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Rolle 6. Im Betriebe läuft der Film von der Innenseite der Spule ab und wird auf deren Aussenseite aufgewickelt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Tonaufzeichnung aus sieben getrennten parallelen Streifen 8, die nacheinander zur Wiedergabe gelangen.
Neben der Filmspule liegt das Gehäuse 10, das'seitlich eine Tür und auf der Rückseite Öffnungen besitzt, durch die der Film ein-bzw. austritt. Das Gehäuse enthält die hohle Antriebstrommel 11, an die der Film durch zwei Gummirollen 12 angedrückt wird. Die Teile der Trommel, die unter den Ton- aufzeiehnungen liegen, sind ausgeschnitten, so dass nur die Ränder des Filmes auf der Trommel liegen.
Die Trommel wird von einem nicht gezeichneten Antriebsmechanismus gleichförmig bewegt. An der
Rückwand des Gehäuses ist eine nicht gezeichnete photoelektrische Zelle befestigt. Sie ragt in das Innere der Trommel und wird von einer Lichtquelle über ein optisches System durch die Tonaufzeichnung hindurch belichtet.
Die Zelle ist in bekannter Weise über einen Verstärker an Lautspreeher angeschlossen.
Zwischen der oberen Druckrolle 12 und den Eingangsöffnungen des Gehäuses passiert der Film noch die Leitrollen-M und. M. Letztere ist mit Endflansehen versehen und sichert den Film gegen seitliche Ver- schiebung auf der Trommel.
Den Gehäuseöffnungen gegenüber liegt der Schlitten 16 auf den Führungen 17, auf denen er parallel zur Trommelachse gleiten kann. Er trägt das optische System, durch das ein sehr schmales Lichtbüsehel auf den Film projiziert wird. Das optische System enthält die Lichtquelle 20, deren Glühdraht konzentriert sein muss. In dem Ansatzrohr 21 befindet sich der Lichtspalt und eine Optik, die den Spalt verkleinert auf dem Film abbildet. Das Rohr 21 ragt über den Schlitten in das Innere des Gehäuses durch eine Öffnung, die zweckmässig der Schlitten selbst lichtdicht abschliesst.
Die verschiedenen Tonstreifen 8 des Filmes bilden eine fortlaufende Tonaufzeichnung, die nach jedem Durchlauf des Filmes von einem Streifen auf den benachbarten übergeht. Das optische System wird nun durch den Film derart gesteuert, dass es sich in einer entsprechenden Zeit von einem Streifen zum nächsten verschiebt.
Zu diesem Zwecke ist an einem Rand des Filmes eine dünne Metallklammer 24 befestigt. Im Gehäuse 10 sitzt das Metallbad 25 auf dem isolierten, drehbar befestigten Arm 26, der durch eine kleine Feder derart gehalten und geneigt wird, dass das Rad den Rand des Filmes, an dem die Klammer befestigt ist, berührt. Auf diese Weise bleiben Rad und Trommel normalerweise ausser Kontakt ; nur dann, wenn die Klammer unter dem Rad hindurchläuft, werden Trommel und Rad elektriseh verbunden und schliessen einen gleich zu beschreibenden Steuerkreis. Die Verschiebung des Schlittens bewirkt der Elektromagnet 28 ; dessen Anker 29 ist an der Stange 30 befestigt und wird durch die Schraubenfeder 31 elastisch in die äusserste Stellung gedrückt.
Die Stange 30 ist durch das Magnetgestell hindurchgeführt. An ihrem Ende ist die Sperrklinke 32 drehbar angebracht, die in eine Zahnstange 33 eingreift, deren Zähne den gleichen Abstand haben wie die einzelnen Tonstreifen. Bei Erregung des Magneten werden Schlitten und optisches System um einen
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stellung Überschreitet, ist die Kolbenbremse 34 vorgesehen ; ihr Bremszylinder ist fix angeordnet, während der Steuerkolben an dem Schlitten befestigt ist. Der Elektromagnet wird durch die elektriselie Verbindung Rad 25-Filmkammer 24-Trommel 11 betätigt. Hiezu bedient man sich erfindungsgemäss eines besonderen Gasentladungsgefässes mit Glühkathode und Steuergitter, das bei 36 angedeutet ist.
Diese Einrichtung besitzt eine Anode und ein Gitter, die in einem dampf-oder gasgefüllten Gefäss angeordnet sind. Der Gas-oder Dampfdruck ist dabei so gross, dass zwischen Anode und Kathode eine Lichtbogenentladung auftreten kann.
Nach der Zeichnung wird die Kathode 37 durch den Strom der Batterie , 8 geheizt und ist mit einer Gleichstromquelle 39 von z. B. 125 Volt verbunden. Die Magnetwicklung ist mit einem Ende an die Anode 40, mit ihrem anderen Ende über das Thermorelais 41 an die Stromquelle. 39 angeschlossen.
Das Gitter 42 erhält über den Widerstand 43 von der Batterie 44 eine normale negative Vorspannung. z. B. etwa 4-5 Volt. Das Gitter ist aber auch zugleich über den Widerstand 43 mit dem Pluspol der
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Da der durch das Gasentladungsgefäss und den Magneten 28 fliessende Strom nach seiner Betätigung durch das Steuergitter nicht mehr unterbrochen werden kann, wird der Stromkreis gemäss der Erfindung durch das Thermorelais 41 geöffnet. Diese Einrichtung besteht aus einer teilweise Quecksilber enthaltenden.
U-förmigen Röhre, von der ein Arm vorzugsweise mit Wasserstoff gefüllt ist. Von den zwei Klemmen dieses Relais ist die eine 48 in den Kopf, die andere 49 in die Abschmelzstelle dps U- Rollres einge"ehmolzen.
Die Klemme 49 taucht normalerweise in Quecksilber und ist an der Heizwicklung 50 aufgehängt.
Soll nun die Einrichtung in Betrieb genommen werden, dann setzt man zunächst die Filmspule auf die Tragrollen auf und schiebt die freie Schleife von der Seite in die Öffnungen des Gehäuses und über Rollen und Trommel ein. Der Punkt, an dem die Tonaufzeiehnung von einem Streifen in den andern übergeht, soll dabei gerade unterhalb des Lichtbiisehels liegen und die Klammer 24 gerade hinter dem Kontaktrad 25. Hebt man nun die Sperrklinke, dann bewegt sich der Schlitten so lange rückwärts, bis sie den ersten Zahn berührt. In dieser Stellung belichtet das optische System den ersten Tonstreifen.
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Lichtbüschel vorbei.
Ist nun die ganze Filmlänge einmal abgelaufen und der Punkt erreicht, wo die Tonaufzeichnung in den nächsten Tonstreifen übergeht, dann passiert die Klammer das Kontaktrad 25 und schliesst den Gitterkreis des Gasentladungsgefässes. In diesem entsteht sofort eine Lichtbogenentladung, der Magnet 28 wird betätigt, der Schlitten um einen Zahnabstand verschoben und so das Liehtbüschel auf den nächsten Tonstreifen gerichtet.
Die Klammer ist zweckmässig so angeordnet, dass die Bewegung des Schlittens zeitlich und räumlich genau abgestimmt ist auf die Bewegung, die das Liehtbiisehel bei der Tonaufnahme relativ zum Film ausführte. Versuche, die der Erfindung zugrunde liegen, haben ergeben, dass die gewünschte Zeit, die der Schlitten für seine Bewegung braucht, etwa 1/10 Sekunde beträgt, was im Betriebe kaum merkbar wird. Der Magnetkreis der nach Benutzung des Gasentladungsgefässes dauernd Strom führt, wird wenige Sekunden nach seiner Schliessung durch das Thermorelais 41 wieder geöffnet. Nachdem sich das Relais wieder abgekühlt hat, bereitet es erneut den Stromkreis vor, so dass das Gasentladungsgefäss wieder betriebsfähig ist.
Der eben beschriebene Vorgang wiederholt sich jedesmal, wenn die Klammer die Vorrichtung passiert. Das Lichtbüschel wird so lange von einer Tonaufzeichnung auf die nächste hinüber bewegt, bis die gesamte Tonaufzeichnung reproduziert ist. Die Klammer 24 ist zweckmässig sehr leicht gehalten und soll nur wenige Milliampere Strom führen.
Zur Steuerung des Gasentladungsgefässes genügt schon ein sehr geringer Gitterstrom.
Die Erfindung lässt sich, wie bereits gesagt, sowohl bei der Tonaufnahme als auch bei der Tonwiedergabe mit Vorteil anwenden. Wird sie zur Tonaufnahme benutzt, dann wird zweckmässig der Film vollständig in einem lichtdichten Gehäuse eingeschlossen. Man nimmt dann keine photoelektrische Zelle ; das den Film beleuchtende Lichtbüschel wird in irgendeiner geeigneten Weise von den Tonwellen gesteuert.
Die Erfindung ist auch dann anzuwenden, wenn das Filmband nicht endlos ist. In diesem Falle geht die Tonaufzeichnung an jedem Ende des Filmes von einem Streifen auf den andern über. Gemäss der Erfindung ist dann an jedem Übergangspunkte eine Klammer angeordnet, die die Seitwärtsbewegung in einer entsprechenden Zeit bewirkt. Dann muss aber auch bei jeder dieser Bewegungen die Drehrichtung der Trommel umgekehrt und der Film gebremst bzw. wieder beschleunigt werden. Zu diesem Zwecke ordnet man an jedem Ende des Filmes an beiden Rändern eine entsprechende Anzahl Klammern an. Die erste Klammer z. B. bewirkt, dass das Lichtbüschel gelöscht wird, die nächste reversiert den Motor und bewegt den Schlitten und die letzte schaltet das Licht wieder ein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Aufnahme und Wiedergabe von Tonfilmen, insbesondere solchen mit mehreren parallelen Aufzeiehnungsstreifen, bei welcher die Filmsteuerung und insbesondere die relative Querbewegung zwischen Film und Beliehtungsmittel durch im Anodenkreis eines Gasentladungsgefässe < liegende Magnetwieklungen erfolgt, deren Erregung von am Film selbst angebrachten Kontaktmitteln bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass diese Kontaktmittel den Gitterkreis eines von dem Tonverstärker getrennt angeordneten, besonderen Entladungsgefässes mit liehtbogenförmiger Entladung steuern.