AT118118B - Verfahren zur Herstellung von Dichtungen, insbesondere für den Zylinderblock von Brennkraftmaschinen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dichtungen, insbesondere für den Zylinderblock von Brennkraftmaschinen.

Info

Publication number
AT118118B
AT118118B AT118118DA AT118118B AT 118118 B AT118118 B AT 118118B AT 118118D A AT118118D A AT 118118DA AT 118118 B AT118118 B AT 118118B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
fabric
seals
asbestos
cylinder block
internal combustion
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Hugo Reinz Dichtungs Fabriken
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hugo Reinz Dichtungs Fabriken filed Critical Hugo Reinz Dichtungs Fabriken
Application granted granted Critical
Publication of AT118118B publication Critical patent/AT118118B/de

Links

Landscapes

  • Gasket Seals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Dichtungen, insbesondere für den Zylinderblock von
Brennkraftmaschinen. 



   Für Dichtungszwecke wurde bereits vorgeschlagen, ein Gewebe, z. B. ein Asbestgewebe, als Träger für eine beiderseits des Gewebes aufzubringende Dichtungsmasse zu verwenden. Dabei bediente man sich einerseits eines verhältnismässig   weitmaschigen   Gewebes, anderseits eines verhältnismässig dicken Mantels   von'Überzugs-oder Belagmasse,. die die Dichtung   vermitteln sollte. Der Übelstand derartiger Dichtungen liegt vor allem darin, dass bei einem dicken Überzug die Gefahr eines Auflösen und Abbröekelns der   aufgestrichenen   Masse besteht, die sich z. B. bei der Verwendung der Dichtung für Fahrzeugkraftmasehinen durch die Einwirkung des Kühlwassers und des Verdichtungsdruckes   fühlbar   machen würde. 



   Bekannt ist ferner an sich die   Imprägnierung   von Dichtungen mit hitze-und feuehtigkeitsbeständigen Stoffen. 



   Demgegenüber beruht das Wesen der Erfindung darin, dass ein bereits auf dem Webstuhl äusserst dicht, d. h. an sich bereits möglichst wasserundurchlässig erzeugtes Asbest-Metallgewebe und eine den Mantel für dieses bildende, aus faserigem Asbest und geeigneten Füllstoffen bestehende Dichtungsmasse durch   Zusammenwalzen   unter hohem Druck sowie Mitwirkung von Wärme zu einem homogenen Ganzen vereinigt sind. Wesentlich ist dabei vor allem das in seinem Gefüge vollkommen dichte Asbest-Metallgewebe, das eine dünne, äusserst dicht und fest geschlagene Asbest-Metallvereinigung darstellt. Der Überzug kann infolge dieser Dichtheit des Gewebes ganz dünn (einige Hundertstel Millimeter) ausfallen. Ein Durchdrücken des Gewebes und Bildung von Kanälen ist unmöglich.

   Der geringe auf das Innigste mit dem Gewebe verbundene Überzug gibt Gewähr für die   Unauflöslichkeit   und Unzerstörbarkeit der neuen Dichtung. 



   Zweckmässig wird der Asbestfaden des Gewebes stärker gehalten als der Metallfaden, um sieh 
 EMI1.1 
 falls durch geeignete Werkzeuge noch faseriger gestaltet werden. Dadurch wird die Oberfläche aufnahmefähig, statt, wenn nur metallisch, ohne Aufnahmefähigkeit. Durch das dann unter hohem Druck bei gleichzeitiger Einwirkung von   Wärme   folgende Aufwalzen der Dichtungsmasse aus faserigem Asbest wird das schon an sich äusserst dichte Gewebe zu einem homogenen Ganzen von besonderer Feinheit, Festigkeit und Dichtheit. Das Gefüge hat dann vollkommen glatte   Oberflächen,   ist aber elastisch, um beim Biegen wieder die ursprüngliche Lage anzunehmen. Die Herstellung kann in Bahnen von 100 m und mehr in Form plattenartiger endloser   Stücke   erfolgen, die für die verschiedensten Formen ausstanzbar sind, z.

   B. in die Form der Zylinderbloekdiehtung für Brennkraftmaschinen. Versuche ergaben, dass das neue Gewebe grösste Spannung beim Aufwalzen des Dichtungsmantels auszuhalten und sehr hohem Druck sowie sehr hoher   Überhitzung zu widerstehen   vermag. 



   Weiter hat es sich als   zweckmässig   erwiesen, dass ein mit einem   hitze-und feuchtigkeitsbeständigen   Stoff,   z.   B. Thiolit, imprägniertes Asbest-Metallgewebe verwendet wird. 



   Bei der Herstellung des Gewebes kann man sich der verschiedenartigsten Verbindungen von Asbestund Metallfäden bedienen, z. B.   Kettenfäden   aus Metall,   Schussfäden   aus Asbest, ferner auch asbest-   gezwirnte Metallfäden für   die Kette, gegebenenfalls für Kette und   Schuss   usw. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   In der Zeichnung erläutert Fig. 1 schematisch und beispielsweise ein nach der Erfindung erzeugtes Gewebe, dessen Kettenfäden a aus Metall, vorzugsweise aus Phosphorbronze, mit hoher Festigkeit bestehen. während als Schuss Asbestfäden bmit Metallseele dienen. Die Bindung dieser Fäden a. bist nun erfindungsgemäss so eng gewählt, dass, wie dies Fig. 2 in Oberansicht und Fig. 3 im Querschnitt (beides in   grössere     Massstabe) veranschaulichen,   das Gewebe von Anfang an äusserst dicht und fest ausfällt, also an sich 
 EMI2.1 
 des Gewebes mit einem hitze-und feuchtigkeitsbeständigen Stoff, z. B. Thiolit, statt, wodurch dem Gewebe völlige Dichtheit verliehen wird, ohne dass es seine Biegsamkeit und Geschmeidigkeit verliert. 



   Das so vorbereitete Gewebe wird nun nach Fig. 4 auf beiden Seiten mit je einer Dichtungslage r geeigneter Beschaffenheit, insbesondere einer aus faserigem Asbest und einem Füllstoff bestehenden Dichtungsmasse, in der Weise versehen, dass die Dichtungsmasse völlig in das Gewebegefüge eindringt. dementsprechend das Gewebe   a-b   in der Dichtungsmasse gewissermassen allseitig eingekapselt liegt. 



  Am sichersten wird die homogene Vereinigung des Gewebes mit der   Diehtungsmasse   durch das bereits erwähnte Aufwalzen der letzteren unter hohem Druck und Mitwirkung von Wärme gewährleistet. 



   Die so gewonnene Bahn kann sodann zu Zylinderbloekdichtungen   J-gemäss Fig. 5   ausgestanzt werden, die nach Graphitieren ohne jedwede weitere Nacharbeit an die Dichtungsstellen einpassbar sind. 



   Versuche haben ergeben, dass die nach der Erfindung beschaffene Dichtung in bezug auf Druck, Widerstand gegen Hitze, wie überhaupt in jeder sonstigen Beziehung den höchsten Anforderungen entspricht und ein Anfressen und Durchschlagen der Diehtungsränder, insbesondere an den empfindlichen Stegteilen d, trotz Wegfalls besonderer   Randeinfassungen nicht zu befürchten   ist. Vorteilhaft ist es ferner. dass die neue Dichtung sehr   dünnwandig,   jedenfalls sehwachwandiger als die bisher üblichen Zylinderblockdichtungen ausführbar ist, wodurch geringere Angriffsflächen vorhanden sind, der Verdichtungsraum entsprechend verkleinert und dementsprechend das Mass der Verdichtung in diesem vergrössert, 
 EMI2.2 
 Betriebsstoffes ergibt. 



   Weiter ist die Dichtung trotz hohen Asbestgehaltes   wärmeleitend,   und sie zeichnet sieh durch sehr geringen   Glühverlust   aus. Ihre Festigkeit ist entsprechend ihrem Gefüge nach jeder Richtung. d. h. in der Längs-und allen   Querriehtungen   sehr gross. 
 EMI2.3 
 
1.

   Verfahren zur Herstellung von Dichtungen, insbesondere für den Zylinderblock von Brennkraftmaschinen, bestehend aus einer gewebten Bahn und einem sie beiderseits   überdeckenden   Dichtungsmantel, dadurch gekennzeichnet, dass ein bereits auf dem Webstuhl äusserst dicht, d. h. an sich bereits möglichst   wasserundurchlässig   erzeugtes Asbest-Metallgewebe und eine den Mantel für dieses bildende. aus faserigem Asbest und geeigneten Füllstoffen bestehende Dichtungsmasse durch   Zusammenwalzen   unter hohem Druck sowie Mitwirkung von Wärme zu einem homogenen Ganzen vereinigt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass das Asbest-MetaIlgewebe mit einem hitze-und feuchtigkeitsbeständigen Stoff, z. B. Thiolit, imprägniert wird.
AT118118D 1928-10-03 1928-12-15 Verfahren zur Herstellung von Dichtungen, insbesondere für den Zylinderblock von Brennkraftmaschinen. AT118118B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE118118X 1928-10-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT118118B true AT118118B (de) 1930-06-25

Family

ID=5655456

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT118118D AT118118B (de) 1928-10-03 1928-12-15 Verfahren zur Herstellung von Dichtungen, insbesondere für den Zylinderblock von Brennkraftmaschinen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT118118B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE112012001575B4 (de) Flachdichtung mit kalandrierter Sieblage
DE3329055A1 (de) Zusammengesetzt aufgebautes dichtelement
DE2853397A1 (de) Mehrschichtiges waermeisolierungsmaterial und verfahren zu dessen herstellung
DE2646832A1 (de) Flachdichtung, insbesondere zylinderkopfdichtung
DE3500071C2 (de)
DE2445055A1 (de) Weichstoffkompensator in leitungen fuer nichtfluessige medien
DE3884515T2 (de) Dichtungsmaterial und Verfahren zur Herstellung desselben durch Verdichten von an einem metallischen Kern verklebten Schichten.
AT118118B (de) Verfahren zur Herstellung von Dichtungen, insbesondere für den Zylinderblock von Brennkraftmaschinen.
DE2914173C2 (de) Imprägnierte Zylinderkopfdichtung und ihr Herstellungsverfahren
DE69407941T2 (de) Dampferzeugungsraum mit einer schicht zur verhinderung des leidenfrostphänomens
DE596317C (de) Dichtung
DE2826386A1 (de) Zylinderkopfdichtung
CH143466A (de) Verfahren zur Herstellung von Dichtungen, insbesondere für den Zylinderblock von Brennkraftmaschinen.
DE1003185B (de) Filterplattenbespannung und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2713542C2 (de) Weichstoffflachdichtung, insbesondere Zylinderkopfdichtung
DE2257962A1 (de) In schichten aufgebauter druckfilz
DE2700662C2 (de) Weichstoffflachdichtung, insbesondere Zylinderkopfdichtung für hochbeanspruchte Brennkraftmaschinen und ihr Herstellungsverfahren
DE2736599A1 (de) Zylinderkopfdichtung
DE687548C (de) Aus einem Stueck bestehende Dichtungsplatte, insbesondere Gewebedichtung
DE408834C (de) Kolbenring
DE3115949A1 (de) Metallisches verbund-dichtungsmaterial, insbesondere zur herstellung von zylinderkopfdichtungen
DE835094C (de) Verfahren zur Herstellung von Dichtungen, Packungen u. dgl.
DE3406932C2 (de)
DE2914105C2 (de) Weichstoffflachdichtung, insbesondere Zylinderkopfdichtung für Verbrennungskraftmaschinen
DE2325377C3 (de) Auskleidung für im Querschnitt kreisförmige Bohrungen