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Gerät zur Massage des Afters, zur Behandlung und Verhütung von Verstopfung,
Hämorrhoiden und andern Leiden der Aftergegend.
Die Verstopfung zeigt sieh in zwei Hauptformen : entweder sammelt sich der Kot im Ende des Dickdarmes an oder wenn der Mastdarm leer ist, sitzt der Kot in den oberen Teilen des Darmkanales fest.
Diese beiden Krankheitsformen werden durch einen Krampf des Afterschliessmuskels verursacht und durch die Trägheit des Darmes, welchem die Fähigkeit seiner wurmförmigen Bewegung fehlt. Man fand aber, dass diese Störungen durch eine Massage des fraglichen Muskels behoben werden können, wenn diese Massage von einer Massage der dem Mastdarm benachbarten Teile begleitet ist. Durch eine mechanische Einwirkung auf den Afterschliessmuskel, wobei man diesen langsam ausdehnt und sich wieder zusammen ziehen lässt, gelingt es, ihm seine Weichheit wieder zu geben und man bewirkt eine sofortige Entleerung des Darminhaltes im Falle sich der Kot am Darmende angesammelt hat.
Die Massage dieses Teiles wirkt anregen auf die Wurmbewegung und verursacht ein VorrÜcken des DarminhaJtes bis zur Stelle, wo er durch eine Schliessmuskelmassage entfernt werden kann.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Gerät zur Massage des Afters, welches gestattet, obige Behandlung
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stens zwei Klappen, welche sich zusammen zu einem Zylinder ergänzen und mit einer Vorrichtung zum Auseinanderspreizen verbunden sind. Die Klappen besitzen am hinteren Ende eine Wulst von grösserem Durchmesser als der der Verbindungsteile mit der Ausspreizvorrichtung.
Die Zeichnung stellt drei Ausführungsbeisplele dar, und ist Fig. 1 ein Aufriss und Fig. 2 ein Grundriss der ersten Form, Fig. 3 ist eine Seitenansicht der Klappen in Fig. 1, Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt von Fig. 3 nach der Achse x-x in Fig. 1, Fig. 5 ist zur Hälfte ein Grundriss und zur Hälfte ein Schnitt nach Linie v-v in Fig. 4, Fig. 6 und 7 gehören zu einer zweiten Ausführungsform, Fig. 6 zeigt in einer Endansicht das Gerät mit geschlossenen Klappen und einer daran angeschlossenen Luftklappe und Fig. 7 zeigt dasselbe Gerät wie Fig. 6 in Gebrauchsstellung, wobei die linke Hälfte in Ansicht und die rechte Hälfte in Querschnitt gezeigt ist und Fig. 8 ist ein Schaubild einer schon in Fig. 1 angedeuteten dritten Ausführungsform.
Das in der ersten Ausführungsform dargestellte Massiergerät besitzt zwei Klappen 1, von denen jede auf einem Arme 2 sitzt, welche in 7 aneinander gelenkt sind und ein Ausspreizen der Klappen ermöglichen. Diese Klappen endigen an ihrem Vorderende in eine Wulst. 3, welche derjenigen eines halben Mutterzäpfchens gleicht und einen Kopf von grösserem Durchmesser aufweist, als die ihn mit der Ausspreizvorrichtung verbindenden Teile besitzen. Der hintere Teil der Klappen besteht aus einem unveränderlichen Metall oder aus einer plastischen Masse, wie synthetischer Ebonit, oder einer biegsamen Masse wie Kautschuk und weist eine Auskragung 4 auf, welche ein zu tiefes Eindringen vermeiden soll.
Um ein Klemmen der Schleimhäute während des Zusammenpressens der Klappen zu vermeiden, sind die Ränder dieser Klappen bei 5 längs ihrer in direkter Berührung mit den Schleimhäuten stehenden Stossfugen abgeschrägt. Diese Abschrägungen sind besonders in den Fig. 3 und 4 zu erkennen.
Jede Klappe sitzt auf einem Ende der eine Ausspreizvorrichtung bildenden Arme 2 so, dass ihre Längsachse x-x senkrecht zu der durch die Arme bestimmten Ebene steht. Diese Längsachse x-x ist daher in dieser Ausführungsform parallel zur Drehachse y- < /. Die Arme der Ausspreizorgane endigen hinten in Handgriffe 6. Der Drehpunkt 7 kann beispielsweise ein loser Drehzapfen sein oder ein anderes auswechselbares und leicht zu reinigendes Stück.
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Durch Zusammendrücken der Handgriffe 6 in Richtung der Pfeile 8 weichen die Klappen in Richtung der Pfeile 9 auseinander und die Arme nehmen die durch Strichpunkte bezeichnete Stellung der
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der Handgriffe 6 auseinander. Diese Bewegung wird öfters wiederholt und man erhält so eine Massage des Schliessmuskels, welcher sich erweicht und den krankhaften Krampf dieses Muskels aufhebt. Ausserdem-kommt die Wulst 3 am Ende der Klappen mit den Wandungen unmittelbar hinter dem After in Berührung. Diese wiederholte Berührung, deren Wirkung durch Schwingen des Massiergerätes um eine Längsachse vermehrt werden kann, wirkt wie eine Massierung dieses Eingeweideteils, welcher der Sitz der Wurmbewegung ist und-bewirkt das Herabrutschen des Darminhaltes falls dieser sich im oberen Darmteil angesammelt hat.
Das Massiergerät kann auch mehr als zwei Klappen aufweisen und eine Vorrichtung besitzen um sie parallel zu sich selbst und konzentrisch zu bewegen.
Die Lage der Klappen gegenüber den Ausweitarmen kann auch eine andere als die mit vollen Linien gezeigte sein wie dies aus der als dritte Ausführungsform gezeigten Fig. 8 hervorgeht. Ihre Längs-
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Winkel bilden. In Fig. 1 sind zwei verschiedene Lagen der Achse x-x unter 300 und 450 mit strichpunk- tierten Linien angedeutet und mit 10 und 11 bezeichnet. Die verschiedene Stellung der Achsen x-x und y-y zu einander bietet gewisse Vorteile. Dadurch werden die Klappen in der Weise geöffnet, dass beim Massieren deren Köpfe weiter voneinander abstehen als deren Eüsse. Das Maximum dieser Entfernung der Köpfe voneinander wird erreicht, wenn x-x und y-t einen Winkel von 900 miteinander bilden.
Man erhält bei der besprochenen Anordnung der Achsen zueinander einen viel stärkeren Druck auf den Mastdarm als auf den Schliessmuskel, was in vielen Fällen besonders wirksam ist. Anderseits ist die Einführung eines Gerätes mit schief zu den Bewegungsgliedern stehenden Klappen bei beleibten Personen sehr erleichtert.
In der zweiten Ausführungsform nach Fig. 6 und 7 ist dem Massiergerät eine Luftkapsel beigegeben.
Das Innere des durch die Klappen umschlossenen Raumes (Fig. 6) enthält eine zusammenpressbare Hülle 13 beispielsweise aus Kautschuk bestehend, welche durch einen Kanal 14 mit einer zweiten Luftkap3el 15 verbunden ist und bei 16 zwischen den vorderen Armen des Massiergerätes 2 (Fig. 2) ruht.
Am vorderen Ende der Kapsel 13 befindet sich eine Einstülpung 17, welche ein Schmiermittel 18 enthalten kann, sei es nun Öl oder ein Stuhlzäpfchen.
Wenn das Massiergerät eingesetzt ist, drückt man die Handgriffe zusammen und verengt dadurch den Raum 16 in welchen die Kapsel 15 eingesetzt wurde. Die Luft wird in dieser letzteren zusammengedrückt und bläst die Kapsel 13 auf, so dass diese den Raum zwischen den auseinanderstehenden Klappen ausfüllt und so ein Einklemmen der Schleimhäute verhindert. Gleichzeitig drückt die gepresste Luft auf die Einstülpung 17 und veranlasst'den Austritt der Schmiermittel.
Die zweite Luftkapsel 15 könnte auch anderswo als zwischen den Armen des Gerätes untergebracht
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gerät zur Massage des Afters, gekennzeichnet durch zwei auf seherenartig miteinander verbundenen Bewegungsgliedern senkrecht stehende, mit einer vorderen Verdickung- versehene Klappen dz welche durch die Bewegungsglieder so auseinander gespreizt werden, dass sie sich nahezu parallel oder nur mit einer kleinen Neigung zueinander bewegen.