AT121876B - Hydroelektrische Speicherkraftanlage. - Google Patents

Hydroelektrische Speicherkraftanlage.

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AT121876B
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Description


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  HydroelektrischeSpeicherkraftanlage. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine   hydroelektrische   Speicherkraftanlage mit Turbine, Motorgenerator und mit demselben durch eine Kupplung ein- und ansrückbar verbundener Kreiselpumpe und besteht darin, dass für plötzliche Umschaltung von Pumpenbetrieb auf Turbinenbetrieb während der Umsehaltung, mindestens so lange bis die Wassersäule in der   Druckleitung ihre Strömungsrichtung   geändert hat, der Betrieb der Turbine durch einen Hilfsenergiespeicher, der gegenüber dem Wasser in der Druckleitung eine bedeutend geringere Massenträgheit zu überwinden hat. eingeleitet bzw. aufrechterhalten wird. Durch Spannungsabfall, Frequenzverminderung oder Belastungszunahme kann im Leitungsnetz des Motorgenerators während dem Pumpenbetrieb selbsttätig ein Relais ausgelöst 
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 organs selbsttätig erfolgt. 



   Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes an einem Teil einer hydroelektrischen Anlage schematisch dargestellt. 



   Der Motorgenerator 1 ist einerseits   mit der Turbine gekuppelt, anderseits kann   er durch eine z. B. als Magnetkupplung   4   ausgebildete. ein- und ausrückbare Kupplung mit einer Pumpe J gekuppelt werden. Durch Leitungen 6 ist der Motorgenerator 1 mit einem nichtgezeichneten elektrischen Leitungsnetz verbunden. Bei Pumpenbetrieb treibt   der Motorgenerator. ? als Motor   die Kreiselpumpe 3, welche aus dem Unterwasserkanal 7 durch die Saugleitung 8 Wasser ansaugt und dasselbe durch die Pumpendruckleitung 9, in welcher ein Abschlussorgan 11 angeordnet ist. in die Druckleitung 10 und in die z. B. in der Form eines Stausees oder   naturlichen Sees vorgesehene Wasserspeicheranlage fördert.   An die   Druckleitung.

   M   ist die Turbinendruckleitung 12 angeschlossen, welche mit einem   Abschlussorgan 7J   versehen, einerseits mit einem Hilfsenergiespeicher 5 und anderseits mit der Turbine 2 in Verbindung steht. Das der Turbine entströmende Wasser wird durch ein Saugrohr. 14 in   den Fntelwasserkanal 7   geführt. Die Absehlussorgane 11 und 13, die Kupplung 4 zwischen Motorgenerator und Pumpe und ein auf den (nicht gezeichneten) Leitapparat der Turbine wirkender Servomotor 15 sind an eine gemeinsame elektrische Steuerleitung 16 angeschlossen. die ihrerseits von dem durch die   Spannung oder   Frequenz der Leitung 6 beeinflussten Relais 17 gesteuert wird. 



   Bei Pumpenbetrieb erhält der Motorgenerator Strom aus dem elektrischen Leitungsnetz 6. Das Abschlussorgan 13 ist dabei geschlossen, währenddem das Abschlussorgan 11 geöffnet und die Kupplung 4 eingerückt ist. In dieser Stellung läuft das Turbinenlaufrad in dem mit Luft gefüllten Turbinengehäuse 
 EMI1.2 
 und 10 in die Speicheranlage pumpt. 



   Bei einer plötzlichen Belastungsvermehrung des elektrischen Leitungsnetzes oder dem unmittelbaren Ausfallen eines Teiles der   Krafterzeugungsanlage   fällt   die Spannung und   die Frequenz im   Leitungs-   netz und in der Leitung 6, wodurch das Relais 17 ausgelöst wird. Die   Auslösung des Relais bewirkt   
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 geschlossen, das Absehlussorgan    geöffnet   und der Leitapparat der   Turbine : ! durch   den Servomotor   li   in vollständig geöffnete Stellung gebracht. Diese Umschaltung   bremst die Wasserförderung der Pumpe. 3   
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   Gemäss der Erfindung wird nun erreicht, dass während der Abbremsung der Wassersäule die Turbine 2 bereits durch Wasser beaufschlagt wird, indem die Einleitung   des Turbinenbetriebes durch   das dem nahe bei der Turbine angeordneten   Hilfsenergiespeicher 5   entnommene Wasser erfolgt. 



   Durch das Öffnen des Schiebers   1.)   entsteht in der Pumpendruekleitung   12     gegenüber   dem Speicher   5   ein Unterdruck, so dass die Rückschlagklappe 19 sich selbsttätig öffnet (gestrichelt gezeichnete Stellung) 
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    Mittlerweise   ist das Wasser in der Leitung 10 abgebremst und in abwärtsgehender Richtung beschleunigt worden, so dass nach einer durch die Bremsung der Druckleitung bestimmten Zeit dieses Wasser für den Betrieb der Turbine zur Verfügung steht. Sobald der Druck in der   Leitung. M wieder grosser   ist als der Druck im Hilfsspeicher 5, wird die Rückschlagklappe 19 selbsttätig geschlossen und der Speicher durch eine Umleitung 18 (deren Querschnitt nur einen Bruchteil des Querschnittes der   Druckleitung   beträgt) wieder langsam mit Wasser gefüllt. Die Turbine   2   treibt nun den Motorgenerator als Generator, welcher das elektrische Leitungsnetz durch die Kraftleitung 6 mit Energie beliefert.

   Die Belastung des Leitungsnetzes ist durch die   Abschaltung der Pumpe   gesunken und ausserdem wird nach Einschalten der Turbine noch weitere Energie zugeführt, so dass die   Schwankung kompensiert wird ; ohne   dass irgendein Teil Schaden nimmt. Sobald die Belastungsverhältnisse im letztern wieder normal sind, kann das Aggregat 1,   2, 3   von Hand oder gegebenenfalls selbsttätig in Abhängigkeit von der   Netzspannung,   der Frequenz oder der Belastung der übrigen Generatoren wieder auf Pumpenbetrieb   umgeschaltet   werden
An Stelle der elektrischen Steuerung der Schieber 11 und   1 : 3,   der Kupplung 4 und des Servo- 
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 die Leitung 6 angeschlossenes Relais beeinflusst wird.

   An Stelle des Spannungsrelais können andere Relais vorgesehen sein, die in Abhängigkeit der Frequenz im Leitungsnetz oder der   Stromstärken   der das elektrische Leitungsnetz beliefernden Generatoren   beeinflusst   werden. Es können ebenfalls   Leitungen : 21   angeordnet werden, mittels welcher die ganze Speicherkraftanlage von einer Fernsteuerzentrale selbsttätig oder von Hand gesteuert werden kann. Die Anlage   kann auch   selbsttätig auf Speicherbetrieb umgeschaltet werden. Dann ist in der Turbinenleitung 12 eine gestrichelt gezeichnete   Leerschussvor-   riehtung 22 vorgesehen, welche ebenfalls in Abhängigkeit von der Spannung oder der Frequenz in der Leitung 6 oder der Belastung im elektrischen Leitungsnetz durch ein Relais gesteuert wird. 



   Durch die Erfindung wird erreicht, dass die bisher zur Übernahme von Belastungsspitzen vorgesehenen elektrischen oder thermischen Hilfsmaschinen, welche, um stets bereit zu sein, dauernd ohne Belastung mit dem Netz synchron mitlaufen   müssen   und nicht nur gewissermassen totes Kapital dar- 
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 eine   plötzliche Umschaltung   von   Pumpenbetrieb   auf Turbinenbetrieb möglich wird, kann die zum Ausgleich der   Belastungssehwankungen   dienende Anlage bei normaler Belastung als Antrieb für die Speicheranlage laufen, die   überschüssige   Energie also verwenden, während bei Überschreitung der Belastungsgrenze aber sofort auf volle   Deekleistung   zur Erzeugung und AbgÅabe von Kraft umgeschaltet wird. 



    PATENT-ANSPRÜCHE:  
1.   Hydroelektrische   Speicherkraftanlage mit Turbine, Motorgenerator und mit demselben durch eine   Kupplung   ein- und ausrückbar verbundener Ereiselpumpe, gekennzeichnet durch einen Hilfsenergiespeicher (5), der gegenüber dem Wasser in der Druckleitung   (10) eine bedeutend geringere Massen-   trägheit zu überwinden hat, durch welche bei   plötzlicher Umsehaltung   von Pumpenbetrieb auf   Turbinen-   betrieb während der Umschlatung, mindestens so lange bis die Wassersäule in der   Druckleitung   ihre

Claims (1)

  1. EMI2.4
AT121876D 1929-06-29 1929-12-09 Hydroelektrische Speicherkraftanlage. AT121876B (de)

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