AT121757B - Erregerflüssigkeit für Akkumulatoren. - Google Patents

Erregerflüssigkeit für Akkumulatoren.

Info

Publication number
AT121757B
AT121757B AT121757DA AT121757B AT 121757 B AT121757 B AT 121757B AT 121757D A AT121757D A AT 121757DA AT 121757 B AT121757 B AT 121757B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
acid
accumulators
acetic acid
sulfuric acid
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Bergmann
Original Assignee
Ernst Bergmann
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ernst Bergmann filed Critical Ernst Bergmann
Application granted granted Critical
Publication of AT121757B publication Critical patent/AT121757B/de

Links

Landscapes

  • Secondary Cells (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



     Erregeiflüssigkeit   für   Akkumulatoren.   



   Es ist bekannt, dass bei den gebräuchlichen mit Schwefelsäure gefüllten nicht stationären Akkumulatoren, insbesondere Starterbatterien, d. s. Batterien, welche während der Stromabgabe durch eine 
 EMI1.1 
 beleuchtungsbatterien,   Motorboot-und Unterseebootbatterien,   die   ungleichmässig   beansprucht weiden und insbesondere wenn das normale Auf-und Entladen infolge bestimmter Arbeitsverhältnisse nicht eingehalten werden kann, die Erscheinung des sogenannten   Sulfatisierens sehr   bald auftritt, wodurch die Lebensdauer solcher Akkumulatoren wesentlich herabgesetzt wird. 



   Es wurde bereits gefunden, dass durch Zusatz von Sulfaten zur   Akkumulatorenschwefelsäure   die Verhältnisse mehr oder minder günstig beeinflusst werden, und es wurde hiezu vorgeschlagen, der Schwefelsäure Ammoniakalaun beizusetzen. Es hat sich nun herausgestellt, dass der blosse Zusatz anorganischer Sulfate zur   Schwefelsäure, sehr   bald eine kristalline   Ausscheidung   zur Folge hat. von welchem Moment 
 EMI1.2 
 fähig zu machen, wird erfindungsgemäss eine   Fiillsäure   verwendet, die ausser Ammoniumsulfat und Aluminiumsulfat noch eine geringe Menge einer organisehen Säure, insbesondere Essigsäure enthält, wobei Ammoniumsulfat und Aluminiumsulfat in einem solchen Verhältnis zugesetzt wird, dass eine   Alaunbildung nicht   stattfindet.

   Die   Essigsäure   wird nur in einer ganz geringen Menge in Form von basischem Aluminiumazetat beigemengt, welcher Zusatz eine   veibessernde Wirkung ausübt   und die   Schädlichkeit   der eventuell entstehenden   Überschussessigsäure gänzlich eliminiert.   



   Die Zugabe von organischen Säuren im allgemeinen respektive ihrer basischen Salze haben eine ebensolche katalytische Wirkung, wie Essigsäure respektive basisches Aluminiumazetat. Es werden hier die Homologen   der Essigsäure, wie Ameisensäure, Propionsäure, Buttersäure   usw., also gesättigte aliphatisehen Fettsäuren bzw. ihre basischen Salze verstanden, wobei Essigsäure wegen der leichten   Zugänglichkeit   und aus finanzieller Erwägung herausgegriffen wurde.

   Die Zugaben an basischen Salzen 
 EMI1.3 
 vermögen, wie dies bei den Salzen der organischen Fettsäuren der Fall ist, der   Schwefelsäure   zuzugeben,   tim   dadurch die Ionisation der   anorganischen   Salze in der Weise zu beeinflussen, dass diese ihre Ionen in 
 EMI1.4 
 Die Auskristallisierung, d. h.   Ausscheidung   aus der Lösung würde nämlich die   vorteilhaften Eigenschaften   der mit   Aluminium-und Amomniumsulfat   präparierten Schwefelsäure verändern, respektive die   ka, ta-   lytischen Vorteile gänzlich aufheben. 



   Die Zugabe des Aluminiumsulfates zur Schwefelsäure hat den Zweck, die chemischen Vorgänge bei der Entladung katalytisch zu beschleunigen und dabei die Sulfatisierung zu verhindern. 
 EMI1.5 
 (durch die Erfahrung bestätigt) durch den Ionisationsvorgang 
 EMI1.6 
 und   eventuell   durch das Steigen der Konzentration des aus der verwendeten bchwetelsäure stammenden Sulfations   (SO, =-Ions)   diese reversible Gleichung nach links verschoben wird, was die kristallinische Ausscheidung des Aluminiumsulfates zur Folge hat. 



   Um diesem Übelstand abzuhelfen, wird nun erfindungsgemäss vorgeschlagen, zu der Schwefelsäure 
 EMI1.7 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Prozess bei der Entladung des Akkumulators wesentlich verbessert ; die Sulfatisierung ist nahezu   gänzlich   beseitigt, die Ladezeit kann wesentlich gekürzt werden, die   Schädlichkeit   der eventuell sich bildenden zusätzlichen Essigsäuremengen wird weitaus durch die übrigen Vorteile aufgehoben. Das Mischungsverhältnis, in welchem die Essigsäure in Form von basischem Azetat beigemengt wird, ist derart gering. dass ein schädlicher Einfluss von vornherein ausgeschaltet ist.

   Auf 1000 cm3 der Füllflüssigkeit werden 2 cm3 der Essigsäure in Form des basischen Azetats beigemengt. 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Destilliertes <SEP> Wasser <SEP> ........................ <SEP> 755 <SEP> cm3
<tb> Chemisch <SEP> reine <SEP> Schwefelsäure, <SEP> Spez. <SEP> Gew. <SEP> 1'840 <SEP> 240 <SEP> cm3
<tb> Wasserfreies <SEP> Aluminiumsulfat <SEP> ........ <SEP> ...... <SEP> 18 <SEP> g
<tb> ammoniumsulfat <SEP> .......................... <SEP> 4g
<tb> Basisches <SEP> Aluminiumazetat <SEP> ................. <SEP> 5 <SEP> cm3
<tb> 1000 <SEP> ein13.
<tb> 
 



   Im nachstehenden sollen nun die Vorgänge bei der Aufladung des Akkumulators von einem bis dato noch nicht eingenommenen Gesichtspunkt beleuchtet werden :
Ist eine Starterbatterie aufzuladen,   so verträgt   sie beim Anlassen auch das   Fünfzigfache   an kurzen Stromstössen. Z. B. eine Batterie mit drei Zellen von normal 6'6 bis 7 Volt Spannung und mit einer Teilkapazität von 7 Amp. gibt momentan 350 Amp. und die 35fache Stromleistung. Zur   Erläuterung sei   noch vorausgeschickt, dass auf den Quadratdezimeter doppelseitig berechneter Plattenoberfläche 2 bis   maximal 2#6 Amp. Ladestrom kommen. Bei Akkumulatoren kann praktisch nur eine festgesetzte konstante     Stromstärke   angenommen werden, die abhängig ist (in gleicher Weise wie die Kapazität) von Säuredichte. 



  Güte der aktiven Masse und Plattendicke. Durch den Elektrolyten wurde die Säurediehte auf   30'Baume   erhöht. Es wurde nun festgestellt : Eine Starterbatterie, die mit gewöhnlicher Schwefelsäure   abfüllt.   
 EMI2.3 
 
Das Zusammenwirken von Eigenkapazität zufolge höherer Dichte sowie Erhöhung der Ladeintensität um 100% gestattet bei einer Starterbatterie innerhalb 20-30 Minuten volle Spannung und eine solehe Teilkapazität zu erzielen, dass allen an den Akkumulator gestellten Anforderungen vollauf Genüge geleistet werden kann. Die Nachladung auf volle   Kapazität   erfolgt während der Fahrt. 



   Beispiel 1   : Man nehme einen   bereits formierten Akkumulator oder eine bereits im Betriebe stehende Starterbatterie mit drei Zellen   (6'6   Volt). Im letzteren Falle giesse man die Säure aus den Zellen 
 EMI2.4 
 genommene Batterie und man wird bemerken, dass die Batterie so normal arbeitet, als   wäre sie durch   viele Stunden am   Ladeaagregat   aufgeladen worden.   Selbstverständlich   wurde nach   Durchspüluns   der Zellen die Flüssigkeit gemäss der Erfindung eingefüllt. 



   Beispiel 2 : Dieselbe Beobachtung kann gemacht werden, wenn der Akkumulator vollständig entladen wurde und hierauf durch 20-30 Minuten aufgeladen wurde. 



   Beispiel 3   : Man   nehme eine bereits nicht mehr funktionierende Batterie (Starterbatterie die infolge übermässiger Sulfatierung die Spannung nicht mehr hält. Man spüle durch und fülle mit der 
 EMI2.5 
 
 EMI2.6 


Claims (1)

  1. abweichenden Verhältnis auch eine geringe Menge einer organischen bäure, insbesondere Essigsäure beigesetzt ist.
AT121757D 1927-10-10 1927-10-10 Erregerflüssigkeit für Akkumulatoren. AT121757B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT121757T 1927-10-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT121757B true AT121757B (de) 1931-03-10

Family

ID=3632626

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT121757D AT121757B (de) 1927-10-10 1927-10-10 Erregerflüssigkeit für Akkumulatoren.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT121757B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1571961A1 (de) Gasdicht verschlosener Bleisammler mit antimonfreien Gitterplatten
DE2852668A1 (de) Batteriezelle
DE69820955T2 (de) Bleisäure Batterie
DE3029570A1 (de) Zinkakkumulator
AT121757B (de) Erregerflüssigkeit für Akkumulatoren.
DE1671811A1 (de) Sammlerbatterie
CH416570A (de) Verfahren zur Aktivierung von Katalysatoren
DE623683C (de)
CH133014A (de) Elektrolyt für Bleisammler.
DE645753C (de) Verfahren zur Verhinderung bzw. Verringerung der Gasentwicklung an der Kathode bei der Ladung von Akkumulatoren
DE2451964A1 (de) Pulverfoermiges blei, bleioxyd und einen porenbildenden zusatz enthaltende mischung fuer die herstellung von elektroden fuer bleiakkumulatoren
AT141633B (de) Mittel zur Herstellung einer Formationsflüssigkeit bzw. Elektrolyten für Bleiakkumulatoren und mit diesen Elektrolyten gefüllte Akkumulatoren.
AT148786B (de) Erregerflüssigkeit für Blei-Akkumulatoren.
DE893812C (de) Elektrolyt fuer Bleiakkumulatoren
DE1471753C3 (de) Alkalische Sammlerzelle mit einer Cadmium oder Eisenelektrode die ein im Elektrolyten gelöstes SiIi kat enthalt
AT166183B (de) Bleiakkumulator
AT120549B (de) Verfahren zur Herstellung elektrischer Akkumulatoren.
AT201682B (de) Galvanische Zelle
AT95695B (de) Elektrolyt für Bleisammler.
AT148810B (de) Positive Luftsauerstoffelektrode.
DE1796276C (de) Galvanische Pnmarzelle mit einer Lo sungselektrode , einem festen Depolarisator und einem verdickten Elektrolyten und Ver fahren zu ihrer Herstellung
DE486432C (de) Verfahren zum Betrieb von Blei-Zink-Akkumulatoren
AT234798B (de) Verfahren zur Herstellung einer Silberelektrode
AT111968B (de) Verfahren zur Verlängerung der Lebensdauer von Bleisammlern.
DE595809C (de) Herstellung von negativen Elektroden fuer alkalische Sammler aus Eisen