AT121822B - Pupinkabel für gleichzeitige Niederfrequenz- und Trägerfrequenztelephonie. - Google Patents

Pupinkabel für gleichzeitige Niederfrequenz- und Trägerfrequenztelephonie.

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AT121822B
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AT
Austria
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frequency
cable
carrier frequency
pupin
telephony
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Inventor
Karl Kuepfmueller
Original Assignee
Siemens Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Pupinkabel für gleichzeitige Niederfrequenz-und Trägerfrequenztelephonie. 



   Man hat bisher Pupinkabel so bemessen. dass gewöhnliche Niederfrequenztelephoniegespräche ohne störende Verzerrungen übertragen werden; insbesondere hat man die Grenzfrequenz so gewählt, dass die Zunahme der Dämpfung mit der Frequenz und die Einschwingevorgänge unschädlich bleiben. Es ist   ferner bekannt. Kabelleitungen   so zu pupinisieren. dass sie für die Verbindung von Freileitungen brauchbar waren, die   mit Hochfreqnenztelephonie   arbeiteten. In diesem Falle kommt man zu so hohen   Grenzfrequenzen. dass die Spulenbelastung   für gewöhnliche   Niederfrequenzgespräche     praktisch unwirksam   ist.

   Im Folgenden wird ein Verfahren angegeben, bei dem man gleichzeitig Niederfrequenz- und Hochfrequenztelephonie in ein und demselben Kabel übertragen kann. 
 EMI1.1 
   wird über die Kabelleitungen nur   das untere Seitenhand der modulierten Sprechströme übertragen. Es ergibt sich damit der besondere Vorteil, dass die Trägerfrequenz noch hinreichend grösser ist als die höchste zu übertragende Frequenz. Man kann auf diese Weise bei einer Grenzfrequenz von etwa 6000 Hertz, wie man sie für die leicht pupinisierten Leitungen 
 EMI1.2 
 bringen, wie es Fig. 1 zeigt. Die   Trägerfrequenz   muss dabei etwa 15-20% unter der Grenzfrequenz der Leitung liegen, da nur bis zu dieser Stelle eine ausreichende   Dämpfung-   entzerrung möglich ist.

   Eine noch grössere Sicherheit bezüglieh der   Dämpfungsentzerrung   erhält man, wenn man in an sich bekannter Weise die   Trägerfrequenz   unterdrückt. Es ergibt sich damit die Fig. 2. für die Verteilung der   Frequenzbänder.   



   Für grosse Entfernungen wird die Phasenverzerrung im Trägerfrequenzkanal störend. 



  Erfindungsgemäss wird dann in an sich bekannter Weise z. B. in den Verstärkerämtern oder am Ende der Verbindung der   Trägerfrequenzkanal durch Phasenausgleichsmittel verzerrungs-   frei gemacht, ohne Rücksicht auf die im Niederfrequenzkanal vorhandenen Verzerrungen. Es ist dies deswegen möglich, weil durch die für die Trennung   des Trägerfrequenzkanals   von dem   gewöhlichen   Niederfrequenzkanal notwendigen Wellenfilter auch gleichzeitig die im NiederfrequenzkanalentstchendenPhasenverzerrungenfürdasHochfrequenzgesprächunschädlichgemacht werden, da das ganze untere Frequenzband ausgeschieden wird. Das wird durch Fig. 3 erläutert. Die Kurve 1 stellt die Laufzeit im Kabel in   Abhängigkeit von   der Frequenz dar. 



  Im   Trägerfrequenzkanal   wird die Laufzeit ergänzt zu den Werten der Kurve 2. Es ist er-   findungsgemäss   nicht nötig, im ganzen Frequenzbereich auf die Laufzeitwerte der Kurve 2 auszugleichen. Damit ergibt sich eine erhebliche Ersparnis an Ausgleichsmitteln. Werden auch im Niederfrequenzkanal die   Einschwingungsvorgänge   infolge Phasenverzerrung störend, so kann man hier ebenfalls Phasenausgleichsmittel vorsehen, in der Art, wie es durch Kurve   3 dar-   gestellt ist, also wiederum ohne   Rücksicht   auf die Phasenverzerrung im anderen Kanal. 

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   Zur Vermeidung von Nachbildungen der Pupinleitungen, die bei den hier notwendigen Frequenzbereichen   Schwierigkeiten machen würden, werden,   die   Hochfrequenzkanäle   zweckmässig in   Vierdrahtschaltung   miteinander verbunden, wie es Fig. 4 schematisch zeigt. Es sind dann in bekannter Weise Siebgebilde S1, S2 notwendig zur Trennung der beiden Gesprächswege. Mit A sind die   Ausgleichsschaltnngen   bezeichnet, die in an sich bekannter Weise hergestellt werden, also z. B. mit Differentialübertrager und Leitungsnachbildungen. 
 EMI2.1 
 jeder einzelnen Leitung die gleiche Sprechrichtung. Es ist dann möglich. für   Trägerfrequenz-   und Niederfrequenz gemeinsame Verstärker zu verwenden, wie es ebenfalls in Fig. 4 angedeutet ist.

   Diese Verstärker müssen nach Fig. 1   und 2   so gebaut sein, dass sie die Leitungsdämpfung in dem Frequenzbereich von   etwa t = 300- 5000   Hertz aufheben. Zur Vermeidung von   Nebensprechstürungen   in mehrfachen Kabeln ist es   zweckmässig,   die Hin-und die Rückleitungen der verschiedenen   Gespräche für   sich zu Gruppen zusammenzufassen, die entweder räumlich oder durch elektrostatische Schntzhüllen voneinander getrennt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur gleichzeitigen   Niederfrequenz-und Trägerfrequenztelephonie   in pupinisierten Kabeln. dadurch gekennzeichnet, dass unter der Grenzfrequenz des für ein normales Sprachband wirksam pupinisierten Kabels noch über dem Niederfrequenzsprachband das untere Seitenband einer Trägerfrequenztelephonie übertragen wird, deren Trägerfrequenz unter der Grenzfrequenz des Kabels liegt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfrequenz unter- drückt wird, 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden EMI2.2 bekannter Weise ausgeglichen wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3 ; dadurch gekennzeichnet, dass die Hin-und Rückleitungen der Trägerfrequenzkanäle in Vierdrahtschaltung miteinander verbunden werden.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprechrichtung des Trägerfrequenz- und Niederfrequenzkanales hei jeder Leitung die gleiche ist.
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hin- und Rückleitungen in Gruppen zusammengefasst sind. die räumlich oder durch elektrische Schirme voneinander getrennt sind.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenverstärker der Kabelleitungen in dem Frequenzbereich von etwa 300-5000 Hertz eine der Kabeldämpfung nahezu gleiche Verstärkung erhalten.
AT121822D 1927-05-27 1928-05-25 Pupinkabel für gleichzeitige Niederfrequenz- und Trägerfrequenztelephonie. AT121822B (de)

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