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Patentschrift 47. 603 beschrieben sind, und insbesondere auf eine Einrichtung an solchen Maschinen, mittels welcher gesperrter Satz erzeugt werden kann. Eine solche Einrichtung ist in der Patentschrift
Nr. 56.769 beschrieben. Bei dieser Vorkonstruktion werden durch Lochungen im Registerstreifen Organe betätigt, welche bewirken, dass jeder Typenkörper um einen festen Betrag weiter (breiter) als der normalen
Breite entspricht, gegossen wird, um zu gesperrtem Satz zu gelangen. Eine wesentliche Eigentümlich- keit dieser Einrichtung nach der Vorkonstruktion liegt darin, dass sie durch Lochungen ausgelöst wird, die auch noch bei der Ausschliessung der Zeile in Wirksamkeit treten.
Bei dieser Vorkonstruktion konnte jedoch nur gewöhnlicher und gesperrter Satz gedruckt werden.
Zweck der Erfindung ist es, eine Einrichtung zu schaffen, durch welche sowohl gesperrter Satz als auch alle Arten von ausgeschlossenem Satz und ausgeschlossenem Tabellensatz hergestellt werden können, wenn die zur Herstellung des gesperrten Satzes dienende Einrichtung in Tätigkeit oder in Bereit- schaftstellung ist. Bei der bisher verwendeten Einrichtung wurden die Zeichen zur Herstellung gesperrten
Satzes durch gleichzeitige Anbringung der zwei Ausschliessungslochungen im Registerstreifen hergestellt.
Diese Lochungen steuern Leitungen in einem pneumatischen System der Giessmaschinen.
Die Einrichtung nach der Erfindung besteht aus einem Ventilmechnismus, der durch bestimmte Teile normaler Zeichen (Lochungen) betätigt wird, um die Luftleitungen zu steuern, so dass normale Ausschliessungszeiehen, Tabellenaussehliessungszeichen und Zeichen für gesperrten Satz auf die versehiedenen Einrichtungen in der Giessmasehine wirken können.
Soll gesperrter Satz erzeugt werden, so werden eines oder beide der normalen Aussehliessungszeichen dem Charakter-od. dgl. Zeichen hinzugefügt, um die Sperreinrichtung zur Herstellung gesperrten Satzes zu betätigen, und Teile normaler Zeichen werden in Verbindung mit den bestehenden Reihen von Ausschliessungszeichen verwendet, um die beiden Aussehliessungszeiehen herzustellen. Diese Zeichen, die zur zeitweisen Betätigung der Aussehliessungseinriehtungen dienen, werden von Reihen genommen, die im normalen Satz nicht zusammen auftreten. Eines der Zusatzzeiehen ist beiden Ausschliessungszeichen gemeinsam.
Erfindungsgemäss besteht nun diese Steuereinriehtung für die durch Registerstreifen gesteuerte Typengiess- und Setzmaschine, bei der nach Einstellung einer bestimmten Vorrichtung die Zeichen eine Sonderwirkung ausüben können, die anderer Art ist, als die Zeichen sonst ausüben, aus einem von Hand zu verstellenden Teil, der es ermöglicht, ein Zeichen oder einen Zeichensatz nach Belieben auf eine von zwei verschiedenen Einstellvorriehtungen wirken zu lassen und aus einem von einer Kraftquelle zu verstellenden Teil, der eine andere Reihe von Zeichen oder Zeichenbestandteilen nach Bedarf auf eine von zwei Einstellvorrichtungen zur Wirkung bringt.
Die Zeichnungen zeigen beispielsweise in Fig. 1 eine Ansieht der Ventil-oder Schalteinrichtung nach der Erfindung, Fig. 2 eine schematische Darstellung der Rohrleitungen, die mit der Einrichtung nach Fig. 1 in Verbindung stehen, in Fig. 3 eine schematisehe Darstellung der Einrichtung nach Fig. 1, ausser Tätigkeit, in Fig. 4 die Einrichtung in der Arbeitsstellung, in Fig. 5 einen Längsschnitt durch die Ventileinrichtung nach Fig. 1, in Fig. 6 und 7 Schnitte durch diese Einrichtung, von der Seite gesehen, in Fig. 8 eine Ansicht der Einrichtung mit entfernter Deekplatte, in Fig. 9 eine ähnliche Ansieht nach Entfernung einer andern Deckplatte, in Fig. 10 eine Untersicht eines Teiles der von Hand betätigten Einrichtung, in Fig. 11 eine Draufsicht auf die Einrichtung nach Fig. 1 nach Entfernung der von Hand aus betätigten Einrichtung, in Fig.
12 bis 16 Schnitte durch die Ventileinriehtung nach verschiedenen
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Ebenen und in Fig. 17 eine Ansieht der zusätzlichen Giessformbemessungs- oder Sperrungseinrichtung, welche durch die Ventileinrichtung betätigt wird.
Nach der Erfindung weist die Einrichtung ein Kolbenventil A (Fig. 5,6 und 7) auf, das sieh innerhalb einer Kammer Bl hin-und herbewegen kann, die in einem Gehäuse B liegt, das mit einer Reihe von Zu-und Ableitungen versehen ist.
Das Ventil A besitzt eine Anzahl von Durchlässen und Öffnungen und kann durch Druckluft zu einer Längsbewegung veranlasst werden.
Oberhalb des Kolbenventils A ist auf dem Oberteil des Gehäuses B eine drehbare Ventil-oder Schalteinriehtung Al vorgesehen, die auf ihren unteren Flächen mit Leitungen versehen ist ! Fig. 10).
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(Fig. 7) zu umfassen, der in dem Schaft des Ventils A sitzt.
Durch diese Kupplung 6/, 2 wired das Ventil A geführt und an zufälligen Drehbewegungen verhindert, während es sieh frei auf-und abbewegen kann. Das Ventil ja wird sich daher mit dem Ventil Al verdrehen, die Öffnungen in dem Ventil A mit Einschluss der Lüftungsöffnungen sind jedoch so ausgebildet, dass eine solche Verdrehung ihre Wirkung nicht behindert.
Das Ventil Al ist innerhalb eines Deekels B angeordnet und wird auf das Gehäuse B durch eine Feder C gedrückt. Zur Erleichterung der Drehung der Ventile A und Al von Hand aus ist das Ventil Al mit einem Schaft A2 versehen, der einen Handgriff A3 trägt.
Die Ventileinrichtung A, Al, B, Bi, ist in das pneumatische System eingesetzt, das die Giessmaschine steuert, und ist mittels Rohren an eine hohle Stange D (Fig. 3,4), das Joch der Giessmaschine, angeschlossen, welehe eine Anzahl von zu verschiedenen Einrichtungen der Giessmasehine führenden Öffnungen enthält. Über diese Öffnungen des Joches D läuft der R ? gisterstreifen, so dass die Lochungen im Registerstreifen den Zutritt von Luft zu einer der Öffnungen im Joehrohr D in der bekannten Weise steuern.
Nach der Erfindung ist die Ventileinrichtung. A, Al an die Leitungen angeschlossen, die von bestimmten Öffnungen des Joches D fortführen (Fig. 3), u. zw. an die Öffnungen E, F, die gewöhnlich die Ausschliessungseinstelleinriehtungen steuern und an die Öffnungen G.H.I. die Teile von Charakter- u. dg. Zeichen darstellen und gewöhnlich zu Öffnungen der Einrichtung zur Einstellung des Matrizenrahmens führen.
Die zusätzliche Einrichtung. ? (Fig. 3,4, 17) zur Bemessung der Giessformweite sowie die Ausschilessungseinrichtung K und L sind durch Druckluft betätigt.
Absatzweise wird der mit Lochungen in verschiedenen Kombinationen versehene Registerstreifen über das Joch D geführt, in der sieh eine Reihe von Öffnungen befinden, von denen Leitungen zu den verschiedenen druckluftgesteuerten Einrichtungen der Giessmasehine führen. Ein Luftzuführung- rohr wird nach jeder Vorwärtsbewegung des Registerstreifens in bekannter Weise auf das Joch D
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in der Stange D dienen gewöhnlich zur Steuerung von Teilen der Einrichtung zur Einstellung des Matrizenrahmens 111.
Ist die Ventilstenereinrichtung A, A' gemäss der Erfindung in ihrer Ruhelage, so fliesst die Luft
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steuerefnrichtung A, A1 in Tätigkeit ist, so führen sie nicht wie bisher unmittelbar nach K und L, sondern gehen durch die Ventileinrichtung gemäss der Erfindung hindurch. Ebenso werden die Leitungen Gi, Hl, J1 von den Öffnungen G, H und I, die gewöhnlich zur Betätigung der Einstelleinriehtung für den Matrizenrahmen dienen, wenn die Ventilsteuereinrichtung ausser Tätigkeit ist, erfindungsgemäss zu einem
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ist. Deshalb durchsetzen die genannten Leitungen auch die Steuerventileinrichtung.
Wenn nun angenommen wird, dass die Ventilsteuereinriehtung in Ruhestellung ist, so geht Luft, die in die Öffnung E eintritt, durch die Leitung E1 und tritt in eine Öffnung E2 des Ventilgehäuses B ein. Sie verlässt das Gehäuse B durch eine Öffnung E2 im Oberteil des Gehäuses B, die bei dieser Stellung der Ventilsteuer-
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Bei derselben Stellung der Ventileinrichtung A, A1 vollbringt die durch die Öffnungen G, 77 und 7 eintretende Luft ihre normalen Funktionen für die Einstellung des Matrizenrahmens, wird aber in die Ventileinrichtung geleitet, die mit entsprechenden Durchlässen versehen ist, welche durch das Ventil A gesteuert werden.
In die Öffnung G eintretende Luft wird durch die Leitung G1 zu der Öffnung G2 des Ventilgehäuses B geführt, an die sieh eine Bohrung G3 anschliess1, die durch das Gehäuse B zu den)
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geleitet wird. In ähnlicher Weise wird Luft, die in die Öffnung H eintritt, durch die Leitung H1 zu der Öffnung H2 im Ventilgehäuse B und von dort durch die Bohrung H2 zu dem Mantel des Ventils A
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Ventils A zu der Ventilkammer führen. Diese Luft hat das Bestreben, das Ventil zu heben, doch hat in diesem Fall diese Ventilbewegung keinen Einfluss auf die im Ventil befindlichen Umsteuerleitungen, die zur Herstellung von gesperrtem Satz oder gesperrtem Tabellensatz in Funktion treten.
Gleichzeitig geht durch die die Öffnung 12 eintretende Luft durch die Bohrung I3 zu der Öffung I5, durch welche
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für den Matrizenrahmen geleitet wird.
Soll gesperrter Satz erzeugt werden. so wird die Ventileinrichtung A, A1 aus der in Fig. 3 schein a- tisch gezeichneten Lage in die Lage nach Fig. 4 und 7 gebracht. In dieser Stellung ist das Ventil A1 gedreht, so dass die Schlitze E4 und F7 dieses V pntils. Al die Verbindung zwischen den Öffnungen E
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ist vollständig abgeschnitten.
Im Registerstreifen ist jeder gesperrte Charakter od. dgl. von zwei Ausschliessungszeichen begleitet, von denen jedoch nur eines notwendig ist, während das andere zu einem mit der vorliegenden Einrichtung nieht im Zusammenhang stehenden Zwecke dient.
Wenn der Registerstreifen über das Joch D geht, ermöglicht das mnormale Ausschliessungszeichen, das jedes Charakterzeiehen begleitet, den Durchtritt von Luft durch die Öffnung F in die Leitung FI, und da das Ende dieser Leitung (Öffung F6) abgeschlosen ist, geht die ganze Luft durch die Leitungen Fi und F13 (Fig. 7) zu der Einrichtung N, die zur zusätzlichen Giessformeinstellung dient.
Bei dieser in den Fig. 4 und 7 dargestellten Lage der Ventilsteuereimichtung können die Ausschliessungseinrichtungen nicht mehr durch in die Öffnur E und F eintreterde Luft betätigt werden. sondern werden durch die Öffnungen G, 77 und 7 passierende Luft beeinflusst. Die hiezu erforderlichen zwei Zeichen werden durch gleichzeitiges Auftreten von Zeichen zusammen mit anderen normalen Teilzeichen der Ausschliessungszeichen dargestellt, wobei die ersteren Zeichen die Öffnungen G und 1 oder H und 7 freigeben. Die in diese Öffnungen eintretende Luft wird dann von ihrem normalen Ziel zu den Aussehliessungseinriehtungen K und L abgelenkt. Wenn ein solches Zeichen, das Teile einschliesst, welche
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Nachdem die Zeichen a und H ihre Funktion erfüllt haben, kehrt das Ventil A in die in Fig. 3 gezeichnete untere Stellung zurück, in welcher die Luft aus den Zylindern der Ausschiessungseinrichtung durch die Bohrungen a3, a4 (Fig. 6) in den Mittelteil des Ventils A ausströmen kann, aus welchem sie durch Kanäle a5, die auf der Unterseite des handbetätigten Ventils Al vorgesehen sind. in die Aussenluft tritt.
Wenn nun in bestimmten Fällen gesperrter Tabellensatz erforderlich ist, so können die Zeichen H und 1 dem notwendigen Zeichen hinzugefügt werden. Ist die Einrichtung nach der Erfindung in ihrer Arbeitsstellung, so können Zeichen für Sperrung des Satzes, Zeichen für die Ausschliessung von Zeilen
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oder Zeileneinheiten, von Tabellensatz, gegebenenfalls ohne Eintritt der Zeile in das Setzschiff. ferner Zeichen für die Herstellung von Raumtypen, zusammen mit Ausschliessungszeichen und Zeichen zur Steuerung der Pumpe und der Setzschiffeinriehtung gegeben werden.
Die zusätzliche Einrichtung N (Fig. 17) zur Giessformbemessung für die Herstellung von gesperrtem Satz ist von bekannter Konstruktion und ist in ihrer Ausbildung und Wirkungsweise vollständig in der österreichischen Patentschrift Nr. 56.769 (vgl. besonders Teil A) beschrieben.
Die Einrichtung weist ein ZwischenstÜek N1 auf, das mit einem Ende eines Schaftes N2 in Ver-
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ist. Der andere Arm des Winkelhebels N3 (Fig. 17) ist zur Aufnahme eines Zapfens N4 geschlitzt, der auf einem Ende eines weiteren Winkelhebels N5 sitzt, welcher bei n2 drehbar gelagert ist. Auf dem andern
Arm des Hebels N5 ist eine Schulter Y vorgesehen und ebenso ist der Hebel N3 mit einer Schulter V versehen.
Auf der Stange NB, die in jeder Arbeitsperiode der Maschine einmal hin-und herbewegt wird, ist bei n3 eine Klinke NO drehbar befestigt, deren obere Nase in einer Stellung mit der Schulter JV'in Ein-
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griff gelangt.
Hinter der Klinke NO liegt ein in dem Zylinder N11 beweglicher Kolben N10. In diesem Zylinder tritt Luft durch die Leitung F13 ein.
Tritt in der Maschine ein Zeichen für eine gesperrte Type auf, so tritt Luft in den Zylinder N11 ein und veranlasst durch den Kolben N10 eine Verdrehung der Klinke N9, so dass bei der Aufwärts- bewegung der Stange Nu der Hebel N3 durch Eingriff der Schultern N7 und N13 verdreht wird, wodurch er das Zwischenstück N1 in die Arbeitsstellung bewegt.
B ? i der Abwärtsbewegung der Stange jV befindet sieh die Klinke unter der Einwirkung der
Feder N12, da der Zylinder Nll nicht mehr unter Druck steht, wieder in ihrer normalen Stellung. In dieser
Stellung kommt die Klinke bei der nächstfolgenden Aufwärtsbewegung der Stange N8 durch ihre obere
Nase in Eingriff mit der Schulter N6 des Hebels N5 und in Eingriff mit der Schulter N6 des Hebels S5 und zieht das ZwischenstÜck N1 zurück.
Das Zwischenstück ist auswechselbar, so dass ein Block mit 2, 3, 4 oder einer anderen Zahl von
Einheiten nach Wunsch verwendet werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Steuereinrichtung für durch Registerstreifen gesteuerte Typengiess- und Setzmaschinen, bei der nach Einstellung einer bestimmten Vorrichtung die Zeichen an Stelle ihrer normalen Wirkung eine
Sonderwirkung ausüben können, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung aus einem von
Hand zu verstellenden Teil (A) besteht, der es ermöglicht, ein Zeichen oder eine Zeiehengruppe (E, F) nach Belieben auf eine von zwei verschiedenen Einstellvorrichtungen dz L, N) wirken zu lassen und aus einem von einer Kraftquelle zu verstellenden Teil (A) der eine andere Reihe von Zeichen oder Zeiehen-
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bringt.