AT117754B - Vorrichtung zur Überwachung des Laufs von Maschinen oder Maschinenteilen. - Google Patents
Vorrichtung zur Überwachung des Laufs von Maschinen oder Maschinenteilen.Info
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Description
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Vorrichtung zur Überwachung des Laufs von Maschinen oder Maschinenteilen.
Die Erfindung dient zur Überwachung des Laufs von Maschinen oder der Bewegung einzelner Maschinenteile und bezweckt, durch eine selbsttätig wirkende Vorrichtung unerwünschte Betriebszustände zu verhüten oder zu beei''igen und gegebenenfalls den jeweiligen Betriebszustand anzuzeigen.
So kann z. B. bei der Inbetriebnahme von Maschinen oder umlaufenden Maschinenteilen (Kupplungen od. dgl.) der Fall eintreten, dass die Maschine nicht anläuft, sei es wegen Störungen oder Hemmungen in der Maschine selbst, sei es infolge von Fehlern in der Kraftübertragung. Bliebe in derartigen Fällen die Energiezufuhr bestehen, so könnten Brüche oder sonstige Beschädigungen in der Anlage eintreten. Die Erfindung ermöglicht es, zur Verhütung solcher Schäden die Energiezufuhr selbsttätig abzuschneiden, wenn nach einer je nach der Art der Anlage wählbaren Zeit der Anlauf nicht erfolgt ist.
Diese Sicherung der Maschine sowie die Regelung beliebiger für ihren Lauf entscheidender Betriebsgrössen erfolgt erfindungsgemäss mit Hilfe einer Kurvenscheibe, eines Hubdaumens oder eines ähnlichen Maschinenelementes, das der Bewegung des zu überwachenden Teiles zeitweilig zu folgen vermag und hiebei je nach dem Betriebszustand des zu überwachenden Maschinenteiles Regelorgane wahlweise sperrt oder freigibt und dadurch die Energiezufuhr oder bestimmte Betriebsgrössen beeinflusst. Es können dabei also zur selben Zeit einzelne Regelorgane gesperrt, andere dagegen wieder zur Ausführung der ihnen zugewiesenen Vorrichtung freigegeben sein.
Derartige Überwachungsvorrichtungen sind für mechanische wie für elektrische Betriebe geeignet ; sie können selbst mechanisch oder elektrisch steuerbar sein, in letzterem Falle durch eine besondere Ortsstromquelle oder auch von dem die Maschine speisenden Netz aus.
Als Beispiel für die Ausführung der Erfindung ist oben bereits die Überwachung des Anlaufs einer Maschine genannt worden. Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 eine solche elektrisch steuerbare Überwachungseinriehtung schematisch dargestellt.
Zur Ankupplung dieser Vorrichtung an die anzutreibende Welle 1 einer Maschine, einer Kupplung od. dgl. dient hier eine Reibseheibe 2, an deren Stelle, wie erwähnt, auch irgendein anderes Kupplungsglied benutzt werden kann, das geeignet ist, die Anlaufbewegung der Welle 1 auf die Kontrollvorrichtung zu übertragen, z. B. auch ein zum Teil nicht gezahntes Zahnrad. Die Scheibe 2 ist am Umfang mit einer Aussparung 3 und einer ihr gegenüberliegenden Anlauffläche 4 versehen. Sie ist an einem zweiarmigen Schwinghebel 5 drehbar gelagert, der durch ein Relais 6 zu bewegen ist. Sein freies Ende
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verzögert werden kann. Dieser Hebel 8 trägt eine Knagge 11, die mit der Anlauffläche 4 der Scheibe 2 zusammenwirkt, und an seinem freien Ende ein Kontaktstück 72.
Auch die Scheibe 2 hat einen mit ihr durch einen Arm 1. 3 verbundenen und mit ihr beweglichen Kontakt M Sie ist vorteilhaft so ausgewogen, dass im Ruhezustand ihr Schwerpunkt unter dem Drehpunkt liegt, damit sie nach jedem Gebrauch der Vorrichtung in die aus der Zeichnung ersichtliche Lage zurückkehrt.
Mit dem Antrieb der Welle 1 ist die Überwachungsvorrichtung so verbunden, dass gleichzeitig mit dem Einrücken des Antriebes oder dem Einschalten der Energiezufuhr der Elektromagnet 6 den mit ihm verbundenen Arm des Hebels 5 niederzieht und dadurch die Kontrollscheibe 2 hebt, bis sie an der Welle 1 anliegt. Gleichzeitig hiemit ist auch der Stützarm 7 von dem Hebel 8 abgehoben worden,
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so dass dieser durch die ihn mit dem Hebel 5 nachgiebig kuppelnde Feder 9 ebenfalls nach oben gezogen werden kann, eine Bewegung, die jedoch durch die Verzögerungsvorrichtung 10 verlangsamt wird.
Läuft nun die Welle 1 in der Pfeilrichtung an, so dreht sie die Scheibe 2 in entgegengesetzter Richtung bis zur Aussparung 3, durch die die Berührung der Scheibe 2 mit der Welle 1 aufgehoben wird.
Bei dieser Drehung der Scheibe 2 trifft ihr Daumen 4 auf den Hebel 8 und hindert ihn, seinen Hub zu vollenden, während gleichzeitig der Kontakt 14 einen Stromkreis schliesst, der z. B. zum Auslösen eines den erfolgten Anlauf meldenden Signals dienen oder aber auch ein Steuer-oder Arbeitsstromkreis sein kann, der Vorgänge auslöst, die erst nach erfolgtem Anlauf eintreten sollen. Übrigens könnte man auch durch einen andern beweglichen Teil der Kontrollvorrichtung einen solchen Stromkreis schliessen lassen, z.
B. durch den die Scheibe 2 tragenden Schwinghebel5, den man zu dem Zweck mit einem Kontakt versehen und seinen Hub erst nach erfolgtem Anlauf der Welle 1 beenden lassen könnte, wenn also die Scheibe 2 mit ihrer Aussparung der Welle 1 gegenüberliegt und dadurch noch eine gewisse Weiterbewegung des Hebels zulässt. -
Der Anschlag 11 des Hebels 8 verhindert, dass die von der Welle 1 abgerutscht Scheibe 2 weitergeschleudert wird, da hiebei ihr Daumen 4 gegen den Ansehlag 11 trifft ; ausserdem wird dadurch unter Mithilfe der Feder 9 die vollkommene Freistellung der Scheibe 2 von der Welle 1 gesichert.
Ist nun aber die Welle 1 nicht angelaufen, so bleibt auch die gegen sie angelegte Kontrollscheibe 2 in Ruhe, der Hebel 8 wird also nicht durch den Daumen 4 gesperrt und kann deshalb seinen Aufwärtshub in einer bestimmten Zeit vollenden, bis sein Kontakt 12 auf den Gegenkontakt trifft und damit einen Stromkreis schliesst, der das Ausrücken des Maschinenantriebes oder das Abschneiden der Energiezufuhr zur Maschine veranlasst.
Kann und darf der Anlauf durch eine anderweitige Regelung der Energiezufuhr erzwungen werden, z. B. durch ihre Verstärkung, so ist es möglich, diese Regelung selbsttätig durch die Überwachungsvorrichtung bewirken zu lassen, die durch einen der vorerwähnten Arbeits-oder Steuerstromkreise die dazu erforderlichen Regelungsorgane einstellen kann.
JMne solche Kontrollvornchtung ist von besonderer Bedeutung für ferngesteuerte selbsttätige Antriebe, sie kann aber auch für Maschinen wertvoll sein, die dauernd unter Aufsicht stehen, genügen doch oft wenige Sekunden, die Maschine unbrauchbar zu machen, wenn sie nicht sofort beim Einschalten anläuft.
Es genügt nun aber nicht für einen ordnungsmässigen Betrieb, dass die zu überwachende Maschine überhaupt anläuft, sondern man muss auch sicher sein, dass der Anlauf mit dem richtigen Drehsinn erfolgt. Auch diese Aufgabe kann gemäss vorliegender Erfindung durch dieselbe Vorrichtung erfüllt werden, die den Anlauf der Maschine überwacht. Dabei ist es unter Umständen vorteilhaft, für die Kontrolle des richtigen Drehsinnes oder der gewünschten Bewegungsrichtung an dem Hemmungsorgan, das z.
B., wie schon erwähnt, ein beim Zulassen des Betriebsmittels mit einem umlaufenden Teil (Welle) des Motors durch eine Reibungskupplung zu kuppelnder Kurvenschub (Kurvenscheibe, Daumen od. dgl.) sein kann, einen zusätzlichen Anschlag oder Kontakt vorzusehen, der dazu dient, die Maschine abzuschalten, falls sie im unrichtigen Drehsinne angelaufen ist.
Eine solche Vorrichtung ist auf der Zeichnung in Fig. 2 als Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Als Hemmungsorgan dient danach wie in Fig. 1 eine Kurvenscheibe 2, die durch Reibung mit der Welle 1 der zu überwachenden Maschine zu kuppeln ist und die ausser einer Einbuchtung 3 einen der letzteren gegenüberliegenden Daumen 4 sowie einen von einem Schaltarm 13 getragenen Kontakt M
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Schwinghebel 8 des Zeitschalters, der nach Beendigung seiner Bewegung durch seinen Kontakt 12 einen Stromkreis schliesst, durch den das Ausrücken des Maschinenantriebes oder das Abschneiden der Energiezufuhr zur Maschine bewirkt wird, falls sie überhaupt nicht angelaufen ist, während, wenn die Maschine mit richtigem Drehsinn (ausgezogene Pfeile) anläuft,
der Schwinghebel 8 von dem Daumen 4 der Kurvenscheibe 2 abgefangen und dadurch der Ablauf des Zeitschalters und das Abschalten der Maschine ver-
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der letztere kann demgemäss seinen Ablauf vollenden und durch seinen Kontakt 12 den Stromkreis schliessen, durch welchen die Maschine stillgesetzt wird.
Durch eine der Hemmvorrichtung 2 vorgeschaltete Übersetzung, Regelung der Ablaufzeit des Zeitschalters, entsprechende Bemessung seiner Verzögerungsvorrichtung 10 und andere Mittel lässt es sich erreichen, dass bei verkehrter Drehrichtung der Welle 1 die Abschaltung der Maschine bereits erfolgt ist, ehe der Daumen 4 auf die Welle 1 trifft. Im übrigen kann man den gleichen Zweck aber auch erreichen, indem man z. B. an dem Kontakthebel 13 der Scheibe 2 einen Kontakt 15 vorsieht, und so Vorkehrung trifft, dass wohl der Zeitschalter beim Stehenbleiben der anzutreibenden Maschine nach Ablauf der Zeitverzögenmg 10 anspricht, bei rückläufiger Drehrichtung der Maschine hingegen der Kontakt 15 sofort Stromschluss herstellt, um z. B. die Maschine abzuschalten.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zur Überwachung des Laufs von Maschinen oder Maschinenteilen, gekennzeichnet durch die Verbindung eines den Motor nach gewisser Zeit abschaltende Zeitsehalters (5, 6,7, 8, 9, 10, 12), der beim Zulassen des Betriebsmittels (Dampf, Elektrizität usw. ) in Bewegung gesetzt wird, und eines in Abhängigkeit von der Bewegung des Motors (Drehmoment, Zentrifugalwirkung, Lagen- änderung usw.) eingeschalteten Organs (2), das das Abschalten des Motors verhindert.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Organ, durch das das Abschalten des Motors verhindert wird, ein Hemmungsorgan (2) ist, das den Ablauf des Zeitschalters (5,6, 7, 8, 9, 10, 12) unterbricht.3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hemmungsorgan durch eine Reibungskupplung beim Zulassen des Betriebsmittels mit einem umlaufenden Teil (1) des Motors gekuppelt wird.4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hemmungsorgan einen Kurvenschub (Daumen od. dgl.) (4) besitzt, der bei Bewegung des Motors in den Ablaufweg des Zeitschalters eingerückt wird.5. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Vorrichtungen, z. B. elektrische Steuerkontakte am Hemmungsorgan (2) selbst, über die das Hemmungsorgan bei seiner Bewegung gleich- zeitig noch andere Regelorgane (Schalter, Anlasser od. dgl. ) betätigt.6. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Kupplungsvorrichtungen, die in Abhängig- EMI3.17. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Hemmungsorgan über eine Reibungsfläche mit dem umlaufenden Teil des Motors gekuppelt ist, die an einer bestimmten Stelle eine Aussparung (8) besitzt, wodurch die Abkupplung gewährleistet ist.8. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Zeitschalter (5, 6,7, 8, 9, 10, 12), wenn sein Ablauf nicht durch das Hemmungsorgan unterbrochen wird, eine zusätzliche Kraft (Hilfsmotor od. dgl.) einschaltet, die den Motor zum Anlauf bringt.9. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Vorrichtungen, die von der Drehrichtung der Maschine bzw. der richtigen Bewegungsrichtung einzelner Maschinenteile beeinflusst werden und es ermöglichen, auch den richtigen Drehsinn der Maschine bzw. die richtige Bewegungsrichtung einzelner Maschinenteile, zu überwachen.10. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 9, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Anschlag oder Kontakt (15) am Hemmungsorgan der Anlaufkontrollvorrichtung, wodurch bei unerwünschtem Drehsinn das Abschalten der zu überwachenden Maschine veranlasst wird. EMI3.2
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