AT121748B - Ausgleichvorrichtung für drehend wirkende Bohreinrichtungen. - Google Patents

Ausgleichvorrichtung für drehend wirkende Bohreinrichtungen.

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AT121748B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Ausgleichvorrichtung für drehend wirkende   Bohreinrichtungen.   



   Bei den mit   Drehbohren   arbeitenden   Bohreinrichtungen,   besonders den sogenannten   "Rotary"-Einrichtungen,   hat es sich als zweckmässig herausgestellt, das Drehmoment des
Bohrers mit dem auf den Bohrer wirkenden Gesamtdruck in ein bestimmtes Verhältnis zu bringen. Bei ansteigendem Drehmoment z. B. muss die auf den Bohrer wirkende Last ver- ringert werden, während umgekehrt bei sinkendem Drehmoment eine Erhöhung des Druckes auf den Bohrer zweckmässig ist. 



   Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, welche diese Anpassung von Bohrdruck und
Drehmoment bewirken, u. zw. auf verschiedene Weise. Der Grundgedanke ist bei allen bekannten Vorrichtungen derselbe : In den Hauptantrieb ist ein Differentialgetriebe eingeschaltet, welches einerseits auf das Drehwerk des Bohrers. anderseits   auf die Fördertrommel   des Bohr- windwerks einwirkt. Da nun das Bohrwindwerk gerade hei tiefen Bohrungen erhebliche Ab- messungen hat, wird die Einwirkung des   Differentialantriebes   infolge der grossen Widerstände sehr ungenau ; ausserdem wird die Bauart des ganzen Antriebes eine sehr verwickelte und teure. Änderungen des   Einwirkungsverhältnisses.   die z. B. bei Veränderung des Bohrerdurchmessers erforderlich werden. sind nur sehr schwer zu   ermöglichen.   



   Beim Gegenstand der Erfindung wird demgegenüber der bekannte   Dift'erentialantrieb   aus dem Antrieb des Bohrwindwerks ganz ausgeschaltet. Die Ausgleichwirkung wird vielmehr am Gegenende des auf das   Bohrwindwerk auflaufenden   Seiles erzielt ; da die Wirkung hiebei im normalen Bohrbetriebe lediglich in der Erzeugung einer bestimmten Ausgleichspannung in Seil und Gestänge ohne Lotrechtbewegung des Bohrers liegt, kommt   man   mit ganz geringen Ab-   messungen   des   Ausgleichwerkes   aus und erreicht infolgedessen eine grosse Genauigkeit der Einwirkung. Auch ist eine Änderung   drus     Wirkungsverhältnisses   leicht durchzuführen. 



   Die Einrichtung gemäss der Anmeldung ist in den Zeichnungen dargestellt ; Fig. 1 gibt eine   schematische Gesamtdarstellting   einer Anlage, Fig.   2   die Einzelheiten der Ausgleichvorrichtung. 



   Das Bohrzeug   A : hängt   an der Zwischenrolle bzw. dem Flaschenzugunterblock B in dem   über Turmrollen   C laufenden Förderseil D. Das eine Ende des Förderseils D läuft in bekannter Weise auf die   Seiltrommel N des Bohrwindwerks   auf ; das andere Ende wird an eine Ausgleichvorrichtung angeschlossen. Der Antrieb des Drehtisches G für das Bohrzeug erfolgt bei der gezeichneten Anordnung z. B. von einer mittels Riemenscheibe M angetriebenen Welle   0   aus auf das Zahnrad L, von da über   Zwischenzahnräder   K auf das mit dem Antriebsrad H des Bohrtisches G verbundene Innenzahnrad J.

   Die   Zwischenzahnräder K   sind nicht fest gelagert, sie können vielmehr mittels des Lagerschildes N um die in der   Nabenbohrung.   des Rades L verlagerte   Tragachse. P schwingen.   Aussen trägt die Welle P eine Ausgleichtrommel F, an welche das Gegenende des Förderseiles D angeschlossen ist. Um den Durchmesser der   Ausgleichtrommel F leicht   verändern zu können, ist der Trommelmantel aus-   wechselbar gehalten ; man kann auch statt dessen eine konische oder Stufentrommel mit je nach dem Durchmesser verschiedenen Anschlusspunkten für das Seilende anordnen.

   Zweck-   

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   mässig ist auch   der Auslauf des Seilendes in eine Zahnstange oder Gelenkkette mit Ersatz der-Ausgleichtrommel durch auswechselbare Zahnräder oder Kettenräder. 



   Wird der Antrieb in Tätigkeit gesetzt, so haben die   Zwischenzahnräder   K das Bestreben. im Sinne der Drehrichtung des Rades L um die Welle P mitzulaufen, und in dem   Rade. J   ohne Drehung des letzteren und des   Drehtisches' ( ? abzurollen.   Dem wirkt aber sofort nach 
 EMI2.1 
 entgegen, und die Drehung des Bohrtisches und Bohrzeuges muss beginnen. Es tritt danach bei unverändert bleibendem Drehmoment ein Beharrungszustand ein, wobei die Räder K mit dem Lagerschild N radial feststehen. Ändert sich nun das Drehmoment des Bohrers infolge 
 EMI2.2 
 trommel F ausgeübte Moment ebenfalls ein Anderes, und eine entsprechende Spannungs-   änderung   im Förderseil D ist die Folge. 



   Nach der baulichen Durchführung hin sind naturgemäss die verschiedensten Abänderungen der Anordnung möglich. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Ausgleichvorrichtung für   drehend wirkende Bohreinrichtungen zur   selbsttätigen   Anpassung des Bohrdruckes an das Drehmoment des Bohrantriebes mittels eines   Differential-   getriebes, dadurch gekennzeichnet, dass dieses auf das Gegenende des auf das Bohrwindwerk auflaufenden Förderseiles wirkt.

Claims (1)

  1. 2. Ausgleichvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnel. dass zur Einstellung der Ausgleiehkraft der Hebelarm für den Angriff der Ausgleichkraft am Förderseil veränderlich oder leicht auswechselbar ausgeführt ist. EMI2.3
AT121748D 1928-11-13 1929-10-23 Ausgleichvorrichtung für drehend wirkende Bohreinrichtungen. AT121748B (de)

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