AT119010B - Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Magnesium. - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Magnesium.

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AT119010B
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Alfred Claude Jessup
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur elektrolytischen   Gewinnung   von   Magnesium.   



    Die vorliegende Erfindung findet Anwendung bei jeder elektrolytischen Gewinnung von Magnesium, bei der von einer Legierung des zu gewinnenden Metalles ausgegangen wird, wobei es sich um eine einfache Elektrolyse oder um eine sekundäre Elektrolyse bei einer zweistufigen Elektrolyse handeln kann. 



  Bisher wurde im allgemeinen das Magnesium durch Elektrolyse erhalten, indem man das Metall über dem Elektrolyten ansammelte, infolge einer entsprechenden Auswahl der Dichte des letzteren. In diesem Falle steht das abgeschiedene Metall in unmittelbarer Berührung mit der Atmosphäre und entzündet sich deshalb. Aus diesem Grunde muss das Metall in dem Masse wie es sich abscheidet entfernt werden, was aber nicht hindert, dass man in der Praxis Metallverluste durch Oxydationnicht hintanha1ten kann. Man ordnet deshalb über der flüssigen Schichte des gewonnenen Metalles eine flüssige Schichte leichter Salze, vorzugsweise von Chloriden an. Diese Schichte verhindert die Berührung des Metalles mit der Atmosphäre, gleichgültig wie hoch die elektrolytisch hergestellte Schichte des Metalles ist. 



  Um eine Mischung der leichten Salze mit dem Elektrolyten zu verhindern, wird gemäss vorliegender Erfindung auf den Wandungen des Behälters ein Überzug aus einem Stoff angeordnet, der durch das gewonnene Metall benetzbar ist und der überdies als Kathode dienen kann. 



  Es ist hervorzuheben, dass die vorliegende Erfindung ebenso gut auf ein elektrolytisches Bad mit   
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 von unreinem Metall, Anwendung finden kann. 



   In diesem Fall wird das Verfahren vorzugsweise in einem geschlossenen Behälter ausgeführt und eventuell eine neutrale Atmosphäre über dem Bad angeordnet. 



  Als Beispiel ist in der Zeichnung ein zur Reinigung von Magnesium dienendes Elektrolysiergefäss dargestellt, in welchem die Substanzen in vier Schichten gelagert sind. 
 EMI1.2 
 bleilegierung ausgegangen werden soll, die folgende Zusammensetzung haben :
1. Am untersten Teil eine Schichte a der als Anode dienenden Bleimagnesiumlegieiung. 



  2. Eine Schichte b von Magnesiumchlorid mit einem Zusatz von Baryumchlorid, die als Elektro- lyt dient. 



   3. Eine Schichte   c   von geschmolzenem Magnesium, die die Kathode darstellt. 



   4. Eine Schutzschicht (l aus leichten Chloriden, z. B. ein Gemenge der Chloride von Kalium und
Magnesium (5 KCI + MgCl2 oder von KCI,   NaCI).   



    Die Gewichtsverhältnisse   des   Chlormagnesiums   und des Kalium-oder Natriumehlorids werden je nach der Dichte der Magnesiumbleilegierung und der Arbeitstemperatur geregelt, so dass eine Abstufung der Dichten entsteht, die eine gute Scheidung der Bestandteile in vier übereinanderliegende Schichten gewährleistet. 



   Der zur Ausübung des Verfahrens bestimmte Behälter kann jede beliebige Form haben, vorausgesetzt, dass er gestattet, diese vier übereinander angeordneten Schichten auszubilden. 



   Der Behälter hat einen Boden f aus Eisen, durch den der elektrische Strom der anodischen Schichte a aus einer Magnesiumbleilegierung zugeführt wird. Die Seitenwandungen des Behälters sind mit einer feuerfesten Auskleidung g versehen, die sieh mindestens über die ganze Höhe der drei unteren Schichten erstreckt. Innerhalb dieser Auskleidung ist ein metallischer Kranz e angeordnet, der sich im wesentlichen 

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 über die ganze Höhe der Schichte aus reinem Magnesium erstreckt, der aber keinesfalls in die untere Elektrolytschichte reichen darf.

   Die mit dem Metall in Berührung stehende Oberfläche dieses Kranzes besteht erfindungsgemäss aus einem Metall (Chrom oder Mangan), das durch das abgeschiedene Magnesium benetzbar ist, so dass die obere und die untere Chloridschichte sich nicht längs der Seitenwandungen des Kranzes infolge der   Oberflächenspannung   der verschiedenen Schichten miteinander vereinigen können. 



  In entsprechender Höhe ist eine Reihe von Stäben   Je aus   Graphit, Eisen oder irgendeinem   andernleitenden   Stoff, der unlöslich in Magnesium ist, angeordnet, die den Stromübergang von der Anode a zur Schichte   o   aus reinem Magnesium herbeiführen. Dieser Kranz e könnte durch einen Körper von irgendeiner andern   Form (Platte, Gitter usw. ) ersetzt werden, der im Behälter in der Höhe der Schichte des reinen Magnesiums   angeordnet ist. Dieser Körper könnte selbst als Kathode dienen und die Kohlen k ersetzen. Der Behälter ist durch einen dichten Deckel   h   abgeschlossen, so dass die Oberfläche des Bades gegen die Aussenluft geschützt ist. 



   Um das Verfahren in Gang zu setzen, werden die verschiedenen Schichten, einschliesslich der Magnesiumschichte, eine nach der andern in der Reihenfolge ihrer Dichten in den Behälter gegossen ; sobald. sie an Ort und Stelle sind, kann man den Strom durchschicken. Man kann aber auch damit beginnen, nur die zwei ersten Schichten einzubringen und den   Metallkörper   e mit Magnesium zu benetzen, indem man diesen letzteren als Kathode benutzt. Sobald er hinreichend benetzt ist, kann man hierauf die zwei oberen Schichten hinzufügen und den Strom weiter durchtreten lassen. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Magnesium, dadurch gekennzeichnet, dass ein direkter Kontakt der Wandungen des Behälters mit der flüssigen Schichte des gewonnenen Metalles verhindert wird, indem man den Teil des Behälters, der in der Höhe der Metallschicht liegt, mit einem . Überzug aus einem Metall (Chrom oder Mangan) versieht, das durch das gewonnene Metall benetzbar ist.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Überzug als Kathode verwendet. EMI2.1
AT119010D 1925-10-09 1926-09-30 Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Magnesium. AT119010B (de)

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