AT119061B - Selbstfahrer, insbesondere für Vergnügungsbahnen. - Google Patents

Selbstfahrer, insbesondere für Vergnügungsbahnen.

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  Selbstfahrer, insbesondere für Vergnügungsbahnen. 



   Die Erfindung betrifft ein insbesondere für Vergnügungsbahnen bestimmtes Fahrzeug, welches eine Antriebsmaschine und eine Lenksteuerung besitzt, mittels deren es von einer der mitfahrenden Personen gelenkt werden kann. 



   Mit der Erfindung wird bezweckt, einen Selbstfahrer zu schaffen, der die Nachteile der bekannten Selbstfahrer vermeidet, deren Vorteile aber in sich vereinigt und so vor allem jederzeit dem Willen der steuernden Personen folgt, trotzdem aber auch sehr wendig ist, die verschiedenartigsten Bewegungen ausführen kann, dabei aber auch bequem und sicher in der Handhabung und im Betrieb ist, so dass die Freude am Fahren gesteigert und der   Vergnügungszweck dadurch   erhöht wird. Bei alledem soll das Fahrzeug einfach im Bau und billig in der Herstellung sein. 



   Es sind Selbstfahrer für Vergnügungsbahnen bekannt, welche infolge der Anordnung ihres Antriebes und ihrer Lenksteuerung in an sich der gleichen, günstigen Weise, wie etwa ein Kraftwagen, jederzeit dem Willen der steuernden Person folgen. Diesen Fahrzeugen haftet aber der Mangel an, dass sie nicht wendig genug sind und nicht genügend viele Bewegungsarten ausführen können, was gerade bei Fahrzeugen für Vergnügungsbahnen erwünscht bzw. sogar unerlässlich ist, um einerseits den Ver-   gnügungszweck,   der in der Belustigung der fahrenden Personen und der Zuschauer besteht, zu erreichen und zu erhöhen, anderseits zu viele Kollisionen der Fahrzeuge untereinander und mit der Einzäunung der Fahrbahn zu vermeiden. 



   Es sind anderseits Selbstfahrer für Vergnügungsbahnen bekannt, bei denen in baulich an sich günstiger Weise die Antriebsmaschine und die Steuereinrichtung so miteinander verbunden sind, dass bei der mittels der Lenksteuerung bewirkten Verstellung des Triebrades die Antriebsmaschine mitbewegt wird. Bei diesen Selbstfahrern ist aber der vereinigte Antriebs-und Steuersatz am Fahrzeug so angeordnet, dass das Fahrzeug unregelmässige, unberechenbare Bahnen fährt, die die steuernde Person trotz ihres Bemühens, den Selbstfahrer nach ihrem Willen zu lenken, nicht vorhersehen kann.

   Das Fahren mit derartigen Selbstfahrern erfordert zum mindesten ganz besondere, nur auf Grund längerer, eingehender Übung zu erlangende, vom Publikum aber nicht zu erwartende und bei ihm auch nicht vorhandene Geschicklichkeit, ist aber meist auch geschickt steuernden Personen wegen der allzu grossen Schwierigkeit nicht möglich. Infolgedessen ist das Fahren mit derartigen Selbstfahrern fast unmöglich, weil wegen der unvorhersehbaren Fahrbahnen zu viele Zusammenstösse mit anderen Selbstfahrern und mit der Einzäunung der Fahrbahn hervorgerufen werden. Dadurch wild auch die Freude am Fahren beseitigt und eine Belustigung der fahrenden Personen sowie der Zuschauer überhaupt nicht hervorgerufen. 



   Alle diese Nachteile der bekannten Selbstfahrer sind bei demjenigen nach der Erfindung vermieden, welcher anderseits die Vorteile der bekannten Selbstfahrer in sich vereinigt. 



   Das Wesen der Erfindung besteht in der Vereinigung der Merkmale, dass das Gehäuse oder der Rahmen der Antriebsmaschine des Selbstfahrers mit dem Gehäuse oder dem Rahmen der Achse des Antriebsrades fest verbunden ist, beide durch die Lenksteuerung um   3600 drehbar   sind und der gesamte Antriebs-und Steuersatz des Fahrzeuges bezüglich zu dessen Stütz-oder Laufrädern so angeordnet ist, dass das Fahrzeug jedeizeit dem Willen des Fahrenden bei entsprechender Steuerung gehorcht. 

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    Die Verbindung des Gehäuses der Antriebsmaschine mit demjenigen der Achse des Antriebsrades bietet den Vorteil der Ersparung mehrerer Zwischenelemente zwischen Antriebsmaschine und Triebrad bzw. Steuereinrichtung, also den Vorteil baulicher Einfachheit des Antriebs-und Steuersatzes. 



  Da ferner der vereinigte Antriebs-und Steuersatz mittels der Lenksteuerung um 3600 drehbar ist, kann , der Selbstfahrer durch entsprechende Betätigung der Lenksteuerung vorwärts, nach links, nach rechts, im Kreise herum, um sich selbst herum im oder entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn sowie auch rückwärts fahren. Bei grösserer baulicher Einfachheit ist er also wendiger als die bekannten Selbstfahrer. 



  Da weiterhin der gesamte Antriebs-und Steuersatz des Fahrzeuges in bezug zu dessen Stütz-oder Laufrädern so angeordnet ist, dass das Fahrzeug jederzeit dem Willen der steuernden Person gehorcht, so ist die Lenkung des Fahrzeuges entsprechend dem Willen der steuernden Person eine einfache und sichere, werden zu viele Zusammenstösse mit anderen Fahrzeugen und mit der Einzäunung der Fahrbahn vermieden und wird ferner die Freude am Fahren und damit der Vergnügungszweck erhöht. 



  Dadurch, dass erfindungsgemäss eine mit ihrer Antriebswelle lotrecht angeordnete Antriebsmaschine ein lose auf der Welle des Triebrades sitzendes Kegelrad antreibt und das Triebrad federnd und elastisch mit dem Kegelrad gekuppelt ist, ist noch weiterhin zu einer besonderen baulichen Einfachheit des vereinigten Antriebs-und Steuersatzes des Selbstfahrers beigetragen. 



  Erfindungsgemäss ist ferner auf der Achse des Antriebsrades ein zweites, als Laufrad dienendes Rad lose drehbar angeordnet. Dieses zweite Rad verhindert ein Schleudern des Selbstfahrers und erhöht dadurch die Fahrsicherheit gegenüber den bekannten Selbstfahrern. 



  Auf Grund weiterer nach der Erfindung vorgesehener Merkmale ist dafür Sorge getragen, dass die mit der Erfindung beabsichtigten Zwecke mit baulich besonders einfachen Mitteln erreicht werden und der steuernden Person das Fahren, insbesondere die Lenkung des Fahrzeuges, besonders einfach und sicher gemacht wird. Letzteres ist erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass an der Steuereinrichtung eine die Stellung des Triebrades bzw. die Fahrtrichtung angebende Markierung leicht erkennbar angebracht ist. 



  Auf der Zeichnung ist der Selbstfahrer nach der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.   
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 zeug um den Mittelpunkt der Hinterachse sich nach rechts oder links bewegte. 



   Fig. 2 lässt eine Ansicht von unten auf den Selbstfahrer erkennen, wobei das Triebrad und das zugehörige Laufrad sich in der Stellung des Fahrzeuges für geradlinige   Vorwärts-oder Rückwärtsfahrt   befinden. 



   Der Selbstfahrer besitzt die Plattform 1, welche hinten von den beiden als feste Rollen ausgebildeten Laufrädern 2 und vorn von dem Triebrad 3 und einem weiteren Laufrad 4 getragen wird. Die Plattform 1 selber trägt einen oder mehrere für die mitfahrenden Personen bestimmte Sitze 5 und ist zur Abfederung bei Zusammenstössen mit anderen Fahrzeugen oder mit der Einzäunung der Fahrbahn mit dem um ihren Umfang laufenden   Gummi-oder Feder-oder Luftpuffer   6 armiert. 



   In dem vorderen Teil des Fahrzeuges ist der Antrieb und die Lenksteuerung des Fahrzeuges untergebracht. 



   Der Antrieb besitzt die Antriebsmaschine   7,   auf deren Welle 8 am unteren Ende ein Kegelrad 9 sitzt, welches mit einem auf der Achse 10 des Antriebsrades 3 lose drehbaren anderen Kegelrad 11 in Eingriff steht. Auf der Stirnseite des Kegelrades 11 ist eine Reibfläche 12 angeordnet. Das Triebrad 3 ist auf seiner Achse 10 gegen Drehung gesichert, aber   längsverschiebbar   und steht unter dem Einfluss von Federn   M,   durch welche es gegen die   Reibfläche   12 des Kegelrades 11 federnd   angedrückt   wird, so dass das Triebrad 3 mit   dem : Kegelrad 11   federnd und elastisch gekuppelt ist. Auf der Achse 10 des Antriebsrades 3 ist ferner ein weiteres Rad, das Laufrad 4, lose drehbar angeordnet, welches ein Schleudern des Fahrzeuges verhindert. 



   Die Achse 10 des Triebrades 3 ist in zwei Lagern 14 eines Rahmens 15 gelagert, welcher von einem an der Plattform 1 befestigten Gehäuse 16 umgeben und innerhalb desselben drehbar gelagert ist. Auf dem Rahmen 15 ist das Gehäuse oder der Rahmen 17 der Antriebsmaschine befestigt, während das Gehäuse 16 zwei feststehende   Stützen 18   zum Halten der Steuersäule 19 mit dem   Steuerrad 20 trägt.   



  Auf der   Steuersäule ?   ist ein Kegelrad 21 befestigt, welches mit einem am Rahmen oder am Gehäuse 17 der Antriebsmaschine 7 befestigten anderen Kegelrad 22 in Eingriff steht. Wenn das Steuerrad 20 gedreht wird, wird wegen des Eingriffes der beiden   Kegelräder   21 und 22 auch die gesamte Antriebsmaschine 7 und wegen deren fester Verbindung mit dem Rahmen 15 der beiden Räder 3, 4 auch dieses   Räderpaar   gedreht. 



  Der Antrieb und die Lenksteuerung des Selbstfahrers sind also zu einem Ganzen fest verbunden. Hiebei ist die Einrichtung derart getroffen und nach dem Ausführungsbeispiel auf der Zeichnung auch insoweit erkenntlich, dass der Antrieb und die Lenksteuerung gemeinsam um   3600 gedreht   werden können. Infolgedessen kann das Fahrzeug vorwärts, seitlich, um sich selbst und auch rückwärts fahren. Da die beiden Stützoder Laufräder 2 hinten an das lenkbare Triebrad 3 mit dem weiteren Laufrad 4 vorn angeordnet sind, so gehorcht das Fahrzeug jederzeit dem Willen des Fahrenden bei entsprechender Steuerung. 

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 wenn, wie bei dem Ausführungsbeispiel nach der Zeichnung, die Welle 8 der Antriebsmaschine 7 lotrecht angeordnet ist und in der beschriebenen Weise den Antrieb des Triebrades 3 bewirkt.

   Hiebei ist es besonders günstig, als   Antriebsmasehine   einen lotrecht stehenden Elektromotor voizusehen, auf dessen oberem Seitenschild das zur Übertragung der Bewegungen des Steuerrades 20 und des Kegelrades   21   dienende andere Kegelrad 22 befestigt ist. 



   Bei Verwendung eines Elektromotors erfolgt hiebei die Zuführung des Stromes zu demselben 
 EMI3.2 
 Motors aus. 



   Um der steuernden Person jederzeit anzuzeigen, in welcher Stellung das Triebrad 3 mit dem   vorderen Laufrad 4 sich befindet, ist an der Steuereinrichtung, vorteiJhaft am Steuerrad 20, eine Markierung,   z. B. ein Pfeil, leicht erkennbar entsprechend angeordnet. 



   Die Stromzuführung zu dem Selbstfahrer erfolgt vorteilhaft in an sich bekannter Weise durch eine-auf der Zeichnung nicht dargestellt-Oberleitung mittels einer   Stromzufiihrungsstange     24   und anderseits durch die leitende Fahrbahn 25. 



   Der Fusshebel (oder Handhebel) 26, welcher mit dem Schalter 27 verbunden ist, dient zu dessen Ein-und Ausschalten, um auf diese Weise die Antriebsmaschine nach Belieben in Gang und ausser Tätigkeit setzen zu können. 



   Es ist erkenntlich, dass man statt eines Elektromotors als   Antriebsmaschine   beispielsweise auch eine beliebige andere Maschine, z. B. einen Verbrennungsmotor, verwenden könnte, den man dann im Sinne der Erfindungsgedanken der Antriebs-sowie der Steuereinrichtung entsprechend anzupassen 
 EMI3.3 
 
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbstfahrer, insbesondere für Vergnügungsbahnen, mit Antriebsmaschine und Lenksteuerung, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebssatz (7, 17, 10, 3) mittels der Lenksteuerung   (20,   19) um   3600 drehbar   vor den Laufrädern   (2)   am vorderen Ende des Selbstfahrers angeordnet ist.

Claims (1)

  1. 2. Selbstfahrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit ihrer Antriebswelle (8) lotrecht angeordnete Antriebsmaschine (7) eine lose auf der Achse (10) des Triebrades (3) sitzendes EMI3.4
    4. Selbstfahrer nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Antriebsmaschine (7) ein lotrecht stehender Elektromotor dient, auf dessen oberem Seitenschild ein Kegelrad (22) befestigt ist, mit welchem ein auf der Steuersäule (19) befestigtes Kegelrad (21) in Eingriff steht.
    5. Selbstfahrer nach den Ansprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung des Stromes zu dem Elektromotor durch zwei Schleifringe (23) und nachgiebige Kontakte (Bürstenhalter) vom Polgehäuse des Motors aus erfolgt.
    6. Selbstfahrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Steuereinrichtung (20) eine die Stellung des Triebrades (3) bzw. die Fahrtrichtung angebende Markierung leicht erkennbar angebracht ist.
AT119061D 1928-10-05 1929-01-14 Selbstfahrer, insbesondere für Vergnügungsbahnen. AT119061B (de)

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