmosphären  meist weitgehend anlaufbeständig und über  trifft darin     Sterlingsilber    und reines Silber.

    Es lassen sich Legierungen herstellen, die  sehr gut     verarbeitbar    sind, an Farbe, Festig  keit und Härte den heute gebräuchlichen       Silber-Kupfer-Aluminiumlegierungen    zum min  desten gleichkommen, diese sogar in manchen  Beziehungen     übertreffen    und zum Beispiel als  Sand-, Kokillen- und     Spritzguss    bis zu feinsten  Wandstärken     vergiessbar    sind, und dann       Festigkeiten    aufweisen, die denen von Messing  in gegossener und gewalzter Qualität gleich  kommen.

   Die neue Legierung ist auch meist  weitgehend     tiefziehfähig    und eröffnet dadurch  der Geschirr-,     Dekorations-    und Beleuchtungs  industrie ein weites Feld der Verwendung.  



  Sie besitzt vorwiegend ein äusserst gleich  mässiges feinkristallinisches Gefüge. Die     Halb-          fahrikate    der Legierung lassen sich in allen  Längen und Breiten auswalzen und schmieren  nicht bei der Verarbeitung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Aluminium - Kupfer - Leichtmetallegierung mit 2 bis 5 % Kupfer und höchstens 1% Silber, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0,02 bis 0,20% Thallium enthält. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Legierung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0,2 bis 0,8 % Nickel enthält. 2. Legierung nach Patentanspruch 1 und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie noch 0,10% Palladium enthält. 3. Legierung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie noch 0,1% Vanadium enthält. 4.
    Legierung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie noch 0,1 bis 0,2% Zirkon enthält. PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung der Legierung gemäss Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Bestandteile der Legierung verschmolzen und bei einer Temperatur von etwa<B>750"</B> C einer Raffinierung durch Stron- tium-Chlorid unterzogen werden.
CH155178D 1930-03-03 1931-02-16 Aluminiumlegierung. CH155178A (de)

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