AT119601B - Herstellungsverfahren für Glühkathoden. - Google Patents
Herstellungsverfahren für Glühkathoden.Info
- Publication number
- AT119601B AT119601B AT119601DA AT119601B AT 119601 B AT119601 B AT 119601B AT 119601D A AT119601D A AT 119601DA AT 119601 B AT119601 B AT 119601B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- metal
- alkaline earth
- earth metal
- layer
- insulating material
- Prior art date
Links
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title description 5
- 229910052784 alkaline earth metal Inorganic materials 0.000 claims description 21
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 21
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 21
- 150000001342 alkaline earth metals Chemical class 0.000 claims description 20
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 8
- 239000011810 insulating material Substances 0.000 claims description 7
- 229910002651 NO3 Inorganic materials 0.000 claims description 5
- 150000001540 azides Chemical class 0.000 claims description 5
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 claims description 5
- NHNBFGGVMKEFGY-UHFFFAOYSA-N Nitrate Chemical compound [O-][N+]([O-])=O NHNBFGGVMKEFGY-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 4
- 239000011148 porous material Substances 0.000 claims description 4
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 3
- 229910052788 barium Inorganic materials 0.000 claims description 2
- DSAJWYNOEDNPEQ-UHFFFAOYSA-N barium atom Chemical compound [Ba] DSAJWYNOEDNPEQ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 2
- 229910044991 metal oxide Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 150000004706 metal oxides Chemical class 0.000 claims description 2
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 claims description 2
- 239000002904 solvent Substances 0.000 claims description 2
- 238000005245 sintering Methods 0.000 claims 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 8
- PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N Nickel Chemical compound [Ni] PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N Hydrogen Chemical compound [H][H] UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 229910052739 hydrogen Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000001257 hydrogen Substances 0.000 description 3
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 3
- -1 nitrate compound Chemical class 0.000 description 3
- 239000011230 binding agent Substances 0.000 description 2
- 239000012774 insulation material Substances 0.000 description 2
- 229910052759 nickel Inorganic materials 0.000 description 2
- 229910000480 nickel oxide Inorganic materials 0.000 description 2
- GNRSAWUEBMWBQH-UHFFFAOYSA-N oxonickel Chemical compound [Ni]=O GNRSAWUEBMWBQH-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- ZAMOUSCENKQFHK-UHFFFAOYSA-N Chlorine atom Chemical compound [Cl] ZAMOUSCENKQFHK-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- UUXFWHMUNNXFHD-UHFFFAOYSA-N barium azide Chemical compound [Ba+2].[N-]=[N+]=[N-].[N-]=[N+]=[N-] UUXFWHMUNNXFHD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000001311 chemical methods and process Methods 0.000 description 1
- 239000000460 chlorine Substances 0.000 description 1
- 229910052801 chlorine Inorganic materials 0.000 description 1
- 150000001805 chlorine compounds Chemical class 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 1
- 239000002923 metal particle Substances 0.000 description 1
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 1
- KBJMLQFLOWQJNF-UHFFFAOYSA-N nickel(ii) nitrate Chemical compound [Ni+2].[O-][N+]([O-])=O.[O-][N+]([O-])=O KBJMLQFLOWQJNF-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052573 porcelain Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 238000005507 spraying Methods 0.000 description 1
- PDEROVFZLWBVSG-UHFFFAOYSA-N strontium;diazide Chemical compound [Sr+2].[N-]=[N+]=[N-].[N-]=[N+]=[N-] PDEROVFZLWBVSG-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Landscapes
- Solid Thermionic Cathode (AREA)
- Cold Cathode And The Manufacture (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> lierstellungs, verfahren für Glühkathoden. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glühkathoden, bei denen die elektronenmittierende Schicht im wesentlichen von dem Heizfaden getrennt ist. Solehe Glühkathoden werden beispielsweise in der Weise hergestellt, dass man auf einem den Heizfaden umschliessenden Isolierrohr eine Metallschicht anbringt, von der dann die elektronenmittierende Substanz getragen wird. Man hat vorgeschlagen, diese Metallschicht durch das bekannte Metallspritzverfahren auf dem Isoliermateria niederzuschlagen. Dieses Verfahren ist aber sehr kostspielig, auch halten in der Regel die dünnen Röhrchen den Anprall der Metallteilchen nicht aus. Man erhält deshalb bei der Herstellung von Glübkathoden viel Ausschuss. Es ist ausserdem bekannt, die Aufbringung der Metallschicht durch ein chemisches Verfahren vorzunehmen. Man hat hiebei jedoch das Metall in einer Chloridverbindung benutzt, wobei man genötigt ist, organische Bindemittel zu Hilfe zu nehmen. Durch das Herausbrennen dieser Bindemittel entsteht Kohlenstoff, der die Homogenität und Gleichmässigkeit des herzustellenden Überzuges stört. Ausserdem wirkt das sich entwickelnde Chlor bekanntlich stark emissionsvergiftend. Gemäss der Erfindung werden diese Nachteile dadurch beseitigt, dass auf das Isoliermaterial eine Nitratverbindung des betreffenden Metal1es aufgebracht, getrocknet, unter Luftzutritt gesintert, in Oxyd übergeführt und zu Metall reduziert wird. Die Reduktion des Oxydes kann beispielsweise durch Erhitzen in Wasserstoff durchgeführt werden. Auf die so erhaltene Metallschicht wird dann in an sich bekannter Weise eine Elektronen emittierende Erdalkalimetallschicht aufgebracht. Um eine Durchtränkung des ganzen Isoliermaterials mit der Lösung zu verhüten, was eine Herab- setzung des Isolierwertes zur Folge hätte, wird das Isoliermaterial zwecks Verkleinerung der Poren gesintert, oder es wird beim Aufbringen der ersten Nitratsehicht das Material erhitzt und das Lösungsmittel verdampft, so dass der zurückbleibende Rest die Poren verstopft. Für das Verfahren eignet sich besonders Nickelnitrat. Will man das umständliche Reduzieren im Wasserstoffstrom vermeiden, so wird das in Form einer chemischen Verbindung, z. B. einer Nitratlösung, aufgetragene Trägermetall vor dem Aufbringen des Emmissionskörpers, mit Hilfe einer genügenden Menge eines Erdalkalimetalles reduziert. Dadurch wird nicht nur erreicht, dass die umständliche Reduktion mit Hilfe von Wasserstoff wegiällt, sondern ausserdem noch eine sehr innige Verbindung zwischen dem Trägermetall und dem Emissionskörper erzielt. Es ist zweckmässig, die Menge des Erdalkalimetal1es oder der Erdalkalimetallmischung, falls eine solche angewendet wird, so zu bemessen, dass auch nach der Reduktion noch metallische Erdalkalimetall an der Kathode verbleibt. Das Erdalkalimetall bzw. die Erdalkalimetallmisehung wird zweckmässig in Form einer in der Hitze Erdalkalimetall abspaltenden Verbindung, beispielsweise eines Azides (boa, Sr N6) aufgetragen. Durch Erhitzen der Kathode auf etwa 200 C wird das Azid in das Erdalkalimetall umgewandelt und durch weitere Erhitzung auf etwa 800 C wird die Reduktion des Trägermetalloxydes eingeleitet und durchgeführt. Die Abbildung zeigt als Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch eine Glühkathode, auf der als Trägermetall eine Nickelschicht benutzt wird. Mit 1 ist ein Heizdraht bezeichnet, der durch einen Isolierkörper 2, beispielsweise aus Porzellan, hindurchgeführt ist. 3 ist eine aus einem Metall, beispiels- <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 Nach Bildung der Oxydschicht wird Erdalkalimetall aufgetragen, u. zw. zweckmässig in Form einer sieh in der Hitze zersetzenden Verbindung, da das Auftragen von metallischem Erdalkalimetall praktisch kaum möglich ist. Man kann beispielsweise die Schicht 3 mit einer Schicht 5 aus Bariumazid oder einem Gemisch von Barium-und Strontiumazid (Ba Na und Sr Na) überziehen und dann die Kathode in das Vakuumgefäss einbauen. Während des Evakuierens wird dann die Kathode mit Hilfe eines durch den Draht 1 geschickten Stromes auf etwa 200 C erhitzt und das Azid zersetzt. Durch weiteres Erhitzen auf etwa 8000 C wird dann die Reduktion des Nickeloxydes durch das ausgeschiedene Erdalkalimetall eingeleitet und durch genügend lange Erhitzung durchgeführt. Durch geeignete Bemessung des Ver- hältnisses der Menge des Erdalkalimetalls zu der des Nickeloxydes kann man erreichen, dass Erdalkalii metall im Überschuss in metallischer Form auf der Kathode zurückbleibt. Dabei muss natürlich darauf geachtet werden, dass die Grundschicht aus metallischem Nickel dick genug ist, um einen Äquipotential- zylinder mit genügend geringem Eigenlängswiderstand zu bilden. Das Erdalkalimetall wird wegen der grossen Porosität der Grundschicht leicht festgehalten und kann unmittelbar Elektronen emittieren. An Stelle von Nickel können natürlich auch andere Metalle, beispielsweise Kupfer, verwendet werden. An Stelle der Azide der Erdalkalimetalle können auch andere metallabspaltende Verbindungen benutzt werden. Der Vorteil des Verfahrens gemäss der Erfindung besteht darin, dass die unmittelbar als Träger und Äquipotentialfläche dienende Metallschicht trotz ihrer grossen Porosität mit dem eigent- lichen Emissìonskörper sehr innig verbunden ist und daher eine grosse mechanische Festigkeit besitzt. Anstatt das Erdalkalimetall unmittelbar auf die zu reduzierende Metallschicht aufzutragen, kann man auch das Metall von einem geeigneten Punkte aus nach der Kathode in bekannter Weise über- destillieren, indem. man beispielsweise das Erdalkalimetall auf der Anode durch Zersetzen eines Erd- alkalimetallazides erzeugt und durch Weitererhitzung nach der kalten Kathode überdestilliert. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Glühkathoden, bei welchen auf einem aus Isoliermaterial bestehenden Träger eine Metallschicht auf chemischem Wege aufgebracht wird, die ihrerseits eine Elektronen emittierende Substanz trägt, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Isoliermaterial unter Frei- lassung der Ränder oder Enden eine Nitratlösung des betreffenden Metalls aufgebracht, getrocknet, unter Luftzutritt gesintert, in Oxyd übergeführt und zu Metall reduziert wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Poren des Isoliermaterials vor dem Aufbringen der Lösung durch Sinterung verkleinert werden, um eine Durchtränkung des ganzen Materials mit der Lösung zu verhüten.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Aufbringen der ersten Schicht der Nitratlösung das Isoliermaterial erhitzt und das Lösungsmittel verdampft wird, um ein Verschliessen der Poren des Isoliermaterials durch den zurückbleibenden gelösten Stoff zu erzielen.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Metalloxydschicht mit Hilfe von Erdalkalimetall, insbesondere Barium, reduziert wird.5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Erdalkalimetall in Form einer in der Hitze das Metall abspaltenden Verbindung, z. B. Azid, aufgetragen wird. EMI2.2
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE119601X | 1928-01-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT119601B true AT119601B (de) | 1930-11-10 |
Family
ID=5656136
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT119601D AT119601B (de) | 1928-01-26 | 1929-01-25 | Herstellungsverfahren für Glühkathoden. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT119601B (de) |
-
1929
- 1929-01-25 AT AT119601D patent/AT119601B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE705766C (de) | Verfahren zur Herstellung von Heizkoerpern fuer mittelbar geheizte Kathoden aus einem durktilen, schwer schmelzenden Metall | |
| AT119601B (de) | Herstellungsverfahren für Glühkathoden. | |
| DE701575C (de) | Isoliermasse fuer die Heizkoerper von Gluehkathoden | |
| DE597580C (de) | Elektrische Leucht- oder Ultraviolett-Bestrahlungsroehre | |
| AT219166B (de) | Verfahren zur Herstellung einer imprägnierten Kathode für elektrische Entladungsröhren | |
| DE846739C (de) | Verfahren zur Herstellung einer indirekt heizbaren Kathode | |
| DE537790C (de) | Verfahren zur Herstellung von UEberzugsmassen fuer Oxydkathoden von Elektronenroehren | |
| DE652904C (de) | Verfahren zur Herstellung von Hochemissionskathoden | |
| DE2651397C3 (de) | Suspension für die Herstellung einer blasenfreien elektrisch leitenden Schicht auf der Innenwand von Kathodenstrahlröhrenkolben und deren Verwendung | |
| DE2738207C2 (de) | Basismetallplattenwerkstoff für eine direkt erhitzte Oxidkathode | |
| DE2137142C3 (de) | Farbbildkathodenstrahlröhre | |
| DE600129C (de) | Oxydkathode | |
| AT128604B (de) | Verfahren zur Herstellung einer hochemittierenden Glühkathode für Gasentladungsgefäße. | |
| DE409799C (de) | Verfahren zur Herstellung stark Elektronen aussendender UEberzuege von Erdalkalioxyden bei Gluehkathoden | |
| DE512263C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kathoden fuer Elektronenroehren | |
| DE593516C (de) | Verfahren zur Herstellung von indirekt geheizten Gluehkathoden | |
| AT120212B (de) | Elektronen emittierender Körper und Verfahren zu seiner Herstellung. | |
| AT123127B (de) | Verfahren zur Herstellung von Glühkathoden. | |
| AT133280B (de) | Bei niedriger Temperatur emittierende Kathode. | |
| DE854828C (de) | Verfahren zur Herstellung von Isolationsschichten | |
| AT202602B (de) | Fernsehempfängerröhre mit einem fluoreszierenden Schirm | |
| DE596645C (de) | ||
| DE603740C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gluehkathoden | |
| DE447580C (de) | Wehnelt-Kathode | |
| AT130828B (de) | Einrichtung zur Erzeugung von Metalldampf in Vakuumröhren. |