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Elektrischer Fahrtrichtungsanzeiger für Fahrräder, insbesondere für Motorfahrräder.
Für den Radfahrer, insbesondere für den Motorradfahrer, ist es bekanntlich erforderlich, bei belebten Strassen einen Fahrtrichtungswechsel für die nachfolgenden Fahrzeuge kenntlich zu machen.
Zu diesem Zwecke ist es üblich, einen Arm seitwärts herauszustrecken. Da sich nun bekanntlich an der Lenkstange des Fahrzeuges die wichtigsten Steuerorgane für die Maschine (Gashebel, Kupplung, Bremse usw. ) befinden, bedeutet im Grossstadtverkehr jegliches zeitweises Entfernen der Hände von den Steuerorganen ein grosses Gefahrmoment für die Betriebs-und Verkehrssicherheit des Fahrzeuges und es sind schon viele schwere Unglücksfälle darauf zurückzuführen. Weiterhin ist es auch bereits vorgeschlagen, an dem Vorderteil des Rades einen Signalarm vorzusehen, welcher mechanisch von Hand
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nicht ganz einfach und vor allem ist der Signalarm für ein direkt nachfolgendes Fahrzeug nicht sichtbar, da er durch den Fahrer und die Maschine verdeckt wird.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein von vorn und hinten gut sichtbarer Fahrtrichtungsanzeiger, der von dem Fahrer bequem bedient werden kann, ohne dass er die Hand von der Lenkstange zu nehmen braucht. Dies wird dadurch erreicht, dass an dem Vorderteil des Rades mehrere zur Anzeige eines Fahrt- richtungswechsels dienende Lampen vorgesehen sind, die mittels an der Lenkstange oder in ihrer un- mittelbaren Nähe angeordneter Schalter bei einem Fahrtrichtungswechsel einzeln ein-und ausgeschaltet werden können. Ferner sind auch an der Rückseite des Rades, zweckmässig an dem hinteren Kotblech,
Lampen vorgesehen, die gleichzeitig mit den am Vorderteil des Rades angeordneten Lampen durch die an der Lenkstange angebrachten Schalter ein-und ausschaltbar sind.
In den Zeichnungen sind in den Fig. 1-12 mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dar- gestellt und in der Fig. 13 ist die Schaltung der Lampen gezeigt.
In Fig. 1 ist der Lampenträger für die an der rechten Seite des Vorderteiles befestigte Lampe, in Aufsicht dargestellt. Der Lampenträger besteht, wie in Fig. 2 der Querschnitt zeigt, aus einem ge- gossenen Sockel 1, auf den die Hülse 2 aufgeschoben und mittels einer Schraube 16 befestigt ist. In die
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aufgeschobene Feder 7 gegen die Tragplatte gepresst wird. Die Muttern 6 verhindern ein Abgleiten der Platte 4 nach links. Durch die federnde Lagerung wird die Lampa 8 in ihrer Lage festgehalten und ausserdem gegen Beschädigung durch die auftretenden Erschütterungen geschützt.
Der ganze Lampenträger 21 wird mittels der S : ; hellen 10, die den einen Träger der Vorderradgabel umgreifen, befestigt. Die Schellen selber sind mittels eines Bolzens und einer Matter an dem Gusskörpe 1 angebracht.
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Der Lampenträger für die linke Fahrtrichtungsseite wird in derselben Weise ausgeführt, nur muss in diesem Falle der Pfeil natürlich nach links zeigen. Ferner können auch die Lampen für die beiden Fahrtrichtungsseiten in einem gemeinsamen Lampenträger untergebracht sein.
In Fig. 4 ist der Lampenträger für die an der Rückseite des Rades vorgesehenen Lampen dargestellt. Er besteht ebenfalls aus einem Gusssockel j !, a, uf dem mittels Schrauben 16 die Tülle 2 befestigt ist. Die Lampe 8 wird wieder durch die Klemmfeder 5 und 9 gehalten. Die Klemmfeder 5 ist auf einer Unterlage 3 aus Isoliermaterial befestigt. Die eine Stromzuführung erfolgt über die Klemme 6 und die andere über die Büchse 12, die aus der Fig. 6 ersichtlich ist. Diese Figur, welche einen Querschnitt durch den Lampenträger nach Fig. 4 darstellt, zeigt gleichzeitig auch die Befestigungsvorrichtung.
Diese besteht aus einem Flacheisenband 10, welches an dem hinteren Kotflügelbleoh befestigt wird.
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Fig. 5 zeigt eine Draufsicht auf den Lampenträger.
In den Fig. 7,8 und 9 ist ein Lampenträger für den am Vorderteil des Rades befestigten Teil des Fahrtrichtungsanzeigers dargestellt, bei dem ausser der zur Kenntlichmachung eines Fahrtrichtungwechsels dienenden Lampe 8 noch ein Stoplichtsignal vorgesehen ist. Dieses besteht ebenfalls aus einer Soffittenlampe, welche durch eine das Wort "Stop" aufweisende Platte 14 abgedeckt ist, die mittels Schrauben 15 befestigt ist. Vor der Platte befindet sich eine Schicht 13 aus rotem Zelluloid od. dgl.
Die Befestigung der Lampe 8 und ihre Stromzuführung ist ohne weiteres aus der Zeichnung ersichtlich und stimmt im wesentlichen mit der an Hand der Fig. 4 erläuterten Ausführungsform überein, so dass es nicht erforderlich ist, sie nochmals ausführlich zu beschreiben. Der Lampenträger wird mittels der Schelle 10 und den Schrauben 11 an der Vorderradgabel befestigt.
Ein solches Stoplichtsignal dient bekanntlich dazu, nachfolgende Fahrzeuge bei einem plötzlichen Halten zu warnen. Es wird mittels eines besonderen an der Lenkstange angebrachten Schalters bei einem Anziehen der Bremsen in Tätigkeit gesetzt.
Zweckmässig sieht man auch an dem Lampenträger für die Rückseite der Maschine ein Stoplieht- Signal vor. In den Fig. 10, 11 und 12 ist ein solcher Lampenträger dargestellt, bei dem zwischen den beiden zur Anzeige eines Fahrtrichtungswechsels dienenden Lampen noch eine dritte Lampe vorgesehen ist. Diese ist ebenfalls durch eine das Wort"Stop"aufweisende und mit den Schrauben 15 befestigte Platte 14 abgedeckt.
Die Konstruktion des Lampenträgers J ? y stimmt im übrigen mit den anderen Ausführungen überein, so dass es nicht erforderlich ist, sie nochmals eingehend zu beschreiben.
Die Schaltung des Stoplichtsignales erfolgt ebenfalls durch den an der Lenkstange des Rades vorgesehenen Stoplichtschalter, gleichzeitig mit dem Stoplicht an dem Vorderteil des Rades.
Die Schaltanordnung der Lampe ist, wie bereits erwähnt, aus Fig. 13 ersichtlich. An der Lenk-
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Schalters 19 beispielsweise wird die linke Lampe 21 und die linke Lampe 17 mit der Batterie 20 verbunden.
Ebenso werden bei einem Schliessen des rechten Schalters 19 die rechten Lampen eingeschaltet.
Als Batterie wird zweckmässig die Lichtbatterie verwendet.
Mit einem Fahrtrichtungsanzeiger gemäss der Erfindung ist es also möglich, durch Betätigen eines Schalters von der Lenkstange aus in bequemster Weise ein gut sichtbares den Fahrtrichtungwechsel anzeigendes Signal zu geben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrischer Fahrtrichtungsanzeiger für Fahrräder, insbesondere für Motorfahrräder, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalter zum einzeln Ein-und Ausschalten der zur Anzeige eines Fahrtriehtungswechsels dienenden Lampen an der Lenkstange selbst oder in ihrer unmittelbaren Nähe angebracht sind, so dass sie ohne ein Loslassen der Lenkstange betätigt werden können.