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Brennstoffpumpe, insbesondere für Dieselmaschinen.
Die Erfindung betrifft Pumpen zum Einspritzen des Brennstoffes für Dieselmaschinen u. dgl. und bezweckt die Schaffung einer Steuerung, die eine feinere Einstellung als die bisher bekannten ermöglicht, wobei gleichzeitig ein rascherer Abschluss des Förderkanals und eine Ver- grössenmg des wirksamen Teiles des vom Pumpenkolben ausgeführten Arbeitshubes erzielbar ist. Weiters wird bezweckt. jede Einheit einer Mehrzylinderpumpe unabhängig von den übrigen einstellbar zu machen und den Ein-und Ausbau der Arbeitsteile zu erleichtern.
Es wurde bereits vorgeschlagen, zur Steuerung des Nebenkanals des Pumpenkolbens eine Hülse vorzusehen. in der sich der Kolben hin und her bewegt und die eine geneigte Endfläche besitzt, welche mit einer einzigen, mit der Zentralbohrung des Kolbens in Verbindung stehenden Öffnung zusammen wirkt, wobei Mittel vorgesehen sind, um Kolben und Hülse in bezug aufeinander um zirka 1000 zu verdrehen. Die Geschwindigkeit der Kanalabsperrung ist bei dieser Ausführung gering, da nur eine Kanalöffnung vorhanden ist. Nachteilig ist auch, dass der Querschnitt dieser Öffnung verhältnismässig gross sein muss, woraus folgt, dass der wirksame Teil des Arbeitshubes des Kolbens entsprechend klein ist. Daraus ergibt sich wieder die Notwendigkeit einer grossen Steigung der geneigten Hülsensteuerkante und demnach eine sehr grobe Einstellung.
Der Erfindung gemäss beträgt die Verstellbarkeit zwischen Hülse und Kolben 360 , wobei sich die abgeschrägte Steuerkante der Hülse gleichfalls auf 3600 erstreckt und mit einer Reihe von Kolbenöffnungen zusammen arbeitet, die in einer Schraubenlinie von derselben Steigung wie der Rand der Hülse angeordnet sind.
Da alle diese Öffnungen gleichzeitig von der Hülse freigegeben werden, ist der Anfangsdruckabfall ein rascherer als bei Vorhandensein einer einzigen Öffnung, deren Querschnitt gleich der Summe der Öffnungen des erfindungsgemäss ausgebildeten Kolbens ist. Weiters weist jede Öffnung dieses Kolbens nur einen Bruchteil der Querschnittsfläche der Zentralbohrung des Kolbens auf, so dass ihr Durchmesser kleiner als der einer einzigen Öffnung ist und folglich zu ihrem Überdecken bzw. Freigeben ein geringerer Weg erforderlich ist, wodurch sich eine Vergrösserung des wirksamen Teiles des Kolbenhubes ergibt.
Zweckmässig werden der Kolben und die Hülse in ein Futterrohr eingebaut, wobei die Gegenfeder des Kolbens an diesem und an einem Widerlager des Kolbens abgestiitzt ist, so dass die Pumpenvorrichtung als ein einziges Stück in das Pumpengehäuse ein-bzw. aus diesem ausgebaut werden kann. Vorzugsweise wird zur Sicherung dieser Einrichtung im Gehäuse ein einziges einschraubbares Organ benutzt.
In der Zeichnung sind zwei Einheiten einer Mehrzylinderpull1pe gemäss der Erfindung im Längsschnitt und in Ansicht dargestellt.
Der Kolben B, das Futterrohr C und die drehbare Führung oder Hülse D mit schraubenförmigem Rand sind zusammen mit der Gegenfeder E des Kolbens und der Anschlagscheibe F in einem Gehäuse G vereinigt. Das Futterrohr C ist mit einem Fortsatz versehen, der die drehbare Hülse D umgibt, damit deren Lage in der Pumpenachse gesichert ist. Diese ganze Einrichtung kann aus dem Gehäuse G gezogen werden, wenn die Sicherungsmutter II ausgeschraubt und die Einstellzalmslange 7 entfernt wird.
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Aas der Zeichnung ist weiters das federbelastete Rückschlagventil J, die Brennstoff-Einlassöffnung K mit dem Ringkanal L und die Auslassöffnungen M mit dem Ringkanal N zu entnehmen.
Die Achse der Zahnstange P liegt quer zur Nockenwelle. Jede drehbare Hülse hat ihre eigene Zahnstange, so dass die Förderung jeder Einheit der Mehrzylinderpumpe unabhängig von den andern während des Betriebes der'Maschine geregelt werden kann. Die Abstelleinrichtung der Maschine ist mit den Zahnstangen verbunden. Diese greifen in Verzahnungen ein. die in die Aussenseite der drehbaren Hülsen D geschnitten sind.
Der Kolben B ist in der Mittelachse mit einer Längsbohrung versehen, die eine Zu- führungsleitung JS bildet, welche in engere, radiale Bohrungen S endet. Die Achsen dieser Bohrungen liegen in einer Schraubenfläche von derselben Steigung wie die des Schraubenrandes der Hülse D, so dass sie von diesem gleichzeitig freigegeben werden, wenn sich der Kolben B hin und her bewegt.
Der Kolben besitzt an seinem oberen Teil kleineren Durchmesser, entsprechend der erforderlichen Verdrängung des für eine Ladung notwendigen Öles, während der von der Hülse umschlossene untere Teil stärker gehalten ist, damit die durch die Querbohrungen bewirkte Schwächung ausgeglichen wird. Der grössere Durchmesser des unteren Kolbenteile gibt der Führungshülse auch eine grössere Angriffsfläche.
Die Wirkung der Pumpe ist folgende : Das bei der Abwärtsbewegung des Kolbens B zufliessende Öl tritt durch die Öffnungen K in den Pumpenzylinder. Beim ersten Teil der Aufwärtsbewegung des Kolbens B wird das Öl gezwungen, durch das Ventil J in den Arbeitszylinder zu treten. Am Ende der Aufwärtsbewegung werden, wenn die Führung D durch Bewegung der Zahnstange P eingestellt wurde, die engen Querbohrungen von der Kante der Führung freigegeben, da sie über diese hinausgelangen, so dass das Öl unter dem Pumpen-
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behälter treten kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Brennstoffpumpe, insbesondere für Dieselmaschinen, deren Pumpenkolben von einer Hülse mit abgeschrägtem Rand umschlossen ist, der zum Steuern des Brennstoffaustrittes aus einer Öffnung des Kolbens dient, wobei Mittel zum Verdrehen der Hülse in bezug auf den Kolben vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Abschrägung der Hülse (D) auf 3600 erstreckt und dass an dem Kolben mehrere radiale Öffnungen (S) längs einer Schraubenlinie angeordnet sind, deren Steigung dieselbe wie die des schrägen Hiilsenrandes ist, wobei sich die Relativeverstellung von Hülse und Kolben bis zu 360 erstrecken kann.