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Schreibmaschine.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schreibmaschine, bei der durch die Betätigung der Zeichen- wählorgane (Tasten od. dgl. ) diesen entsprechende Schablonenausschnitte zwischen die Sehreibfläche und die gemeinsame Farbauftragvorrichtung. insbesondere Farbstoffgebläse, gebracht werden, durch die in an sich bekannterweise, insbesondere durch Blaswirkung, Farbe auf die Schreibfläche aufgetragen wird.
Die wesentliche Einrichtung der Maschine ist dabei die gleiche wie die der bekannten Schreibmaschinen der unterschiedlichsten Systeme mit dem Unterschied, dass die Schriftzeichen nicht durch Schlagwirkung der Typenhebel bzw. der Typenwalze gedruckt, sondern unter Entfall des Farbbandes schabloniert werden.
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die vorteilhaft aus einer gesteuerten Düse samt Zuleitung für Pressluft od. dgl. besteht.
Die Erfindung ergibt folgende wesentliche Vorteile : Geräuschlosigkeit und geringer Kraftbedarf infolge des Entfalles der Schlagwirkung, die Sehablonenhebel können von unten nach oben schwingen, daher bessere Anordnungsmogliehkeit für sichtbare Schrift, Gleichmässigkeit der Schrift, da die Farbbandabnützung entfällt : die Möglichkeit, unmittelbar auf Steindruck-, Offsetplatten u. dgl. (natürlich spiegelverkehrt) zu schreiben, so dass der Umdruck entfällt ; die Möglichkeit, mit beliebig starkem Auftrag von Kopierfarbe zu arbeiten und dadurch eine grössere Kopienzahl zu erzielen, die an Stelle der Durchschläge tritt.
Der Sehablonenhebel : 2 wird durch Druck auf die Taste : 3 vor die Papierwalze 1 gebracht. Aus der Farbstoffdüse 4, die mittels einer nicht dargestellten Zuleitung mit Farbstoff versorgt wird. wird mittels Pressluft od. dgl., die allenfalls durch einen kleinen Elektromotor erzeugt wird, durch den Anschlussstutzen 5 im geeigneten Augenblick durch Öffnen des Ventils 6 Farbstoff gegen das in Fig. 2 schau- bildlich dargestellte, aufgebogene Ende des Schablonenhebels gespritzt. Der durch die Schablonenaussehnitte dringende Farbstoff bildet das entsprechende Schriftzeichen auf der Schreibfläche ab. Um jeweils nur eines der drei Schriftzeichen eines Schablonenhebels abzubilden, ist ein nicht gezeichneter Schirm mit einer Fensteröffnung vorgesehen.
Zur richtigen Höhenstellung des Typenhebels sowie zur Umschaltung auf grosse Buchstaben und Zahlen dient der der Höhe nach verstellbare Anschlag 7. welcher entweder mechanisch oder elektrisch so eingerichtet ist, dass durch Auftreffen des Schablonenhebelendes das Ventil 6 geöffnet wird. Im gezeichneten Ausführungsbeispiel öffnet sich das Ventil 6 auf elektromagnetischem Wege dadurch, dass über den Sehablonenhebel 2, den Anschlag 7 und den Elektromagneten 8 ein Stromkreis geschlossen wird. Hiedurch wird der Anker angezogen, der durch eine Klinke 9 od. dgl. das Ventil 6 öffnet. Beim Abfallen des Ankers gibt die Klinke 9 nach, so dass das Ventil 6 nicht abermals geöffnet wird.
Natürlich kann auch der Anschlag 7 selbst als Hebel ausgebildet sein. der rein mechanisch auf das Ventil 6 wirkt.
Die Schreibmaschine gemäss der Erfindung kann auch mit einer zylindrischen Schablone (Fig. 3) ausgestattet werden, die sämtliche Schriftzeiehen trägt. Die Maschine kann auch in an sich von den Buchschreibmaschinen her bekannter Art für das Schreiben auf ebenen Flächen, insbesondere lithographischen Steinen, Offsetplatten u. dgl., gebaut werden.
Der Farbauftrag kann statt durch Spritzen, durch Andrücken eines Farbpolsters, durch Streichen od. dgl. erfolgen.