<Desc/Clms Page number 1>
Bolzellsicherung.
Es sind hereits Bolzeusicherungen bekannt, bei welchen ein unter Federwirkung stehender Schwenkhebel beim Einführen des Bolzens in seine Gebrauchslage in eine Aussparung des Bolzens eingepresst wird und unter Entspannen der Feder bei seiner Freigabe in die Sperrlage zurückschwenkt. Derartige Sicherungen haben den Nachteil, dass deren Herstellung unverhältnismässig viel Arbeit und Material erfordert. Ausserdem unterliegen diese Anordnungen oft Störungen. Es kann sich z. B. in der Aussparung für den Schwinghebel Feuchtigkeit ansammeln und es können durch Rostbildung deren Funktionen gestört werden.
Zur Behebung dieser Nachteile ist eine Bolzensieherung vorgeschlagen worden. bei welcher in einer radialen Bolzenbohrung einander diametral gegenüberliegende. in der Bolzenhohrung verschiebbare Vorstecker vorhanden sind. die als Hohlkörper ausgebildet sind und von denen der eine im andern geführt ist. wobei ferner eine in deren Innern angeordnete Feder das Bestreben hat, die beiden Vorstecker von einander zu entfernen. Diese Sicherung kann jedoch nur zur Verwendung gelangen, wenn der betreffende Bolzenteil einschliesslich der Sicherung von einem Gehäuse umgehen ist. andernfalls der Vorsteckcr aus der Radialbohrung'herausfallen würde.
Eine derartige Sicherung kann nur den Bolzen gegen Verdrehung dem Gehäuse
EMI1.1
folglich auch nicht als Sicherung für Gelenkbolzen mit freitragendem Ende Verwendung finden. insbesondere nicht für Gelenklager bei Stellwerken für Eisenbahnen, da die genannten Sieherungen zudem übermässig viel Platz beanspruchen und infolge deren Anordnung schwierig zu lösen sind.
Gemäss vorliegender Erfindung werden die genannten Nachteile dadurch vermieden, dass in einer abgestuften Radialbohrung eines freitragenden Bolzenendes zwei durch eine gemein-
EMI1.2
vorgesehen sind, welche durch Anschläge in der Radialbohrung am Herausfallen verhindert sind, und ein Eintreten von Feuchtigkeit in die Radialbohrung durch das Anlegen von Teilen der Vorstecker an die Anschläge verhindert wird. Dabei kann dem einen Vorsteeker die Abstufung der Radialbohrung und dem andern eine in die letztere eingepresste Büchse als Anschlag dienen.
Die Zeichnung zeigt den Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel in einem senkrechten Längsschnitt.
In den mit einem Kopf 1 versehenen Gelenkbolzen, ist nebst einem Schmierkanal 3 gegen dessen dem Kopf abgewandten frei ragenden Ende 4 eine abgestufte Radialbohrung 5 gebohrt.
In dem mit kleinerem Durchmesser gebohrten Teil der Radialbohrung ist der Vorstecker 6 axial verschiebbar. Er ragt mit seiner Abstufung von grösserem Durchmesser in den andern Teil der Radialbohrung in welcher der Vorstecker 7 mit seinem mit kleinerem Durchmesser versehenen Teil in einer in die Radialbohrung eingepressten Büchse 8 verschiebbar ist, während dessen mit grösserem Durchmesser versehene Teil in den mit grösserem Durchmesser versehenen Teil der Radialbohrung ragt. Zwischen den Vorsteckern 6 und 7 ist eine Feder 9 angeordnet. durch welche die Vorstecker nach aussen gedrückt werden.
Beim Einsetzen eines Gelenkbolzens werden die beiden Vorstecker unter Spannung der Feder 9 in die Radialbohrung zurüekgedrängt. Nach Freigabe der Vorstecker, d. h. nach
<Desc/Clms Page number 2>
Ingebrauchslagebringen des Gelenkbolzens drängt die Feder 9 unter Entspannen derselben die Vorstecker 6 und 7 nach aussen, wobei deren Bahn dadurch begrenzt wird, dass der Vorstecker ss mit seinem mit grösserem Durchmesser versehenen Teil der Abstufung der Radialbohrung und der Vorsteeker 7 mit seinem mit grösserem Durchmesser versehenen Teil der Büchse 8 von innen her anzuliegen kommt.
Dadurch, dass die mit grösserem Durchmesser versehenen Teile der Vorstecker 6 und 7 in der Arbeitslage an ihren Anschlägen aufliegen, wird ein Eintreten von Feuchtigkeit in das Innere der Radialbohrung und damit ein Verrosten der Bolzensicherung verhindert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bolzensicherung, dadurch gekennzeichnet, dass in einer abgestuften Radialbohrung (5) eines freitragenden Bolzenendes (4) zwei durch eine gemeinsame Feder (9) in entgegengesetzter Richtung in ihre Sperrlage gedrückte, abgestufte Vorstecker (6, 7) vorgesehen sind, welche durch Anschläge am Herausfallen verhindert sind, und ein Eintreten von Feuchtigkeit in die Radialbohrung durch das Anlegen von Teilen der Vorstecker an die Anschläge verhindert ist.