AT123970B - Verfahren und Vorrichtung zur Unschädlichmachung des bei Gesteinbohrarbeiten entstehenden Staubes. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Unschädlichmachung des bei Gesteinbohrarbeiten entstehenden Staubes.Info
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Description
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Verfahren und Vorrichtung zur Unschädlichmaehnng des bei Gesteinbohrarbeiten entstehenden Staubes.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Unschädlichmachung des bei Gesteinbohrarbeiten entstehenden Staubes. Es ist bekannt, dass der bei der Bohrarbeit in Bergwerken
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machung des Bohrstaubes ganz besonders seit der Einführung des maschinellen schlagenden Bohrens im Bergbau dringlich geworden ist. Man hat bereits versucht, einen Schutz der Atmungsorgane durch
Staubschutzmasken herbeizuführen. Es ist ferner versucht worden, den vor Ort aufgewirbelten Staub durch feuchte oder trockene Entstaubung der Luft des Betriebspunktes abzuführen.
Weitere Versuche gingen dahin, die Bildung von trockenem Staub im Bohrloch durch Wasserspülung des letzteren sowie das Aufwirbeln des aus dem Bohrloch austretenden Staubes durch feuchtes Niederschlagen oder trockenes
Auffangen oder Absaugen des Staubes an der Bohrlochmündung zu verhüten. Alle diese Versuche haben bisher ein völlig befriedigendes Ergebnis nicht gezeitigt.
Das Verfahren zur Unschädlichmachung des bei Gesteinbohrarbeiten entstehenden Staubes gemäss der Erfindung besteht nun darin, den Gesteinstaub durch Schaum zu binden. Dies kann z. B. in der
Weise geschehen, dass der Schaum dem Bohrloch vorgelagert wird, so dass er den aus letzterem austretenden
Staub auffängt und vermöge seiner Feuchtigkeit oder Klebrigkeit vollkommen festhält. Ein weiterer
Vorteil dieses Verfahrens ergibt sich daraus, dass die Menge des Schaumes mit der Menge des Gestein-
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benutzen, der aus einer sehaumbildenden Flüssigkeit und einem indifferenten Gase oder Gasgemisch, insbesondere aber Druckluft, hergestellt wurde.
Ein solcher Schaum, insbesondere ein mit Luft hergestellter, hält die in ihm enthaltene Flüssigkeit sehr lange fest und ist daher praktisch nahezu trocken, was sehr wichtig ist, weil an bestimmten Betriebspunkten nasse Schaumbildungsverfahren nicht anwendbar sind.
Der gas-bzw. lufthaltige Schaum kann nach bekannten Verfahren hergestellt werden, z. B. in der Weise, dass man in einen eine schaumbildende Flüssigkeit enthaltenden Behälter Pressluft in fein verteiltem Zustande einleitet, indem man etwa die Pressluft durch einen von der Flüssigkeit benetzten porösen Körper (z. B. einen Filterkörper aus keramischem Material) hindurehschiekt. Ein anderes geeignetes Verfahren besteht z. B. darin, sehaumbildende Flüssigkeit und Pressluft gemeinsam durch einen porösen Körper hindurchzuschicken. Selbstverständlich sind aber zur Durchführung des Verfahrens
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unter Benützung von Pressluft oder Pressgas Schaum erzeugen kann.
Gegenüber der Benutzung eines auf chemischem Wege hergestellten Schaumes bringt die Anwendung von Luftschau'ni noch den weiteren Vorteil mit sich, dass ausser der für den Betrieb der Gesteinbohrmaschine notwendigen Pressluftleitung keine andern Leitungen an die Arbeitsstelle herangeführt zu werden brauchen. Aus diesem Grunde ist die Benutzung des Luftsehaumes zugleich betriebswirtschaftlieh. Hinzu kommt, dass die bekannten Einrichtungen zur mechanischen Erzeugung von Schaum unter Benutzung von Pressluft oder Pressgas leicht zu handhaben sowie zuverlässig, sicher und dauerhaft im Betriebe sind.
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od. dgl. am Gestein vorübergehend befestigen lässt, nimmt den zur Bindung des Staubes bestimmten Schaum auf.
Die Einleitung des Schaumes in die Haube kann in beliebiger Weise geschehen. Die den Schaum enthaltende Haube wird besonders vorteilhaft in Verbindung mit solchen Gesteinbohrern benutzt, die von Pressluft durchströmt werden, so dass der im Bohrloch entstehende Gesteinstaub durch die Pressluft gegen und in die in der Haube enthaltene Schaummenge ausgeblasen wird. Diese Vorrichtung ist in ihrem Gesamtaufbau ausserordentlich einfach, so dass sie sehr handlich und leicht zu bedienen ist.
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Darstellung.
In der Zeichnung ist 1 eine Gesteinbohrmaschine für sehlagendes Bohren, die mit dem Gesteinbohrer 2 versehen ist. Letzterer kann im Innern einen Kanal zur Zuführung von Pressluft in das Bohrloch enthalten. Über den Bohrer ist eine zu diesem Zwecke mit einer entsprechenden Öffnung 10 versehene
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einer Weise vorübergehend befestigt werden. Sie nimmt den zur Staubbindung bestimmten Schaum auf, der durch eine Leitung 7 aus einem Schaumerzeuger 4 zugeführt werden kann. Dieser Schaumerzeuger stellt einen chemischen Schaum nach dem z. B. im Feuerlöschwesen bekannten Verfahren her.
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sind an bis vor Ort geführte Leitungen 11 und 12 angeschlossen. Von der Pressluftleitung 12 zweigt gleichzeitig das der Bohrmaschine 1 Pressluft zuführende Rohr 9 ab.
Besondere Vorteile der beschriebenen Einrichtung sind deren Dauerhaftigkeit, Betriebssicherheit und Zuverlässigkeit.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Unschädlichmachung des bei Gesteinbohrarbeiten entstehenden Staubes, dadurch gekennzeichnet, dass der Gesteinstaub durch Schaum gebunden wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anwendung eines in an sich bekannter Weise auf mechanischem Wege aus einer schaumbildenden Flüssigkeit und einem indifferenten Gas oder EMI2.5 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaum dem Bohr- loche vorgelagert wird.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch von Gesteinstaub und Schaum zum Besetzen der Bohrlöcher benutzt wird.5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet, durch eine mit dem Gesteinbohrer verbundene Kappe od. dgl., deren Öffnung gegen das Gestein gerichtet ist und deren Hohlraum den Schaum aufnimmt. EMI2.6
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1929
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