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Verfahren zur Herstellung von Dichtungen, insbesondere für den Zylinderblock von
Brennkraftmaschinen.
Für Dichtungszwecke wurde bereits vorgeschlagen, ein Gewebe, z. B. ein Asbestgewebe, als Träger für eine beiderseits des Gewebes aufzubringende Dichtungsmasse zu verwenden. Dabei bediente man sich einerseits eines verhältnismässig weitmaschigen Gewebes, anderseits eines verhältnismässig dicken Mantels von'Überzugs-oder Belagmasse,. die die Dichtung vermitteln sollte. Der Übelstand derartiger Dichtungen liegt vor allem darin, dass bei einem dicken Überzug die Gefahr eines Auflösen und Abbröekelns der aufgestrichenen Masse besteht, die sich z. B. bei der Verwendung der Dichtung für Fahrzeugkraftmasehinen durch die Einwirkung des Kühlwassers und des Verdichtungsdruckes fühlbar machen würde.
Bekannt ist ferner an sich die Imprägnierung von Dichtungen mit hitze-und feuehtigkeitsbeständigen Stoffen.
Demgegenüber beruht das Wesen der Erfindung darin, dass ein bereits auf dem Webstuhl äusserst dicht, d. h. an sich bereits möglichst wasserundurchlässig erzeugtes Asbest-Metallgewebe und eine den Mantel für dieses bildende, aus faserigem Asbest und geeigneten Füllstoffen bestehende Dichtungsmasse durch Zusammenwalzen unter hohem Druck sowie Mitwirkung von Wärme zu einem homogenen Ganzen vereinigt sind. Wesentlich ist dabei vor allem das in seinem Gefüge vollkommen dichte Asbest-Metallgewebe, das eine dünne, äusserst dicht und fest geschlagene Asbest-Metallvereinigung darstellt. Der Überzug kann infolge dieser Dichtheit des Gewebes ganz dünn (einige Hundertstel Millimeter) ausfallen. Ein Durchdrücken des Gewebes und Bildung von Kanälen ist unmöglich.
Der geringe auf das Innigste mit dem Gewebe verbundene Überzug gibt Gewähr für die Unauflöslichkeit und Unzerstörbarkeit der neuen Dichtung.
Zweckmässig wird der Asbestfaden des Gewebes stärker gehalten als der Metallfaden, um sieh
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falls durch geeignete Werkzeuge noch faseriger gestaltet werden. Dadurch wird die Oberfläche aufnahmefähig, statt, wenn nur metallisch, ohne Aufnahmefähigkeit. Durch das dann unter hohem Druck bei gleichzeitiger Einwirkung von Wärme folgende Aufwalzen der Dichtungsmasse aus faserigem Asbest wird das schon an sich äusserst dichte Gewebe zu einem homogenen Ganzen von besonderer Feinheit, Festigkeit und Dichtheit. Das Gefüge hat dann vollkommen glatte Oberflächen, ist aber elastisch, um beim Biegen wieder die ursprüngliche Lage anzunehmen. Die Herstellung kann in Bahnen von 100 m und mehr in Form plattenartiger endloser Stücke erfolgen, die für die verschiedensten Formen ausstanzbar sind, z.
B. in die Form der Zylinderbloekdiehtung für Brennkraftmaschinen. Versuche ergaben, dass das neue Gewebe grösste Spannung beim Aufwalzen des Dichtungsmantels auszuhalten und sehr hohem Druck sowie sehr hoher Überhitzung zu widerstehen vermag.
Weiter hat es sich als zweckmässig erwiesen, dass ein mit einem hitze-und feuchtigkeitsbeständigen Stoff, z. B. Thiolit, imprägniertes Asbest-Metallgewebe verwendet wird.
Bei der Herstellung des Gewebes kann man sich der verschiedenartigsten Verbindungen von Asbestund Metallfäden bedienen, z. B. Kettenfäden aus Metall, Schussfäden aus Asbest, ferner auch asbest- gezwirnte Metallfäden für die Kette, gegebenenfalls für Kette und Schuss usw.
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In der Zeichnung erläutert Fig. 1 schematisch und beispielsweise ein nach der Erfindung erzeugtes Gewebe, dessen Kettenfäden a aus Metall, vorzugsweise aus Phosphorbronze, mit hoher Festigkeit bestehen. während als Schuss Asbestfäden bmit Metallseele dienen. Die Bindung dieser Fäden a. bist nun erfindungsgemäss so eng gewählt, dass, wie dies Fig. 2 in Oberansicht und Fig. 3 im Querschnitt (beides in grössere Massstabe) veranschaulichen, das Gewebe von Anfang an äusserst dicht und fest ausfällt, also an sich
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des Gewebes mit einem hitze-und feuchtigkeitsbeständigen Stoff, z. B. Thiolit, statt, wodurch dem Gewebe völlige Dichtheit verliehen wird, ohne dass es seine Biegsamkeit und Geschmeidigkeit verliert.
Das so vorbereitete Gewebe wird nun nach Fig. 4 auf beiden Seiten mit je einer Dichtungslage r geeigneter Beschaffenheit, insbesondere einer aus faserigem Asbest und einem Füllstoff bestehenden Dichtungsmasse, in der Weise versehen, dass die Dichtungsmasse völlig in das Gewebegefüge eindringt. dementsprechend das Gewebe a-b in der Dichtungsmasse gewissermassen allseitig eingekapselt liegt.
Am sichersten wird die homogene Vereinigung des Gewebes mit der Diehtungsmasse durch das bereits erwähnte Aufwalzen der letzteren unter hohem Druck und Mitwirkung von Wärme gewährleistet.
Die so gewonnene Bahn kann sodann zu Zylinderbloekdichtungen J-gemäss Fig. 5 ausgestanzt werden, die nach Graphitieren ohne jedwede weitere Nacharbeit an die Dichtungsstellen einpassbar sind.
Versuche haben ergeben, dass die nach der Erfindung beschaffene Dichtung in bezug auf Druck, Widerstand gegen Hitze, wie überhaupt in jeder sonstigen Beziehung den höchsten Anforderungen entspricht und ein Anfressen und Durchschlagen der Diehtungsränder, insbesondere an den empfindlichen Stegteilen d, trotz Wegfalls besonderer Randeinfassungen nicht zu befürchten ist. Vorteilhaft ist es ferner. dass die neue Dichtung sehr dünnwandig, jedenfalls sehwachwandiger als die bisher üblichen Zylinderblockdichtungen ausführbar ist, wodurch geringere Angriffsflächen vorhanden sind, der Verdichtungsraum entsprechend verkleinert und dementsprechend das Mass der Verdichtung in diesem vergrössert,
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Betriebsstoffes ergibt.
Weiter ist die Dichtung trotz hohen Asbestgehaltes wärmeleitend, und sie zeichnet sieh durch sehr geringen Glühverlust aus. Ihre Festigkeit ist entsprechend ihrem Gefüge nach jeder Richtung. d. h. in der Längs-und allen Querriehtungen sehr gross.
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Verfahren zur Herstellung von Dichtungen, insbesondere für den Zylinderblock von Brennkraftmaschinen, bestehend aus einer gewebten Bahn und einem sie beiderseits überdeckenden Dichtungsmantel, dadurch gekennzeichnet, dass ein bereits auf dem Webstuhl äusserst dicht, d. h. an sich bereits möglichst wasserundurchlässig erzeugtes Asbest-Metallgewebe und eine den Mantel für dieses bildende. aus faserigem Asbest und geeigneten Füllstoffen bestehende Dichtungsmasse durch Zusammenwalzen unter hohem Druck sowie Mitwirkung von Wärme zu einem homogenen Ganzen vereinigt werden.