AT124397B - Verfahren und Vorrichtung zum gleichzeitigen Wellen und Geradeschneiden von Platten aus Asbestzement oder anderen ähnlichen Materialien in Teigzustand. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum gleichzeitigen Wellen und Geradeschneiden von Platten aus Asbestzement oder anderen ähnlichen Materialien in Teigzustand.

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AT124397B
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  Verfahren und Vorrichtung zum gleichzeitigen Wellen und Geradeschneiden von Platten aus Asbestzement oder anderen ähnlichen Materialien in   Teigzustalld.   



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren und eine Vorrichtung zur Formgebung und zum gleichzeitigen Geradeschneiden von gewellten Platten aus Asbestzement oder anderen zusammengefügten Bestandteilen in Teigzustand mit einem Minimum an Handarbeit und unter gleichzeitiger Wiedergewinnung der Abfälle. 



   Ähnliche Vorrichtungen sind bekannt, jedoch weisen sie Nachteile auf, die ihre Wirtschaftlichkeit sehr in Frage stellen. So sind z. B. Vorrichtungen bekannt, die nur immer eine Welle herstellen können und somit weit hinter den Produktionsziffern der vorliegenden Erfindung zurückbleiben. Weiterhin kennt man Vorrichtungen, in denen die Wellenformelemente statt einer lotrechten eine waagrechte Bewegung ausführen, so dass grosse   räumliche   Ausdehnung und Leerlaufarbeit den Wirkungsgrad verschlechtern. Nachteilig ist an diesen Vorrichtungen auch das Fehlen jeglicher Geradsehneidevorrichtung, so dass zusätzliche Handarbeit die Verfahren verteuern. 



   Es ist versucht worden, diesen Nachteilen zu begegenen, indem man nachträglich die getrockneten Platten berichtigt hat, aber diese bekannten Verfahren haben zum Verlust des abgeschnittenen Materials, zu einer zusätzlichen Handarbeit und zu einem Verlust der durch das Zerbrechen oder Beschädigen der Platten hervorgelufen wird, geführt. 



   Diese Verluste können auf 5% des Wertes des   behandelten Materials geschätzt   werden, was eine   ausserordentliche hohe Zahl im Verhältnis zum Wert des Ausgangsmaterials ist. 



  Alle diese Nachteile können durch die Anwendung der vorliegenden Erfindung vermieden werden,   die das Wellen und Geradeschneiden gleichzeitig und ohne irgendwelcher Verluste zu machen erlaubt. 



   Zu diesem Zwecke wird gemäss der Erfindung nach der Bildung der mittleren Wellen das über den Rand der Modellplatte herausragende Material abgeschnitten und dann die restlichen Wellen gebildet. Die Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens besitzt ein Gestell, in dem eine mit festen Messern versehene Modellplatte auf einer Unterlage aufliegt und ein lotrecht auf und ab bewegter Rahmen vorgesehen ist, welcher Rundstäbe trägt, die sich in die Wellenmodelle der Modellplatte einsenken, wobei diese Rundstäbe in Form eines V angeordnet sind und in lotrechten Schlitzen ruhen, so dass die mittleren Rundstäbe sich zuerst auf die zu wellende Platte legen, wobei der Rahmen bewegliche Messer trägt, die die seitlichen Ränder der Platte abscheren, bevor die restlichen Stäbe sich auf die Platte senken. 



   Ferner wird durch die lotrechte Aufwärtsbewegung des die Rundstäbe tragenden Rahmens eine Welle mitgenommen, die Kettenräder mit Transportketten trägt, die dazu bestimmt sind, auf die Modellplatte einzuwirken und diese nach dem Aufheben der Rundstäbe aus der Vorrichtung zu bringen. 



   Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen beschrieben. 



   Fig. 1 ist eine teilweise im Schnitt dargestellte Vorderansicht der Maschine, die zur Ausführung des Arbeitsvorganges dient. 



   Die Fig. 2,3, 4 und 5 sind schematische Querschnitte, die die Aufeinanderfolge der Arbeitsvorgänge darstellen sollen. 



   Zu dem Arbeitsvorgang der vorliegenden Erfindung wird ein Tisch 1 benutzt, der seitlich mit festen Messern 2 versehen ist, die aus Metallplatten gebildet werden, deren Abstand voneinander von dem Profil der herzustellenden Wellung abhängt. Der obere Teil dieses Tisches ist so ausgebildet, dass 

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 er die Formen des Stahlmodells   5   aufweist. Über dem Modell sind runde Stäbe 3 oder Stileke beliebiger Form aufgehängt, die zur Wellenbildung dienen. Ausserdem sind zwei bewegliche Messer 4 den festen Messern 2 gegenüber scherenförmig angeordnet. 



   Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende : Auf den Tisch   1   wird ein Stahlmodell 5 gelegt und auf dieses wird die teigige Platte 6 ausgebreitet. Die mittleren Wellen werden zuerst   gepresst,   indem die Stäbe 3a und 3b gesenkt werden. Dann werden die   beweglichen Messer-   betätigt, die die Platte beiderseits scharf abschneiden. Daraufhin werden die Stäbe 3c und später 3 gesenkt, um die Bildung der gewellten Platte, die vom   Modellbodenblech   unterstützt wird, zu vollenden. 



   Es ist sicher, dass alle gewellten Platten, die nach dieser verbesserten Methode auf der Well-und Geradeschneidvorrichtung bearbeitet worden sind, sich nicht mehr in der Breite unterscheiden und eine nachträgliche Ausbesserung nicht mehr nötig ist. 



   Die während der Formgebung abgeschnittenen Ränder dieser teigigen Platten können ohne irgendwelcher Nachteile in dem Fabrikationsgang wieder verwendet werden. 



   Die Fig.   l   stellt eine Maschine dar, die so eingerichtet ist, um die verschiedenen Arbeiten in einem 
 EMI2.1 
 in dem ein rechtwinkliger Rahmen 2 gleiten kann, der durch die Pfeiler des Gestelles geführt wird. Dieser bewegliche Rahmen 2 trägt an jedem Ende eine   Platte. 1   die mit lotrechten Schlitzen 5 versehen ist, in denen die Rundstäbe   4   geführt werden. Der Rahmen 2 ist an Kurbelstangen 6 aufgehängt, die an Zapfen 7, welche in Scheiben 8 exzentrisch befestigt sind, angreifen. Die Scheiben 8 sind auf eine Achse 9, deren Lager auf den Trägern 10 ruhen, aufgekeilt. 
 EMI2.2 
 stäben   11,   die jedoch auch durch einen Tisch ersetzt werden können, wie es in den Fig. 2-5 dargestellt ist. 



   Der Rahmen 2 trägt auf beiden Seiten lotrechte Platten 13, die mit einem lotrechten   Schlitz   versehen sind, in welchem die Achse 15 geführt ist, deren Triebrad 16 eine Rotationsbewegung durch eine Kette erhält. Diese Achse 15 trägt in ihrem mittleren Teil und unter   der Modellplatte   Kettenräder   1'1 zur Bewegung   von Transportketten. 18 bezeichnet die festen Messer, die durch die Profileisen gehalten werden, die einen Schlitz 19 aufweisen, um der Achse 15 eine lotrechte Hin-und Herbewegung zu erlauben. 



   Das Senken des Rahmens 2 erlaubt erstens die Stäbe 4a und 4b in den mittleren Teil der zu wellenden Platte zu legen, zweitens vermittels der Schneiden 20 die seitlichen   Ränder,   d.   li.   das überstehende Material, abzuschneiden, und drittens die restlichen Stäbe 4c und   4il.   die die Wellung der Platte vervollständigen, aufzulegen. 



   Wenn die Rundstäbe 4 von der auf der   : Modellplatte 12   liegenden Platte abgehoben werden, werden die Platten   ! J mitgenommen   bis zu dem Augenblick, wo die Achse 15 vom Ende des   Schlitzes. M   erfasst und angehoben wird, so dass die Kettenräder 17 mit der Transportkette auf das   Modell 1-9 wirken   
 EMI2.3 
 gewellten Platte vorwärts. 



   Aus vorhergehendem ist ersichtlich, dass diese Maschine verschiedene Arbeiten während eines Umlaufes des Antriebsrades 8 ausführt. 



   Es ist selbstverständlich, dass jede andere Betriebsmethode dieser Maschine, die sich durch die Anzahl der zu senkenden Stäbe vor oder nach dem Schneiden unterscheidet, in den Bereich der Erfindung fällt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum gleichzeitigen Wellen und Geradeschneiden von Platten aus Asbestzement 
 EMI2.4 
 der Wellen versehene Unterlage aufgelegt und die Wellen durch aufeinanderfolgende   Einführung   von Organen in die Wellen der Modellplatte gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, dass nach Bildung der mittleren Wellen das über den Rand der Modellplatte herausragende Material abgeschnitten wird und dann die restlichen Wellen gebildet werden.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, EMI2.5 welcher Rundstäbe (4) trägt, die sich in die Wellenmodelle der Modellplatte (12) einsenken, wobei diese Rundstäbe in Form eines V angeordnet sind und in lotrechten Schlitzen (5) ruhen, so dass die mittleren Rundstäbe (4a und 4b) sich zuerst auf die zu wellende Platte legen, wobei der Rahmen (2) bewegliche Messer (20) trägt, die die seitlichen Ränder der Platte abscheren, bevor die restlichen Stäbe (c und 4d) sich auf die Platte senken.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch die lotrechte Aufwärtsbewegung des die Rundstäbe (4) tragenden Rahmens (2) eine Welle (15) mitgenommen wird, die Kettenräder (17) mit Transportketten trägt, die dazu bestimmt sind, auf die Modellplatte (12) einzuwirken und diese nach dem Aufheben der Rundstäbe (4) aus der Vorrichtung zu bringen.
AT124397D 1930-04-17 1930-04-17 Verfahren und Vorrichtung zum gleichzeitigen Wellen und Geradeschneiden von Platten aus Asbestzement oder anderen ähnlichen Materialien in Teigzustand. AT124397B (de)

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