<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Ein-bzw. Auffüllung von zerkleinertem Holz od. dgl. in Zellstoffkocher und bezweckt, eine rasche Einfüllung in Verbindung mit einer gleichförmigen Verteilung des zerkleinerten Holzes im Kocher zu ermöglichen.
Der Erfindung liegt das bekannte Prinzip zugrunde, dass das aus dem Speisetriehter durch den Hals des Kochers einströmende zerkleinerte Holz nicht geradeaus in die Mitte des Kochers niederfallen darf, sondern von einem oberhalb des Kocherhalses angeordneten Führungsorgan, das den Holzstrom über den Querschnitt des Kochers verteilt, aufgefangen wird, welches Führungsorgan nach vorgenommener Füllung des Kochers aus demselben entfernt werden kann.
Zu diesem Zweck hat man schon die Anwendung von Sehleudervorriehtungen vorgeschlagen, die als ein festes Ganzes durch den Kocherhals einführbar sind. Solche Vorrichtungen sind z. B. Luftschrauben oder Schaufelräder.
Das Führungsorgan gemäss der Erfindung ist als eine oder mehrere zusammenklappbare Rinnen ausgebildet, die im aufgeklappten Zustande breiter als der Durchmesser des Kocherhalses sind, im zusammengeklappten Zustande aber durch den Kocherhals geführt werden können. Die Rinne ist erfindungsgemäss schwenkbar mit ihrer Drehachse verbunden, so dass sie eine vertikale Lage während des Einführens in den Kocher einnehmen kann. Hienach verschiebt sie sich seitlich soviel, wie erforderlich ist, um das über die zweckmässig abgeschrägte Endpartie des Verteilers auf den Boden des Kochers herunterfallende zerkleinerte Holz über die ganze Querschnittfläehe des Kochers gleichmässig zu verteilen.
Die Drehgeschwindigkeit wird verhältnismässig niedrig gehalten, weil es nicht beabsichtigt ist, das zerkleinerte Holz wie bei den bekannten Vorrichtungen herumzuwirbeln, sondern dasselbe in einem gleichmässigen Strom über die Rinne zu führen. Durch die Zusammenklappbarkeit und die Drehbarkeit der Rinne ist es möglich, derselben, praktisch genommen, beliebige Breiten- und Längsabmessungen zu geben, wodurch ein Auffangen des ganzen durch den Kocherhals niederfallenden Holzstromes sowie auch die für die Beschickung richtige Neigung erzielt werden kann.
Luftsehraube wie Schaufelrad haben entweder den Nachteil, dass, wenn sie von oben her durch den Kocherhals einführbar sind, sie einen so geringen Durchmesser haben müssen, dass sie nicht bis an die Innenwand des Kochers reichen, oder, falls sie diesen Übelstand nicht aufweisen, durch den Kocher- hals wegen ihres zu grossen Durchmessers nicht eingeführt werden können. Demgegenüber liegt also ein wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung darin, dass bei dieser das Verteilungsorgan sowohl von oben her eingeführt werden kann als auch nachher im aufgeklappten Zustand bis an die Innenwand des Kochers reicht.
Während die Luftschraube bzw. das Schaufelrad ein festes Ganzes darstellen und daher den jeweiligen Bedürfnissen nicht angepasst werden können, gestattet die Rinne gemäss vorliegender Erfindung weiters, die für den in den Kocher eintretenden Holzstrom günstigste Form, Breite und Neigung einzustellen.
Es ist ausserdem einleuchtend, dass durch eine Luftschraube bzw. ein Schaufelrad nicht alle Teilchen aufgefangen und an die Innenwand des Kochers geleitet werden können, da ein grösserer Teil des Materials auch in der Nähe der Achse durchfallen wird. Im Gegensatz hiezu nimmt die Rinne gemäss der Erfindung des Anmelders alle Holzteilchen auf und leitet sie verlässlich nach aussen. Luftschraube bzw. Schaufelrad können nur mit Schleuderwirkung arbeiten, wenn man nicht riskieren will, dass der grösste Teil des Holzes in den zentralen Teil gelangt. Wird jedoch der Holzstrom gegen die Wandungen des Kochers geschleudert, so werden die Holzsplitter bei ihrem Herabfallen von der Reibung an den Wandungen gebremst und lagern sich infolgedessen sehr sanft, ohne dass die für die gute Ausnutzung des Kochervolumens erforderliche Pressung erreicht werden kann.
Ausserdem verursacht das durch die Zentrifugalwirkung bedingte Verwirbeln des Holzstromes eine ungleichmässige Verteilung des Holzgutes. Im Gegensatz hiezu soll durch'die Rinne gemäss vorliegender Erfindung keine Sehleuder-, sondern nur eine Führungswirkung ausgeübt werden, so dass die Holzteilehen bei mässiger Rotationsgesehwindigkeit der Rinne im Kocher richtig verteilt werden.
Die Erfindung ist auf den Zeichnungen in einigen beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt.
Fig. 1 ist ein senkrechter Querschnitt durch den Speisetriehter und den Kocher und zeigt auch eine Ansieht der Führungsrinne und der Drehvorrichtung der letzteren. Fig. 2 und 3 sind Querschnitte, Fig. 4 eine Seitenansicht und Fig. 5 ein Grundriss der ersten Ausführungsform der Rinne, derselben Ausführungsform, die in Fig. 1 eingezeichnet worden ist. Fig. 6 und 7 geben die Grundzüge einer zweiten Ausführungsform im Querschnitt an, Fig. 8 und 9 wieder diejenige einer dritten Ausführungsform.
Fig. 10 ist eine Seitenansicht, den Fig. 6-9 entsprechend, aber in kleinerem Massstabe. Fig. 11 und 12 wie auch die Fig. 13 und 14 zeigen eine vierte und fünfte Ausführungsform in gleicher Weise wie die Fig. 6-9 und die Fig. 15 eine entsprechende Seitenansicht. Fig. 16 und 17 sind Querschnitte durch eine sechste
<Desc/Clms Page number 2>
Ausführungsform und Fig. 18 eine entsprechende Seitenansicht. Fig. 19,20 und 21 veranschaulichen schliesslich im Grundriss wie im Seiten-und Endriss eine letzte Ausfiihrungsform, laut welcher die Führungsrinne aus zwei verschiedenen diametral entgegengesetzten Einzelrinnen besteht. In Fig. 19 wird nur
EMI2.1
Neigung im Kocher hält.
Sämtliche Abbildungen sind, wie oben erwähnt, schematisch und bezwecken nur eine Darlegung des Erfindungsgedankens. Rein bauliche Einzelheiten sind fortgelassen.
In Fig. 1 bezeichnet 1 den Kocher und 2 den Speisetrichter. Oberhalb des Kochers 1 und gleich- achsig mit diesem ist eine Welle 3 in geeigneter Weise gelagert. Am unteren Ende dieser Welle ist die Führungsrinne 4 befestigt. Die Welle 3 wird in beliebiger Weise in Umdrehung versetzt, beispielsweise durch eine Zahnradübertragung 5-6 und eine Riemscheibe 7. Das aus dem Speisetrichter 2 herabfallende zerkleinerte Holz wird von der Rinne 4 aufgefangen und von dieser während der Drehung der Welle 3 in den Kocher längs einer theoretisch genommen kreisrunden Linie hingeleitet.
Die Erfindung liegt in der Führungsrinne selbst, weswegen nun diese näher beschrieben werden soll. Eine Rinne laut Fig. 2-5 besteht aus zwei halbzylindrischen Blechkörpern 8 und 9, zwischen welche ein aus den Blechen 10 und 11 bestehendes versteifendes Blechkreuz angebracht worden ist. Der untere Blechkörper 8 ist an seinem einen Ende 12 länger wie der obere Blechkörper 9. Das Blechkreuz 10-11 erstreckt sich nur über die Länge des oberen Blechkörpers 9.
Nun gilt als allgemeine Regel, dass die Führungsrinne möglichst breit sein soll, um das durch den Kocherhals ankommende zerkleinerte Holz mit Sicherheit auffangen zu können, d. h. die Breite muss grösser wie der Durchmesser des Kocherhalses sein. Um die Rinne bei der Einfüllung des Holzes einführen zu können bzw. um dieselbe nach geschehener Ein-oder Auffüllung wieder aus dem Kocher herausnehmen zu können, muss dieselbe daher zusammenklappbar gemacht werden und in diesem Zustande so wenig Raum einnehmen, dass sie durch den Kocherhals gezogen werden kann. Ferner muss die Rinne schwenkbar auf der Welle 3 aufgehängt sein, da sie während der Ein-bzw. Auffüllung eine geneigte Lage einnehmen soll, aber bei der Führung durch den Kocherhals eine senkrechte Stellung einnehmen muss.
Die Rinne wird in den Kocher eingeführt bzw. aus letzterem herausgenommen durch ein Senken oder Anheben der Welle 3, was beispielsweise dadurch bewirkt werden kann, dass, wie Fig. l zeigt, die Welle 3 drehbar mit einem Bügel verbunden ist, der an einem Seile 14 befestigt ist. das von Hand auf eine Seiltrommel M aufgewickelt bzw. von dieser abgewickelt werden kann.
Um zu den Fig. 2-5 zurückzukehren, so kann die Breite der Rinne im Innern des Kochers durch zwei Seitenbleche 16 vergrössert m erden, die schwenkbar mit der Rinne mittels Scharniere 17, die sich parallel zur Mittelachse der Rinne von einem Ende der Rinne zum andern erstrecken, verbunden sind. In zusammengeklapptem Zustande ruhen diese Bleche 16 auf dem halbzylindrischen Blechkörper 9, der einen kleineren Durchmesser wie der untere Teil der Rinne besitzt. Der äussere Umkreis der Bleche 16 hat den gleichen Durchmesser wie der. erwähnte untere Teil, so dass die Rinne in zusammengeklapptem Zustande einen kreisförmigen äusseren Querschnitt, dessen Durchmesser etwas kleiner wie derjenige des Koeherhalses ist, erhält. Fig. 2 zeigt die Rinne in zusammengeklapptem, Fig. 3 in auseinandergeklapptem Zustande.
Das am oberen Ende 12 der Rinne herabfallende zerkleinerte Holz wird somit durch die Rinne sowohl über dem unteren Teile 8 und die Zwischenwand 11 wie über die Seitenplatten 16 wandern. In den Fig. 4 und 5 ist die Rinne gleichfalls zusammen-bzw. aufgeklappt.
Die Verbindung der Rinne mit der Welle 3 kann in verschiedener Weise ausgeführt werden, und soll hier nicht näher darauf eingegangen werden. Deutlichkeit halber ist jedoch in den Fig. 22 und 23
EMI2.2
mittels eines Bolzens miteinander verbunden. Von der Öse 19 geht ein Arm 20 aus, welcher, wenn die Rinne die richtige Neigung im Köcher einnimmt, sich zwischen den Schenkeln der Gabeln 18 befindet.
Ein durch die Gabel 18 und den Arm 20 gesteckter Bolzen hält die Rinne in der richtigen Stellung fest.
Eine ähnliche Stopper-oder Einstellvorrichtung ist auch in den Fig. 4 und 5 eingezeichnet worden, in welchen dip Öse 19 mit einem im Blechkreuze 10-11 festgenieteten Arme 22 verbunden ist. Das obere Ende 12 der Rinne ist jedoch zwecks besserer Ausnutzung des Kocherraumes etwas abgeschrägt worden.
Die entgegengesetzten Enden der Seitenbleche 16 sind gleichfalls abgeschrägt, weil das Holz sich hiedurch besser über den Kocher verteilt.
Die Fig. 6-18 geben den Grundgedanken einiger verschiedener Ausgestaltungen der Rinne an.
Sämtliche Querschnitte zeigen paarweise je eine zusammengeklappte bzw. auseinandergeklappte Rinne an. In den Fig. 6-15 besteht die Rinne aus einem Bodenbleche 23 und zwei mittels Scharniere miteinander verbundenen Seitenblechen 24. Die Seitenbleche nach Fig. 6-7 besitzen eine Krümmung, dessen Halbmesser etwas kleiner wie derjenige des Kocherhalses ist. In Fig. 8-9 sind sämtliche Wände gerade, aber wie in den Fig. 6--9 gezeigt wird, liegt die zusammengeklappte Rinne in einem Halbkreis, dessen Durchmesser etwas kleiner wie der des Kocherhalses ist. Diese Ausführungsformen eignen sich besonders für eine aus zwei diametral entgegengesetzten Rinnen bestehende Führungsvorrichtung,
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
gross wie möglich gemacht.
Eine Führungsvorrichtung mit doppelten Rinnen kann also in diesem Falle nicht vorgesehen werden. Baulich unterscheiden sich die Rinnen laut Fig. 11, 12 und 13,14 in der Profilform der Seitenwände 24, ganz wie der Fall in Fig. 6, 7 und Fig. 8,9 war. Die Rinne laut Fig. 16-18 besteht aus nur zwei mittels eines Seharniers 21 verbundenen Blechen 26. Diese Bleche 26 bestehen teils aus einem geraden, teils aus einem gekrümmten Teil, und kann die Rinne in zusammengeklapptem Zustande von einem Kreise umschlossen werden, der den gleichen Durchmesser wie bei den früher beschriebenen Ausführungsformen hat. Die Bleche können jedoch auch eine andere geeignete Quersehnittsform erhalten.
In den Fig. 6-18 sind die Vorrichtungen zum Befestigen der Rinne an der Welle 3 nicht angedeutet, da diese Vorrichtungen, wie vorhin erwähnt, verschiedener Bauart sein können. Als allgemeine Regel gilt, dass derjenige Punkt, in welchem die Rinne und die Welle verbunden worden sind, also derjenige Punkt, der der Öse 19 in Fig. 22-23 entspricht, in der Mitte der zusammengeklappten Rinne liegen soll.
Wenn man sich eine ähnliche Stoppervorrichtung wie in Fig. 22-23 denkt, so muss die Öse 19 in Fig. 6 und 8 sich in der Ebene des Bodenbleches 23 befinden, aber in den Fig. 11 und 13 muss die Öse mit einem schräg vom Bodenbleehe 23 ausstehenden Arme verbunden werden.
In den Fig. 19-21 wird eine Vorrichtung mit doppelte Rinnen gezeigt, die aus Bodenblechen 23 und aus mit Scharnieren 25 verbundenen Seitenblechen 24 bestehen. Die Bodenbleche sind miteinander mittels Scharniere 28 verbunden und werden an den letzterwähnten Scharnieren von der Welle 3 getragen.
Die Stoppervorrichtung ist in diesem Falle dadurch geschaffen worden, dass die zunächst der Welle 3 liegenden Scharnierösen mit Anschlägen 29 versehen worden sind und dass auf jeder Seite der Welle 3 zwei in der Längsrichtung verschiebbare Anschlagleisten 30 angebracht worden sind.. Wenn die Rinnen die richtige Schräge erhalten haben, werden die Anschlagleisten 30 herabgeschoben und die Rinnen in der richtigen Neigung dadurch festgehalten, dass die Anschläge 29 sich gegen die erwähnten Anschlagleisten legen. Die Seitenbleche 24 sind wie vorhin abgeschrägt und die Rinnen mit Führungsblechen 31 versehen, die das zerkleinerte Holz gleichmässiger über die Rinne verteilt halten.
In zusammengeklapptem Zustande hat diese Bauart der Rinne eine rechteckige Form. Die Länge der Diagonalen stimmt mit dem Durchmesser des vorerwähnten Kreises überein. Fig. 19 zeigt die Rinne in auseinandergeklapptem, die übrigen Figuren beide Rinnen in zusammengeklapptem Zustande. In Fig. 19 geben die punktierte Linien die Umrisse der Seitenbleehe 24 in zusammengeklapptem Zustande an.
Eine Vorrichtung mit doppelten Rinnen ermöglicht, wie ja erklärlieh, eine raschere Füllung.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Ein-bzw. Auffüllen von zerkleinertem Holz u. dgl. in Zellstoffkoehern mit am unteren Ende einer in der Längsriehtung des Koehers durch den Kocherhals ragenden senkrechten sich drehenden Welle angeordnetem Verteilungsorgan, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Verteilungsorgan von in der Längsrichtung der Welle nach aussen schwenkbaren, offenen oder teilweise geschlossenen durch den Kocherhals heb-und versenkbaren Führungsrinnen ) gebildet wird, welche zur Gewinnung einer grösstmöglichen Breite zusammenklappbar sind, u. zw.
derart, dass die Rinnen (4) in zusammengeklapptem Zustande beim Herausziehen oder bei der Einführung in den Kocher (1) im Kocherhals Platz haben, aber in ausgeklapptem Zustande breiter als der Durchmesser des Kocherhalses sind, um ein Auffangen der ganzen durch den Kocherhals frei herabfallenden Beschickungsmenge sicherzustellen, wobei die Längenabmessungen dieser Rinnen (4) so gewählt sind, dass die Rinnen (4) genügend nahe an die Koeherwände heranreichen, um eine praktisch gleichmässige Verteilung der über die Führungsflächen herabströmenden und von deren Enden bzw. teilweise über deren Längenkanten herabfallenden Holzmasse über den ganzen Querschnitt des Kochers (1) zu ermöglichen.