DE640109C - Anodenschutzhuelse oder Steuerelektrode fuer Gas- oder Dampfentladungsgefaesse mit Bogenentladung - Google Patents
Anodenschutzhuelse oder Steuerelektrode fuer Gas- oder Dampfentladungsgefaesse mit BogenentladungInfo
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- H—ELECTRICITY
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
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- H01J13/20—Control electrodes, e.g. grid
-
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- H01J2893/0072—Disassembly or repair of discharge tubes
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anodenschutzhülse oder Steuerelektrode für
Gas- oder Dampfentladungsgefäße mit Bogenentladung. Bei solchen Entladungsgefäßen,
die zur Umformung von Wechselstrom in Gleichstrom oder von Gleichstrom in Wechselstrom
anderer Frequenz Verwendung finden können, werden die Anoden von einem zylindrischen Körper umgeben, der zur Beeinflussung
der Entladung an eine geeignete Spannung gegenüber der Kathode an das Entladungsgefäß gelegt werden kann. Bei
den bekannten Einrichtungen wird zu diesem Zweck ein aus Metall bestehendes Rohr verwendet.
Solche Rohre finden auch Anwendung zum Abhalten von Ladungsträgern aus
der Bahn der übrigen Lichtbögen. Diese bekannten Einrichtungen haben den Nachteil,
daß die Entladung gelegentlich ihren Weg
ao durch das metallische Rohr nimmt. Es bildet
sich nämlich unter Umständen in der Nähe der Anode auf dem Metall ein Kathodenfleck.
Das der Kathode nahe Ende des Rohres dient bei dieser Anwendung als Anode.
Dieser Strom nimmt häufig sehr große Werte an. Man kann sogar im allgemeinen bei einer Betriebsstörung damit rechnen, daß
der von der Kathode direkt zur Anode brennende Lichtbogen erlischt und der volle
Anodenstrom über das metallische Rohr fließt.
Zur Vermeidung dieses Nachteiles ist bereits vorgeschlagen worden, die Anode im
Innern von rohrförmigen Körpern aus Isoliermaterial anzuordnen. Diese Anordnung hat jedoch die Nachteile, daß
ι. diese Körper nicht als Steuergitter verwendet
werden können und daß
2. durch die Aufladung der nicht leitenden Oberfläche durch aus der Entladungsbahn
stammende Elektronen unter Umständen die Zündspannung sehr stark heraufgesetzt wird.
Beide Nachteile werden bei der Anoden-• schutzhülse oder Steuerelektrode gemäß der
Erfindung dadurch vermieden, daß der die Anode zylindrisch umgebende Körper aus Isolierstoff mit einem dünnen Metallüberzug
von hohem Widerstand versehen wird. Diene Metallschicht kann an eine Steuerspannung
gelegt werden. 1
Versuche zeigten, daß die Metallschicht außerordentlich dünn sein muß, wenn die Bildung
von Kathodenflecken auf ihrer Oberfläche mit Sicherheit vermieden werden soll. Die bekannten metallischen Überzüge auf
Schutzschirmen von Elektrodeneinführungen
* in Entladungsgefäßen stellen daher, abgesehen davon, daß sie nicht auf Anodenschutzrohnen
und Steuerelektroden, die die Anode umschließen, angebracht sind, keine Lösung des vorliegenden Problems dar, da sie zu
stark sind. Selbst bei einer Dicke der Metallschicht, die gerade ausreichen würde, lim
die Oberfläche des Isolierkörpers zu verspiegeln, kommt es häufig vor, daß durch
to Kathodenfleckbildung die Schicht in kurzer Zeit zerstört wird. Die Leitfähigkeit solcher
- Schichten ist nämlich so groß, daß verhältnismäßig leicht durch den in der Richtung
der Rohrachse in der Schicht fließenden »5 Strom Kathodenflecke gebildet werden.
Durch den auf der Schicht bei dieser Betriebsstörung entstehenden Kathodenfleck wird
bereits nach wenigen Sekunden an dieser Stelle die Schicht verdampft. Die Erfahrung
ao zeigt, daß der Kathodenfleck lange Zeit auf der Schicht umherwandert und überall eine
Spur durch Verdampfung der Schicht hinterläßt. Die Bildung von Kathodenflecken auf
dieser Metallschicht hat daher schon nach kurzer Zeit eine so weitgehende Zerstörung
der Schicht zur Folge, daß sie nicht mehr geeignet ist, als Steuerelektrode zu dienen.
Diese Gefahr besteht bei der Anodenschutzhülse oder Steuerelektrode gemäß der Erfindung
nicht, weil die Schicht außerordentlich dünn ist, nämlich nur wenige Moleküldicken
beträgt. Die Schicht hat dadurch in der Richtung der Rohrachse, d.h. in der Richtung
des Spannungsgefälles, einen außerordentlich hohen elektrischen Widerstand.
Der während der Brennperiode des Lichtbogens in dieser Richtung in der Schicht fließende Strom, der im wesentlichen durch
die Diffusion von Ladungsträgern aus der Lichtbogenbahn bewirkt wird, wird dadurch
auf einen sehr niedrigen Wert begrenzt. Die Gefahr der Kathodenfleckbildung wird dadurch
sehr stark herabgesetzt. Sollte dennoch einmal beispielsweise bei einem schweren
*5 Kurzschluß ein Kathodenfleck auf dem Metallbelag entstehen, so ist durch den hohen
inneren Widerstand der Strom auf einen so niedrigen Wert begrenzt, daß der Kathodenfleck
nicht in der Lage ist, durch Verdampfung die Schicht zu zerstören.
Die gleiche Wirkung kann offenbar nicht durch die bekannten äußeren Gittervorschaltwiderstände
erreicht werden. Wenn nämlich an einer der Anode nahe gelegenen Stelle des Metallbelages aus irgendwelchen Gründen
eine verstärkte Elektronenemission auftritt, so werden aus der Entladungsbahn an dieser
Stelle besonders viele positive Ionen auf den ■ Metallbelag auf treffen. Beim Auf treffen auf
dtese Metallschicht geben diese positiven ■Tonen ihre Energie ab und steigern dadurch
die Temperatur und die Emissionsfähigkeit des Kathodenflecks. Die Zufuhr der Elektronen
zur Metallschicht erfolgt auf der ganzen Oberfläche des Metallbelages, bevorzugt
an dem der Kathode nahen Ende. Eine Begrenzung des Zustroms dieser Elektronen zu der Stelle, an der der Kathodenfleck gebildet
wurde, ist somit nur möglich durch Widerstände, die in den Weg von der Eintrittssteile
dieser Elektronen zum Ort des Kathodenfleckes auf der Metallschicht eingeschaltet
werden.
Die Abbildung zeigt in schematischer Darstellung als Ausführungsbeispiel eine Anoden- 7S
schutzhülse für Quecksilberdampfgleichrichter. In deni Gefäß 1 des Quecksilberdampfgleichrichters,
dessen metallische Wand mit 2 und dessen Quecksilberkathode mit 3 bezeichnet ist, befinden sich eine Anzahl von Anöden
4. Diese Anoden sind von einem zylindrischen Körper 5 umgeben, der aus Isoliermaterial
besteht. Erfindungsgemäß ist das Isoliermaterial 8 mit einer dünnen Metallschicht
9 überzogen. Diese Metallschicht, deren Dicke nur wenige Moleküldurchmesser beträgt, begrenzt den in der Oberfläche der
Schicht fließenden Strom auf einen so niedrigen Wert, daß die Gefahr der Kathodenfleckbildung
sehr stark herabgesetzt ist. Wenn jedoch beim schweren Kurzschluß einmal ein Kathodenfleck auf der Schicht gebildet werden
sollte, so ist die Stromstärke so klein, daß der Fleck wieder erlischt, ohne die
Schicht nennenswert zu beschädigen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Anodenschutzhülse oder Steuerelektrode für Gas- oder Dampfentladungsgefäße mit Bogenentladung, gekennzeichnet durch einen die Anode (4) vorzugsweise zylindrisch umgebenden Körper aus Isolierstoff, der mit einer nur wenige Moleküldurchmesser dicken Metallschicht überzogen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US640109XA | 1931-02-28 | 1931-02-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE640109C true DE640109C (de) | 1936-12-22 |
Family
ID=22052967
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA64996D Expired DE640109C (de) | 1931-02-28 | 1932-02-06 | Anodenschutzhuelse oder Steuerelektrode fuer Gas- oder Dampfentladungsgefaesse mit Bogenentladung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE640109C (de) |
-
1932
- 1932-02-06 DE DEA64996D patent/DE640109C/de not_active Expired
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