DE609019C - Verfahren zur Verhuetung der Aufloesung von Metallen in Saeuren - Google Patents

Verfahren zur Verhuetung der Aufloesung von Metallen in Saeuren

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DE609019C
DE609019C DEG77414D DEG0077414D DE609019C DE 609019 C DE609019 C DE 609019C DE G77414 D DEG77414 D DE G77414D DE G0077414 D DEG0077414 D DE G0077414D DE 609019 C DE609019 C DE 609019C
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    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23GCLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
    • C23G1/00Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts
    • C23G1/02Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts with acid solutions
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verhütung der Auflösung von Metallen in Säuren, insbesondere beim Beizen von Eisen und Stahl, und bezweckt, durch Zusatz von sog. Sparbeizen zura Beizbade die Auflösung des im Beizbad gereinigten Metalles von seiner freigelegten Oberfläche aus zu verhüten, dadurch Metall und Säure zu sparen, die Gebrauchsdauer der Bäder zu erhöhen, Schädigungen des Metalles, ζ. B. Beizfarüchigkeit, Blasenbildung usw., zu vermeiden. Aussehen und Eigenschaften des gebeizten Metalles zu verbessern und die Arbeit des Beizens zu vervollkommnen und zu verbilligen.
Die meisten Sparbeizen sind Substanzen, welche sich molekular oder kolloidal in dem Beizbade auflösen, es sind aber auch schon hierfür kristalline Stoffe vorgeschlagen worden, welche in der Beizsäure praktisch unlöslich sind, wie z. B. gewisse Thioamide und deren Derivate. Es ist ferner bekannt, daß stets eine feine Verteilung der in dler Beiz;-flüssigkeit nicht löslichen Stoffe Vorbedingung für ihre Wirkung ist, woraus allerdings fälschlicherweise der Schluß gezogen wurde, daß die Wirkung der Sparbeizen auf kolloklchemischeii Vorgängen beruhe.
Es wurde nun gefunden, daß die Wirksamkeit dieser praktisch unlöslichen, als Sparbeizen verwendeten Stoffe, die sich nicht kolloidal verteilen lassen, in sehr starkem Grade dadurch gesteigert werden kann, daß bei der Feinvarteilung solche Stoffe zugesetzt und mit vermählen werden, die 'eine glutie Benetzbarkeit der Sparbeizen durch die Beizsäure bewirken und durch Oberflächenwirkung die feinen Partikelchen im Beizbade schwimmend erhalten, und einer Aggregation oder einem Absetzen entgegenwirken. Diese als Schutzkolloide oder Peptisatoren wirkenden Stoffe sollen im folgenden als Flotationsmittel bezeichnet werden.
Wenn man z. B. einem Beizbade eine gewisse Menge der fein vermahlenen Sparbeize und des Flotationisimitbeis, jedes für sich in getrennter Operation, hinzugibt, so wird das Leben (oder die Wirkungszeit) des Beizbades um 20 bis 2 5 0/0 verlängert. Vermählt man aber die gleiche Menge der Sparbeize mit der gleichen Menge des Flotationsmittels vor der Zugabe zum Beizbad gut miteinander und gibt diese Mischung dem Beizbade zu, so steigt die Lebensdauer des Beizbades auf etwa 300 0/0.

Claims (2)

Als kristalline Sparbeizen, welchie in dem Beizbad praktisch unlöslich sind, worunter etwa die Löslichkeit von Arsenik in verdünnter Säure zu verstehen ist, haben sich 5' Thioamide besonders gut bewährt, wie TMo harnstoffe, z. B. Ditolylthioharnstoff, Merkaptothiazole, Alkylthiuramsulfide u. dgl. Als Flotationsmittel können Zellstoffablauge, Stärke, Mehl, Leim, Ton u. dgl. verwendet werden. Als. besonders zweckmäßig empfieMt sich die Verwendung von angedickter Zellstoffablauge, welche außer der flotierenden Wirkung gleichzeitig auch noch eine schaumerzeugende Wirkung besitzt. Um die mit der Erzeugung einer Schaumdecke auf dem Beizbade verbundenen Vorteile zu erhalten, ist es zweckmäßig, solche Flotationsmittel zu verwenden, welche gleichzeitig Schaum erzeugen, wenn man nicht besondere Schaumerzeuger noch hinzugeben will. Die gemäß der Erfindung-hergestellte Beizsäure ist in ihrem Angoiffsvermögen auf Eisen so stark gehemmt, daß sie auch in Eisenfässern transportiert werden kann, ohne die Fässer in bedenklicher Weise anzugreifen. Die Erfindung wird nachstehend durch ein Ausführungsbeispiel näher erläutert: 1,0 kg DiorthotolyLthiohamstoff wird mit 1,5 kg eingedickter Zellstoffablauge gut vermählen. Die Mengenverhältnisse können in weiten Grenzen verändert werden, wenn nur die Menge des Floitattonsmittels ausreicht, um den Thioharnstoff im Beizbade in feiner Flotation zu !erhalten. Zum Beizen von Stahl wird ι kg dieser fein vermaMenen Mischung der Beizsäure, bestehend aus 40001 Wasser und 2001 6OgEadiger Schwefelsäure, zugefügt. Die Beiztetnperatur kann 80 bis 900 betragen. Es sei bemerkt, daß der Zusatz von TMoamiden und Flotationsmitteln an sich nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, sondern daß das Merkmal derselben darin besteht, daß eine gemeinsam feinst vermahlene Mischung dieser Stoffe zu den Beizbädern zugesetzt wird, und daß der Zweck dieser Maßnahme lediglich der ist, die beizhemmende Wirkung der TMoamide zu erhöhen. Ρλτεντλ nsphüche:
1. Verfahren zur Verhütung der Auflösung von Metallen in Säuren, insbesondere beim Beizen, unter Verwendung von in der B'eizsäuare praktisch unlöslichen TMoamiden und ihren Derivaten, dadurch gekennzeichnet, daß dem Beizbade eine feinst vermahlene Mischung dieser TMoamide oder ihrer Derivate mit Flotationsmitteln zugesetzt wird.
2. Beizbadzusatz nach Anspruch 1, bestehend aus einer feinst vermahlenen Mischung von im Beizbad praktisch unlöslichen TMoamiden oder ihrer Derivate mit Flotationsmitüeln.
DEG77414D 1928-10-02 1929-09-06 Verfahren zur Verhuetung der Aufloesung von Metallen in Saeuren Expired DE609019C (de)

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US2614081A (en) * 1948-03-26 1952-10-14 Pennsylvania Salt Mfg Co Pickling bath foaming agent
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US3216857A (en) * 1962-05-21 1965-11-09 Wyandotte Chemicals Corp Process for removal of carbonaceous deposits

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FR682424A (fr) 1930-05-27
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