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Gliihlanipensockel für Edison-Fassungen.
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Anforderungen und hat daher die Höhe des zwischen dem oberen Ende (äusseren Ende) des Schraubengewindes und der Isolierung für den mittleren Lampensoekelkontakt befindliehen Soekelteiles kleiner ausgebildet. Weil durch die geringere Höhe die Gewölbewirkung dieses Teiles vermindert ist, so ist die Widerstandsfähigkeit des Glühlampensockels gegen Eindrücken in der Achsrichtung bedeutend kleiner geworden.
Seit 30-35 Jahren sind hauptsächlich zwei Gattungen von Edisonsookeln (Sehraubensockeln) für normale elektrische Glühlampen verwendet worden, nämlich die beiden Ausführungen nach Fig. 1 und 2 der Zeichnung.
Als Isolierstoff zwischen der zentralen Kontaktscheibe und der Hülse wird schwarzes Glas einer bestimmten Zusammensetzung verwendet und seit ungefähr 1902 werden diese Lampensockel haupt- sächtlich mit Hilfe der bekannten Maschine von Alfred Swan nach dem D. R. P. Nr. 148365 hergestellt.
Mit dieser Maschine war eine zweckentsprechende Massenfabrikation dieser Lampensockel möglich ; nachdem auch die Zufuhr der zentralen Kontaktscheibe und der Hülsen automatisch erfolgte, war der Weg für eine gänzlich automatische Herstellung der Lampensockel mit einer sehr hohen Stundenleistung geöffnet.
Da bei der Anwendung der Swanmaschine das Glas in geschmolzenem und sehr dünnflüssigem Zustande in die Hülsen gegossen und darauf in der Maschine unter Druck gebracht wird, wird der gewölbte Teil (a bei der Ausführung nach Fig. 1 und ?'bei der Ausführung nach Fig. 2) stark erhitzt. Die Folge dieser Temperaturerhöhung ist, dass das Messing an dieser Stelle weich wird und demzufolge in der Aehsrichtung der Hülse keinen grossen Widerstand mehr bieten kann.
Da jedoch bei der Ausführung nach Fig. 1 das Isoliermaterial sich über den vollen Querschnitt der Hülse erstreckt, wird das Messinggewölbe s durch das Isoliermaterial versteift und kann demnach dennoch einen ziemlich hohen Druck in der Achsrichtung aushalten. Anders verhält es sich jedoch mit der Ausführung nach Fig. 2, da hier das Gewölbe a'nicht durch das Isoliermaterial bzw. durch die Glasmasse gestützt wird. Damit nun niehtdestoweniger ein genügend grosser Widerstand gegen Zusammen- drücken in der'Aehsrichtung gewährleistet bleibt, ist man gezwungen, die Neigung des Gewölbes a' gross zu wählen, d. h. die Fläche a'ziemlich steil verlaufen zu lassen. Es hat dieses jedoch wieder einen andern Nachteil.
Es ist nämlich wichtig, dass die Entfernung der zentralen Kontaktscheibe bis zum
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höhe der Lampensorkel die Höhe, über welche sieh das Schraubengewinde erstreckt, so gross wie möglich ist ; dies ist mit Rücksicht auf gute Befestigung in der Lampenfassung und als Sicherheit gegen Lockerwerden der Lampe infolge von Erschütterungen erwünscht. Auch werden die jetzt mehr und mehr verwendeten"Berührungsschutzfassungen"-bei welchen ein Kontakt der Lampe mit den stromführenden Teilen erst entsteht, nachdem die Lampe ungefähr ganz in die Fassung eingeschraubt ist-so ausgeführt, dass in diesen Fassungen nur Lampensoekel passen, bei denen der Abstand c (vgl.
Fig. 1) so klein wie möglich ist.
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Abstand C bei der Ausführung nach Fig. 1 erheblich kleiner ist als der Abstand C'bei der Ausführung nach Fig. 2. Ein Nachteil der Ausführung nach Fig. 1 ist jedoch, dass das Gewicht zufolge der grösseren Menge Isoliermaterial, welche hier eingeführt wird, erheblich grösser ist. Das Gewicht des Isolierstoffes
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dabei der Abstand C derselbe blieb, jedoch die Menge Isolierstoff kleiner war.
Als Folge dieser Veraselhe entstand dann die Ausführung nach Fig. 3. Die Umbörtelung zum Einfassen der Isoliermasse befindet sich hier nicht wie bei der Ausführung nach Fig. 2 an der Aussenseite, sondern an der Innenseite der
Hülse, und es wurde dadurch der Abstand C um einen gewissen Betrag verkleinert. Werden nun jedoch die Lampensockel gemäss der Ausführung nach Fig. 3 in den bekannten Swammaschinen hergestellt. so wird dabei das Messinggewölbe der Hülse so erhitzt. dass die Widerstandsfähigkeit gegen Axialdruck sehr stark sinkt.
Dies ist sogar der Grund gewesen, dass man in vielen Fällen diese Fabrikationsmethode verlassen hat und wieder dazu übergangen ist, die Lampensockel nach dem Verfahren, welelhes friiher
Anwendung fand, herzustellen, welches jedoch seit 1902 in vielen Fabricien aufgegeben worden war. nämlich das Verfahren, bei welchem der durch das Isoliermaterial (Glas) gebildete Teil getrennt hergestellt wurde und diese Teile nach Abkühlung in den Hülsen nach Fig. 3 durch Unibiegen des Randes der Um- bördelung befestigt wurde. Diese Art und Weise der Herstellung ist in dem D. R. P.
Nr. 470072 beschrieben, welches jedoch nicht das früher allgemein übliche Verfahren an sieh, sondern einen Glühlampensockel dieser Gattung betrifft, der besondere Merkmale aufweist. (Vgl. auch die Beschreibungseinleitun ? der genannten Patentschrift.)
Infolge des Umstandes, dass der Glasteil zusammen mit dem Zentralkontakt im kalten Zustande in die Hülse eingesetzt wird, bleibt der gewölbte Teil a"der Hülse widerstandsfähig und kann einen grösseren Druck in axialer Richtung aufnehmen, als es der Fall sein würde, wenn der Teil a"zufolge
Einpressung von Glas in geschmolzenem Zustande, seine Beschaffenheit geändert haben würde.
Es ist jedoch klar, dass diese Art und Weise der Herstellung von Lampensockeln erheblich teuerer ist, als das Herstellungsverfahren unter Verwendung der Swanmaschine gemäss dem D. R. P. Nr. 148365.
Hier setzt nun die Erfindung ein, die es ermöglicht, sowohl Lampensoekel der Ausführung nach
Fig. 2 als auch nach Fig. 3 automatisch in der Swanmaschine mit einem Abstande 'bzw. e"herzustellen, welcher dem Abstande c der Fig. 1 gleich ist, wobei jedoch eine hohe Widerstandsfähigkeit in axialer
Richtung wie bei der Ausführung nach Fig. l erhalten bleibt. Die Erhitzung der Hülse hat jetzt keinen merkbaren Einfluss mehr auf die Widerstandsfähigkeit gegen Zusammendrückung in axialer Richtung.
Das mit der Hülse gemäss der Erfindung erzielte Ergebnis ist ein überraschendes und muss zum Teil
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erzielte abkühlende Wirkung zugeschrieben werden. Durch die Anwesenheit der Rippen bzw. Ausbuchungen entsteht ja an dieser Stelle eine grössere Materialoberfläche und infolgedessen auch eine bessere Abkühlung der Hülse an der Stelle, wo sie am kräftigsten erhitzt wird. Der betreffende Teil
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erhalten bleibt.
Vorzugsweise werden die genannten Rippen oder Nuten oder sonstige Verstärkungen in den betreffenden Teil des Lampensockels gestanzt, wozu man dann einen Stempel und eine Matrize in ent- sprechender Ausbildung benutzt. Die Anordnung der Rippen oder Nuten ist auch in anderer Weise möglich, beispielsweise dadurch, dass man den Lampensoekel unter Druck mit dem zu bearbeitenden
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Fig. 4 ist eine Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Lampensockels nach der Erfindung.
Fig. 5 ist eine Aufsicht zu Fig. 1, Fig. 6 zeigt eine abgeänderte Ausführung, Fig. 7 ist die Aufsicht dazu. die Fig. 8 und 9 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
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material und 4 das Schraubengewinde. Der etwas gewölbte Teil des Glühlampensockels zwischen dein oberen Ende des Schraubengewindes und dem Isoliermaterial trägt radial verlaufende Rippen'oder Nuten 5, die durch Stangen erzeugt sind. Diese Rippen erhöhen erheblich die Widerstandsfähigkeit
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der gewölbte Teil des Lampensoekels sich eindrückt oder seine Gestalt ändert.
Bei den Ausführungen nach den Fig. 6 und 7 ist der Lampensockel dadurch verstärkt, dass an Stelle der in Fig. 4 und 5 angegebenen Rippen oder Nuten der gewölbte Teil des Lampensoekels durch eingestanzte Höhlungen 6 verstärkt ist.
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Die Fig. 8 und 9 zeigen eine weitere Ausführungsmöglichkeit. Der gewölbte Teil zwischen dem äusseren Gewindeende des Sockels und dem Isoliermaterial ist hiebei in einfacher Weise, wie bei 7 dargestellt, wellenartig ausgebildet. Die Herstellung geschieht gleichfalls durch einfaches Drücken. Oben an den gewölbten Teil schliesst sich eine Abbiegung 7'an, die das Isoliermaterial teilweise umfasst und in dem Lampensockel festhält.