DE537790C - Verfahren zur Herstellung von UEberzugsmassen fuer Oxydkathoden von Elektronenroehren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von UEberzugsmassen fuer Oxydkathoden von Elektronenroehren

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DE537790C
DE537790C DES81268D DES0081268D DE537790C DE 537790 C DE537790 C DE 537790C DE S81268 D DES81268 D DE S81268D DE S0081268 D DES0081268 D DE S0081268D DE 537790 C DE537790 C DE 537790C
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    • HELECTRICITY
    • H01BASIC ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J9/00Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
    • H01J9/02Manufacture of electrodes or electrode systems
    • H01J9/04Manufacture of electrodes or electrode systems of thermionic cathodes
    • H01J9/042Manufacture, activation of the emissive part

Description

Die Erfindung betrifft ein · Verfahren zur Herstellung von Überzugsmassen für Oxydkathoden von Elektronenröhren unter Verwendung von Salzen der Erdalkalimetalle, bei dem der durch Ausfällen der Karbonate mittels Alkalikarbonaten aus wässerigen Lösungen von Salzen der Erdalkalimetalle erhaltene Niederschlag gewaschen und getrocknet und das hierdurch gewonnene feinstkörnige Gemisch von Karbonaten mit einem Bindemittel aufgenommen und dann unter Verwendung einer wässerigen Lösung von Salzen der Essigsäure als Bindemittel in eine schwerflüssige streichfertige Masse übergeführt wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung erhält man eine besonders zuverlässige Überzugsmasse, wenn die Karbonate der Erdalkalimetalle Barium, Strontium, Calcium zu gleichen Gewichtsteilen mit dem Bindemittel gemischt werden.
Im folgenden wird eine nach der Erfindung ausgeführte Zusammensetzung beispielsweise beschrieben, die die gemischten Karbonate von Barium, Calcium und Strontium enthält. Gleiche Gewichtsteile von Nitraten von Barium, Strontium und Calcium werden in Wasser aufgelöst. Dann wird Natriumkarbonat hinzugesetzt, so daß sich die gemischten Karbonate der Alkalierdmetalle niederschlagen. Die Karbonate werden, von der Lösung getrennt, gründlich gewaschen und getrocknet. Dabei sind keine besonderen Vorsichtsmaßregeln zu beachten; nur ist es gewöhnlich wünschenswert, den Niederschlag unter solchen Bedingungen entstehen zu lassen, daß keine groben, sondern vorzugsweise feinverteilte Teilchen gebildet werden.
Die Überzugsmasse wird aus den gemischten Karbonaten durch Hinzufügen einer r5 o/oigen Essigsäurelösung vorzugsweise in dem Verhältnis von 16 g der Karbonate zu 10 ecm der Säure unter kräftigem Mischen hergestellt. Ein Teil der Karbonate wird in lösliche Azetate überführt, und ein anderer Teil von ihnen verbleibt als Suspension in der Lösung. Das gewählte Verhältnis von Säure und Wasser ist so, daß der erzeugte Stoff eine schwerflüssige anstrichähnliche Masse bildet. Diese Überzugsmasse ist so beschaffen, daß sich die Karbonate nicht von der wässerigen Lösung trennen, wenn die Masse auf den zu überziehenden Körper gebracht wird.
Anstatt das Salz aus der Säure zu bilden, kann man eine Lösung eines Salzes der Alkalierdgruppe in Wasser zu den trockenen Karbonaten hinzufügen. Dadurch ergibt sich
ein zähflüssiges Material, das nicht erzeugt werden kann, wenn die Karbonate nur mit Wasser angefeuchtet werden.
Die Salzlösung wirkt also in der Überzugsmasse als Bindemittel.
Es kann eine Lösung von einem oder mehreren dieser Salze benutzt werden. Beispielsweise kann eine Mischung von io g der gemischten Karbonate 5 ecm Wasser und 10 ecm einer gesättigten Lösung von Bariumtrinitrid benutzt werden. Die Mischung besteht aus über 6 °/0 Bariumtrinitrid, 5 °/o Wasser und 37 °/o der Karbonate. Wird der aus dieser Masse gebildete Überzug erhitzt, so zersetzen sich die Karbonate und Nitride zu Oxyden und Gasen, und zwar unabhängig davon, ob Sauerstoff in dem gegebenen Gas enthalten ist. Ist kein Sauerstoff vorhanden, so wird der für die Bildung der Oxyde nötige Sauerstoff von den Karbonaten geliefert.
Überzüge für Elektronen aussendende Körper können also dadurch hergestellt werden, daß man die Grundkörper durch Überstreichen oder Eintauchen in die Masse mit einem Überzug versieht und sie dann in die Röhre oder eine andere luftleere Vorrichtung bringt und dort so erhitzt, daß die Alkalierdsalze in Oxyde überführt werden.
Überzüge nach der Erfindung sind besonders vorteilhaft bei Drähten und Stäben, bei denen dicke und fest anhaftende Überzüge erwünscht sind. Da ein einziges Überstreichen und Erhitzen des Überzuges nach der Erfindung für die meisten Zwecke genügt, wird die Oxydation des die Kathode bildenden Grundmaterials vermieden, was bei den bisher bekannten Methoden, bei denen ein wiederholtes Überziehen und Erhitzen notwendig ist, sehr häufig eintritt.
An Stelle der genannten Säure kann auch eine andere, wie z. B. Ameisen- oder Salpetersäure, oder das Salz einer dieser Säuren an Stelle der Säure, und zwar allein oder in Verbindung mit anderen Säuren gebraucht werden. Man kann auch die Karbonate durch andere geeignete Verbindungen ersetzen, z. B. Oxalate der Alkalierdmetalle, vorausgesetzt, daß die Verbindungen durch Hitze zersetzt werden können, ohne kohlenstoffhaltige Rückstände zu hinterlassen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Überzugsmassen für Oxydkathoden von Elektronenröhren unter Verwendung von Salzen der Erdalkalimetalle, bei dem der durch Ausfällen der Karbonate mittels Alkalikarbonaten aus wässerigen Lösungen von Salzen der Erdalkalimetalle erhaltene Niederschlag gewaschen und getrocknet und das hierdurch gewonnene feinstkörnige Gemisch von Karbonaten mit einem Bindemittel aufgenommen und dann unter Verwendung einer wässerigen Lösung von Salzen der Essigsäure als Bindemittel in eine schwerflüssige streichfertige Masse übergeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Karbonate der Erdalkalimetalle Barium, Strontium, CaI-cium zu gleichen Teilen mit dem Bindemittel gemischt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 unter Verwendung einer anderen Salzlösung als Bindemittel an Stelle einer Lösung von Salzen der Essigsäure, dadurch gekennzeichnet, daß je iog gemischten Erdalkalikarbonaten 10 ecm einer gesättigten wässerigen Lösung von Bariumnitrid und 5 cm8 Wasser beigemischt werden.
DES81268D 1927-01-03 1927-08-19 Verfahren zur Herstellung von UEberzugsmassen fuer Oxydkathoden von Elektronenroehren Expired DE537790C (de)

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