AT128719B - Kohlemikrophon und Verfahren zu seinem Zusammenbau. - Google Patents
Kohlemikrophon und Verfahren zu seinem Zusammenbau.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Kohlemikrophon und Verfahren zu seinem Zusammenbau. Die Erfindung bezieht sich auf Mikrophone und insbesondere auf Mikrophone solcher Art, die ein bewegliches Glied bzw. eine Membran und eine Körnerkammer enthalten. Der Hauptzweck der Erfindung ist die Erzeugung eines Mikrophons, das einfach konstruiert ist und das für die Sprechlaute äusserst empfindlich ist und sie getreu wiedergibt. Die Erfindung betrifft ein Kohlemikrophon, das eine feste, rückseitige Elektrode aufweist, die mit den Kohlekörnern, die sich in einer aus einem einzigen Stuck bestehenden, biegsamen Kohlekörner- kammer befinden, Kontakt macht, und besteht darin, dass die Körnerkammer (mittelbar oder unmittelbar) an die Mikrophonmembran angegliedert ist. In den Fig. 1 und 2 der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, wobei beide Figuren Schnitte darstellen. Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Mikrophonmembran 1, die konisch geformt ist, aus Duraluminium oder anderm leichten Metall oder einer Legierung hergestellt und in der Mitte durch radiale Rippen oder Riefen 2 versteift. Die Körnerkammer 3, die im wesentlichen zylindrisch geformt ist, ist aus leichtem und biegsamem Material, z. B. Seide, Zelluloseazetat od. dgl., hergestellt und mit der Membran 1 verbunden. Im Falle der Verwendung von Seide oder ähnlichen Materials wird das Gewebe entsprechend behandelt oder imprägniert, damit es seine Form, die in einem einfachen Pressarbeitsgang hergestellt werden kann, beibehält. Vorzugsweise sind die Wände entsprechend steif, um die Membranbewegung entsprechend auf das hintere Ende zu übertragen. Im vorderen Ende der Körnerkammer 3 ist ein Reif gebildet, der vorzugsweise an der Innenfläche der Membran 1 um eine in derselben gebildeten Öffnung 5 mittels einer Befestigungslösung, z. B. Zelluloseazetat, angebracht ist, um die Körnerkammer mit der Membran zu verbinden. Die Körnerkammer kann mit einer Papierauskleidung versehen sein. Die Vorderelektrode 4 besteht aus einem dünnen Metallbecher, und die Innenfläche dieses Bechers, die mit den Körnern in der Kammer 3 Kontakt macht, ist mit einem leitenden Material, z. B. Gold, überzogen, um Rostbildung zu verhindern. Der Becherteil der Elektrode 4 ist so eingerichtet, dass er in eine Mittelöffnung 5 in der Membran 1 hineingeschoben werden kann, nachdem die Körner in die Kammer 3 eingesetzt worden sind, und wird durch eine Mehrzahl von Zungen 6 in Stellung gehalten, wobei diese Zungen durch Löcher 7 in der Membran hindurchragen und über einen Aluminiumkragen bzw.-ring gebogen sind, der als zusätzliches Befestigungsmittel für die Kammer 3 dient. Die rückwärtige Elektrode 9, die aus einem geeigneten Material, z. B. Messing, hergestellt ist, das auf der blossgelegten Fläche in gleicher Weise wie die vordere Elektrode überzogen ist, ist innerhalb der Körnerkammer montiert und besitzt einen mit Gewinde versehenen Fortsatz oder Stiel 10, der durch eine Öffnung im Rückteil der Körnerkammer 3 hindurchragt. Die Mikrophonmembran und Körnerkammer werden zusammengebaut, indem zuerst die rückwärtige Elektrode innerhalb der Körnerkammer montiert wird, die sodann in der bereits beschriebenen Weise an die Membran befestigt wird, worauf die Körner in die Körnerkammer eingefüllt und hierauf die abnehmbare Vorderelektrode in die Öffnung in der Membran eingesetzt wird. In dem konischen Mikrophongehäuse 11 aus Messing sind die Membran und die Körnerkammer 3 untergebracht, wobei die Membran zwischen zwei Klemmringen 12 und 13 gehalten wird und die rück- <Desc/Clms Page number 2> wärtige Elektrode 9 an dem Mikrophongehäuse H in der nachfolgend beschriebenen Weise starr befestigt ist. Eine isolierende, abstandhaltende Beilagscheibe 14 wird zuerst auf den Elektrodenstiel 10 aufgeschraubt, damit sieh die Körnerkammer zusammen mit der Membran bewegen kann, sobald das Mikrophon zusammengebaut worden ist, und sodann wird eine weitere Beilagscheibe 75 aus Isoliermaterial auf den Stiel aufgetrieben, der an dieser Stelle gekordelt oder gekerbt ist, um zu verhindern, dass sich die Beilagscheibe auf dem Stiel dreht. Die Beilagscheibe 7 ist mit zwei Schlitzen oder Öffnungen 16 versehen, in die zwei diametral gegenüberliegende, aus dem Gehäuse 11 herausgepresste Zungen 17 eingreifen, wenn der Stiel 10 durch das Loch 7S im Ruckteil des Gehäuses gesteckt wird. Der Durchmesser des Loches 18 ist derart bemessen, dass der Stiel 10 mit dem Gehäuse nicht in Berührung kommt. Eine Isolierbeilagscheibe 19 ist über den durch das Gehäuse 11 herausragenden Stiel 10 geschoben, und durch Anziehen einer Messingbefestigugsmutter 20 wird die rückwärtige Elektrode fest an dem Gehäuse li gehalten. Es ist zu ersehen, dass die Beilagscheibe'1. 5 im Zusammenwirken mit den Zungen 17 einen doppelten Zweck erfüllt, u. zw. verhindert sie einerseits, dass sich die Elektrode 9 dreht, wenn die Mutter, 2C angezogen ist, und anderseits hält sie den Stiel in der Mittellage mit Bezug auf das Loch 18 im Gehäuse. EMI2.1 der Membran eingesetzt werden, um die letztere zu dämpfen. Eine dünne Schutzplatte 22 aus Zelluloseazetat od. dgl. Material ist über die Membran eingesetzt, und über das Ganze ist ein mit Sehallöehern versehener Messingdeckel 23 aufgebracht, dessen Rand umgelegt ist, um die Membran zwischen den Klemmringen 12, 7'3 zu halten. In der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsart ist die Anordnung derart, dass die biegsame Körnerkammer 3 und die rückwärtige Elektrode 9 auf der Membran 1 zusammengebaut werden, bevor diese in das Gehäuse 11 eingesetzt wird, jedoch wird die Kohlenkornerladung eingesetzt und die Vorderelektrode 4 in die Öffnung in der Membran geschoben, nachdem diese im Gehäuse zusammengebaut worden ist. EMI2.2 ihrer Lage am Gehäuse 11 festzuhalten. Auch kann die rückwärtige Elektrode und die Hülse. 24 mittels einer durch die Wandung des Gehäuses11 durchgehenden Befestigungssehraube einstellbar befestigt werden. Die Vorderelektrode 4 wird in die Membran 1 hineingeschoben, nachdem diese im Gehäuse 11 zusammengebaut worden ist und nachdem die Kohlekörner in die Kammer 3 eingesetzt worden sind. Am Gehäuse 11 ist hinter der Membran und anstossend an deren Verbindung mit der Kammer 3 eine EMI2.3 Die Elektrode f kann mittels Zelluloseazetat oder einer ändern Befestigungslösung an der Membran 7 befestigt werden und kann durch Zungen, die aus einem auf der ändern Seite der Membran befindlichen Kragen herausragen, festgehalten werden, wobei die Zungen durch Schlitze in der Membran hindurchgehen und über den Rand der Vorderelektrode herumgeboen werden. Andere Ausführungsarten ergeben sich ohne weiteres von selbst. Es kann z. B. die Membran ohne einer Mittelöffnung gebildet und die Vordereloktrode an der rückwärtigen Seite der Membran befestigt werden, indem sie durch Öffnungen in der Membran an einen dünnen Ring an der Aussenseite der letzteren punktgeschweisstwird. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Kohlemikrophon mit fester rückseitiger Elektrode, die mit den Kohlenkörnern, die sich in EMI2.4 membran (1) angegliedert ist.
Claims (1)
- 2. Mikrophon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Körnerkammer (. 3) ans festen Wänden btsteht, die an einem Mittelteil der Membran (1) mittelbar oder unmittelbar angebracht sind und denselben unmittelbar umgeben, sowie einem biegsamen rückwärtigen Ende, das ringförmig über den Umfang der befestigten Rückelektrode (9) ragt und derartig montiert ist, dass sich die Wände der Körnerkammer zusammen mit der Membran (1) bewegen.3. Mikrophon nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Rückelektrode innerhalb der Körnerkammer anstossend an deren rückwärtigem Ende montiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückelektrode einen Fortsatz (10) besitzt, der durch das rückwärtige Ende der Körnerkammer (3) geht, wobei Befestigungseinrichtungen (z. B. 20, 19 oder 24) vorgesehen sind, um die rückwärtige Elektrode in ihrer Lage am Mikrophongehäuse (11) starr festzuhalten.4. Mikrophon nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das rückwärtige Ende des Mikrophongehäuses (11) eine Öffnung (18) enthält, durch die der Fortsatz (10) auf der Rückelektrode (9) <Desc/Clms Page number 3> hindurchgeht, wobei eine über den Fortsatz (10) aufgesetzte Befestigungsmutter (20) und Beilagscheibe (19) vorgesehen sind, um das rückwärtige Ende der Körnerkammer und die Rückelektrode (9) EMI3.1 5.Mikrophon nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine an den Fortsatz (10) der RÜckelektrode (9) starr befestigte und Schlitze oder Ansätze (16) aufweisende, isolierte Einstellungs- beilagscheibe (15) vorgesehen ist, die !. eim Zusammenbau des Mikrophons anstossend an das rückwärtige Ende des Mikrophongehäuses montiert wird, das Festhalteeinrichtungen (17) besitzt. die mit Schlitzen oder Ansätzen (16) auf der isolierten Beilagscheibe (15) in Eingriff kommen, um die Rückelektrode und die Körnerkammer in ihrer zusammengebauten Lage zu erhalten.6. Mikrophon nach Anspruch 3, dadurch gekennzecihnet, dass das Mikrophongehäuse einen äusseren hohlen Flanseh aufweist, in dem eine an den Fortsatz fez der Rückelektrode (9) befestigte Isolierhülse (24) fest montiert ist, um die Rückeiektrode (9) in einer befesrigten Stellung an dem Mikrophongehäuse (11) zu erhalten.7. Mikrophon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem eine an der Innenfläche der Mikrophonmembran angebrachte Vorderelektrode vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderelektrode einen dünnen Metallbecher (4) aufweist, der innerhalb einer in der Membran (1) gebildeten Öffnung (5) montiert ist.8. Mikrophon nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderelektrode (4) auf der Membran (1) abnehmbar montiert ist, wobei Befestigungseinrichtungen (z. B. 7) vorgesehen sind, um die Vorderelektrode (1) und bzw. oder die Körnerkammer (3) an der Membran (2) starr zn befestigen.9. Mikrophon nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die biegsame Körnerkammer (3) aus Seide oder Zelluloseazetat hergestellt ist.10. Mikrophon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderelektrode und bzw. oder die Körnerkammer an die Membran durch eine Befestigungslösung, wie z. B. Zelluloseazetat, angeschlossen wird.11. Mikrophon nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Körnerkammer aus Seide gebildet ist, die entsprechend behandelt ist, damit sie ihre besondere Form beibehält.12. Verfahren zum Zusammenbau der Membran und Kornerkammer für Mikrophone der Körnerart nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Elektrode (9) innerhalb der biegsamen Körnerkammer (3) montiert wird, letztere sodann an die Membran (1) derartig befestigt wird, dass sie eine in der Membran (1) gebildete Öffnung (S) umgibt, worauf die Körner innerhalb der Kammer (. 3) eingesetzt werden und sodann ein die andere Elektrode bildendes abnehmbares Glied (1) in die Öffnung (5) eingesetzt wird.13. Mikrophon nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderelektrode erst nach Einbau der Membran im Mikrophongehäuse eingeführt wird und dass das Mikrophongehäuse hinter der EMI3.2
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