AT118449B - Verfahren zur unmittelbaren Erzeugung von Waren aus Kautschukmilch u. dgl. mittels poröser Niederschlagungsformen. - Google Patents

Verfahren zur unmittelbaren Erzeugung von Waren aus Kautschukmilch u. dgl. mittels poröser Niederschlagungsformen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur unmittelbaren Erzeugung von Waren aus   Kautschukmilch   u. dgl. mittels poröser Niederschlagungsformen. 



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, Waren aus Kautschukmilch durch Tauchen mittels poröser   Niederschlagungsfol1nen   zu erzeugen, die infolge ihrer Aufsaugefähigkeit die Agglomerierung des Kautschuks an ihrer Oberfläche befördern. Da die Wirkung derartiger Formen nach Sättigung der Form mit Wasser erschöpft ist, versuchte man starke Niederschläge dadurch zu erzeugen, dass man im Hohlraum der Form einen Unterdruck erzeugt, so dass das Wasser aus der Wandung der Form abgesaugt wird. 



  Dabei werden aber die in der Serumflüssigkeit des Kautschuks suspendierten feinen kolloidalen Teilchen in die Poren der   Tauchform   eingesaugt und führen bald zu einer Verstopfung derselben. Ausserdem nimmt die agglomerierende Wirkung des Unterdruckes bei Zunahme der Stärke des Niederschlages so jäh ab, weil die Wasserdurchlässigkeit auch verhältnismässig dünner Kautschuckschichten bei dem in Betracht kommenden praktisch erzielbaren höchsten Wert des Druckunterschiedes eine unverhältnismässig geringe ist. 



   Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, mit koagulierenden Flüssigkeiten gesättigte poröse Tauchformen zu verwenden, die Dichte des dabei entstehenden Niederschlages lässt jedoch zu wünschen übrig, 
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Zur Vermeidung dieser Nachteile werden gemäss der Erfindung während eines durch die im Hohlraum der porösen   Tauchform   angewandten Unterdruckes oder einer durch wasserentziehenden Mittel beschleunigten Wasserentziehung auch koagulierend wirkende Stoffe der zu koagulierenden Kautschukmilch zugeführt.

   Dadurch bildet sich infolge der   koagulierendenWirkung des   in der Form aufgesaugten Koagulierungsmittels sofort beim Eintauchen der Form eine dünne   Kautsehukhaut,   die als Ultrafilter wirkt und alle Kolloide   zurückhält,   also nur Wasser, bzw. die in diesem gelöste Kristalloide durchtreten lässt, während die aus der Form gegen die   Kautschukmilch diffundierenden koagulierenden   Stoffe das 
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 druck der die Form umgebenden   Kautschukmilch   in bezug auf das Innere der   Tauehform   wirkt   nämlich   fortwährend komprimierend auf den durch die   koagulierenden   Stoffe erzeugten Zuwachs des Kautsehukniedersehlages, so dass ein sehr dichter vollständig glatter Niederschlag erzielt wird.

   Auch durch die Entwässerungsmittel, wie z. B. wasserentziehende Stoffe beschleunigte Verdunstung, bewirkte ständige Wasserentziehung aus dem bereits koagulieren Niederschlag bewirkt eine Verdichtung und Verfestigung desselben. 



   Die koagulierende Flüssigkeit lässt sich dadurch in die Tauchform einbringen, dass man beispielsweise die Form vor dem Eintauchen in die Kautschukmilch mit der koagulierenden Flüssigkeit, beispielsweise Chlorkalziumlösung, sättigt. Zwecks dauernder Wasserentziehung kann man den Hohlraum der   Tauch-   form mit Zement oder gebranntem Kalk füllen oder die Entnahme des Wassers an der von dem Niederschlag abgekehrten Seite der porösen Form durch   Beschleunigung   der Wasserverdunstung etwa durch Erhitzen oder durch Luftströmung bewirken. 



   Selbstverständlich kann statt reiner   Kautsehukmilch   auch mit den üblichen Zusätzen, also Vulkanisationsmitteln, Acceleratoren,   Farb-oder Füllstoffen   versetzte   Kautsehukmilch   gemäss der Erfindung verarbeitet werden. 

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   Wird eine derartige gefüllte Kautschukmilch zum Tauchen verwendet, so erzielt man während der gleichen Zeitdauer grössere Schichtstärken, als mit ungefüllter   Kautschukmilch.   Diese Wirkung ist um so überraschender, als die Zunahme der   Schichtstärke   auch bei Verwendung von Füllstoffen, die nicht wasserentziehend wirken, eine bedeutend grössere ist, als der durch die Füllung bewirkten Zunahme der Konzentration entsprechen würde. 



   Statt normaler Kautschukmilch ist es zweckmässiger, eine Kautschukmilch zu verwenden, die durch Wasserentziehung, z. B. durch Zentrifugieren, über den normalen Kautschukgehalt von etwa   30%   der natürlichen Kautschukmilch konzentriert worden ist, insbesondere wenn Zusatzstoffe der Kautschukmilch zugemischt werden sollen, weil man zwecks Erzielung einer bestimmten   Schichtstärke   an den Tauchformen aus konzentrierter Kautschukmilch weniger Wasser entziehen muss, und anderseits, weil während der eine längere Zeit beanspruchenden Verarbeitung die in einer dickeren Kautschukmilch dispergierten Zusatzstoffe längere Zeit in gleichmässiger Verteilung verbleiben als in der dünneren   Kautschukmilch.   



   Selbstverständlich kann man das Verfahren nicht nur bei der Verarbeitung der Kautschukmilch im engeren Sinne, sondern auch für vulkanisierte   natürliche   Kautschukmilch oder unvulkanisierte oder vulkanisiert künstliche Kautschukdispersionen oder andere Dispersionen benutzen, die sich der Kautschukmilch ähnlich verhalten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur unmittelbaren Erzeugung von Waren aus   Kautschukmilcl   n. dgl. mittels   porösen   Niederschlagungsformen, wobei die Entnahme des Wassers an der von dem Niederschlag abgekehrten Seite der porösen Form beschleunigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass während der beschleunigten 
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 zugeführt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der von dem Niederschlag abgewandten Seite der porösen Form wasserentziehende Stoffe angewendet werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Entnahme des Wassers an der von dem Niederschlag abgekehrten Seite der porösen Form durch Beschleunigung der Wasserverdunstung, etwa durch Erhitzen oder durch Luftströmung erfolgt.
    4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in die zu erzeugenden Waren einzuverleibenden Zusatz-oder Füllstoffe der zu verarbeitenden Dispersion zugeführt werden.
    5. Verfahren gemäss einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der natürlichen Kautsehukmilch vor ihrer Verarbeitung ein Teil des urspringliche Wassergehaltes in bekannter Weise soweit entzogen wird, dass ihr Kautschukgehalt 30% übersteigt.
AT118449D 1925-05-30 1926-05-17 Verfahren zur unmittelbaren Erzeugung von Waren aus Kautschukmilch u. dgl. mittels poröser Niederschlagungsformen. AT118449B (de)

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