AT122668B - Einrichtung zur Veränderung des Übersetzungsverhältnisses bei Antriebshebeln für Kranken- und Invaliden-Fahrzeuge. - Google Patents

Einrichtung zur Veränderung des Übersetzungsverhältnisses bei Antriebshebeln für Kranken- und Invaliden-Fahrzeuge.

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AT122668B
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 EMI1.1 
 



   Kranken-und Invaliden-Fahrzeuge werden in der überwiegenden Mehrheit durch Handhebel angetrieben, welche an ihrem oberen Ende einen Griff besitzen. deren einer   gleichzeitig zur Betätigung   der Steuer eingerichtet ist, und die unter Vermittlung einer Verbindungsstange unmittelbar an den Kur- beln der Antriebsachse angreifen. Das   Übersetzungsverhältnis dieser Antriebshebel   ist dabei normal so gewählt, dass es auf im wesentlichen ebener Strasse eine leichte Fortbewegung des Fahrzeuges gestattet. 



   Sind nun aber in der Fahrstrasse   Steigungen   vorhanden, so ergibt sieh von selbst, dass die Anstrengung des Fahrens in entsprechendem Masse steigt und dass ganz leicht die Arbeitsleistung ein solches Mass an- nehmen kann, dass sie vom Fahrer nicht mehr vollbracht werden kann.

   Vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf eine Einrichtung, durch welche es dem Fahrer ermöglicht wird, in jedem Augenblick das Übersetzungsverhältnis der Antriebshebel während der Fahrt, und ohne im geringsten behindert zu sein, so einstellen zu können, wie es den gegebenen   Wegeverhältnissen entspricht.   Dies wird dadurch erreicht, dass entweder die Antriebshebel selbst in einer Führungshülse längs verschiebbar gemacht und während der Fahrt leicht durch geeignete Hilfsmittel in der erwähnten Weise verschoben werden können, oder dass auf den Antriebshebeln der untere Triebzapfen oder auch statt dessen an seinem oberen Ende der Handgriff, mittels dessen der Hebel bewegt wird, auf diesem verschoben werden kann. 



   Auf der anliegenden   Zeichnung sind verschiedene Ansführungsbeispiele veranschaulicht, u. zw.   zeigt : Fig. 1 eine schematische   Gesamtansieht   eines Invalidenfahrzeuges von der Seite, Fig. 2 eine Rückansicht des rechten, Fig. 3 eine Rückansicht des linken Antriebshebels von der ersten Ausführungsform, Fig. 4 die zweite Ausführungsform mit verschiebbarem Hebel, Fig. 5 und 6 zwei zueinander senkrecht stehende Ansichten derjenigen Ausführungsform, bei welcher der untere Hebelarm   veränderlich gemacht   ist, während Fig. 7 und 8 dieselben Ansichten einer Ausführungsform, bei welcher der obere Hebelarm veränderlich gemacht ist, zeigen. 



   Man erkennt aus der Zeichnung das   Kranken-und Invaliden-Fahrzeug a, welches   im vorliegenden Fall als sogenannter Vordersteuerer ausgebildet ist und dessen Triebachse b durch die Antriebshebel c mittels der Stangen d unmittelbar angetrieben wird. Die Verbindungsstangen   d   greifen an dem unteren Drehpunkt e der Antriebshebel   c   an.   während   an ihrem oberen, vorteilhaft einwärts gebogenen Ende ein bequemer Handgriff   í angeordnet   ist. Dieser Handgriff f ist an dem einen Hebel gewöhnlich fest, während er am andern Hebel, im vorliegenden Fall bei dem rechten Antriebshebel e, drehbar gemacht ist, zu dem Zweck, dadurch gleichzeitig die Steuerung des Fahrzeuges vornehmen zu können. 



   Um das Übersetzungsverhältnis der als zweiarmige Hebel ausgebildeten Triebhebel c jederzeit leicht ändern zu können, sind die Antriebshebel   c     längsverschiebbar   in einer Hülse   g geführt, welche   in dem Drehpunkt   A   drehbar am Fahrradrahmen a angeordnet ist. Damit sich die Antriebshebel c in dieser Hülse g nicht drehen können, werden sie in dem betreffenden Teil kantig, z. B. sechskantig, gemacht und die Hülse   g   mit entsprechender Bohrung versehen, oder es wird eine andere entsprechende Massnahme, z. B. Nut und Keil, Schlitz und Führungsstift, angewendet.

   Es ist klar, dass durch Verschiebung der Hebel   e   nach oben das Übersetzungsverhältnis vergrössert und durch die entgegengesetzte Bewegung entsprechend verkleinert wird, und dass man auf diese Weise bei entsprechender Einstellung mit nur etwas 

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   verstärkter körperlicher Bewegung   ohne besondere   Anstrengung   selbst bedeutende   Steigungen über-   winden kann, ohne das Tempo der Fahrt wesentlich herabzumindern. 



   Umdiese Verstellung jederzeitausführen zu können, ist an jedem Hebel c ein Zahntrieb i angebracht, welcher durch einen Handgriff ; gedreht werden kann und welcher in eine   passend geführte Zahnstange   
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 welcher in die passend geführte Zahnstange p eingreift. Diese Zahnstange p ist nach unten so weit verlängert. dass sie durch den Winkelhebel q und die Verbindungsstange r and der Vorderradgabel s angreifen und dadurch die Steuerbewegung ausführen kann. Da der Handgriff f während der   UmsteIluna : der   Hebelverhältnisse kurze Zeit frei bleibt, dreht er sieh während dieser Umstellung leicht von selbst, ohne dabei die Steuerung zu beeinflussen, wobei diese sich ohne weiteres immer dem Übersetzungsverhältnis anpasst. 



   In vielen Fällen kann unter   Umständen   die Verwendung   der verhältnismässig   weit nach oben vorstehenden Zahnstangen unzweckmässig oder   unerwünscht   sein. Man kann diese Zahnstangen auch 
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   fiihrungsform   die Zahnstange      durch den Zahntrieb o. 



   Selbstverständlich kann bei solchen Antriebshebeln, welche mit ihrem unteren Ende am Fahrzeug- 
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 so ausgebildet werden, dass dieser Drehpunkt h mit der Hülse g verbunden ist, worauf dann bei im übrigen vollkommen gleicher Ausbildung und Anordnung der andern Organe nicht mehr der Antriebshebel c in der Hülse, sondern umgekehrt die Hülse g und damit die Verbindungsstange d auf dem Triebhebel c entsprechend verschoben und damit das   Übersetzungsverhältnis geändert   wird. 



   Die gleiche einrichtung kann auch zur Anwendung kommen, wenn, wie in Fig.   o   und 6 dargestellt und an sich im Prinzip bekannt, der Handhebel c in dem Drehpunkt h ortsfest drehbar gelagert und zur   Änderung des Übersetzungsverhältnisses   der untere Drehzapfen e verschiebbar gemacht ist. Hier ist der Zapfen e auf einer Hülse e' angeordnet. Diese Hülse e' ist auf dem unteren Hebelarm des Antriebshebels c verschiebbar, jedoch gegen Drehung gesicert, beispielsweise dadurch. dass beide Teile kantig 
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   Bei der vierten Ausführungsform bleibt der untere Hebel des Antriebshebels   c   unverändert, so dass mithin der Abstand des Gelenkes e vom   Drehpunkt     11.   immer gleich bleibt. Dagegen wird der obere Hebelarm   veränderlich   gemacht, und zu diesem Zweck ist der Handgriff f auf einer Hülse f'angeordnet, welche in der   gleichen   Weise wie vorher die Hülse e'durch eine Zahnstange 1 und ein   Zahnrad i   mit Handgriff      bewegt wird und in den einzelnen Stellungen durch ein federndes Gesperre w,n festgehalten wird. 



  Durch die Verschiebung der Hülse f verschiebt sieh auch entsprechend der   Handgriff f und damit   ändert sieh auch die Länge des oberen Hebelarmes und somit auch das Übersetzungsverhältnis. Da   nun   auch bei dieser Ausführung der eine Handgriff   gleichzeitig als Steuergriff ausgebildet   werden soll. ist dieser mit dem Zahnrad o verbunden, das in eine Zahnstange p eingreift, die in dem Arm   f" der Hiilse 1" passend   geführt ist und durch ein   Hebelgestänge   die Vorderradgabel unmittelbar steuert. 



   Selbstverständlich kann   bei allen diesen Ausführungsformen   an Stelle der Zahnstangen und Zahnräder auch die Anwendung von Ketten und   Kettenrädern,   Seilscheiben oder andern geeigneten Übertragungsmitteln in Betracht kommen.

Claims (1)

  1. EMI3.1 1. Einrichtung zur Veränderung des Übersetzungsverhältnisses der Antriebshebel von Krankenund Invaliden-Fahrzeugen auch während der Fahrt, dadurch gekennzeichnet, dass das Längenverhältnis der beiden Hebelarme des einen zweiarmigen Hebel bildenden Triebhebels (c) durch Längsverschiebung seines Drehpunktes (h) oder seines Angriffpunktes, des Handgriffes (f), durch Anordnung dieser Punkte bzw. (f) auf verschiebbaren Hülsen (g) bzw. (f') veränderlich und einstellbar gemacht ist.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebshebel (e) in einer um den Drehpunkt drehbaren Hülse (g) in der Längsrichtung verschiebbar, aber gegen Drehung gesichert, geführt sind und für die Längsbewegung der Antriebshebel (e) Zahnstangen (1) oder endlose Ketten (t) vorgesehen sind.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Längsbewegung der Antriebs- EMI3.2 eingreifen, vorgesehen und an der Hülse (g) federnde Sperrvorriehtungen (m) zum Festhalten der Antriebshebel (e) angeordnet sind.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen l bis 3 bei an sich bekannter Versehiebbarkeit des Gelenkzapfens (e) für den Angriff der Verbindungsstange (d), dadurch gekennzeichnet, dass dieser Zapfen (e) auf einer Hülse (cl) sitzt, die auf dem unteren Hebelarm unmittelbar angeordnet ist, und die durch Zahnräder und Zahnstangen (i, k, l) oder Ketten und Kettenräder auch während der Fahrt in der Längsrich- tung verschoben und festgestellt werden kann.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff (f) mittels einer Hülse (f') auf dem oberen Hebelarm des Antriebshebels (e) axial verschiebbar gemacht ist und die Umstellung während der Fahrt durch Zahnräder und Zugstangen './f. oder durch Ketten und Kettenräder erfolgt. EMI3.3
AT122668D 1928-12-24 1929-11-04 Einrichtung zur Veränderung des Übersetzungsverhältnisses bei Antriebshebeln für Kranken- und Invaliden-Fahrzeuge. AT122668B (de)

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