AT122470B - Verfahren zum Versandfähigmachen von Kunstseide-Spinnkuchen. - Google Patents
Verfahren zum Versandfähigmachen von Kunstseide-Spinnkuchen.Info
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<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum VersandiÅahigmachen von Kunstseide-Spinnkuchen. Der Transport von sogenannten Kunstseiden-Spinnkuchen, sei es in frisch gesponnenem oder gereinigtem, nachbehandeltem und eventuell getrocknetem Zustande, bietet auf geringe Entfernungen, wie sie in der Fabrik in Frage kommen, keine besonderen Schwierigkeiten. Vielfach lässt man zum Zwecke des Transportes auch noch die bekannten Versteifungsringe in den Kuchen stecken. Beim Versand nach aussen über weitere Strecken geben aber auch die Versteifungsringe oder entsprechende Einsatzhülsen nicht die erforderliche Sicherheit und die nötigen Vorteile. Einmal schützen diese inneren spulenartigen Versteifungsringe den Spinnkuehen von aussen und an den Stirnseiten gegen Verletzungen und Verschiebungen der Fäden zu wenig. Anderseits erhält man auf diese Weise ein viel zu sperriges Versandgut, in dem die inneren Hohlräume der Kuchen vollständig unausgenutzt sind und auch die äusserlich runde Form des Kuchens eine rationelle Raumausnützung nicht gestattet. Es wurde nun gefunden, dass man die Verpackung und den Versand auch auf grosse Entfernungen EMI1.1 gebleichten, nachbehandelten, gefärbten, gegebenenfalls wiederholt gewaschenen, aber jedenfalls ge- trockneten oder trockenen Spinnkuchen auf viel vorteilhaftere Weise vornehmen kann, wenn man dem Kuchen eine bestimmte, von dem üblichen Ring abweichende Form gibt. Es hat sieh am besten eine Art flache Strangform bewährt, welche zustande kommt, wenn man den Spinnkuehen A'nach Fig. l durch unmittelbares Zusammenlegen zu einem flachen Strang nach Fig. 2 umformt. Die Formung kann dadurch geschehen, dass man den Kuchen seitlich zusammendrückt oder durch zwei in den Kuchen hineingesteckt Stäbe zu einem flachen Strang radial ausstreckt. Das Auseinanderziehen bzw. Strecken der Kuchen zu einem flachen Strang kann zweckmässig auch auf mechanische Art und Weise dadurch geschehen, dass der Kuchen k nach Fig. 3 über zwei Bolzen gesteckt wird, welche dann vermittels Schraubenantrieb oder Hebeantrieb od. dgl. parallel auseinandergetrieben werden und den Kuchen auf diese Art und Weise bis zu der gewollten gestreckten, strangartigen Form s nach Fig. 4 verziehen. Es hat sich als zweckmässig erwiesen, die Kuchen entweder vor oder nach dem Verziehen zur strangartigen Form durch ein System von Fitzfäden zu umbinden. Die Beibehaltung der gewünschten Form des Kuchens kann, wie gefunden wurde, in origineller Weise noch dadurch sichergestellt werden, dass man den Kuchen vor dem Trocknen mit einer Schlichte behandelt, welche eine Haftung der Fäden unter sich hervorbringt. Hiezu eignen sich schon die gewöhnlichen, bekannten Schlichten, wie sie auch für Kunstseide üblich sind, auch passende Waehskomposi- tionen, wie sie z. B. im englischen Patent Nr. 255909 beschrieben worden sind, oder Schlichten, welche Seifen enthalten oder gar lediglich daraus bestehen. Man wählt die Schlichtelösung bzw. Emulsion nicht übermässig stark, so dass gerade eine gewisse nützliche Haftung unter den Fäden gegenseitig bewirkt wird. Eine solche Haftung tritt schon ein, wenn nur verhältnismässig dünne Schliehtelösungen angewendet werden, die die Kuchen noch nicht so weit verkleben, dass die spätere Abwindung derselben beeinträchtigt wird. Das Schlichten der Kuchen hat sich, wenn es in bescheidenen Grenzen durchgeführt wird, für das Abwinden sogar als vorteilhaft bewiesen, da die Einzelfäden hiebei sogar weniger herunterfallen. Die Kuchen können nun einzeln verpackt werden, u. zw. ist hiebei dafür Sorge zu tragen, dass dieselben bei der Verpackung sowohl wie beim Versand die besagte gewollte zusammengedrückte, strang- EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> platten a und b, welche mitsamt dem Kuchen zusammengeschnürt oder auf irgendeine Weise unter Druck zusammengehalten werden. Zwischen diesen Versteifungsplatten können sowohl der ganze Kuchen- EMI2.1 Statt zwei gesonderter Versteifungsplatten kann man auch von einer einzigen Platte ausgehen, welche nach Fig. 6-förmig zusammengelegt wird. Man kann auch so vorgehen, dass man nach Fig. 7 und 8 zwischen denselben Versteifungsplatten (t EMI2.2 Als Versteifungsmaterial kann man dickes Papier, Karton, Papiermaché, Holz, Kunststoffe, eventuell auch Leichtmetall u. dgl. verwenden. Die einzelnen, so gebildeten Paketchen werden dann zweckmässig zu grösseren Gebinden zusammen- gepackt oder in Pappschachteln u. dgl. untergebracht und diese dann in die üblichen Kisten verpackt. Statt jeden einzelnen Kuchen separat zu verpacken, hat es sich als sehr zweckmässig erwiesen, dieselben nach Fig. 9, z. B. in einer Pappschachtel p od. dgl., säulenartig aufeinander zu schichten. Hiebei ist es zweckmässig, zwischen die einzelnen Kuchen s ein Papierblatt q oder Kartonblatt od. dgl. einzulegen. Im Falle der Unterbringung in einer Pappschachtel oder sonstigen derartigen solideren Umhüllung ist es vorteilhaft, dieselbe im Innern mit Seidenpapier oder Ölpapier u. dgl. auszulegen. Am Fusse der Säule und zu oberst verwendet man zweckmässig ein dickeres Kartonblatt oder gar ein Holzblättchen Tb od. dgl., welches sich entweder über eine Säule oder auch gleichzeitig über mehrere Säulen erstrecken kann und welches in jedem Falle die Deformation der Säule beim Abbinden verhindert und im besonderen Falle mehrere Säulen gleichzeitig zusammenfasst. Die so gebildete, unter Umständen in der Pappschachtel untergebrachte Säule oder Säulen werden von oben unter Druck gesetzt und unter diesem Druck gegebenenfalls mit der Pappschachtel abgebunden. In diesem Gebinde, insbesondere noch unter dem Schutz der Pappschachtel, können die einzelnen zusammengedrückten Spinnkuchen sowohl wie die einzelnen Fäden sich nicht verschieben und erweisen sich nach dem Transport und dem Öffnen des Gebindes noch in derselben Lage befindlich wie beim Einpacken. Es wurde als besonders bemerkenswert festgestellt, dass die so zu flachen Strängen geformten, so verpackten und verschickten Spinnkuchen nach dem Öffnen der Gebinde sehr leicht wieder weiterver- arbeitet werden können. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen. So kann man die flachen Stränge wiederum zu einem Ring öffnen, die bekannten aus Gummi-oder Zelluloid bestehenden, federnden, elastischen Versteifungsringe od. dgl. Versteifungsorgane einsetzen und die Kuchen alsdann in gewohnter Weise über Kopf abziehen, sei es zur Überführung auf Haspel in die Strangform oder zwecks Aufbringung auf Kreuzspulen, Flaschenspulen, Kannetten od. dgl. Man kann aber auch in die flachen Kuchenstränge einen haspelartigen Tragkörper einführen und den Kuchenstrang, ähnlich wie einen gewöhnlichen Strang, unter Rotation tangential abwinden. Diese neuartige Abwicklungsart von Spinnhuehen hat sich insbesondere für die vorliegenden Zwecke als be- sonders vorteilhaft erwiesen. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Versandfähigmachen von Kunstseide-Spinnkuchen und zum späteren Auf- arbeiten derselben, dadurch gekennzeichnet, dass der gereinigte und getrocknete Spinnkuehen durch unmittelbares Zusammenlegen zu einem flachen Strang geformt, in diesem Zustande verpackt und nach dem Versand durch Abziehen des Fadens vom Kuchen aufgearbeitet wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Formung des Spinnkuehens zu einem flachen Strang durch radiales Verziehen der ursprünglichen, rundliche Form oder durch seitliches Zusammendrücken oder beides zugleich bewerkstelligt wird.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Formung des Spinn- kuchens zu einem flachen Strang dadurch erfolgt, dass tunlichst maschinell zwei parallele Bolzen in das Innere des Kuchens eingeführt und bis auf einen gewollten Abstand parallelvoneinander entfernt werden.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Spinnkuchen vor oder nach der Formung durch Fitzfäden umbunden wird.5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spinnkuchen vor der Trocknung mit einer Schlichte behandelt werden, welche eine Haftung der Spinnfäden untereinander bewirkt.6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man jeden einzelnen Kuchen für sieh oder mehrere nebeneinander in einer Lage befindliehe Spinnkuchen zwischen seitlichen Versteifungsplatten zusammengedrückt verpackt und ihn bzw. sie auch während dem Versand unter EMI2.3 stattfinden kann.7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die einzeln verpackten EMI2.4 <Desc/Clms Page number 3>8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere zu flachen Strängen geformte Spinnkuchen säulenartig übereinandergeschichtet und in diesem Zustande zu einem festen Gebinde vereint werden.9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den einzelnen Spinnkuchen ein Schutzblatt aus Papier, Karton od. dgl. eingeführt wird.10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Fuss und am Kopf der Säule ein besonders starkes Kartonblatt oder ein Holzblättchen angebracht wird, um das Gebinde beim Abbinden gegen Deformation zu sichern und gegebenenfalls mehrere Säulen zusammenzufassen.11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass man die Säule in einer aus Pappe bestehenden Umhüllung unterbringt, welche gegebenenfalls mit Seidenpapier, Ölpapier u. dgl. ausgelegt sein kann.12. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Abbinden der Säule stattfindet, während ein Druck auf der Säule lastet.13. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der zusammengelegte Spinnkuchen nach dem Versand wieder zu einem Ring geöffnet und tunlichst unter Zuhilfenahme eines inneren Versteifungskörpers über Kopf abgezogen wird.14. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der zusammengelegte Spinnkuchen nach dem Versand wieder zu einem Ring geöffnet und unter Zuhilfenahme eines haspeloder spulenartigen Einsatzkörpers unter Rotation tangential abgezogen wird. EMI3.1
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