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Absperrvorrichtung für mit mechanischer Zuganlage ausgerüstete Schornsteine.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Absperrvorriehtung für mit mechanischer Zuganlage ausgerüstete Schornsteine, bei denen die Gebläse seitlich so angeschlossen sind, dass ihre Ansaugund Ausblasstutzen unmittelbar mit dem Schornsteininnern in Verbindung stehen. Die Verwendung einer einfachen Klappe als Absperrorgan ermöglicht nur den abwechselnden Abschluss des Schornsteines und des Gebläses, während in Mittelstellungen einerseits die Gefahr eines Rücksaugen durch die Gebläse besteht und anderseits eine schädliche Einwirkung des natürlichen Sehornsteinzuges möglich ist.
Demgegenüber zeichnet sich die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Absperrvorrichtung dadurch aus, dass innerhalb des Schornsteines nahe unterhalb der Einmündung des Ausblasstutzens des Gebläses eine Doppelklappe vorgesehen ist, von welcher die eine Klappe den Durchgang des Gebläsestromes und die andere Klappe den natürlichen Zug beherrscht, wobei aber beide Klappen mit Hilfe eines an der einen Klappe angreifenden Getriebes gemeinsam einstellbar und durch eine beide Klappen verbindende Schraubenspindel auch mit Bezug aufeinander verstellbar sind.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, u. zw. in einem teilweisen Längsschnitt durch einen Schornstein mit Doppelklappen.
Das Rohr 1 bildet einen Teil des Schornsteines und ist durch eine mittlere Wand 2 unterteilt.
Zu beiden Seiten des Schornsteines (nicht dargestellt) sind einander gegenüberliegend die Gebläsegehäuse mit ihren Ausblasstutzen 3 an den Schornstein angeschlossen. Innerhalb des Schornsteins bzw. Ausblasstutzens ist eine Doppelklappe 23,24 vorgesehen, von der die eine Klappe 23, die fest auf der durchgehenden Achse 25 sitzt, den Durchgang des Gebläsestromes beherrscht. Die zweite Klappe 24 sitzt lose drehbar auf der Achse 26, die von seitlichen Armen der Achse 26 gehalten wird. An der Klappe 23 ist eine Mutter 30 drehbar befestigt, zur Führung der Schraubenspindel,'31, die anderseits in einer zweiten Mutter 32 geführt ist und schwenkbar am Ausblasstutzen 3 sitzt. Das freie Ende der Schraubenspindel trägt ein Stellrad 33, welches von Hand aus oder mittels endloser Kette bzw. Seil in Bewegung gesetzt werden kann.
Durch die Betätigung der Schraubenspindel 31 erfolgt ein Verstellen der Mutter 30 entlang der Schraubenspindel 31 und damit eine entsprechende Drehung der Klappe 23 in der einen oder ändern Richtung. An der Klappe 23 ist noch eine weitere drehbare Mutter 34 befestigt und an der Klappe 24, die den natürlichen Zug beherrscht, eine ähnliche Mutter 35. Durch beide Muttern ist eine Schraubenspindel 36 geführt, die zweckmässig auf ihren beiden Hälften ein entgegengesetzt gerichtetes Gewinde trägt, so dass bei einer Drehung des in der Mitte der Schraubenspindel befestigten Stellrades 37 eine entsprechende Bewegung der beiden Klappen gegen bzw. voneinander erfolgt. Die Betätigung des Stellrades 37 wird mit Hilfe eines Zugorgans, wie z. B. einer endlosen Kette od. dgl. bewirkt.
Die gemeinsame Einstellung der Klappen 23 und 24 kann anstatt durch die Schraubenspindel 31 auch durch ein Räder- oder Schneckengetriebe erfolgen, das eine grössere Verstellungsmöglichkeit zulässt. In diesem Falle kann man auch die beiden Wellen 25 und 26 unabhängig voneinander im Schornsteinmantel bzw. Ausblasstutzen lagern und den gesamten Antrieb nach aussen verlegen und damit sämtliche Stellorgane der Einwirkung der Gase entziehen.
Im Bedarfsfalle wird man zunächst der Klappe 23 die gewünschte Stellung mit Bezug auf den Ausblasstutzen geben und danach mit Hilfe des Stellorgans 37 der Klappe 34 die erforderliche Gegen- stellunng geben, je nachdem der natürliche Zug teilweise oder gänzlich abgeschaltet werden soll. Erforder-
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liehenfalls wird man daher auch in der Lage sein, sowohl den Durchgang für den Gebläsestrom als auch denjenigen für den natürlichen Zug auszuschalten, um erforderliche Ausbesserungsarbeiten ohne Belästigung der Arbeiter durch die Gasströme vornehmen zu können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Absperrvorrichtung für mit mechanischer Zuganlage ausgerüstete Schornsteine, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Schornsteines nahe unterhalb der Einmündung des Ausblasstutzens des Gebläses eine Doppelklappe (23, 24) vorgesehen ist, von welcher die eine Klappe (23) den Durchgang des Gebläsestromes und die andere Klappe (24) den natürlichen Zug beherrscht, wobei beide Teile (23, 24) mit Hilfe eines an der einen Klappe (23) angreifenden Getriebes (33, 31, 30) gemeinsam einstellbar und durch eine beide Klappen verbindende Schraubenspindel (36) auch mit Bezug aufeinander verstellbar sind.