AT118511B - Kesselspeisevorrichtung. - Google Patents

Kesselspeisevorrichtung.

Info

Publication number
AT118511B
AT118511B AT118511DA AT118511B AT 118511 B AT118511 B AT 118511B AT 118511D A AT118511D A AT 118511DA AT 118511 B AT118511 B AT 118511B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
steam
water
boiler
jet
pressure
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Louis Friedmann
Original Assignee
Louis Friedmann
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Louis Friedmann filed Critical Louis Friedmann
Application granted granted Critical
Publication of AT118511B publication Critical patent/AT118511B/de

Links

Landscapes

  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Kesse Ispeisevorrichtullg.   



   Die Verwendung sehr niedriggespannten Förderdampfes in einer Strahlpumpe zum Fördern gegen einen bestimmten Kesseldruck bedingt zur Erzielung der gleichen Leistung die Aufwendung einer erheblich grösseren Förderdampfmenge als bei Verwendung höher gespannten Förderdampfes in der
Dampfdüse des Strahlapparates, da die vom niedrig gespannten Dampf im Düsensystem entwickelte kinetische Energie viel kleiner ist, als die des hochgespannten Dampfes. Verwendet man z. B. Maschinen- abdamnf von   0'1   bis   0'2   atm. Druck, so entwickelt dieser in der Düse eine Geschwindigkeit von zirka
420 m pro Sekunde, während Kesseldampf von 10 Atm. im Düsensystem der Strahlpumpe eine Geschwin- digkeit von zirka 700 m pro Sekunde annimmt. 



   Soll also eine bestimmte Wassermenge in einen Kessel von bestimmter Spannung gefördert werden, so muss in einer mit Abdampf betriebenen Strahlpumpe dieser Wassermenge eine grössere Förderdampf- menge beigemengt werden, als wenn hochgespannter Dampf zur Verwendung gelangt. Weil aber die ganze Förderdampfmenge stets in der Strahlpumpe kondensieren muss, so ist ihr bezüglich des Förder- druckes durch die Menge und die Temperatur des Förderwassers eine oberste Grenze gesetzt. 



   Daraus erklärt es sich, dass man mit einer Strahlpumpe, die nur mit Abdampf von   O'l   bis   0'2   Atm. betrieben wird, keinen höheren Kesseldruck überwinden kann als 8 bis 10 Atm. Darüber hinaus ist man gezwungen, mit Frischdampfzusatz zu arbeiten, d. h. es wird in das Düsensystem des Strahlapparates ausser Abdampf auch Frischdampf geleitet, der die Wirkung des Abdampfes unterstützt und das Speisen in den Kessel von höherer Spannung als 8 bis 10 Atm. ermöglicht. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung, welche es gestattet, mittels Strahlpumpen mit sehr niedrig gespanntem Dampf (wie Abdampf allein oder Abdampf mit einem wesentlich geringeren Frischdampfzusatz als bisher) gegen höhere Kesseldrüeke, welche über 10 Atm. liegen, zu speisen. Das Wesen dieser Einrichtung liegt darin, dass zwei Dampfstrahlpumpen hintereinander angeordnet werden, von denen die eine der anderen das Förderwasser zubringt, wobei   jedoeil   das Förderwasser zwischen den beiden Strahlpumpen eine   Kühlfläche   passiert und dadurch eine Abkühlung erleidet. 



   Diese Anordnung beruht auf der eingangs erwähnten Feststellung, dass die Temperatur des zu fördernden Wassers mitbestimmend ist für die Höhe des Kesseldruckes, der mit einer bestimmten Förderdampfspannung überwunden werden kann. 



   Wenn nun dem von der ersten Strahlpumpe geförderten und dabei erwärmten Wasser durch die Kühlfläche Wärme entzogen wird, so gelangt es mit niedriger Temperatur, aber anderseits mit der von der ersten Strahlpumpe stammenden erhöhten kinetischen Energie in die zweite Strahlpumpe und es reicht nun die von der zweiten Strahlpumpe zusätzlich mitgeteilte Energie aus, das Wasser auf eine Geschwindigkeit zu bringen, die, wieder in Druck umgesetzt, den höheren Kesseldruck überwindet. 



   Das Wesen der Erfindung besteht also in der Energievermehrung durch Verwendung einer zweistufigen Förderung unter Abkühlung des Förderproduktes der ersten Strahlpumpe vor dem Eintritt in die zweite Strahlpumpe. Dadurch ist es möglich, dem Förderwasser eine verhältnismässig grosse Förderdampfmenge zuzuführen und mit ihr auch soviel kinetische Energie, dass auch höhere Kesseldrücke überwunden werden können. 



   Die Zeichnung veranschaulicht Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens u. zw. stellt Fig. 1 das Schema der den Erfindungsgegenstand bildenden Einrichtung dar. Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Anlage bei Verwendung auf einer Lokomotive. In den Fig. 3 und 4 sind Strahlapparate 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 apparat 2 Wasser angesaugt und durch die Leitung 5 zunächst einem Kühler 6 beliebiger Natur und dann dem Strahlapparat 3 zugeführt, welcher das Wasser weiter beschleunigt und durch die Leitung 7 in den Kessel 8 fördert. 



   Der Kühler 6 ist entsprechend der Natur des zur Verfügung stehenden Kühlmittels, wie Wasser, Luft od. dgl. durchgebildet und so bemessen, dass er das Förderprodukt des Strahlapparates 2 in der 
 EMI2.2 
 sieren kann, als niedergeschlagen werden könnte, wenn keine Kühlung erfolgt wäre. 



   Durch diese Einrichtung ist es daher möglich, die kinetische Energie einer verhältnismässig sehr grossen Abdampfmenge der Förderwassermenge zuzuführen und mit sehr niedrig gespanntem Förderdampf erheblich höhere Kesseldrücke als 8 bis 10 Atm. zu überwinden. 



   In der Fig. 2 ist ein   Ausführungsbeispiel   einer solchen Anlage auf einer Lokomotive dargestellt. 



  Es bedeutet 2 einen Ejektor, dem durch die Tenderwasserleitung 4 das Wasser und dessen Düse durch die   Leitung-if Zylinderabdampf zugeführt   wird. Die   Förderleitung J   des Ejektors mündet in den Rippenkühler 6, aus welchem das Wasser dem Abdampfinjektor 3 zufliesst, dessen Dampfdüse ebenfalls Abdampf aus der Leitung 1 erhält, das gekühlte Wasser aufnimmt und durch die Leitung 7 dem Kessel zuführt. Die Leitung 8 ist hiebei die Schlabberleitung des Abdamrfinjektors 3. 



   In der Fig. 3 ist der Ejektor 2 im Schnitt dargestellt. Er besitzt eine Dampfdüse 9, welche von der Leitung 1 mit Abdampf gespeist wird. Bei 4 tritt das Tenderwasser in den Ejektor ein, während bei 10 das Druckrohr   5,   welches zum Kühler 6 führt, angeschlossen ist. 



   Statt eines Ejektors, wie in Fig. 3 gezeichnet, kann   natürlich   auch irgendein anderer Abdampfstrahlapparat, wie ein Abdampfinjektor irgendeiner gebräuchlichen Konstruktion, Verwendung finden. 



   In Fig. 4 ist der Abdampfinjektor gezeichnet, der die eigentliche Förderung des Speisewassers in den Kessel vollzieht. Er weist eine   Arbeitsdüse   11 auf, die dem niedrig gespannten Dampf entsprechend dimensioniert ist. Das aus dem Kühler 6 kommende, vom ersten Strahlapparat 2 geförderte Wasser wird durch den Stutzen 12 zugeffihrt und in der Fangdüse 13 durch den niedrig gespannten Förderdampf so beschleunigt, dass seine Geschwindigkeit, in der Druckdüse 14 in Druck verwandelt, den hohen Kesseldruck zu überwinden vermag. Bei 15 ist das zum Kessel führende Druckrohr 7 angeschlossen. Mit 16 ist das SchlabberventiI des Injektors 3 bezeichnet. 



   Statt der in Fig. 4 gezeichneten   Abdampfinjektorkonstruktion   kann auch ein Abdampfinjektor mit gemischtem Düsensystem für   Frischdampf   und Abdampf Verwendung finden, so dass eventuell ein kleiner Frischdampfzusatz die Wirkung des Abdampfes unterstützt. Dieser Frischdampfzusatz ist jedoch in jedem Fall wesentlich kleiner als bei den bisher bekannten Anordnungen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Kesselspeisevorrichtung zum Speisen gegen hohe Kesseldrücke mittels Strahlpumpe, gekennzeichnet durch zwei hintereinander angeordnete Strahlpumpen, zwischen denen eine Kühlfläche eingeschaltet ist, durch welche das von der ersten Strahlpumpe geförderte Wasser unter Wärmeverlust in die zweite Pumpe gelangt, die es in den Kessel fördert.
AT118511D 1929-07-27 1929-07-27 Kesselspeisevorrichtung. AT118511B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT118511T 1929-07-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT118511B true AT118511B (de) 1930-07-25

Family

ID=3631045

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT118511D AT118511B (de) 1929-07-27 1929-07-27 Kesselspeisevorrichtung.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT118511B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1238939B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Rueckfuehrung der Reinigungskoerper bei der Reinigung von Roehren-Waermeaustauschern, insbesondere Kondensatoren, mittels im Umlauf gefuehrter Reinigungskoerper
AT118511B (de) Kesselspeisevorrichtung.
DE1526945A1 (de) Wirbelverdampfer
DE1092044B (de) Dampfstrahlpumpe
DE3617692C2 (de)
DE399607C (de) Oberflaechenkondensationsanlage mit Wasserstrahlluftpumpe
DE377818C (de) Dampferzeugungsanlage, bei der die Waerme aus mechanischer Energie mit Hilfe einer Pumpe erzeugt wird
DE662526C (de) Einrichtung zum Absaugen der Luft aus Oberflaechenkondensatoren
DE767278C (de) Zwangdurchlauf-Dampferzeuger
DE591439C (de) Verfahren und Vorrichtung zum unmittelbaren Aufheizen des Wassers mit Dampf bei Milcherhitzern
DE435838C (de) Verfahren zum Anlassen von Oberflaechenkondensatoren
DE451232C (de) Vorrichtung zum Kuehlen von Hochofenwindformen
DE643871C (de) Trockenzylinder fuer Papier- und aehnliche Maschinen
DE416316C (de) Verfahren zum Betrieb von Speisewasser-Vorwaermern
DE897707C (de) Entgasungsanlage, insbesondere fuer Kesselspeisewasser
DE838295C (de) Dampfwasserableiter mit Duese
AT81590B (de) Dampfkondensationsanlage.
DE727985C (de) Einrichtung zur Erhoehung des Foerdergewichtes der Dampfumwaelzpumpe von mittelbar beheizten Dampferzeugern
AT53080B (de) Kondensator.
AT83385B (de) Dampfkondensationsanlage.
DE808011C (de) Verfahren zur Verbesserung des Arbeitsprozesses in Waermekraftmaschinen
AT127192B (de) Heizkopf für Trockenzylinder.
AT140860B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Abkühlung von Verbrauchsdampf bei Erhitzungsapparaten für Milch und ähnliche Flüssigkeiten.
AT135655B (de) Verfahren zum Entleimen von leimhaltigem Gut.
AT82604B (de) Vorrichtung zur Entfernung der Luft aus Dampfkondensatoren mit in Reihe hintereinander angeordneten Dampfstrahlpumpen.