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Armierung für Nehrgeschossba. uten aus Eiseubetou.
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weise ausgeführt, d. h. in einer Bauweise, bei der auf die tragende Mitwirkung der Trägerwände und Pfeilerummantelungen verzichtet wird. um diesen Konstruktionselementen nur eine bloss raumbegrenzende Aufgabe zuzuweisen ; alle auf das fertige Bauwerk wirkenden Kräfte (Geschossbelastungen. Winddruck u. dgl.) werden ausschliesslich von einem für diese Bean- spruchung dimensionierten Stahlskelett aufgenommen, das aus WalzprofUen (in der Regel H-Profilen) durch Nietung oder Schweissung gebildet wird. Ein solches Stahlskelett bildet daher
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zu werden.
Die Feuersicherheit der Stützen ist für den Bestand des ganzen Bauwerkes von grösster Bedeutung, weil durch einen Brand in einem der untersten Stockwerke, Erwärmung und Deformation der Stützen und damit Einsturzgefahr für das Bauwerk entsteht. Die Stahlskelettbauweise besitzt jedoch den Nachteil, dass alles zur feuersicheren Ummantelung der Stützen und zur Herstellung der Decken erforderliche Mauerwerk, sei es aus Beton oder Ziegel, für das Stahlskelett nu :' als Belastung in Rechnung gesetzt werden darf, weil es zur NIittragung nicht herangezogen werden kann. Demgegenüber stellen Bal1\verkskonstruktionen aus Eisenbeton in bekannter Weise einen Verbundkörper dar, der die beiden Baustoffe aus denen er besteht.
Beton und Eisern anteilmässig zur Lasttragung ausnutzt, so dass bei solchen Konstruktionen, der die Eisenarmierung umschliessende Beton, das Eisen nicht nur vor Zerstörung durch Rost schützt und feuersicher ummantelt, sondern auch zum Tragen herangezogen werden kann. Dieser wirtschaftliche Vorteil lässt sich jedoch nur teilweise ausnutzen, weil die Starrheit und Steifigkeit der Eisenbetonkonstruktionen erst nach dem Erhärten des Betons in Erscheinung tritt und es daher erforderlich ist, für die Formgebung der Eisenbetonkonstruktionen ein starres Schalungsgerüst herzustellen. Diese starre, meist aus Holz hergestellte hohle Gussform muss mit relativ hohen Kosten an der Baustelle hergestellt werden und ist nach Erhärtung des Betons wieder zu entfernen.
Der mit dpr Herstellung 11 er Schalung verbrenp Aufwand verbraucht einen grossen Teil der Ersparnisse, die bei Eisenbetonkonstruktionen gegenüber dem Stahlskelettbau erzielbar sind. Die Arbeitsweise bei der Baudurchführung von Eisenbetonbauten macht es ferner notwendig, von Stockwerk zu Stockwerk die Herstellung der Hohlform und das folgende Einlegen der Armierungseisen und deren Einbetonierung ab- wechseln zu lassen, da die Herstellung einer Hohlform aus Holzschalungen einheitlich für das ganze Bauwerk wegen der notwendigen zuverlässigen Standsicherheit des ganzen Sehalungsgerüstes nur mit erheblichen Unkosten verbunden wäre.
Durch die Erfindung soll es ermöglicht werden. die Vorteile des Stahlskelettbaues mit den Vorteilen des Eisenbetonbaues zu vereinigen und die den beiden Bauweisen anhaftenden Nachteile zu vermeiden. Das Armierungsskelett gemäss der Erfindung dient nicht dazu, für sieh allein das Traggerüst des ganzen Bauwerkes zu bilden, ist aber anderseits so tragfähig und in sich abgesteift, dass es nicht erforderlich wird, die Herstellung der Schalung und die Ausbetonierung derselben in ständigem Wechsel bzw. Arbeitsunterbrechung einander folgen zu lassen, sondern vielmehr das Armierungsskelett in einheitlicher Weise hochzutreiben und den Aufbau dieses Skelettes mit zwei bis drei. unter Umständen auch mehr Geschossen Distanz die Einbetoni & rung folgen zu lassen.
Gemäss der Erfindung besteht die Armierung für Mehrgeschossbauten aus Eisenbeton
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armierungen mit den biegungssteifen horizontalen Deckenarmierungen durch Verhängen, Verschrauben, Verschweissen od. dgl. zu einem einheitlichen Armierungsskelett verbunden sind, dass so gestaltet und dimensioniert ist, dass es die in der Eisenbetonkonstruktion der Eisenarmierung zugewiesenen Spannungen aufnimmt. An sich sind steife Armierungen bei Eisenbetontragwerken bekannt ; die Erfindung liegt in der angegebenen Anordnung derartiger Armierungen bei 1iehrgeschossbauten.
Auf der Zeichnung sind einige beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes zur Darstellung gebracht. Bei der Ausführungsform, welche Fig. 1 in Seitenansicht und Fig. 2 in Draufsicht zeigt, sind an den biegungssteifen vertikalen Längsarmierungen a, welche aus Stäben, Rohren od. dgl. gebildet sein können, die biegungssteifen horizontalen Armierungen b dadurch starr verbunden, dass an den Längsarmierungen ci (käfigartig ausgebildete Träger c für diese horizontalen Armierungen angeordnet sind. Die Träger c sind an Stangen r7 befestigt,
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sind und zweckmässig aus raspelartigem Stahlblech gebildet werden.
Diese Horizontalarmierungen dienen in an sich bekannter Weise gleichzeitig als Schalung für die Deckenbalken. Die Um-
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form durch ein perforiertes Rohr h.
Bei der in Fig. 5 schaubildlich dargestellten Ausfübrungsform tragen die Stangen 4. welche vermittels Hülsen e über die Längsarmierungen geschoben werden. Ösen f. in welche die trogartig ausgebildeten horizontalen Arl1liemugen q vermittels Haken i eingehängt werden.
Bei der Ausführungsform, welche Fig. 6 in Seitenansicht und Fig. 7 in Draufsicht zeigt, be-
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welche an den Stossstellen miteinander verschweisst sind. In dieses dadurch gebildete starre Stahlskelett werden die trogartig ausgebildeten Horizontalarmierungen g eingehängt. Die Umschnürung der vertikalen Längsarmierungen erfolgt gemäss dieser Ausführungsform durch ein spiralig gewundenes Band l.
Die Verwendung der trogartigen Horizontalarmiprl1ngpn aus raspelartigen Stahlblech erfordert gewisse Vorkehrungen, um den eingegossenen Beton fest mit diesen Schalungstrugen zu verbinden. Es werden vor dem Eingiessen des Betons die Blechwände entweder mit Beton- milch bestrichen, u. zw. kann das Bestreichen entweder aussen oder innen oder au beiden Seiten erfolgen. Es ist auch möglich, die Stahltrüge vorher zu verputzen bzw. unter Verwendung einer Betonkanone zu überziehen. Durch diese Vorbehandlung werden die raspel-
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vollkommen fest an der Schalung.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Armierung für Mehrgeschossbauten aus Eisenbeton, dadurch gekennzeichnet, dass die durch das ganze Bauwerk als biegungssteife Armierung ragenden Säulenarmierungen mit den biegungssteifen, horizontalen Deckenarmierungen durch Verhängen. Verschrauben. Verschweissen od. dgl. zu einem einheitlichen Armierungsskelett verbunden sind. das so gestaltet und dimensioniert ist, dass es die in der Eisenbelonkonstruktion der Eisenarmierung zugewiesenen Spannungen aufnimmt.