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Kathodenstrahlenröhre mit Lenardfenster.
Durch vorliegende Erfindung ist ein vereinfachtes Kathodenstrahlenrohr mit Lenardfenster für ein-oder mehrphasige Ausführung gegeben. Die bis heute bekannten Rohre nach System Coolidge. Siemens-Reiniger-Veifa, Philipps oder Müller besitzen als Anode einen hohlen Zylinder zwecks Zuführung des Stromes. Die Kathodenstrahlen werden in das Innere des hohlen Zylinders bis zur durchlässigen Membran geleitet. Bei den Strahlenröhren nach System Plauson wird
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und auch sehr teuer sind.
Es wurde gefunden, dass es möglich ist. die Zuleitung und Fernhaltung der Kathodenstrahlen von der Glaswanduug anstatt durch eine hohle Anode mittels eines auf dem Rohr aufmontierten Elektromagneten, durch den mehr oder weniger starker Strom gleitet wird, allein durchzuführen, wobei eine durchlässige Membran angewendet, wird, welche aus einer Legierung von Magnesium und Beryllium im Verhältnis 3 : l bis 1 : 1 unter Zusatz von 1% Zinn und 5-10% Gold besteht. Die Membran rückt auf 6-15 cm an die Glühkathode heran.
Das Rohr wird an Hand von Zeichnungen näher erläutert :
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fenster und einem Raum für chemische Reaktionen. Fig. 2 stellt einen Querschnitt des Raktionsraumes dar. und Fig. 3 zeigt die durchlässige Membran in Ansicht.
Auf Fig. 1 ist 1 das Glasrohr, auf dessen unteres Ende ein zweites grösseres Glas-
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Die Glühkathode besteht aus drei voneinander gleichmässig entfernten und aus geeigneten Metall hergestellten horizontalen Glühspiralen, welche in dem Mittelpunkt kurzgeschlossen sind. Auf diesem Punkt ist eine vierte Leitung zur Zuführung der Hochspannung angeordnet. An der Stelle 13 ist in das Glas des Rohres ein metallener Schutzring eingeschmolzen, illit welchem ein Ring aus elektrolytischem Kupfer verlötet ist. Der Ring 14 ist zwecks Einführung von Kühlmitteln an den Enden hohl. Das Kühlmittel läuft durch den Hahn 15 zu der Ringspirale 17, von wo es in das Innere der Spirale 16 (Fig. 3) und von dort wieder durch Öffnung 18 zu dem andern Abschlusshahn 15 geleitet wird.
Die Kühlspirale 16 ist als breit-
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Lochungen von 1-2 mm versehen ist, befindet sich die durchlässige Membran, welche an den Kanten durch ein spezielles Lot an die untere Fläche 1. des Ringes. ( gelötet wird. Der Strahlenreaktionsapparat 21 wird an dem Ring 14 durch die Flügelmuttern 22 luftdicht angezogen. In dem Strahlenreaktionsapparat befinden sich Rippen 29 (laut Fig ;. 2). Das Gas wird von der Stelle 23 ein-und an der Stelle. 84 ausgeführt und muss. bevor es zur Stelle. 94 gelangt, in zickzackigel Form quer der Richtung-der Strahlen durch das Rohr
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muttern 28 festgehalten.
Die Elektromagnete werden so auf das Glasrohr montiert, dass sie mit der einen Seite möglichst nahe an den die durchlässige Membran tragenden Ring 14 heranrücken, während die andere Seite einen oder mehrere Zentimeter hinter dem Glühfaden zu liegen kommt.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Gleichstrommagnet wird ein Eisenzylinderkern 34. der von innen gut isoliert ist, in solcher Grösse verwendet, dass er leicht von dem Glasrohr abzuheben ist. auf welchem er mittels der Gummiringe 35 befestigt wird. Die Wirkung des Magnetes wird so berechnet, dass durch Einschaltung von Widerständen in den Eisen-
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eines Rotors das Strahlenrohr isolierend und unbeweglich befestigt ist. Das Rohr kann auch in gleicher Weise mit einem ein-oder zweiphasigen Glühkörper ausgeführt werden. Anstatt horizontaler Glühkörper in Spiralform können auch vertikale Spiralen, deren Enden zueinander in Sternform vereinigt sind, verwendet werden.
Das ganze Rohr wird auf bekannte Weise und unter Anwendung üblicher Hilfsmittel. ähnlich wie es Lenardrohre oder Elektronenrohre mit Glühkathoden für Röntgenstrahlenerzeugung erfordern, evakuiert.
Bezüglich der Zusammensetzung der durchlässigen, membrau wurde gefunden. dass Magnesium und Beryllium im Verhältnis 3 : 1 bis l : l unter Zusatz von 1/2-l"/o Ziui und 5-10% Gold eine gute Legierung ergeben. welche sich walzen. hämmern und ziehen lässt. wobei der Goldzusatz die Beständigkeit gegen Oxydation erhöht.