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Synchl'onisierverfahren.
Bei übergreifenden Netzen verschiedener Frequenz, beispielsweise einem Licht-und einem Bahnnetz, sollen in vielen Fällen die beiden Netze zur wechselweisen Unterstützung herangezogen werden, u. zw. erfolgt dies meist durch Motorgeneratoren, die aus zwei den Netzen zugeordneten Synchronmaschinen bestehen. Bei der Einschaltung derartiger Maschinen sowie auch bei der Zuschaltung von weiteren, Maschinensätzen bei erhöhter Energieübertragung zwischen den Netzen bietet die Synchronisierung meist grosse Schwierigkeiten, da bei einem Satz starr miteinander verbundener Maschinen gleichzeitig die Synchronisierungsbedingungen für beide Netze erfüllt sein müssen.
Gemäss der Erfindung lässt sich in derartigen Fällen der Synehronisierungsvorgang ganz erheblich vereinfachen durch die Anwendung je einer weiteren Maschine an jedem Maschinensatz, deren Frequenz und Anordnung in bezug auf die beiden andern Maschinen so bestimmt ist, dass die Spannungsmaxima dieser Frequenz mit der Koinzidenz der gleichgerichteten Spannungsmaxima der beiden andern Frequenzen zusammenfallen. In diesem Falle braucht nur in bezug auf die Hilfsfrequenz synchronisiert zu werden, deren Synchronismus den gleichzeitigen Synchronismus der beiden andern Frequenzen verbürgt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. In Fig. 1 ist ein Schaltschema einer Zweifrequenzanlage dargestellt, deren beide Netze M, 19 durch zwei parallel geschaltete Motorgeneratoren-M rnd n miteinander verbunden werden können. Die beiden Motoreneraoren bestehen aus zwei Synchronmaschinen 12 und 15 der einen und zwei Synchronmaschinen und 16 der andern Frequenz. Der Motorgenerator 10 ist hiebei durch handbetätigte Schalter 20 und 21 mit den beiden Netzen verbunden. Es ist also angenommen, dass normalerweise das eine Netz lediglieh über diesen Motorgenerator von dem andern Netz gespeist wird.
Der zweite Motorgenerator 11 sei etwa einzuschalten, wenn grössere Energiemengen übertragen werden sollen. Auf der Welle jedes Motorgenerators ist je eine Hilfsmaschine 14 bzw. 17 angeordnet, die die Hilfsfrequenz liefern.
Im angenommenen Beispiel hat das eine Netz 60 Hertz, das andere Netz 25 Hertz. In diesem Falle ergibt sich, wie aus dem Diagramm in Fig. 2 ersichtlich ist, für die Hilfsmaschine eine Frequenz von 5 Hertz, d. i. dem grössten gemeinsamen Teiler der beiden Hauptfrequenzzahlen. Der Hilfsgenerator 14 arbeitet auf die hintereinander geschalteten Spulen zweier Relais 26 und 27, der Generator 17 auf die Spule eines Relais 28, das mit einer zweiten Spule des Relais 27 gleichfalls in Reihe geschaltet ist.
Diese drei Relais steuern in Hintereinanderschaltung den Stromkreis von einer Stromquelle 35 zu einem weiteren Relais 29, u. zw. sind die den Relais 26 und 28 zugeordneten Unterbrechungsstellen in entregtem Zustande dieser Relais geöffnet, die Unterbrechungsstelle 33 des Relais 27 aber bei entregtem Relais 27 sowie auch, wenn sieh die Wirkung der beiden gegeneinander gerichteten Spulen aufhebt, geschlossen. An der Stromquelle 35 sind weiter die Einschaltespulen 24 und 25 der beiden selbsttätigen Schalteinrichtungen 22 bzw. 23 angeschlossen, durch die die beiden Maschinen 15 und 16 an das Netz zugehöriger Frequenz
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Einschaltspulen 24 und 25 endgültig schliesst und damit die beiden Maschinen 15 und 16 des Motorgenerators an die zugehörigen Netze legt.
In vielen Fällen wird sich kein so einfaches Verhältnis zwischen den Hauptfrequenzzahlen ergeben ; in diesen Fällen wird man, um der Hilfsmaschine die den vorgeschriebenen Bedingungen entsprechende Frequenz zu geben, diese über ein Übersetzungsgetriebe mit dem zugehörigen Maschinensatz kuppeln.
Der Gegenstand der Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, insbesondere kann es sich auch darum handeln, eine grössere Anzahl von Maschinen gleichzeitig oder nacheinander einzuschalten. Auch können die einzelnen Netze jede beliebige Phasenzahl haben. Weiter kann auch die Synchronisiereinrichtung der Einschalteinrichtung der Hauptgeneratoren nach Art jeder beliebigen andern Synchronisiereinrichtung ausgebildet sein. Endlich brauchen die zu synchronisierenden Ma, schinensätze sich auch nicht an demselben Ort befinden, sondern können beliebig weit voneinander entfernt sein. In diesem Falle muss aber die Hilfsfrequenz von jedem Maschinensatz zu der Synchronisiereinrichtung geführt werden. Hiezu sind aber nicht unbedingt besondere Leitungen notwendig.
Es können vielmehr, etwa nach Art der bekannten Phantomsehaltung, die Stränge der beiden miteinander verbundenen Netze als Zuleitung für die Hilfsfrequenz dienen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
L Synehronisierverfahren für zwei oder mehrere Maschinensätze, die aus je zwei oder mehreren mechanisch miteinander gekuppelten Synchronmaschinen bestehen, die an Netze verschiedener Frequenz anzuschalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass in bezug auf eine Hilfsfrequenz (z. B. 5 Hertz) synchronsiert wird, deren Spannungsmaxima mit der Koinzidenz der gleichgerichteten Spannungsmaxima der andern Frequenzen (z. B. 60 Hertz und 25 Hertz) zusammenfallen (Fig. 2).