AT120585B - Vorrichtung zur Dosierung von Reagenzien für die Enthärtung von Wasser. - Google Patents

Vorrichtung zur Dosierung von Reagenzien für die Enthärtung von Wasser.

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AT120585B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung zur Dosierung von Reagenzien für die Enthärtung von Wasser. 



   Bei der Enthärtung von Wasser werden meistens Kalk und Soda als Reagenzien benutzt. Um die zur Enthärtung des Wassers erforderliche Kalklösung zu erhalten, wird der Rohwasserstrom in zwei Ströme geteilt, von denen einer zum Kalksättiger führt, um in diesem die erforderliche Kalkmenge zu lösen. 



   Bei den bekannten Dosierungsvorrichtungen ist es nun ganz unmöglich, den zum Kalksättiger führenden Wasserstrom im vornherein so einzustellen, dass er genau der Härte, d. h. der Karbonathärte +   Magnesiahärte + freien   Kohlensäure des Rohwassers entspricht. 



   Durch vorliegende Erfindung werden die geschilderten Mängel beseitigt, denn es ist möglich, die Einstellung des zum Kalksättiger führenden Wasserstromes auf Grund der Rohwasseranalyse auf einen Bruchteil eines Härtegrades genau zu regulieren. Das bisher erforderliche, zeitraubende Ausprobieren fällt somit fort, was besonders wichtig ist bei vielen Wässern, die sich täglich in ihrer Zusammensetzung ändern. Mit den bisherigen Dosierungseinrichtungen war es bei derartigen Wässern so gut wie unmöglich, eine einwandfreie Enthärtung zu erzielen, weil eben der zum Kalksättiger führende Wasserstrom nur durch gefühlsmässiges Einstellen reguliert werden konnte. 



   Das Prinzip der neuen Dosierungsvorrichtung besteht, darin. dass das Rohwasser gezwungen wird, durch eine schmale   und lange Schlitzöffnung zu fliessen,   wobei ein Teil des aus der   Schlitzöffnung tretenden   Wassers durch eine drehbare Auffangschale gefasst und zum Kalksättiger abgeleitet wird, unter gleichzeitiger   Berücksichtigung   des Umstandes, dass das über den Kalksättiger geführte Wasser in letzterem bereits einen Teil seiner Härte verliert. Dem Reiniger darf also nicht mehr ein der   Gesamtwassermenge   entsprechendes Quantum an gesättigtem Kalkwasser zugeführt werden, sondern, entsprechend der im Kalksättiger schon enthärteten Wassermenge, weniger. 



   In den nachstehenden Gleichungen bedeutet : Q = die dem   Kalksättiger tatsächlich zuzuführende   Wassermenge, a = die zu enthärtende Wassermenge in   Kubikmeter (Reinigerleistung), b   = die Summe der durch Kalk zu fällenden Härtegrade in 0 d., die sich zusammensetzt aus der Karbonathärte, aus der Magnesiahärte und der freien Kohlensäure. 



   Bei   Enthärtung   von a m3 sind 
 EMI1.1 
   gesättigtes Kalkwasser erforderlich, entsprechend einem Kalkverbrauch von 10 9 pro 0 d. und m3, mit einem Lösungsverhältnis von 1-26 kg in 1m3 Wasser. Wird nun eine Wassermenge von   
 EMI1.2 
 dem Kalksättiger zugeführt, so sind in dem Reiniger nur noch 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 menge, welche einer Menge von 
 EMI2.2 
 entspricht,   nämlich :   
 EMI2.3 
 Wird dem Kalksättiger um 
 EMI2.4 
 weniger Wasser zugeführt, so ist im Reiniger entsprechend mehr Wasser zu enthärten. Diese Zusatzwassermenge im Reiniger bedingt einen Mehrverbrauch an gesättigtem Kalkwasser,   u.   zw. : 
 EMI2.5 
 Dieser Mehrverbrauch an gesättigtem   Kalkwasser entspricht   wieder einer geringeren Wasserzuführung zum Reiniger.

   Es ist daher dem Reiniger wieder zu viel gesättigtes Kalkwasser zugeführt. Dies bedingt wiederum einen geringeren Verbrauch an gesättigtem Kalkwasser, u. zw. : 
 EMI2.6 
 Entsprechend dieser Menge kommt mehr Wasser zum Reiniger, der   Kalkwasserbedarf   erhöht sich um 
 EMI2.7 
   wodurch wieder weniger Wasser im Reiniger, also auch weniger gesättigtes Kalkwasser erforderlich ist usw. 



  Zusammengefasst ist die über den Kalksättiger zu führende Wassermenge :   
 EMI2.8 
 Der Klammerwert entspricht einer geometrischen Reihe von der Form 
 EMI2.9 
 Die Gleichung lautet also : 
 EMI2.10 
 Bei a m3 Wasser und b Härtegraden sind dem Kalksättiger 
 EMI2.11 
 Wasser zuzuführen. 



   Um die für die Kalklösung erforderliche Wassermenge genau einstellen zu können, ohne erst Messungen anzustellen, kann man sich-beispielsweise einer Apparatur bedienen, wie sie zeichnerisch dargestellt ist. 



   Durch das Rohr 1 tritt das Rohwasser in den Verteiler 2,'der durch eine Scheibe 3 verschlossen, ist. Die Scheibe 3 besitzt eine halbkreisförmige Schlitzöffnung   4,   aus welcher das Rohwasser in den Auffangbehälter   fi   tritt. Der Auffangbehälter   5   ist durch eine Zwischenwand 6 in zwei Teile geteilt, Unter-   halb der Scheibe 3 befindet sich eine Auffangschale 7, die an dem Bolzen 8 aufgehängt ist. Der Bolzen 8 und damit auch die Auffangsehale 7 lassen sich durch den Hebel 9 radial bewegen. So ist es möglich,   

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 einen beliebigen Teil des aus der Schlitzöffnung 4 austretenden Wassers durch die Auffangschale 7 aufzufangen und in das durch Rohrstutzen 10 zum Kalksättiger führende Abteil 11 des Auffangbehälters 5 zu leiten.

   Der Hebel 9 trägt einen Zeiger 12 und der Verteiler 2 eine Skala   13.   Letztere kann, unter Berücksichtigung der vorgehenden Rechnung, durch entsprechend angebrachte Teilstriche so ausgebildet werden, dass sich durch einfaches Verdrehen der Auffangschale 7 mittels des Hebels 9 jede beliebige Härte genau einstellen lässt. Das zeitraubende Probieren, das bei Anwendung der bekannten Dosierungseinrichtung erforderlich war, fällt dadurch fort. 



   Soweit das Wasser nicht durch die Auffangschale 7 in das Abteil 11 und zum Kalksättiger geführt wird, fliesst es in das Abteil 3 und von hier durch den Stutzen 15 zum Reiniger, wohin auch die im Kalksättiger erzeugte Kalklösung durch ein Verbindungsrohr fliesst.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Vorrichtung zur Dosierung von Reagenzien für die Enthärtung von Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohwasserstrom durch einen schmalen und langen Schlitz gezwängt wild und der für den Kalksättiger od. dgl. erforderliche Teil durch eine drehbar angeordnete Auffangschale abgenommen wird, deren jeweilige Stellung die Härtegrade auf einer mit ihr in Verbindung stehenden Skala ablesen lässt. EMI3.1
AT120585D 1928-12-17 1929-11-28 Vorrichtung zur Dosierung von Reagenzien für die Enthärtung von Wasser. AT120585B (de)

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