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Ausgleichvorrichtung für drehend wirkende Bohreinrichtungen.
Bei den mit Drehbohren arbeitenden Bohreinrichtungen, besonders den sogenannten "Rotary"-Einrichtungen, hat es sich als zweckmässig herausgestellt, das Drehmoment des
Bohrers mit dem auf den Bohrer wirkenden Gesamtdruck in ein bestimmtes Verhältnis zu bringen. Bei ansteigendem Drehmoment z. B. muss die auf den Bohrer wirkende Last ver- ringert werden, während umgekehrt bei sinkendem Drehmoment eine Erhöhung des Druckes auf den Bohrer zweckmässig ist.
Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, welche diese Anpassung von Bohrdruck und
Drehmoment bewirken, u. zw. auf verschiedene Weise. Der Grundgedanke ist bei allen bekannten Vorrichtungen derselbe : In den Hauptantrieb ist ein Differentialgetriebe eingeschaltet, welches einerseits auf das Drehwerk des Bohrers. anderseits auf die Fördertrommel des Bohr- windwerks einwirkt. Da nun das Bohrwindwerk gerade hei tiefen Bohrungen erhebliche Ab- messungen hat, wird die Einwirkung des Differentialantriebes infolge der grossen Widerstände sehr ungenau ; ausserdem wird die Bauart des ganzen Antriebes eine sehr verwickelte und teure. Änderungen des Einwirkungsverhältnisses. die z. B. bei Veränderung des Bohrerdurchmessers erforderlich werden. sind nur sehr schwer zu ermöglichen.
Beim Gegenstand der Erfindung wird demgegenüber der bekannte Dift'erentialantrieb aus dem Antrieb des Bohrwindwerks ganz ausgeschaltet. Die Ausgleichwirkung wird vielmehr am Gegenende des auf das Bohrwindwerk auflaufenden Seiles erzielt ; da die Wirkung hiebei im normalen Bohrbetriebe lediglich in der Erzeugung einer bestimmten Ausgleichspannung in Seil und Gestänge ohne Lotrechtbewegung des Bohrers liegt, kommt man mit ganz geringen Ab- messungen des Ausgleichwerkes aus und erreicht infolgedessen eine grosse Genauigkeit der Einwirkung. Auch ist eine Änderung drus Wirkungsverhältnisses leicht durchzuführen.
Die Einrichtung gemäss der Anmeldung ist in den Zeichnungen dargestellt ; Fig. 1 gibt eine schematische Gesamtdarstellting einer Anlage, Fig. 2 die Einzelheiten der Ausgleichvorrichtung.
Das Bohrzeug A : hängt an der Zwischenrolle bzw. dem Flaschenzugunterblock B in dem über Turmrollen C laufenden Förderseil D. Das eine Ende des Förderseils D läuft in bekannter Weise auf die Seiltrommel N des Bohrwindwerks auf ; das andere Ende wird an eine Ausgleichvorrichtung angeschlossen. Der Antrieb des Drehtisches G für das Bohrzeug erfolgt bei der gezeichneten Anordnung z. B. von einer mittels Riemenscheibe M angetriebenen Welle 0 aus auf das Zahnrad L, von da über Zwischenzahnräder K auf das mit dem Antriebsrad H des Bohrtisches G verbundene Innenzahnrad J.
Die Zwischenzahnräder K sind nicht fest gelagert, sie können vielmehr mittels des Lagerschildes N um die in der Nabenbohrung. des Rades L verlagerte Tragachse. P schwingen. Aussen trägt die Welle P eine Ausgleichtrommel F, an welche das Gegenende des Förderseiles D angeschlossen ist. Um den Durchmesser der Ausgleichtrommel F leicht verändern zu können, ist der Trommelmantel aus- wechselbar gehalten ; man kann auch statt dessen eine konische oder Stufentrommel mit je nach dem Durchmesser verschiedenen Anschlusspunkten für das Seilende anordnen.
Zweck-
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mässig ist auch der Auslauf des Seilendes in eine Zahnstange oder Gelenkkette mit Ersatz der-Ausgleichtrommel durch auswechselbare Zahnräder oder Kettenräder.
Wird der Antrieb in Tätigkeit gesetzt, so haben die Zwischenzahnräder K das Bestreben. im Sinne der Drehrichtung des Rades L um die Welle P mitzulaufen, und in dem Rade. J ohne Drehung des letzteren und des Drehtisches' ( ? abzurollen. Dem wirkt aber sofort nach
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entgegen, und die Drehung des Bohrtisches und Bohrzeuges muss beginnen. Es tritt danach bei unverändert bleibendem Drehmoment ein Beharrungszustand ein, wobei die Räder K mit dem Lagerschild N radial feststehen. Ändert sich nun das Drehmoment des Bohrers infolge
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trommel F ausgeübte Moment ebenfalls ein Anderes, und eine entsprechende Spannungs- änderung im Förderseil D ist die Folge.
Nach der baulichen Durchführung hin sind naturgemäss die verschiedensten Abänderungen der Anordnung möglich.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ausgleichvorrichtung für drehend wirkende Bohreinrichtungen zur selbsttätigen Anpassung des Bohrdruckes an das Drehmoment des Bohrantriebes mittels eines Differential- getriebes, dadurch gekennzeichnet, dass dieses auf das Gegenende des auf das Bohrwindwerk auflaufenden Förderseiles wirkt.