AT123833B - Verfahren zur Erzeugung eines beständigen Schaumes, insbesondere auf sauren Beizbädern, und Beizbadzusatzmittel. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines beständigen Schaumes, insbesondere auf sauren Beizbädern, und Beizbadzusatzmittel.

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AT123833B
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James Harvey Gravell
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James Harvey Gravell
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  Verfahren zur   Erzeugung   eines beständigen   Schaumes,   insbesondere auf sauren Beiz- bädern, und   Beizbadzusatzmittel.   



   Die Erfindung bezieht sieh auf die Erzeugung von Schaum im allgemeinen und im besonderen auf die Erzeugung von Schaum in Säurebädern, welche Wasserstoff entwickeln. 



   Die Erfindung zielt hauptsächlich darauf ab, in Säurebädern, welche Wasserstoff entwickeln,   einen haltbaren Schaum zu erzeugen, die Kosten der Sehaumerzeugung zu verringern, die Wärmeverluste durch Strahlung zu vermindern, Säure zu sparen, die Wirksamkeit des Schaumes zu erhöhen   und das Versprühen von Säure aus dem Bade zu verhindern. 



   Wenn Eisen und Stahl der Einwirkung eines Säurebades z. B. einer verdünnten Lösung von
Schwefelsäure, unterworfen werden, greift die Säure das Metall an und macht Wasserstoff frei, welcher in Blasen durch die Lösung aufsteigend, in die Luft entweicht. Der entweichende Wasserstoff bildet auf der Oberfläche des Bades leicht zerfallende Blasen, welche beim Zerplatzen einen Säurenebel oder   Säuretropfchen   aussprühen, wodurch die Gesundheit der Arbeiter geschädigt wird und die in der Nähe befindlichen Materialien angegriffen werden. 



   Um diesen nachteiligen Zustand zu beseitigen, werden bekanntlich dem Bade   schaumbildende  
Mittel, z. B. Saponine,   saponinähnliche   Stoffe, wässerige Roggenmehlauszüge oder Suspensionen od. dgl. 



   Zelluloseablauge usw. zugesetzt. Diese Mittel stabilisieren die Blasen und bewirken, dass sich das Bad mit einer   Sehaumdecke   überzieht, welche das Entweichen des Wasserstoffes so lange verzögert, bis die mitgerissenen flüssigen Anteile sich absondern und in das Bad   zurückfliessen,   so dass das Versprühen von
Säure vermieden wird. 



   Die mit den   sehaumbildenden   Mitteln gemachten Erfahrungen zeigen aber, dass sie zwar wirksam sind, aber ohne dauernden Erfolg. Deshalb ist es erforderlich, dem Bade sehaumbildende Mittel fort- laufend in kleinen Anteilen zuzusetzen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Um die Schaumdecke aufrechtzuerhalten, muss das Bad ständig   überwacht   und das Mittel je nach Erfordernis zugegeben werden. Die erforderliche Menge ist überdies so gross, dass. wollte man den ganzen Bedarf an Schaum- mitteln dem Bade schon zu Beginn zusetzen, dies die Zusammensetzung des Bades derart verändern würde, dass das Bad in vielen Fällen dem bestimmungsgemässen Zweck nicht mehr entsprechen könnte. 



   Demzufolge erfordert es so viel Aufmerksamkeit und Sorgfalt, um die richtige Schaumbildung in Gang zu halten, dass die   gefährlichen Dämpfe durch Vernachlässigung   der Ausficht oft schon Schaden anrichten, bevor die Unachtsamkeit bemerkt wird. 



   Es wurde nun gefunden, dass durch den Zusatz von geeigneten Mitteln zu dem Bade, die als   "sehaumschützende Stoffe"bezeichnet   werden sollen, der Bedarf an schaumbildenden Mitteln soweit verringert werden kann, dass die ganze erforderliche Menge schon bei der Bereitung des Bades zugesetzt werden kann, ohne dass die Gefahr besteht, die Wirkung des Bades zu schwächen, und dies mit dem
Ergebnis, dass es hiebei gelingt, eine zufriedenstellende   Schaumbildung   während der ganzen Gebrauchs- dauer des Bades hervorzurufen. 



   Die besten sehaumsehützenden Stoffe sind Formaldehyd (Paraformaldehyd) und solche Ver- bindungen, die imstande sind, Formaldehyd in einem Säurebade in Gegenwart von Metall abzugeben, insbesondere Thioamide, wie Thioformamid und dessen Derivate sowie   Thiocarbanilid.   Diese Ver- 
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 Gründen wird das unter dem Namen Zelluloseablauge bekannte schaumbildende Mittel vorzugsweise benutzt. 
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 von etwa   1000 kg eingebracht.   Zu diesem den Stahl enthaltenden Bad können beispielsweise zugefügt werden : 190   l     Zelluloseablauge,   0.   9 leg Thiocarbanilid.   



   Das Bad beginnt nun Schaum zu entwickeln, der sieh zu einer Decke sammelt, die   die Wärme   des Bades   zurückhält   und als wirksames Mittel zur Absonderung aller   mitgerissenen   Flüssigkeit aus den entweichenden Wasserstoffblasen dient. Die so gebildete Schaumdecke ist sehr beständig. Sie bildet sich ohne weitere Zusätze und hält an, bis die Säure selbst erschöpft ist. Unter denselben Bedingungen würde ein Bad ohne Zusatz eines schaumschützenden Stoffes die   ständige   Zufuhr von   schaumbildenden   Mitteln erfordern, so dass im ganzen die zehnfache oder eine noch grössere   Menge gebraueilt werden   würde.

   Die vorgesehlagenen Mittel erhöhen demnach die Haltbarkeit des Schaumes und verringern wesentlich die Ansprüche an die   Aufmerksamkeit   der Bedienungspersonen. 
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 schon vor der Verwendung miteinander vermischen und diese Mischung dem Bade zusetzen. In diesem Falle empfiehlt es sich, zur Trocknis eingedampfte Zelluloseablauge zu verwenden. Die Bestandteile können in folgenden Verhältnissen zusammengemischt werden : Eingedampfte   Zelluloseablauge   0. 9 kg, Thiocarbanilid 0.9   lcg.   Das erhaltene Produkt ist eine   pulverförmige   Mischung, die der Menge nach für ein Bad des oben angegebenen   Rauminhaltes   genügt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung eines beständigen   Schaumes,   insbesondere auf Wasserstoff ententwickelnden sauren Beizbädern, die ein sehaumbildendes Mittel, wie Zelluloseablauge enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass dem Beizbad ein   schaumschützender   Stoff, wie Formaldehyd oder Formaldehyd abgebende Verbindungen, insbesondere Thioamide, wie z. B. Thioformamid und dessen Derivate, oder ferner Thiocarbanilid zugesetzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Beizbadzusatzmittel zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es neben einem bekannten Sehaumbildner, wie z. B. Zelluloseablauge, einen Schaum- sehutzstoff, wie z. B. Formaldehyd oder eine im Beizbad Formaldehyd abgebende Verbindung, wie Thioamide, vorzugsweise Thioformamid oder Thiocarbanilid enthält.
AT123833D 1927-03-29 1928-03-28 Verfahren zur Erzeugung eines beständigen Schaumes, insbesondere auf sauren Beizbädern, und Beizbadzusatzmittel. AT123833B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1169759B (de) * 1956-09-25 1964-05-06 Ici Ltd Saures Beizbad fuer Metallgegenstaende

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