AT117723B - Belag für Dächer, Wände od. dgl. - Google Patents

Belag für Dächer, Wände od. dgl.

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AT117723B
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Metallgesellschaft Ag
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  • Roof Covering Using Slabs Or Stiff Sheets (AREA)

Description


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  Belag für   Dächer,   Wände od. dgl. 



   Die Erfindung betrifft einen Belag für Dächer, Wände und sonstige   Flächen,   bestehend aus korrosionsfesten Metallen oder Metallegierungen, insbesondere Kupfer, und besteht darin, dass das Metall in Form von eigenfesten, rollbaren, noch treibfähigen, selbständig verlegbaren Blechbahnen (insbesondere Kupferblech in Stärken von 0.1 bis 0.5 mm) aufgebracht und mittels einer plastisch bleibenden, adhärierenden, asphaltartigen Klebemasse, die unmittelbar auf die zu belegende Fläche, z. B. die Dachverschalung, aufgebracht ist, befestigt wird. 



   Eine der dauerhaftesten Dachbedeckungen, deren allgemeiner Anwendung bisher die hohen Herstellungskosten entgegenstanden ist die   Daeheindeckung   mittels Kupfer. Sie ist wasserdicht und hat eine fast   unbeschränkt   Haltbarkeit bei ausserordentlich schöner ästhetischer Wirkung. Die hohen
Kosten für die Herstellung eines Kupferdaches nach bisheriger Art beruhen zunächst auf dem hohen Metallwert des Kupfers selbst, da verhältnismässig dicke Bleche, u. zw. meist von 0. 6 bis 1.2 mm
Stärke, zur Anwendung kommen. Die Konstruktion, die das Kupferdach trägt, muss wegen des nicht unerheblichen Gewichtes des Belages schwer sein.

   Kostspielig ist ferner die Verlegung des Kupferbleches auf dem Dache, da die Bleche in verhältnismässig kleinen Tafeln, die sorgfältig durch Querund Längsfalze miteinander verbunden werden, zur Verlegung kommen, so dass bei der grossen Ausdehnung der   Dachfläche   die mühsame Verbindung einer grossen Anzahl derartiger Tafeln erforderlich ist. 



   Metalleindeckungen mittels Metallfolien, die insbesondere auf der aus Dachpappe hergestellten Unterlage geklebt werden, sind bekannt. Im Gegensatz dazu werden gemäss der Erfindung nicht Metallfolien, sondern Blechbahnen in Stärken verwendet, dass das Blech noch eine bestimmte Eigenfestigkeit hat,   rollbar, noch treibfähig   und selbständig verlegbar ist, z. B. auf dem Dach abgerollt werden kann. 



  Derartige Bleehbahnen, insbesondere Kupferblech in Stärken von 0.1 bis 0.5 mm, werden unmittelbar auf die Dachverschalung oder unmittelbar auf die zu belegende Wandfläche mittels einer plastisch bleibenden adhärierenden, asphaltartigen Klebemasse befestigt. Die einzelnen Blechbahnen können miteinander verfalzt, verlötet oder verschweisst werden. Diese Art der Verbindung der einzelnen Bahnen ist bekanntlich bei Folien, d. h. Metallblättern von einigen hundertsteln Millimetern und noch weniger Dicke, nicht mehr möglich, sondern setzt Festigkeitseigenschaften voraus, wie sie nur normalen Blechen eigen sind ; die Festigkeitseigenschaften der gemäss der Erfindung verwendeten Blechbahnen ermöglichen auch die Herstellung von Wölbungen, Kanten, Übergänge u. dgl. mittels Treibarbeit, die   natürlich   bei Folien unmöglich ist. 



   Durch die Erfindung gelingt es, die Herstellungskosten, z. B. für ein Kupferdaeh, zu vermindern, u. zw. dadurch, dass sowohl die benötigte Metallmenge auf einen Teil des bisher erforderlichen Metallgewichtes vermindert als auch die Verlegungskosten in gleichem Verhältnis herabgesetzt werden, wobei aber doch alle Vorteile des alten Metalldaches beibehalten sind. Durch die Verwendung, z. B. des Kupfers in Form von endlosen Bändern in Rollen werden auch die Transportkosten und die Anzahl der Stossstellen ausserordentlich vermindert. Die Verwendung von Rollen wird dadurch ermöglicht, dass die Stärke des Kupfers ausserordentlich herabgesetzt wird. Am besten bewähren sich Stärken von 0.1 oder 
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 Form oder in Form mehr oder weniger tiefer Rillen zur Förderung des Wasserablaufes oder in anderer Form, versehen werden. 



   Als das Dach bildende Unterlage für den aufzubringenden Belag sind mit RÜcksicht auf die völlige 
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 verwendbar, worin gegenüber anderen   Belagsausführungen,   die Dachpappe, Ruberoid oder ähnliche Fabrikate verwenden müssen, ebenfalls ein Fortschritt liegt. Die Blechbahnen werden auf die z. B. ein 
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 sich asphaltartige Massen erwiesen. Die Klebmasse wird durch Bestreichen, Bespritzen od. dgl. auf die Dachverschalung oder die Unterseite der Blechbahn aufgebracht. Die Verlegung des Bleches erfolgt dann durch Abrollen auf der noch frischen Klebmasse oder, falls diese nur auf der Blechbahn aufgestrichen 
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 lässt es sieh auf einfachste Weise, z. B. auf Dächern in der Art wie Dachpappe, verlegen. Die Blechrollen können entweder horizontal oder vertikal auf der Unterlage abgerollt werden.

   Bei horizontaler Verlegung lässt man wie beim Ziegeldach das obere Blech über das untere vorspringen, so dass auf der schiefen Ebene ein Eindringen des Wassers nicht möglich ist. Aber auch die Falzverbindung der Bleche lässt sich mit ganz einfachen Mitteln schnell und billig herstellen, da die Kupferblech infolge ihrer geringen Stärke leicht falzbar sind. Ebenso kann ein Verkleben oder Verlöten oder Verschweissen der Blechränder erfolgen. Auch die übliche Befestigung unter Verwendung der bekannten angelöteten oder eingefalzten Hafter, die an das Dach festgenagelt werden, ist möglich, wobei   zweckmässigerweise   Kupferstifte verwendet werden. 



   Der Belag kann auch in gleicher Weise als Wandbelag oder als   Flächenbelag für irgendwelche   andere Zwecke verwendet werden, wie z. B. zum Belegen von Karosserien, Eisenbahnwagen, Flüssigkeitbehältern u. dgl. m. 



   Für die Herstellung der Bleche können natürlich ausser Kupfer auch   Kupfedegierunen   wie Messing, Bronze und andere Metalle oder Metallegierungen dienen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Belag für Dächer,   Wände od. dgl., bestehend aus eigenfesten, rollbaren, noch treibiähigen. 
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 und einer plastisch bleibenden, adhärierenden, asphaltartigen Zwischenlage, die einerseits an der Metall-   fläche,   anderseits unmittelbar auf dem zu belegenden Bauwerk, z. B. der Dachverschalung, der Mauerwand u.   dgl.,   haftet.

Claims (1)

  1. 2. Belag nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechbahnen untereinander verfalzt. verlötet, verschweisst oder verklebt sind.
AT117723D 1927-06-23 1928-06-19 Belag für Dächer, Wände od. dgl. AT117723B (de)

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