AT118978B - Elektrischer Zeitschalter. - Google Patents

Elektrischer Zeitschalter.

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AT118978B
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Rheinische Metallw & Maschf
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  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

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  Elektrischer Zeitschalter. 



   Die Erfindung soll einen elektrischen Zeitschalter schaffen, der bei genauer und feinstufiger Einstellbarkeit durch Anwendung eines eigenartigen Mittels nur kleinste, die zulässigen Grenzen nicht übersteigende Abweichungen von dem eingestellten Schaltzeitpunkt ergibt. 



   In dem Zeitschalter nach der Erfindung wird in bekannter Weise vermittels eines durch Elektrolyse bewirkten und geregelten Vergasungsvorgangs von Flüssigkeit Gas erzeugt, das als Treibmittel ein Schaltglied in die das Auslösen des gewollten Sekundärvorgangs (z. B. Stromschluss oder-unterbrechung) bewirkende. Schaltstellung bringt. Erfindungsgemäss erfolgt die Gasentwicklung in einem geschlossenen Raum von konstantem Volumen, bis der angewachsene Gasdruck bei einer ganz bestimmten Druckhöhe die dünnwandige Deckplatte eines zum verschieblichen Sehaltglied hinführenden Kanals entfernt oder zerstört. Hierauf schliesst das freiwerdende Druckgas das Schaltglied plötzlich in die Schaltstellung vor, in der es sodann durch Kontaktschluss momentan die Auslösung des gewünschten Sekundärvorgangs bewirkt.

   Die Erzeugung des für jeden gewollten Schaltzeitpunkt in stets gleich grosser Menge erforderlichen Gases erfolgt unter Anwendung der vorgeschlagenen Elektrolyse zeitlich in genauester Abhängigkeit von der Regelung des dem Zeitschalter zugeführten Betriebsstromes. 



   Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für ein Anwendungsgebiet, auf dem sie von Bedeutung ist, nämlich als Zeitzündwerk für Sprengladungen, die zu Sprengzwecken im Bergbau, bei Minen oder auch in Artilleriegeschossen gebraucht werden. 



   Der Zeitschalter nebst zugehöriger elektrischer Stromquelle ist beispielsweise in einem mit einer Metallbüchse   b ausgefütterten   Holzkasten a untergebracht. Sein Gaserzeuger besteht aus einem am Boden der Büchse b isoliert gelagerten, starkwandigen Hohlgefäss c aus Glas oder aus einem andern säurebeständigen Material, das zum Schutz gegen Zerstörung durch inneren Überdruck noch von einem Metallmantel   Ci umschlossen   ist. Seine obere Öffnung ist durch eine schwaehwandige Folie   Cs,   aus Metall oder sonst geeignetem Material abgedeckt. Die Folie ist mittels eines auf die metallische Schutzhülse   el   aufgesehraubten Deckels   C4   festgespannt, der eine feine, zentrale Bohrung Ca besitzt.

   Diese Bohrung ca nimmt in einer oberen zylindrischen Erweiterung einen entgegen dem Druck der Feder   Cg axial nach   oben verschieblichen und gegenüber dem Metalldeckel   C4   isolierten Kontaktstift   Css   auf. Die Spitze des Kontaktstiftes ragt in eine zentrale Bohrung dl des den Zeitauslöser im Gehäuse festhaltenden Isolationskörpers d hinein. Auf dem Isolationskörper d sitzen zu seiten der Bohrung dl zwei Kontaktlamellen e, die den Kontaktstift   c, nach   seinem Hervortreten aus der Bohrung dl in einer Einkerbung seines Kopfes fassen und festhalten. Das Glasgefäss   o   ist mit einem Elektrolyten, z. B. leicht angesäuerter Flüssigkeit, gefüllt.

   In seinen Boden sind zwei   Elektroden feingeschmolzen.   g ist die elektrische Stromquelle, ein galvanisches Element bekannter Ausführung, mit einem besonderen, die Säure zunächst enthaltenden Glasgefäss   gl. Die Stromentwieklung   setzt erst nach Zertrümmerung des Glasgefässes   gl   und Überflutung des Elementes g mit der auslaufenden Säure ein. h ist ein aus dem Gehäuse a vorragender Stift, durch dessen Eintreiben von Hand das Glasgefäss gl zertrümmert wird. iist ein Regelwiderstand im Stromkreis von der Stromquelle g zu den Elektroden f des Gaserzeugers. Er dient zur Regelung der Stärke des dem Gaserzeuger zugeführten Stroms und damit zur Bestimmung des Zündzeitpunktes. 



   Durch Zertrümmerung des Säuregefässes   gl   wird die Stromerzeugung des Elementes g eingeleitet, und der Strom wird über den vorher auf den gewollten Zündzeitpunkt eingestellten Widerstand i den 

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   Elektroden/*   des Gasentwicklers in ganz bestimmter Stärke zugeführt. Die im Gefäss   o   befindliche Flüssigkeit wird nun durch die chemische Einwirkung des   durchfliessenden   Stromes vergast, u.   zw.   ist die Gasentwicklung in der Zeiteinheit nach Massgabe der eingestellten Stromstärke lebhafter oder schwächer. 



  Da das Gefäss c geschlossen ist, so steigt der-Gasdruck darin mit der fortschreitenden Gasentwicklung an, bis bei einem ganz bestimmten Gasdruck die die Bohrung   ca   des Gefässes c abdeckende Folie   a2   an dieser Stelle eingedrückt und durchstossen wird. Das Gas strömt hinter die Kolbenfläche des Kontaktstiftes   Co   und treibt diesen momentan zwischen die Kontakte e. Damit ist das Element g in bekannter Weise durch eine zweite Leitung k über ein in gewisser Entfernung vom Zeitzündwerk befindliches 
 EMI2.1 
 detonieren lässt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Elektrischer Zeitschalter, bei dem auf elektrolytischem Wege erzeugtes Treibgas ein Schaltglied in die Schaltlage bringt, dadurch gekennzeichnet, dass die Gaszufuhr vom Gasentwicklungsraum zum Schaltglied (c) durch eine Membran (a2) unterbunden ist und erst nach deren, bei Erreichen eines Gasdruckes bestimmter Grösse, erfolgten Entfernung oder Zerstörung freigegeben wird. EMI2.2
AT118978D 1928-11-29 1929-11-11 Elektrischer Zeitschalter. AT118978B (de)

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